Es nervt - Thema : und wann ist es bei euch soweit?

    • (1) 17.10.17 - 20:47
      Kinder- nein danke

      Hallo zusammen,
      Ja ich bin genervt. Seht genervt.
      Ist es normal, dass man , sobald der 30. Geburtstag war und man in einer festen Beziehung lebt, gefragt wird wann man denn endlich schwanger wird?
      Woher nehmen die Fragenden die Gewissheit, dass man als Frau ü 30
      1. Überhaupt Kinder möchte und
      2. überhaupt welche bekommen kann.
      Kurz zu mir : ich bin mittlerweile ü 40, die Fragerei hat nachgelassen, wir sind seit 18 Jahren ein Paar und mittlerweile wandeln sich die Fragen zu Kommentaren wie: ihr habt keine Kinder?
      Schade..vielleicht klappt es ja noch.
      Ich bin ab Mitte 30 und nachdem wir uns ganz sicher waren, definitiv keine Kinder zu wollen, gegenüber meiner Familie offen damit umgegangen. Meine Eltern haben sehr traurig und enttäuscht reagiert, was ich erwartet habe.
      Ich habe zwar schon mit 25 gesagt, dass ich keinen Kinderwunsch habe, aber das haben alle mit einer solchen Überzeugung abgetan dass sich das ganz sicher noch ändert, dass ich mich weder ernst genommen noch wertgeschätzt gefühlt habe.
      Freunde hab ich teilweise auch informiert, trotzdem haben sich gerade Freundinnen die gerade schwanger waren oder entbunden hatten, dazu hinreißen lassen, meine Entscheidung immer wieder mal zu hinterfragen ( nicht schlimm, nur nervig )oder sogar ziemlich frech meinen Nicht Kinderwunsch zu kritisieren ( unmöglich )
      Ich hinterfrage ja auch nicht den Kindrrwunsch anderer Leute.
      Warum willst du Kinder?
      Antwort : ich hab halt einen Kinderwunsch
      Aha...siehst du und ich eben nicht.
      Mein Mann hat diese Erfahrung in seinem MännerFreundeskreis nicht gemacht.
      Warum ist ein Kinderwunsch so selbstverständlich und nicht zu hinterfragen und ein Nicht Kinderwunsch wird ständig hinterfragt und man soll sich rechtfertigen? ( was ich nicht mache)
      Da hier viele Mütter unterwegs sind, meine Bitte: missioniert bitte andere Frauen nicht und versucht nicht , andere Frauen mit Argumenten, wie toll Mutter sein ist und wie überwältigend es ist ein Kind zu bekommen, zu überzeugen.
      Nicht jede Frau möchte das erleben oder sieht es als Erfüllung Mutter zu werden.
      Ich habe 10 , fast 15 Jahre erlebt wie ätzend das ist wenn der eigene Lebensentwurf ohne Grund immer wieder in Zweifel gezogen und andere Frauen meinen, nur ein Leben mit Kind sei glücklich machend.
      Wollte ich mal los werden ..silopo.

      • Man muss da wohl einfach deutlicher sein. Eine Kollegin will auch keine Kinder, ist ebenfalls ü30 und hat kürzlich geheiratet. Die sagt ganz klar: Von Fremden lässt sie solche Fragen gar nicht zu und die eigene Familie hält den Mund, seit sie jeden Kommentar dahingehend mit "Du weisst, wir wollen keine Kinder, das diskutiere ich nicht mehr." im Keim erstickt.

        Das ist es nämlich, man braucht sich weder rechtfertigen noch das Thema diskutieren.

        Hallo....

        Vorweg, ich habe Kinder. 5 und 7 Jahre alt und ich persönlich konnte es mir auch nicht anders vorstellen. Aber ich erinnere mich auch noch sehr gut daran, dass irgendwann alle anfingen zu fragen "warum WOLLTE ihr denn keine Kinder". Das hat mich doch sehr unter Druck gesetzt. Denn ICH wollte, die Natur sah das leider anders und so hat es 3 Jahre gedauert, bis ich endlich schwanger war. Es war zermürbend und nervig und auch wenn man sich vorgenommen hat, die Kommentare gelassen zu sehen, so konnte man irgendwann dann nicht mehr freundlich antworten.

        Und genau so stelle ich es Mir bei Frauen / paaren vor, die das nicht möchten. Die glücklich ohne Kinder sind. Ich finde, diese Entscheidung muss jede Frau für sich selbst entscheiden und sich dafür auch nicht rechtfertigen
        Lieber so, als ein Kind zu bekommen, was man eigentlich gar nicht möchte, nur weil es die Gesellschaft von einem erwartet. Es gibt ein Zitat "Jeder möchte individuell sein. Aber wehe jemand ist anders." Und so zieht es sich doch durch: kinderlose Paare, homosexuelle Paare, Paare, für die die Monogamie nicht unbedingt der Maßstab des Lebens ist..... Alles wird verurteilt, wenn es nicht dem entspricht , wie es alle anderen handhaben. "Liebe sich wer kann"und vor allem, so wie es einen persönlich am glücklichsten macht. Wir haben alle nur dieses eine Leben, das sollte man sich dann auch so gestalten, wie es einen zufrieden stellt, erfüllt und glücklich macht.

