Brauche einen Rat

    • (1) 09.11.17 - 14:31
      UnbekannteSie2017

      Hallo miteinander!
      Wie oben schon steht brauch ich dringend eine neutrale Sichtweise /Rat
      Wir sind seit 12 Jahren verheiratet. Die letzten 3 Jahre hatten wir eine grosse Krise, eine sehr schwierige Zeit. Aber mir war immer klar ich liebe meinen Mann ich will eine gemeinsame Zukunft.
      Seit 5 Monaten ist es wieder so wie früher, er gibt sich Mühe und bemüht sich um mich. Er hat sich sogar auf eine Paartherapie eingelassen, aber leider dauert es noch bis zum 1. Termin.
      Ich sollte eigentlich glücklich sein, aber ich bin es nicht. Ich tue mir grad schwer eine gemeinsame Zukunft zu sehen. Ich kann wunderbar mit ihm über den Alltag und dessen Organisation reden aber nicht mehr über meine Gefühle und Gedanken. Und ich hab ständig ein schlechtes Gewissen weil ich ihm nicht das geben kann was er verdient, was er gern hätte!
      Ich bin echt verzweifelt und werd immer unzufriedene und ich weiß nicht was ich tun soll. Hat mir jemand einen Rat?

            • (5) 09.11.17 - 16:53

              Ah nein!
              Wie oben schon geschrieben, wäre mir das insofern lieber als das ich dann einen Grund hätte für die Zweifel aber dem ist nicht so!
              Hast du trotzdem einen Tip?

      (6) 09.11.17 - 17:06

      Hallo,
      es ist natürlich schwierig dir einen Rat zu geben, wenn du nicht genau sagst, was der Grund eurer Krise ist/war! Ein anderer Mann/Frau ist es ja nicht, dies wurde bereits geklärt.

      • (7) 09.11.17 - 17:31
        UnbekannteSie2017

        Er hatte ein Suchtproblem. Dies hat er jetzt angegangen.
        Ich weiß es klingt wirr aber das ist die Realität, ich hätte mir die ganzen 3 Jahre nichts mehr gewünscht als das es wieder so wird wie davor. Und nun ist es so aber ich scheine nicht mehr die selbe zu sein. Und es war wohl naiv zu glauben wir könnten einfach da weiter machen wo wir vor der Sucht aufgehört hatten!

        • (8) 09.11.17 - 17:55

          Hallo,

          weil du vielleicht spürst, dass es kein "nach der Sucht" gibt, sondern dass das ein anhaltender Zustand sein wird, der dich, bzw. euch, euer Leben lang noch begleiten wird. Das macht es nun einmal schwierig. Willst du das wirklich?

          LG

        Mein Ex ist nach 3 Jahren rückfällig geworden, dachte, er brauche die Selbsthilfegruppe irgendwann nicht mehr. Blöderweise ist in den 3 Jahren ein Kind entstanden. Das leidet jetzt auch unter ihm beim Umgang. Hör auf deinen Instinkt und ergreife die Flucht. LG

Um dir einen Rat zu geben, müsste man wissen, was genau vorgefallen ist, wo eure gemeinsamen Probleme liegen und warum du nicht das bist, was er gern hätte und auch verdient. Dein Post ist ein bisschen undurchsichtig. Erst wünscht du dir, dass er so ist, wie er einmal war, das ist er jetzt und im nächsten Absatz kannst du dir doch keine Zukunft mehr mit ihm vorstellen.
Gedanken sortieren und nochmal aufschreiben.

  • (13) 09.11.17 - 17:37
    UnbekannteSie2017

    Es war ein Suchtproblem! Ich kann da leider nichts ordnen den ich versteh es ja auch nicht! Ich meinte mit "nicht das für ihn sein können was er verdient" wenn er für uns seine Sucht bekämpft dann sollte ich ihn dafür doch umso mehr lieben. Meine einzige Erklärung (hab ich auch schon ein Post weiter oben geschrieben) ist, daß es naiv war zu glauben wir könnten einfach weiter machen. Und ich glaub da liegt das Problem ich kann es wohl offensichtlich nicht hab! Was kann ich den da tun? Den auch wenn er es verneint, ich hab oft das Gefühl das er genau das erwartet. Was ihn unzufrieden macht und mich auch

    • Zum einen meinen Männer im Normalfall einfach das was sie sagen.

      Zum anderen: ist er in Therapie? Und du? Ich finde es wichtig, dass auch die Angehörigen von Suchtkranken sich Hilfe suchen. Und der Ansatz, einfach auf 0 zu stellen und weiterzumachen - das war falsch gedacht.

      Lg

Naja, jeder wird geprägt durch die Ereignisse, die einen ereilen. Du wirst auch genug mitgemacht haben als er sich seiner Sucht hingab. Es wäre vermessen zu glauben oder zu erwarten, dass alles spurlos an dir vorüber ging. Da erwartest du zu viel von dir.

Die eine Komponente ist ja die, er wünscht sich von dir Zuspruch, Wertschätzung seines Sinneswandel und seiner Bemühungen um dich. Und eine andere ist die unbeschwerte Fortsetzung eurer Beziehung. Ich würde das versuchen zu trennen.

Wenn dir jetzt alles so klar wäre, dann würde sich die Therapie beinahe erübrigen. Vielleicht führt sie auch dazu, dass du mittendrin erkennst, es hat doch keinen Sinn mehr, weil deine Gefühle auf der Strecke geblieben sind oder dein Vertrauen in ihn nachhaltig erschüttert ist. Ich finde, eine gemeinsame Therapie dienst erstmal dazu, sich zu sortieren und Klarheit zu bekommen - wohin auch immer es führt.

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