1 Jahr verheiraten und schön jetzt unglücklich!

    • (1) 12.11.17 - 15:02

      Hallo Zusammen!

      Ich habe lange mit mir gerungen das zu schreiben. Ich fühle mich schön seit eine Weile unglücklich.... und die letzte Zeit denke ich über eine Trennung nach.
      Da ich kein Mensch bin der einfach so aufgibt ...bin ich hin und her gerissen..... Was soll ich denn nur tun :(

      Ein mal von vorne:
      Ich bin mit mein Mann drei Jahre zusammen, davon sind wir ein Jahr verheiratet. Er hat mir schön nach einem Jahr ein Antrag gemacht.... und ich war mir da sehr unsicher und überfordert .....habe aber Ja gesagt weil ich ihn nicht verlieren wollte. Ich weiss auch nicht wieso ....ich habe ihn nicht geliebt....gemocht....aber nicht geliebt. Er ist ein zuverlässiger Mensch der in sein Leben beruflich schön viel erreicht hat. Er wollte eine Familie gründen und hat mir das Gefühl gegeben geliebt zu sei. Ich habe mich bei ihn wohl gefühlt. Nun ja und ich dachte mir da ich schon 26 war wird es vielleicht langsam Zeit sich zu binden , da ich auch gerne Kinder haben möchte.
      Er versteht sich sehr gut mit meine Familie, seine Familie ist jetzt mitdeweilie auch nett zu mir. Das Problem ist es das wir ganz verschieben sind ...wir haben verschiedene Interessen und es ist schwierig etwas zusammen zu Unternehmen was wir beide gerne machen würden. Wir haben beide stark zugenommen, machen fast gar nichts mehr mit unseren Freunden. Er ist die ganze Zeit auf Arbeit ....und da ich jetzt an meine Diblomarbeit setze ...bin ich die ganze Zeit alleine Zuhause. Im Bett leuft auch gar nichts schon seit Monaten, wir finden uns nicht mehr anziehend..... Er macht nichts und ich hingegen auch nichts...ich habe schon oft versucht mit ihn das zu klären ....hab aber nur Vorwürfe als Antwort bekommen. Jetzt war er vor kurzem mehrere Tage weg wegen seiner Arbeit....und ich war alleine Zuhause. Ich habe ihn nicht vermisst! :( gar nichts......
      Mir ist klar geworden das es immer noch nicht mehr als mögen ist...es ist keine Liebe da...war auch nicht.... wenn ich darüber nachdenke das wir das ganze Leben zusammen bleiben....macht mir das Angst:(
      Ich will mir das irgendwie nicht vorstellen.
      .......ich bin letzte Zeit total depressiv.....wenn er frag was loss ist sage ich das alles ok ist.... Ich weiss nicht wie ich mit ihn darüber reden soll.... Ich weiss auch nicht was ich will... Ich meine ich liebe ihn nicht... aber wir sind jetzt verheiraten... haben eine gemeinsame Wohnung...ich bin von ihn abhängig da ich noch nicht arbeite.
      Ich will aber nicht so weiter machen.... Was soll ich tun... Was könnte da helfen ?
      Ich würde mich freuen wenn ihr für mich ein paar Ratschläge hättet.

      LG
      Lotte

      Hallo,
      echte Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung, und Ehe ist in erster Linie Arbeit.
      Was uns in schwierigen Zeiten geholfen hat, (wieder) neu zusammen zu finden:
      Freunde, die uns in Sachen Ehe zum Vorbild wurden; Eheseminare (Z.B. von Team F), in denen wir viel über Kommunikation, Unterschiedlichkeit, unterschiedliche Bedürfnisse, richtiges Streiten und vieles mehr gelernt haben; Einmal wöchentlich ein Eheabend, an dem wir uns um uns und unsere Beziehung gekümmert haben; Gemeinsam Ehebücher lesen und darüber sprechen; eine Familienzeitschrift mit guten Ehethemen (z.B. Family), über die wir gemeinsam sprachen; Eheberatung, also eine Mediatorin, die teilweise einzeln, teilweise zusammen mit uns schwierige Themen ansprach...
      Ihr habt beide viel Potential und viele Möglichkeiten. Ich habe meinen Mann anfangs auch nicht geliebt und es gab bei uns sehr schwere Zeiten. Aber das ist alles nicht unmöglich. Für eine gute Beziehung muss man kämpfen, und dann kommen auch die Gefühle nach.
      Etwas Anderes ist häusliche Gewalt, da hilft tatsächlich nur Trennung. Aber davon seid Ihr ja weit entfernt!
      Alles Gute und viel Erfolg!