        Zu die die reden. Lass die Leute reden. Sie wissen es nicht besser...

        Viele Grüße

      Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

      Ich habe ein Kind und das reicht völlig. Ich wollte schon immer nur das eine und es war und ist bisweilen sehr nervig das immer nachgefragt wird wann Nummer zwei denn endlich kommt.
      Im letzten Jahr hat es nachgelassen bzw. kommt jetzt eher das Thema na jetzt wird der Abstand aber doch schon ganz schön groß.
      Ich bin Friseurin und hab dementsprechend auch recht engen Kontakt zu Kunden und sehr viele davon kennen da echt keine Grenze.

      Ich bin mittlerweile auch soweit die Frage oder das Gespräch darüber im Keim zu ersticken und das klappt ganz gut.

      Ich denke das Problem ist das viele sich einfach nicht vorstellen können ein erfülltes und Glückliches leben ohne oder mit nur einem Kind zu führen. Das es lebensmodelle gibt die jenseits von Ehe zwei Kinder Haus mit Garten und Hund Katze Maus sind. Das wird so wie ich das sehe und erlebt habe gerade Mädchen eingetrichtert. Und wenn man das dann nicht möchte ist man nicht normal.
      Schade und ich hoffe das sich das irgendwann mal ändert.

      Lg

      • Nimm es mir nicht übel, aber das ist ein Punkt, der mich immer wundert.

        Wenn ich nicht über Privates reden will, dann lasse ich es. Es gibt auf meiner Arbeit (auch sehr viel Kontakt zu vielen verschiedenen Menschen) eben Menschen, mit denen ich mich rege über private Dinge austausche. Diese Menschen mag ich und da sind natürlich auch Nachfragen erlaubt. Denn wie soll ein Gegenüber denn dein Lebenskonzept verstehen, wenn er nicht fragen darf bzw. du nicht einfach gelassen darauf antwortest?

        So a la: "Nein. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nur ein Kind zu bekommen."

        Je nach Lust und Laune plauscht man eben darüber oder stellt klar (freundlich), dass man das nicht weiter thematisieren will. Fertig.

        Und die Leute, die mir eher suspekt sind oder zu denen ich so gar keinen Draht habe, mit denen rede ich über sowas gar nicht. Aber das kann der Gegenüber doch nicht riechen...

        Ich finde schon, es gehört zur allgemeinen Sozialkompetenz, Fragen oder Themen, die einem mit einem bestimmten Menschen zu weit gehen, höflich, aber bestimmt abzulehnen.

    (9) 17.10.17 - 21:15

    Kenn ich!
    Bei uns war es jedoch wegen dem zweiten Kind so. Einem Kind waren wir beide offen gegenüber, der Wunsch war aber auch da nie so groß dass wir den Weg von Kiwu Behandlungen o.Ä. gegangen wären.
    Wir waren dann mit einem Kind glücklich und voll ausgelastet. Die Geselltschaft erwartete aber ganz selbstverständlich dass wir "nachlegen". Was da für Argumente kamen #zitter
    Echt gruselig.
    Wie du siehst, man kann es nur falsch machen. Bei Familien mit mehr Kindern heißt es dann wieder "WAS? SO VIELE?????" #klatsch

    • (10) 17.10.17 - 22:02
      Kinder -nein danke

      Heirat, zwei Kinder, Haus, Garten, Hund
      Für mich der Inbegriff der Langeweile und Spießigkeit
      Mein Mann und ich haben bewusst auf ein eigenes Haus verzichtet, leben mal hier mal dort.
      Dieses Jahr waren wir 6 Monate mit dem Wohnmobil im Westen der USA unterwegs, ab Weihnachten planen wir eine Tour durch Europa...
      Wir arbeiten nur so viel wie wir zum.Leben braucht, sind lieber unterwegs, haben in D auch keinen festen Wohnsitz mehr.
      Ein Haus wäre für mich eine Verpflichtung die mich beschränkt , man muss diese abbezahlen und sich auch ständig drum kümmern.
      Ich muss nicht sparen und nicht groß planen, da ich nur für mich selbst Verantwortung trage.
      Da wir auch nicht verheiratet sind, erfüllen wir gar keins der gesellschaftlichen Klischees.
      Monogamie ist auch nicht unser Ding, wir brauchen auch mal andere Personen um zufrieden zu sein.
      Wir leben so wie wir wollen, sind frei.
      Meine Eltern waren Alt 68, also wirklich nicht spießig.
      Sie waren auch nie verheiratet , auch sonst ziemlich unkonventionell.
      Ich bin in WGs groß geworden und bin oft umgezogen, hab auch keinen regelmäßigen Schulbesuch absolviert.
      Meine Eltern haben staatliche Bildung strikt abgelehnt.
      So hat jeder seine Vorstellungen vom Leben es gibt 1001 Möglichkeiten das zu gestalten und nicht nur Stationen abzuarbeiten.

      ich habe echt niht auf dei Graunicks geachtet und finde das jetzt echt arm.

