Arbeitsaufteilung - mal wieder

    • (1) 31.10.17 - 11:18
      Kompromisse

      Sorry, das ist wahrscheinlich der gefühlt 1000 plus x te Thread zu dem Thema, aber ich bin so wütend.
      Alle sagen, steck zurück. Es ist für die Kinder, es ist normal, dass die Mutter da ist.
      Bin ich naiv zu denken, dass Paare das auf Augenhöhe besprechen wie die Belange der Kinder und der Beruf in Einklang zu bringen sind?
      Mein Mann versteckt sich hinter der Versorger Rolle und sagt, er verdient das Geld und kann daher nicht auf Teilzeit gehen.
      Was Quatsch ist, er ist Beamter und könnte das sehr wohl, er will einfach nicht.
      Ich möchte aber wieder mehr Arbeit,.vin.seit Jahren auf Teilzeit und quasi in der Warteschleife.
      Würde er mir den Rücken stärken, wäre ich längst in einer anderen Position und könnte auch mehr verdienen.
      Ich bin frustriert und unzufrieden. Er bewegt sich keinen Millimeter.
      Dabei hatten wir vor der Familiengründung was anderes besprochen, nämlich dass ich nur vorübergehend auf Teilzeit gehe und dann er dran ist.
      Ich bin hier jetzt die Blöde und komme nicht weiter mein Mann blockiert jegliche s Gespräch denn für ihn ist ja alles gut so wie es ist. Ich ärgere mich über mich selbst.
      Ich weiss, ein Thema was hier alle Nase lang auftaucht, aber ich musste es mal los werden.
      Wie soll ich mich verhalten?

      • (2) 31.10.17 - 11:32

        Dann arbeitet eben beide Vollzeit? Wie alt sind denn eure Kinder?

        Was heißt denn Vollzeit bei dir und deinem Mann?
        Tagelang weg oder 9-17 Uhr?
        Bei letzterem würde ich sagen: leg doch einfach los! Kinderbetreuung sichern und ab.
        Hast du deinem Mann mal einen „fertigen Plan“ vorgelegt? Geht es auch ohne, dass er auf Teilzeit geht...

        Meine Vorredner haben recht! Ab mit den Kindern in die Krippe und ran an den Speck! Ich weiß, wovon ich rede! Meine Zwillinge sind vier Monate alt und seit einer Woche bin ich wieder Vollzeit im Beruf. Mein Mann hat jetzt Elternzeit und ich genieße es!!!

        Komm erstmal wieder in Vollzeit und dann überlege, ob Du Deinem Mann langfristig dieses Verhalten vergeben kannst. Ich arbeite auch im Öffentlichen Dienst in einer sehr hohen Position. Teilzeit/ Elternzeit sind da gar kein Problem!

        • (5) 31.10.17 - 12:33

          Bekommst du kein schlechtes Gewissen eingeredet mit kleinen Kindern schon wieder Vollzeit arbeiten zu gehen?
          Viele Eltern bzw. Mütter sind ja der Ansicht, dass ein Kind im ersten Lebensjahr zur Mutter gehört, allein wegen des Stillens.
          Was bekommst du für Reaktionen aus der Familie oder von Freunden bzw. wie wird darauf reagiert, dass dein Mann zu Hause bleibt?
          Gilt das nicht als sehr unkonventionell?
          Bekommst du nicht.vorgeworfen dass dir deine Karriere wichtiger ist als die Zeit mit deinen Kindern zu verbringen?
          Verpasst du nicht zu viel bzw hast du keine Probleme damit was zu verpassen?
          Meine sind schon älter, Kindergarten und Schule.

          • (6) 31.10.17 - 12:38

            Also wo wir leben wirst auch schief angeguckt wenn du dein Kind mit 2 in die Kita bringst. Das Kind gehört bis 3 zur Mutter, habt ihr kein Geld mehr, bist du überfordert #augen

          • Verstehe die Frage nicht.
            Und wenn - was wäre dann?! Meinst Du sie sollte von ihrem persönlichen Lebensplan abrücken damit sie weniger Angriffsfläche für reaktionäre Einmischer bietet?!

            Ich hoffe ich habe die Ironie überlesen.

