Neuer Partner der Mutter

    • (1) 02.11.17 - 14:26
      Stiefeltern

      Nachdem mein Vater verstorben ist, hat sich meine Mutter nach zwei Jahren neu orientiert. Die Beziehung ist jetzt gut ein Jahr alt und ist sehr schnell sehr eng geworden, nach wenigen Wochen hat er bereits dort gewohnt und war voll integriert. Ein "Erbschleicher" ist es nicht, meine Mama hat nichts, er unterhält immer noch einen eigenen Wohnsitz und so wie ich das mitbekomme, steckt er finanziell ne Menge ins Zusammenleben.
      Bei mir kommen verschiedene Dinge zusammen: Zum einen find ich ihn wirklich unsympathisch, zum anderen habe ich das Gefühl, wir kommen von völlig verschiedenen Planeten, so kommunikationstechnisch. Was er lustig findet, kommt bei mir sehr beleidigend an.
      Zum anderen komm ihc nur schwer damit klar, wie sich in meinem Elternhaus alles ändert, wenn ich was brauche (z.B. Werkzeug), kann ich nicht mal eben schnell es holen - so wie es bisher war - Dinge von meinem Vater sind verschwunden, dafür steht da jetzt sein Zeug, woran ich mich natürlich nicht vergreifen will und als mir einmal die Bohrmaschine angeboten (!) wurde, hab ich einen Sermon mit auf den Weg bekommen (von meiner Mutter) wie ich sie zu behandeln hätte, dass ich sie unbenutzt wieder zurück gebracht habe.
      Gleichzeitig benimmt sich meine Mutter in der Partnerschaft so, wie sie es bei meinem Papa getan hat. Gleiche Kosenamen, gleiche Wortwahl, gleiche Art ihn zu umarmen... für mich ganz grausam und auch nicht unbedingt "normal" - in Beziehungen meines Alters ist es ja durchaus üblich, dass das Zwischenmenschliche in Beziehungen abhängig ist von den beiden Beteiligten und dadurch auch variabel...
      Natürlich pflegt sie auch die gleiche Offenheit - sie erwähnt es nicht explizit, aber alles was sie (und damit auch mich als Kind) betrifft, landet bei ihm... mit dem Ergebnis, dass ich schon nur noch übers Wetter reden möchte.
      Insgesamt ist sie eher labil, mein Papa war nicht der einzige Todesfall und indirekt droht sie des öfteren mit Suizid (wenn ich ihn nicht hätte, dann wäre ich nicht mehr da) gleichzeitig "besteht" sie darauf, dass wir Kinder ihn mögen, sonst würde sie ihn ja sofort rausschmeissen...

      Ich weiss damit nicht wirklich umzugehen, im Moment habe ich das für mich so gelöst, dass ich mich so weit wie möglich zurück gezogen habe, aber dauerhaft auch nicht so geil...

      Ich freu mich über eure Gedanken.

      • Hängst Du zu oft bei ihr ab?
        Ich kann den Partner meiner Schwester auch nicht ab. Ich muss den zum Glück nur 1x im Jahr ertragen. Viele mögen ihn auch nicht, aber solang sie ihn vergöttert; obwohl er eine Flachniete ist die behauptet, die Welt zu 'rulen'.

        Aber eben weil ich diesen Nixnutz nicht öfters als 1x im Jahr sehen muss, ertrage ich das.

        Halt doch Abstand, muss man dauernd als Erwachsener bei Mutti abhängen? Dann stören ein ja auch solche Züge eher als wenn man sich eben nur dosiert sieht. Meine Schwester sehe ich öfters, aber den halt nicht und forcieren tue ich es auch nicht.

        Wenn ich den Partner der Mutter nicht leiden kann, warum auch immer, dann vermeide ich schlicht den Kontakt.

        Du kannst ja Deine Mutter treffen oder wohnst Du bei ihr?

        Wenn ja, ausziehen.

        • (3) 02.11.17 - 15:04

          Ich wohne nicht zuhause, nicht mal in der Nähe. Aber seit sie ihn hat, tritt sie nur noch als Pärchen auf. Sie hat ebenfalls von anfang an erklärt, dass man mich dann ja in Bälde mal zu zweit über Nacht besuchen würde und so wie es früher meine Eltern nur im Doppelpack gab, gibt es sie eben jetzt auch nur noch zusammen.

      Hi,
      deine Mutter ist Erwachsen, ebenso anscheinden du auch.