      Ist eine interessante und spannende Lebensweise. Aber habt ihr keine Angst im Alter nicht versorgt zu sein und vom Amt leben zu müssen?
      Das ist nämlich immer meine Sorge,daher mag ich es spießig.

      • (18) 18.10.17 - 08:25

        ich persönlich finde diese Begründung, im Alter versorgt zu sein durch eigene Kinder, erschreckend. Das mag früher so teilweise gewesen sein.
        Man weiß doch nicht, was die Kinder machen, wie sie sich entwickeln und ob man sich überhaupt versteht...

        oder war das nicht auf die Kinder bezogen?#grübel

        • (19) 18.10.17 - 10:08

          Ich denke, das bezieht sich auf die Aussage der TE, dass sie von der Hand in den Mund lebt, keinen festen Wohnsitz hat, nicht vorsorgt und nicht spart.

    Für mich ist der Inbegriff von Spießigkeit, sein Leben an das anzupassen, was andere denken. Also Menschen die für sich wirklich 3 Kinder, Haus und bla bla wollen und gleichzeitig andere Lebensentwürfe zulassen, sind für mich nicht spießig.

    Wir haben ein Haus, 2 Kinder, mehrere Hunde, Pferde, Katzen und schlag mich tot..... - ich denke kaum jemand der mich kennt, würde den Begriff "spießig" für mich wählen

    Ich frage mich allerdings gerade ernsthaft, wer von uns beiden hier gerade der Spießer ist. Nur weil Ihr beide keine Kinder wollt, durch die USA tourt und keine Verantwortung für irgendwen oder -was übernehmen wollt, meinst Du Dich erdreisten zu dürfen andere als Spießer zu bezeichnen? Ganz schön frech.

    Meine Schwester ist bekennend unverheiratet, kinderlos und froh drüber. Sie sagt immer, wenn sie Action möchte, kann sie sich ja meine Brut ausleihen und zurückgeben, wenn die ihr auf den Sender gehen. Die hat sich nie darüber beschwert, wenn andere sie fragten, warum das so ist. Da steht sie drüber. Du scheinbar nicht, sonst wärest Du nicht genervt. Wer überhaupt fragt Dich nach Deinem Lebensplan. Hast Du tatsächlich "Spießer" in Deinem Bekanntenkreis? Denn das fände ich jetzt drollig.

    War Deine Grundabsicht jetzt gegen jene zu schiessen die sich für ein Leben entschieden haben das für Dich nie in Frage käme?

    Anhang zu meiner ersten Anwort:
    So egal wie es Dir sein sollte was andere über Deine Entscheidung halten mögen Dein Leben zu führen ist es MIR völlig egal was Du davon hälst wie ich z.b. meines führe.
    Davon abgesehen das ich Dir wohlwollend geantwortet habe betitelst Du Leute und Familien wie mich jetzt als Spiesser.
    Gut ist mir jetzt im Grunde wurscht, aber Deine wirkliche Absicht Deines Posts erschliesst sich mir gerade nicht wirklich?!
    Oder kann es sein das Du in Deinem ach so tollem Leben auf einmal an Langeweile leidest???? #gruebel

    mmmhhh, ....und deshalb schreibst du auch in ' nem spießigen "Muttiforum"........

(24) 17.10.17 - 21:37

Ich finde diese Fragerei auch furchtbar... ich gebe es zu, manchmal lag es auf der Zunge, aber ich habe es mir grundsätzlich verkniffen... einfach aus dem Grund, dass ich eben nicht weiß, ob es ein unerfüllter Kinderwunsch, vielleicht sogar mit Fehlgeburten ist oder eben eine Entscheidung.

Ich würde mich nicht so sehr mit solchen Fragestellungen aufhalten:

Warum ist ein Kinderwunsch so selbstverständlich und nicht zu hinterfragen und ein Nicht Kinderwunsch wird ständig hinterfragt und man soll sich rechtfertigen? ( was ich nicht mache)

Du bist doch sehr klar mit deiner Entscheidung.

Natürlich ist das für viele ungewöhnluch, weil sie denken, zwei gesunde Menschen in den 30ern heiraten, die bekommen sicher bald ein Baby. Rein gesellschaftlich und evolutiv ist das ja auch die Norm.

Also anstatt gegen diese Ananhmen, die ja keinem bösen Gedanken entspringen anzukämpfen würde ich einfach Hilfe anbieten.

Akzeptanz zu üben, Normen zu überdenken, verschiedene Lebenswege wertzuschätzen ohne sich angegriffen zu fühlen.

Es ist ja doch etwas seltsam, dass viele so agrgessiv auf konträre Lebenswege reagieren.

Vielleicht übst du dich einfach in innerer Größe, mancher wird deinen Wunsch nach Kinderlosigkeit als Ablehnung von Kindern im allgemeinen und einem traditionellen Ehelebens verstehen.

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