Wer bleibt wie lange zu Hause?

    • (1) 20.10.17 - 14:10
      Gerrin

      Hallo,
      Wie habt ihr euch geeinigt, wer von euch wie lange in Elternzeit geht?
      Mein Partner möchte zwar unbedingt ein Kind , sieht es aber so, dass ich selbstverständlich mindestens 2 Jahre zu Hause bleibe.
      Abgesehen davon, dass ich mir das nicht vorstellen kann, da ich sehr getne arbeite, verdiene ich auch einiges mehr als er.
      Wenn jemand daheim bleiben sollte , dann würde es aus finanzieller Sicht Sinn machen wenn er das übernimmt.
      Wir haben eine Hauskredit zu bedienen, von seinem Einkommen allein kaum machbar, vor allem wenn er noch eine Familie finanzieren soll.
      Außerdem , warum sollen wir uns so sehr einschränken wenn das gar nicht nötig wäre wenn ich weiter arbeite?
      Es wäre für mich auch beruflich von Nachteil zwei Jahre von der Bildfläche zu verschwinden.
      Ich habe schon ein Kind aus einer früh Beziehung, und damals bin ich nach 4 Monaten wieder Vollzeit arbeiten gegangen, mein Ex hatte dann zwei Monate Elternzeit und hat sm Ende dieser zwei Monate noch die Eingewöhnung in die Kita übernommen.
      Unsere Positionen sind aber einfach zu weit auseinander und ich möchte kein Kind bevor das nicht geklärt ist.
      Wie habt ihr das gelöst?

      • Es ist doch egal, wie andere das gelöst haben. IHR müßt das doch für Euch lösen ;-)

        Sag ihm einfach Deinen Standpunkt, wenn er den nicht akzeptiert bzw. sich auf einen Mittelweg/Kompromiß einlässt, dann gibt es keinen Nachwuchs.

        • (3) 20.10.17 - 14:36

          Du hast natürlich irgendwo Recht.
          Er hat den dringenderen Kinderwunsch, ich habe ja schon ein Kind und bin damit auch durchaus zufrieden, er ist noch kinderlos.
          Ich wäre auch durchaus zufrieden mit dem einen Kind, bei mir ist der Wunsch einfach nicht so da wie bei ihm.
          Wenn ich ihm sage; dass es unter den Bedingungen kein Kind gibt, dann wirft er mir meine Haltung vor und sagt, dass ich wusste, dass er ein Kind möchte und ich ihm das jetzt verweigere.
          Er macht da ziemlich Druck.

          • Das ist ja Quatsch, Du verweigerst doch kein Kind. Du sagst nur, wenn Du ein Kind möchtest bleibst Du (also er)auch zu Hause (also nach dem Stillen)

            Er möchte ein Kind auf dem Silbertablett, also quasi alles fertig und er ist nur Spaßdaddy?

            Ich würde nochmal ganz in Ruhe das Gespräch suchen, ob zu Huase bleiben für ihn eine Option wäre oder eben nicht.
            Verneint er das, hast Du genauso das Recht zu sagen, dass Du ebefalls nicht zu Hause bleibst.

          • Du verweigerst es ihm doch überhaupt nicht. Er verweigert es sich doch selbst, wenn er es weder betreuen möchte, noch mit Kitabetreuung einverstanden ist?

            Solche Männer finde ich zum K.....!

            Ganz ehrlich? Ich würde kein Kind mit ihm kriegen. Erstens verleugnet er jetzt schon seinen Anteil an der praktischen Verantwortung und zweitens drängt er dich in vollkommener Ignoranz deiner eigenen Wünsche und Vorstellungen in eine Rolle, die du nicht willst. Schon bevor du überhaupt schwanger wirst, verweigert er eine gleichberechtigte Elternschaft und beginnt Rosinen zu picken.

            Wäre für mich indiskutabel. Und dann noch DIR den schwarzen Peter zuschieben. Merkt der noch IRGENDWAS?

            ER will etwas und DU hast das seinen Erwartungen entsprechend umzusetzen. Das ist dermaßen charakterschwach, dass er sich für meine Empfindungen als Vater meines Kindes disqualifiziert würde.

            LG

      Ich bin und bleibe gerne Hausfrau. Alles palletti hier.

      Aber aus Deiner Sicht vollkommen korrekt. Wenn ein adäquater Babybetreuer da ist, könntet Ihr auch beide arbeiten.

      Dass Du verzichten musst, wäre aus Eurer Sicht ungerecht. Naturgemäß geht man davon aus, die Mutter hat den Nachwuchs zu hüten.

      Also. Du gehst wieder arbeiten und wenn er auch arbeiten will, muss eine Tagesmutter her. Problem gelöst.

      Meiner wollte auch nicht.

      Also habe ich eine Kinderbetreuung organisiert und bin recht bald wieder arbeiten gegangen.

      LG

      PS zwei Jahre zuhause bleiben hätte ich nie ausgehalten.

      • (9) 20.10.17 - 14:39

        Ihr bekommt ein Kind, aber DU musst dich um die Betreuung kümmern?
        Warum hat er das nicht gemacht?

