Untreue und Kuckuckskind

    • (1) 04.10.17 - 12:02

      Liebe Forumsgemeinde!

      Ich möchte euch heute gerne von meiner Ehe und den damit verbundenen Problemen erzählen und euch um eure Meinung ersuchen.
      Mein Mann udn ich (25 Jahre verheiratet, 3 erwachsene Kinder, de letztes Jahr ausgezogen sind) haben seit ca. 11 Monaten massive Probleme.
      Ich muss vorausschicken, dass wir - meiner und der Meinung unserer Freunde nach eine Top Ehe geführt habe - letztes Jahr neue Wohnung gekauft, innige Verbundenheit, Haus mit Garten, 3 wohlgeratene Kinder, tolle Urlaube, gute Berufe...!
      Letztes Jahr wurde mein Mann dann gekündigt, hat aber über Beziehungen relativ schnell einen neuen Job gefunden. Wir bezogen die neue Wohnung und alles war so weit OK.
      Plötzlich - wie aus dem Nichts - ist mein Mann ausgetickt. Er unterstellt mir Untreue (wiederkehrend), behauptet, dass unser jüngster Sohn nicht von ihm ist (den von mir geforderten Vaterschaftstes hat er aber bis dato nicht gemacht), behauptet, dass ich ihn mit anonymen Anrufen und SMS quäle (dazu muss man sagen, dass er wirklich tyrannisiert wird, allerdings passierten diese Anrufe auch in meiner Anwesenheit und auch in unserer Ehetherapiestunde - woraufhin mein Mann meinte, dass eine von mir beauftragte dritte Person anruft)
      Ich bin so dermaßen sprachlos, weil alle Vorwürfe wirlich haltlos sind - ich habe meinem Mann nie betrogen und selbstverständlich ist sein Sohn auch sein leibliches Kind.
      Mittlerweile ist mein Mann auch bei einer Psychiaterin in Behandlung, die ihm Pulver verschreiben wollt, die er allerdings ablehnte. (Diagnose - wenn es diese gibt - ist mir unbekannt)
      Ich bitte um eure Sichtweisen, weil ich mittlerweile wirklich alles 1000 Mal durchgekaut habe und zu keinem Ergabnis gekommen bin.

      • Irgendetwas muß ja vorgefallen sein, daß in ihm dieses plötzliche Misstrauen ausgelöst hat. Was ist da vor ca. 11 Monaten denn passiert?

        <<<...Ich muss vorausschicken, dass wir - meiner und der Meinung unserer Freunde nach eine Top Ehe geführt habe - letztes Jahr neue Wohnung gekauft, innige Verbundenheit, Haus mit Garten, 3 wohlgeratene Kinder, tolle Urlaube, gute Berufe...!....>>>
        Was bringt die Meinung der Freunde in deinem Fall? Nach außen hin führen viele eine gute Ehe...

        • das weiß ich ganz einfach nicht - auch bei ganz genauem Nachdenken komme ich ganz einfach nicht drauf.
          Er sagt ja jetzt, dass er dieses Misstrauen - zumindest auf unseren jüngsten Sohn - bereits seit dessen Geburt hat; allerdings nie etwas gesagt hat.

            • er hat keinen Vorschlag mit dem Ungang des Problems.
              Er will, dass wir uns jetzt mal räumlich trennen, um zur Ruhe kommen zu können. - find ich einerseits gut, aber andererseits liebe ich ihn wirklich sehr, udn habe natürlich Angst um meine Ehe.

                • natürlich kann das vorkommen, das ist mir bewusst, aber vorstellbar ist es nicht, weil er wirklich immer daheim ist. Ich habe ihn auch danach gefragt: da meinte er nur, dass es keine andere Frau gab und auch nicht gibt. Er möchte nur, dass wir uns räumlich trennen, dass er nachdenken kann und sich über die ganzen Vorkommnisse klar wird.
                  Mein Mann WAR der empathischste und liebste Ehemann udn Vater, den man sich vorstellen kann. Seine Unzufriedenheit und Zerrissenheit zu sehen und zu spüren ist für mich kaum auszuhalten.
                  Er möchte auch Sex mit mir haben, aber ich habe gesagt, dass ich das momentan nicht kann, weil am nächsten Tag alles wiede rbeim Alten wäre - da hat er nur gemeint: "Ja das ist richtig":-(