            Hier im Osten eigentlich gar nicht. Falls sich doch mal einer trauen sollte, dann wär aber was los, sag ich Dir. ;-) Erstens wäre das eine Beleidigungen meines Mannes, denn er macht das genauso gut wie ich. Und sowas soll sich erstmal wer trauen. Und zweitens würde ich mir eine Einmischung in mein Leben aufs schärfste verbitten. Soweit kommt's noch! :-D

      Ich würde mich nicht in eine Rolle pressen lassen, die
      a) anders abgesprochen war und
      b) mir nicht gefällt.

      Und ich würde ihm klar machen, dass sein Wortbruch nicht nur eine charakterlich unterirdische Schweinrei ist, sondern ich auf sein Wort zukünftig nichts mehr geben werde.

      Für mich ist das Verrat. Er sieht nur sich und seine Bequemlichkeit. Vermutlich sind ihm die Kinder zu anstrengend und er wird sicher auch nicht seine Unterstützung hochfahren, wenn du mehr arbeitest.

      Wenn das so käme, wäre das für mich eine Situation, in der ich über Trennung nachdenken würde. Mit diesem Egoismus und dieser Respektlosigkeit mir gegenüber käme ich nicht klar. Dann lieber Alleinerziehend ohne Klotz am Bein, über den man sich täglich ärgert.

      LG

      Es ist einfach so: ich kenne inzwischen zig Beziehungen inklusive meiner eigenen, die daran gescheitert sind. Frauen sind so gleichberechtigt, sich den Arsch aufzureißen wo und wie viel und solange sie wollen. Dass damit aber auch eine notwendige Veränderungen auf der männlichen Seite einhergehen müsste, das ist dort noch lange nicht angekommen.

      Da sind Frauen wirklich oft besser dran wenn sie ihren Kram allein machen und meinetwegen noch zwei Kinder und Job komplett allein schmeißen, als dann noch einen „Versorger“ mit zu „versorgen“. Der männliche Teil der Menschheit macht sich gerade obsolet. Selber schuld, wenn sie den Schuss nicht hören.

      Schlag ihm vor, dass er dir deine Einkommensverluste und Karriereeinschränkung finanziell ausgleicht.

      Warum zögert du eigentlich, selbst aktiv zu werden? Die Zeit, in der die Frau ihren Mann um Arbeitserlaubnis fragen musste, ist doch schon eine ganze Weile rum.

      (13) 31.10.17 - 16:34

      Hm, in meinen Augen ist die Planänderung jetzt nicht das Hauptproblem. Kann ja mal vorkommen. Dann sucht man in der Tat nach anderen Wegen.
      Für mich stellt sich eher die Frage, warum du ihn anbettelst, das du arbeiten "darfst". Damit setzt du ihn doch auf einen Thron, der ihm einfach nicht zusteht.
      Du hast es probiert, er möchte nichts dazu beitragen, also warum handelst du jetzt nicht einfach? Betreuung klar machen, Job hast du ja anscheinend und dein Leben leben. Du benötigst doch nun wirklich nicht seine Erlaubnis. Seinen "Ausfall" im Familienalltag würde ich von meinem Geld bezahlen (Randbetreuung, Haushaltshilfe) und darüber kein Wort mehr verlieren.
      Du weißt jetzt, das du nicht auf ihn zählen kannst, also lebe danach. Entweder er kapiert noch, das seine Rolle des "großen Versorgers" doch nicht so der Brüller ist...oder er kapiert es halt nicht, was aber dann wohl noch andere Konsequenzen haben wird. Aber das wird sich zeigen.
      Nicht jeder große Plan kann eingehalten werden, aber dann nicht aktiv mit nach einer Lösung suchen, das stellt einen auf das Abstellgleis. Ich würde es darauf ankommen lassen und schauen, wie es ihm dort gefällt.

      Steckst du gerade für deine Kinder zurück oder für deinen Mann? also gefühlt?

      • (15) 31.10.17 - 19:54

        Für meine Kinder, weil ich nicht will, dass sie darunter leiden wenn ich auch noch mein Ding mache.
        Beide Eltern Vollzeit arbeiten, ich hab da Bedenken.
        Und mein Mann weiß, dass ich nicht Vollzeit arbeiten werde solange er nicht weniger macht.
        Einfach Kinderbetreuung hoch fahren, das wäre ja ein Abschieben weil ich mich selber verwirklichen will.
        Nur weil mein Mann das macht muss ich ja nicht genauso agieren.

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