Arbeit und Kinder, Anspruch und Wirklichkeit

    • (1) 29.10.17 - 18:08
      Rohes Ei

      Wir haben ein Kind und arbeiten Vollzeit.
      Unser Kind ist quasi seit dem ersten Tag ganztägig betreut , ca 50 Stunden in der Woche und das reicht immer noch nicht.
      Abends passt noch meine Mutter auf bis mein Mann oder ich von der Arbeit kommen.
      Wir verdienen beide eher wenig und haben aufgrund von Zeitverträgen kein regelmäßiges Einkommen.
      Ich frage mich wie machen andere das finanziell?
      Ein zweites Kind ist undenkbar, können wir uns einfach nicht leisten.
      Auch Elternzeit war für uns beide nicht drin.
      Gibt es andere denen es auch so geht?

      • Hallo,

        50 Stunden und mehr sind schon sehr viel. Vor allem wenn das Einkommen dann doch "eher wenig" ist. Besteht keine Möglichkeit, durch Weiterbildung oder Umschulung das Einkommen zu erhöhen?

        vg, m.

        • Umschulung kannst du vergessen. Das Amt zahlt nicht. In beiden Berufen (Gastronomie und Einzelhandel) wird immer Personal gesucht.
          Zu welchem Lohn interessiert das Amt nicht!

          Selbst gelelernte Fachkräfte mit Berufserfahrung und sogar Zusatzqualifikation, werden für 8,70 Euro regelrecht geknechtet.
          Bei den ganzen unbezahlten Überstunden die sich "Betriebsinteresse" nennen, bleiben netto manchmal nur noch 4 Euro übrig.

          Realität die keiner sehen will. Entweder du machst das mit, oder du fliegst raus. Wenn man jeden Cent braucht ist aufmucken nicht möglich.

      In welcher Branche arbeitet ihr? Vielleicht kann man ja ein paar Tipps geben.

      Gehälter sind sehr unterschiedlich. Man braucht aber immer auch ein bisschen Glück im Leben.

      Wenn du ungefähr die Branche sagen könntest, dann könnte man ein paar Ideen sammeln. In manchen Branchen kann man etwas dazu verdienen, wenn man Teilzeit Festanstellung mit Teilzeit Selbständigkeit kombiniert.

      • (5) 29.10.17 - 18:43

        Er Callcenter, ich Gastronomie/ Service und Einzelhandel.

        • Und hast du mal eine Umschulung gedacht? Eine Freundin von mir, nächstes Jahr 40, hat dieses Jahr ein "Umschulung" zur Erzieherin begonnen. Sie erhält dafür Bafög, ihr Mann hat eine andere Steuerklasse angenommen und mit einem kleinen Nebenjob ihrerseits kommen sie auf etwa das selbe Einkommen wie zuvor.

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