                  • Puh
                    Vaterschaftstest will er nicht...
                    hm - da wäre ich mit meinem Latein auch am Ende
                    Demenz - ja kann sich einschleichen, aber das dürfte man dann doch allgemein erkennen, nicht nur an diesem einen Thema.
                    Wenn du dir nun nochmal die Zeit in Erinnerung rufst, wo es zu dieser Veränderung kam... kannst du dich an GAR Nichts erinnern?
                    Kann es sein, daß ihm da jemand einen Floh ins Ohr gesetzt hat - würde er dir das sagen?
                    Das mit diesen Anrufen - da würde ich drauf bestehen, dies bei der Polizei anzuzeigen? Das würde ICH in deinem Fall auch wissen wollen, wer da in Frage kommt. Hast du die Nummer auch, oder nur dein Mann?

                    • Vaterschaftstest will er schon, allerdings darf unser Sohn davon nichts mitbekommen (das ist kein Problem in Österreich und geht auch mit Alternativproben) - ABER er schafft es nicht, 2 Zigartettenstummel einzusammeln oder unserem Sohn, der manchaml am Wochenende zu Hause schläft, eine Einwegzahnbüste in die Hand zu drücken.
                      Das einzige, was ich mir vorstellen kann, was zu dieser Veränderung geführt hat, ist Folgendes:
                      Ich war vor 29 Jahren (da war von mienem Mann nochnicht die Rede) schwanger und habe das Kind, weil ich wusste, dass ich es in meiner damaligen Soituation nicht behalten konnte, abgetrieben. Ich habe diese Entscheidung damals bewusst alleine getroffen, habe mitr aber geschworen, dass - sollte ich einmal jemandem die Geschichte erzählen - es dem Vater des Kindes als erstes erzählen würde. - Vor 7 Jahren hatten mein Mann und ich eine Krise und wir haben einen Neustart beschlossen-daraufhin habe ich den Vater des Kindes aufgesucht und habe ihm von der Schwangerschaft erzählt, weil ich ja mit meinem Mann auch darüber sprechen wollte (nach dem Motto: wir starten nicht neu mit einem Geheminis)
                      Leider habe ich das aber nicht geschafft (Fragt mich nicht warum) und ich habe es meinem Mann vor ca 6 Monaten erzählt. Daraufhin hat er gemeint, mein Exfreund wär emir scheinbar wichtiger als er (welch Blödsinn) und hat meinen Exfreund, angerufen und aufgesucht, um mit ihm alles zu beprechen. Der hat blöderweise abgestritten, etwas gewusst zu haben, was meinen Mann dazu gebracht hat, ihm mehr zu glauben als mir nach so langer Zeit!!

                      • Ok - dass der Sohn nichts davon mitbekommen soll, finde ich sehr vernünftig.
                        Das ist natürlich eine blöde Geschichte mit diesem Ex und der beendeten Schwangerschaft. Sowas nach 20 Jahren zu erfahren - ich weiß nicht, wie es mir damit gehen würde. Das hat ihn wohl so sehr getroffen, dass dabei für ihn eine "Welt" zusammengebrochen ist. Er dachte, alles "Wichtige" von dir zu wissen und dann nach über 20 Jahren, erfährt er davon.
                        Mach das nächste Mal, wenn dein Sohn hier ist, nochmal etwas Druck bei deinem Mann - erinnere ihn daran, daß er eine Kippe etc. beseitigen soll. Sag ihm, daß DIR das sehr am Herzen liegt, dass er sich da sicher sein kann! Das ist er ja irgendwie auch seinem Sohn "schuldig"....
                        Wenn er die räumliche Trennung will, um zu sich zu kommen, denke ich, du solltest es akzeptieren. Vielleicht findet ihr so wieder zusammen.
                        Schwierig.

                        Euer Sohn WIRD davon mitbekommen. Ich würde an deiner Stelle diesmal schneller sein und als Erste davon sprechen. Und auch sicherstellen, dass dein Sohn keine Zweifel hat über die Vaterschaft. Ich würde auch deinem Mann davon in Kenntnis setzen, dass du Euren Sohn informieren wirst.