      Lebt doch jeder sein Leben, sei froh, dass sie wieder einen Partner hat - so musst du dich nicht um sie kümmern - und wie sie ihn umarmt, etc. geht niemanden etwas an.

      Leben und Leben lassen.. Sie soll doch noch ihre Jahre genießen und sie ist alt genug sich für ihren Partnerauswahl nicht rechtfertigen zu müssen oder dein Einverständnis einzuholen.

      lg
      lisa

      • (5) 02.11.17 - 16:00

        Ich hab doch zu keiner Zeit und mit keiner Silbe behauptet, dass ich ihn ihr nicht gönne... sondern dass ich mit der Zwangsfamilisierung so meine Probleme habe... sie gibt es nur noch im Doppelpack und was ich ihr erzähle landet auch bei ihm.

        • und was kannst Du machen?
          Nichts. Denn Du kannst Sie nicht ändern, sondern Dein Verhalten ändern.
          Erzähle ihr halt nichts und wenn sie kein Treffen ohne ihren Partner will, sorry, dann ist es halt so.
          Trefft Euch halt so, dass du wenig mit ihm zu tun hast.,...Weihnachtsmarkt, etc. An der Glühweinbude kann man den Kontakt relativ gut einschränken oder wenn dein Partner mit dem Partner deiner Mutter kann (oder auch nicht) soll er ihn halt als Gesprächspartner übernehmen.

          Entweder machst Du es mit oder du distanzierst dich halt.

          LG
          Lisa

    Hallo!

    OK, Du magst den neuen Freund deiner Mutter nicht besonders. Aber trotzdem wirst du ihn akzeptieren müssen, und auch, dass sie über dinge mit ihm spricht, die sie beschäftigen. Du redest doch auch mit deinem Partner über solche Sachen und hast nicht zig Geheimnisse vor ihm.

    Wenn Du mal mit deiner Mutter alleine sein willst, dann frag sie doch mal ob ihr zu zweit shoppen gehen sollt oder zur Kosmetikerin oder sowas ausgesprochen Mädels-Mäßiges.

    Hi ,
    Mein Vater hat sich damals auch, zwei Jahre nach dem meine Mutter tot war , neu orientiert . Ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht wie du , zb. die Art , wie er sie umarmt , mit ihr spricht und soweiter .
    Das kann wirklich weh tun .
    Das sie gestorben ist , ist ewig her , aber ich finde vieles immer noch seltsam , sie ist eben nicht meine Mutter ... Komisch , dass hier davon ausgegangen wird , dass du deiner Mutter ihren Partner nicht gönnst , oder so . Aber vermutlich kennen diese Menschen das Gefühl nicht , welches der Fremde , einem als "Kind" vermittelt !
    Ich finde auch schwierig , wenn alles was ich sage bei ihr ankommt , aber ich persönlich komme damit zurecht , denn mittlerweile ist sie wirklich ein Familienmitglied , so gefühlt , doch gerade heute kam mir so in der Stadt der Gedanke , dass ich nie wieder mit MEINER Mutter in die Stadt gehen werde .
    LG
    Dorelaiyh#winke

    Deine Mutter braucht diesen Mann und er tut ihr ganz offensichtlich gut. Das sollte dein vorwiegendens Interesse sein. Er ist ihr neuer Mann und gibt ihr Zuwendung und kümmert sich. Da kannst du doch für deine Mutter froh sein.

    Er muss nicht zu dir passen, er muss nicht deine Wellenlänge sein. Mit der Zeit wirst du ihn vielleicht auch besser schätzen lernen.

    Er hat deine Mutter nicht deinem Vater weggenommen. Auch wenn er in seine Fußstapfen tritt.

    Er kann gar nicht das Double deines Vaters sein. Jeder Mensch ist anders. Er kann die Dinge nicht so machen, wie dein Vater sie gemacht hat. Versuche ihn zu verstehen, und wenn du was nicht verstehst, frag einfach freundlich nach. Es wird schon seinen Grund haben, warum er zu einem bestimmten Werkzeug viel erklärt hat. Bestimmt keinen bösen Grund. Freu dich doch über seine Großzügigkeit und Freigiebigkeit.

    Ich finde, du solltest mehr von dir weg sehen und mehr von der Position deiner Mutter ausgehend und ihren Bedürfnissen orientiert urteilen. Dann sieht die Sache anders aus.

Top Diskussionen anzeigen