Wem steht die Entscheidung zu? Der Mutter? Oder Mutter und Vater?

    • (1) 08.10.17 - 16:45

      In Anlehnung an den vorherigen Thread wollte ich mal in die Runde fragen, ob eurer Ansicht nach die Entscheidung, ein Kind auszutragen oder abzutreiben, wirklich von beiden Beteiligten getroffen werden sollte oder ob diese Entscheidung nur der zukünftigen Mutter zusteht.

      Es ist der Körper der Frau, mit dem sie machen kann, was sie will. Aber der Mann hat auch eine lebenslange Verantwortung, die ihm aus einem Kind erwächst. Selbst wenn er das Kind ablehnt, hat er finanzielle Pflichten.

      Wie seht ihr das?

      • (2) 08.10.17 - 16:57

        Genau der Gedanke kam mir beim Lesen des vorherigen Threads auch.

        Aber meine Meinung ist ganz klar:
        Die Mutter hat das alleinige Bestimmungrecht über einen Abbruch. Schließlich muss sie nachher mit den körperlichen und vor allem psychischen Folgen klar kommen, während der Mann sein Leben wie vorher weiterleben kann.

        Die andere Seite sehe ich zwar auch mit finanzieller Verpflichtung etc, aber wenn ER absolut kein Kind möchte, so möge ER bitte verhüten.

        • (3) 08.10.17 - 20:25
          leichtergesagt

          leichter gesagt als getan , in ein Kondom ist leicht ein Loch zu stechen und damit haben schon viele Frauen ihren "Kinderwunsch" zu lenken gewusst.

          • (4) 09.10.17 - 07:02

            Ich hatte schon mit mehreren Partnern defekte Kondome- in jedem Fall hat das der Mann beim Überziehen gemerkt. Ein Kondom mit Loch sitzt anders bzw nicht richtig.

            Ich habe eher die Erfahrung gemacht das es am Ende hiess "sie sagte sie nimmt die Pille". Tja.

            Einfache Lösung: eigenes Kondom dabei. Korrekt angewendet. Und nach Gebrauch selbst entsorgt. Erspart zu 99% unliebsame Überraschungen. War ein Rat eines Ex- Freundes von mir. Aber das macht halt Arbeit.

      (5) 08.10.17 - 17:01

      Natürlich kann die Frau entscheiden ob sie das Kind bekommen möchte oder nicht. Dass der Vater finanziell dafür gerade stehen muss finde ich in Ordnung, es kommt ja nicht der Mutter zugute sondern dem Kind, was nichts dafür kann. Allerdings muss die Mutter auch klar kommen, den Rest der Verantwortung alleine zu tragen wenn der Mann sich aus dem Staub macht und absolut kein Kind möchte. Damit muss die Mutter dann rechnen und das ist dann auch das Recht eines Mannes zu sagen er wollte dieses Kind nie und sie hat sich über seinen Wunsch hinweg gesetzt.

      • Die Mutter kann für das Kind Umgangsrecht erstreiten. Auch wenn der Vater eigentlich "nicht will" - macht nur keiner im wahren Leben.

        Anders herum werden viele Kinder zu ihrem Glück "gezwungen" und Mütter müssen unwillige Kinder zum Umgang zwingen.

        Wenn der Mann kein Kind möchte, muss er halt ein Verhüterli benutzen #augen. Ist ja recht einfach zu bewerkstelligen.

        • Kinder sind überwiegend dann unwillig, wenn sie von der Mutter in einen Loyalitätskonflilte getrieben werden.

          LG

          • Stimmt absolut.

            Leider aber gibt es nun mal A-Loch-Väter und davon nicht zu wenige.

            Extrembeispiel:

            Ich habe mal einen Fall betreut, da hat der Vater einem Bekannten den Auftragsmord an seiner Frau erteilt. Kein Spaß, kein Film.

            Der Auftragsmörder war klug und ging zu der reichen Frau und sagte ganz klar: Du gibts mir das doppelte Geld oder ich bring Dich um.

            Die Frau hat bezahlt, der Typ verschwand darauf hin von der Bildfläche und der Ehemann wurde NICHT verurteilt. Das Verfahren wurde ausgesetzt.

            Die selbstverständlich unwilligen Kinder wurden zum unbegleiteten Umgang gezwungen. Der Mutter wurden Maßnahmen wegen Umgangsvereitelung angedroht.

            Aber es gibt genug Schlägerväter, die auf diese Weise weiterhin Kontrolle und Druck auf die Frau ausüben. Nicht immer sind beide Elternteile gleichermaßen gut fürs Kind.

            Zum Glück trifft das auf die meisten nicht zu, aber in der Praxis habe ich viele Fälle erlebt, wo die Kinder zusätzlich psychiatrisch betreut werden müssen, weil die Väter durchgedreht sind.

            • Klar, es gibt sicher auch solche Extrembeispiele und Väter, die es sich in Eigenleistung mit den Kindern verscherzen. MpMn werden in vielen Trennungen Kinder wie Eigentum verteidigt und Mittel und Wege gesucht, um den Vater aus dem Leben auszugrenzen.
              Wenn ich einem Kind zeige, dass ich den Vater hasse oder gaaaanz traurig bin, wenn es nicht da ist, kurz: alles Andere mache, als es positiv zu bestärken, wird es auch nicht zum Umgang wollen.

              LG

        Ganz Deiner Meinung!

Die endgültige Entscheidung hat meiner Meinung nach die Frau. Sie muss die Schwangerschaft und die Geburt durchmachen oder eben mit den evtl. nicht unerheblichen (psychischen) Folgen eines Abbruchs leben.

In einer Partnerschaft finde ich es trotzdem wichtig frühzeitig darüber zu sprechen und eben alle Möglichkeiten durchzugehen. Einfach abzuwarten bis jegliche Argumente vom Mann eh hinfällig sind finde ich unmöglich.

"Es ist der Körper der Frau, mit dem sie machen kann, was sie will. Aber der Mann hat auch eine lebenslange Verantwortung, die ihm aus einem Kind erwächst. Selbst wenn er das Kind ablehnt, hat er finanzielle Pflichten. "

Genau so.

Jetzt hab ich unten geantwortet.. aber jemand hat hier auch schon dasselbe geschrieben.

Aufgrund der psychischen Risiken für die Mutter und da man einen medizinisch unnötigen Eingriff nicht erzwingen kann, wird das wohl auf ewig das alleinige Recht der Mutter bleiben, sich für oder gegen ein Kind zu entscheiden.

Und a propos, ich finde es viel schlimmer, wenn die Mutter gegen den Willen des Vaters abtreibt, als wenn sie sich für das Kind entscheidet. Kann ich erstmal so spontan gar nicht erklären, warum das so ist.

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