                        Die Geschichte mit der Abtreibung ist sehr unglücklich. Du hättest das wohl besserganz für dich behalten. Aber das ist verschüttete Milch.
                        Nun ja. Ist dein Mann vielleicht religiös? Betrachtet er die Abtreibung als Vertrauensbruch oder Sünde? Vielleicht zweifelt er deswegen die Beziehung an?

                        Aber da wäre ja immer noch das Telefon. Wird er erpresset? Ich würde an deiner Stelle wohl auf einer Anzeige bestehen.

                        • Nein, das mache ich nicht-ich werde meinem Sohn nichts sagen - er würde mit seinem Vater brechen, wenn er das erfahren würde.
                          Sicher hätte ich alles besser für mich behalten sollen, ABER ich wollte ganz einfach "das Geheminis meines Lebens" loswerden - ist vielleicht sehr egoistisch gewesen, ABER eigentlich erwarte ich von meinem Partner, dass er die Tatsache akkzeptiert und das "mit mir gemeinsam durchsteht" - ich meine damit, dass ich mich momentan sehr mies fühle, weil mir jetzt bewusst wurde, dass ich die Abtreibung überhaupt nicht aufgearbeitet habe und er durch sein Herumstierdeln in der Vergangenheit und seine Reaktion für mich alles noch schwerer macht. Irgendwie fühöle ich mich gerade so, als würde mein ungeborenes Kind durch den Dreck gezogen werden udn das tut sehr weh.
                          Ich bin meinem Partener auch immer in seinem Leben zur Seite gestanden und habe ihn unterstützt - Sein Verhalten jetzt verletzt mich ungemein
                          Vielleicht denke ich wirklich egoistisch, aber die sache ist vor sehr langer Zeit passiert und hat mit meinem Mann und mir ja eigentlich nichts zu tun

                          • Weist du, ich glaube, du solltest dich auf eine Änderung einstellen. Ob dein Mann jetzt eine Psychose, Demenz oder sonst ein Problem hat, irgendwann fliegt dir die Geschichte um die Ohren. Tut sie ja bereits. Offensichtlich agiert dein Mann nicht (mehr) rational. Warum auch immer. Darauf würde ich mich und auch die Kinder sachte vorbereiten.

                            Ich weiss nicht, was du für ein Verhältnis mit deinen Kindern hast. Sie sind erwachsen, sagst du. Sie sollten wissen, das irgendetwas im Argen liegt.

                            Und such auch dir Hilfe.

                      Nun, das mit den Zigarettenstummel könntest du ja selbst auch machen.
                      Ich meine, es scheint dir ja auch wichtig zu sein. Und wenn er das im Moment nicht kann, sich nicht traut oder sowieso schon völlig durch den Wind ist, kann er das vielleicht nicht. Ist ja auch eine hohe Verantwortung.

                      Vielleicht fällt es auch weniger auf, wenn die Mutter beim Aufräumen zwei Zigarettenstummel mit"aufräumt" "entsorgt" , als wenn der Vater ins Zimmer geht.

                      Das mit der Zahnbürste würde vermutlich auch eher von der Mutter funktionieren als vom Vater. Wäre in so manchen Familien ein auffälliges, verdächtiges Verhalten.


                      Das mit dem Ex + die Anrufe.... da lag ich ja nicht ganz soweit weg mit meiner Antwort, dass ihm da jemand was gesagt haben könnte. Ist nur die Frage was, warum und vor allem wer ruft ihn ständig an, mit welchem Ziel!

                      Will dein Ex dich wieder?
                      Ist dein Ex wütend oder eifersüchtig? Tolles Leben, tolle Kinder, toller Partner
                      könnte er haben, wenn du nicht abgetrieben hättest
                      (könnte er das vielleicht denken?)

                (15) 04.10.17 - 17:04

                Den Gedanken mir der anderen Frau wäre mir auch im Kopf..

                Hat er doch schlau eingefädelt

                Wer ruft ihn denn an? Bestimmt die andere, die wartet..

                Das ist doch immer so!
                'Ich verlasse meine Frau.. Lass mir nur Zeit' und klar.. die macht Druck

                Räumliche Trennung.. auch das würde ich so machen!

                In dieser Zeit, bist du ja nicht neben ihm.. er kann ihr schreiben oder was auch immer

                Eigentlich hängst du nur am Haken weil er unsicher ist

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