        • Zum einen war es sicher auch die klassische Rollenverteilung.

          Da kommen jetzt auch ein paar "aber"

          Es war nicht so besonders aufwendig die Betreuung zu organisieren. Abgesehen davon, dass ich dadurch den Vorteil hatte "ich mache, also bestimme ich auch". Außerdem haben wir das Glück Großeltern vor Ort zu haben, die sehr willig waren uns zu unterstützen. Da setzt man sich einfach auf einen Kaffee zusammen.

          Mit dem Mutterschutz hatte ich dann auch mehr Zeit als er solche Dinge zu klären.

          Noch dazu hatten wir damals eine Fernbeziehung. Er war also gar nicht vor Ort. Das war vielleicht sogar der (zumindest zweite) Hauptgrund, warum ich da einfach gemacht habe.

          LG

    (11) 20.10.17 - 14:53

    Ihr müßt einen Weg für Euch finden. Unserer ist so, daß wir uns alle drei Monate abwechseln. So ist keiner wirklich raus aus dem Job und man sieht trotzdem die Kleinen wachsen (wir haben Zwillinge). Ich finde das ein tolles Modell und würde es wieder so machen. Ich fange jetzt am Montag wieder an zu arbeiten und mein Mann ist dran. Im Januar wird wieder getauscht. :-)

    (12) 20.10.17 - 14:57

    Bei uns war das kein Streitpunkt, daher kann ich nicht mit Erfahrungen dienen. Aber ich finde das derjenige zuhause bleiben sollte der den Anspruch hat das ein Kind durch die Eltern betreut werden muss.

    In eurem Fall also er, oder keiner von euch und das Kind kommt zur Tagesmutter- oder eben kein Kind.

    (13) 20.10.17 - 15:47

    Ich bleibe pro Kind 3 Jahre zu Hause. Also insgesamt 9 Jahre. Das wollten wir beide so. Ich bin nun in Jahr 8,...& wir sind beide so glücklich wie es ist.
    Ab und an habe ich Kontakt zur Personalabteilung, aber ernst wird es dann erst nächstes Jahr.

    (14) 20.10.17 - 16:06

    Ich kenne 2 Konstellationen, bei denen die Mutter nach den 8 Wochen Mutterschutz jeweils wieder in Vollzeit in ihren Job zurückgekehrt ist und der Vater die Elternzeit genommen hat (der eine 2 Jahre, der andere Vater ein Jahr). Beide Frauen haben Führungspositionen in großen Unternehmen und bringen das Geld mit nach Hause, die Männer sind Handwerker bzw. "normaler" Angestellter.
    Bei einem Pärchen klappt die antiklassische Rollenverteilung sehr gut. Er kümmert sich zum Großteil um Kind(er) und Haushalt und hält ihr den Rücken frei, so dass sie auch reine Freizeit mit der Familie genießen kann. Bei dem anderen Pärchen sieht er das Jahr Elternzeit eher als einen Sabbatical und kümmert sich ausschließlich umdas Kind und seine privaten Hobbies. Sie kommt dann abends aus dem Büro und kann sich noch um den Haushalt kümmern.
    Ich kann Deinen Wunsch verstehen, Dein (offensichtlich) erfolgreiches Berufsleben wegen eines Kindes nicht auf Eis zu legen. Wenn Dein Mann so unbedingt noch ein Kind mit Dir zusammen haben möchte, schlage ihm doch vor, dass er dann zu Hause bleibt und die Betreuung übernimmt. Und natürlich einen Teil von Haushalt.
    Da muss jedoch wirklich von vornherein klar sein, wer für was zuständig ist, damit es nicht nachher zu Konflikten kommt.
    Ist er damit nicht einverstanden, wäre das Thema für mich gegessen.
    Bei uns die Rollenverteilung klassisch, heißt ich bin bei unserem Großen ein Jahr daheim geblieben und werde das auch jetzt nach der Geburt unseres zweiten Kindes so handhaben. Aber einfach, weil mein Mann bei uns Hauptverdiener ist. Ansonsten könnte ich mir das umgekehrte Model auch durchaus vorstellen.

    • (15) 20.10.17 - 16:23

      Könnte dein Mann sich denn auch vorstellen zu Hause zu bleiben?
      Mein Partner möchte das absolut nicht, er findet das unmännlich und in seiner Ehre gekränkt.
      Ein Mann muss die Familie ernähren, die Frau für das Häusliche sorgen.
      Er sagt, er würde gegenüber seinen Freunden zur Lachnummer werden und auch seine Eltern sagten letztens noch, dass Frauen zum Kind gehören.
      Seine Freunde und auch sein Bruder haben alle den klassischen Weg gewählt, teilweise arbeiten die Frauen seit der Geburt des ersten Kindes gar nicht mehr.
      Es gibt hier kein positives Vorbild für ihn wo es anders läuft.
      Daher: ich glaube das passt zwischen uns nicht mehr, sobald ein Kind kommen würde.
      Leider, denn bisher war er immer stolz auf mich, aber auf einmal wird meine Einstellung zum Problem.

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