      • Für mich ist echte Liebe definitiv ein Gefühl, ein sehr tiefes und schönes sogar. Ich glaube nicht, dass man sich für echte Liebe "entscheiden" kann rein vom Verstand her. Gefühle können natürlich trotzdem entstehen mit der Zeit, das ist klar, aber erzwingen kann man sowas nicht.
        Im Punkt "man muss an seiner Beziehung stets weiterarbeiten" gebe ich dir recht.
        VG

        • Verliebt sein ist ein schönes Gefühl, aber echte Liebe ist z.B., wenn ich meinen schwer kranken Partner pflege, wenn ich an meine Jugendliche glaube und für sie einstehe, auch wenn sie sich furchtbar benimmt...also wenn der andere es nicht "verdient"hat, sondern ich mich entschieden habe, ihn trotzdem zu lieben. Da können dann auch entsprechende Gefühle entstehen, das ist aber nicht das Entscheidende, sondern der Wille zum "trotzdem lieben".

    (9) 13.11.17 - 10:17

    Echte Liebe ist ganz sicher ein Gefühl. Das Gefühl nämlich zusammen zu gehören und zusammen bleiben zu wollen, selbst wenn es gerade nicht danach aussieht oder man sich im Moment nicht grün ist.
    Dass Arbeit dazugehört, stimmt zwar. Aber ein Boden sollte schon noch da sein, sonst läuft es auf eine reine Zweckehe hinaus. Kann man machen, aber muss man nicht.

    lg thyme

Warum heiratet man jemandem, den msn nicht liebt? Sich lieben und für immer mit diesem und nur diesem Menschen zusammen sein wollen ist doch der einzige Grund, warum man heirat. Zumindest käme für mich absolut kein sn derer Grund in Frage wenn es um so etwas wichtiges und bedeutendes geht. Aus pflichgefühl ist nun das schwächste Argument. Hätte man sich vielleicht http eher überlegen sollen. Warum trennt msn sich nicht, wenn man einander nicht liebt? Liebe ist der einzige Grund warum man eine Beziehung miteinander eingeht oder heiratet. Zumindest in meiner Welt.

(13) 12.11.17 - 18:17

Es gibt Studien, die zeigen, dass Ehen, (z.B. in anderen Kulturen), bei denen die Eltern den Partner /die Partnerin ausgesucht haben, länger halten und auf Dauer glücklicher sind als Ehen, die nur aus dem Liebesgefühl, also aus reiner Verliebtheit geschlossen wurden.
Vor lauter Verliebtheit sollte man trotzdem vernünftig prüfen, ob der Partner auch wirklich zu einem passt. Das Gefühl des verliebt-seins verschwindet nämlich spätestens nach 3 Jahren...

  • (14) 12.11.17 - 18:24

    Ich halte nichts von arrangierten Ehen und finde Liebe (nicht Verliebtheit, sondern echte und tiefe Liebe) ist der absolut einzige Grund, warum man überhaupt heiraten sollte. Denn die Ehe ist ein Versprechen, den anderen zu lieben, Ehren, achten, für ihn da zu sein, bis zum Ende des Lebens. Wer das so nicht fühlt und das so nicht will, sollte nicht heiraten. Liebe entwickelt sich, klar. Genau deshalb sollte Normen leichtfertig heiraten sondern sich völlig bewusst darüber sein, was das eigentlich heißt und ob man das, wofür die Ehe steht (das Versprechen, sich treu zu sein und für den anderen da sein, auch wenn es mal schwierig wird, sich gegenseitig zu achten und zu respektieren, sich umeinander kümmern auch im Alter und bei Krankheit, einfach das Versprechen, bis zum Tod nur diesen einen Menschen als DEN einen zu sehen) überhaupt mit dieser Person erleben will. Diese reife, sich darüber im klaren zu sein, was ehe und liebe eigentlich heißt erwarte ich von jedem Menschen, der diesen Schritt macht.

    • (15) 12.11.17 - 18:29

      Ja, das sehe ich ja auch so, wie Du. Auch bei mir war es eine Liebesheirat, die Gefühle hatten aber(vorher) etwas gedauert.
      Ich wollte in erster Linie bewirken, dass die TE nicht rein aus einem momentanen Gefühlstief voreilig Konsequenzen zieht, die sie später bereut. Ehe ist nun mal auch viel Arbeit! Und ich hatte nicht immer nur tolle Gefühle für meinen Mann. (Wir haben demnächst unsere Silberhochzeit)

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