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    • (1) 17.11.17 - 23:09

      Guten abend,
      ich bin ganz neu hier und suche nach Meinungen.
      Ich versuche mich kurz zu fassen.
      Ich bin eine getrennt lebende Frau, (noch) nicht geschieden, Ende 40. Meine beiden Kinder wohnen nicht mehr in meinem Haushalt. Kurz nach dem meine Kinder ausgezogen waren, hat sich auch mein Mann kurz vor unserer Silberhochzeit von mir getrennt. Er ist zu einer anderen Frau gezogen. Wie sich heraus stellte, kannte er sie schon eine Weile und hat den Moment abgepasst, einen Schlussstrich unter unsere Ehe zu ziehen, als die Kinder ausgezogen sind.
      Unsere Ehe würde ich als grundsätzlich harmonisch bestreiten. Wir haben immer alles getan, dass es den Kinder gut geht. Mein Mann hat für alles gesorgt, den Kinder ihre Studiengänge finanziert und auch später deren Wohnungen besorgt, die er zum Teil finanzierte. Fairerweise muss ich sagen, dass er mich während der Ehe und auch nach der Trennung mich nie finanziell hängen gelassen und mich immer gut behandelt hat. An alle Abmachungen hat er sich gehalten und zahlt mir sogar mehr als er muss.
      Hauptgrund unserer Trennung war damals für ihn, mein ständige Unlust. In der Tat hatten wir über viele, viele Jahre kaum ein Liebesleben. Mein Mann ist daran verzweifelt. Er hat oft das Thema angesprochen, aber es war mir damals ziemlich egal. Irgend wann hat er aufgeben, mich zum Sex herum zu bekommen. Ich wollte nicht und ich bin davon ausgegangen, dass er es dann akzeptiert hatte. Ein Fehler, wie ich heute weiß.
      Inzwischen ist mein (Ex)Mann jedoch auch wieder allein. Er hat sich von der anderen Frau wieder getrennt. Nun versuchen unsere Kinder (die unter unserer Trennung lange gelitten haben) alles, dass wir wieder zusammen kommen. Z.B. sollte ich zuletzt in die Wohnung unserer Tochter kommen, als auch plötzlich mein (Ex)Mann auftauchte. Meine Tochter hatte uns Beide unter einem Vorwand in ihre Wohnung gelockt.

      Mir hat die Trennung damals auch sehr zugesetzt. Ich hätte nie geglaubt, dass mein (Ex)Mann mal sich von mir trennt und erst recht nicht, dass er fehlenden Sex woanders kompensiert. Auch wenn ich darauf sehr eifersüchtig war, habe ich nach der Trennung meinen Ex(Mann) sehr vermisst und tue es irgend wie heute noch. Mein (Ex)Mann hat zuletzt auch angedeutet, dass ich ihm nie egal war und weiterhin nicht egal bin.

      Soll ich dem ganzen eine neue Change geben?

      • (2) 17.11.17 - 23:32

        Das wird doch genau so enden wie vorher auch. Oder darf sich dein Mann auswärts austoben, denn die Trennung war ja wegen dem Fehlenden Sex nicht wegen fehlender Gefühle.

        Dein ehemaliger Mann scheint ja kein schlechter Mensch zu sein. So kommt es zumindest herüber.
        Es kommt auch heraus, dass der Hauptgrund Eurer Trennung scheinbar Deine Unlust war. Wie ist das heute? Kannst Du Dir wieder ein Liebesleben vorstellen? Hast Du Gründe Deiner damaligen Unlust abgeklärt?
        Wenn Du ihn wieder nur als guten Versorger siehst wird das nichts.

        Was ich aber als Mann nie verstehe ist, dass ihr Frauen glaubt, wenn ihr keine Lust habt, dass dann der Mann auch scheinbar kein Lust zu haben darf. #kratz

        • (4) 18.11.17 - 00:56

          "Was ich aber als Mann nie verstehe ist, dass ihr Frauen glaubt, wenn ihr keine Lust habt, dass dann der Mann auch scheinbar kein Lust zu haben darf. #kratz"

          Du, keine Sorge, ich bin ne Frau und habe das auch noch nie verstanden.

      (5) 18.11.17 - 00:48

      "Mein (Ex)Mann hat zuletzt auch angedeutet, dass ich ihm nie egal war und weiterhin nicht egal bin."
      Und diese Aussage verleitet dich zu deinem Höhenflug, das er dich mit offenen Armen zurück nimmt und für den Rest seines Lebens auf Sex verzichtet? Oha.
      Sorry, aber was soll denn dein Mann mit dir? Außer du gestehst ihm ein aktives Sexleben mit anderen Frauen zu.
      Desweiteren würde ich meinen erwachsenen (!) Nachwuchs ordentlich auf den Pott setzen und mir jegliche Einmischung in mein Beziehungsleben und meine weitere Lebensplanung verbitten!

      Ich seh da gar keine neue Chance.

      Eure Kinder sind erwachsen, die können sich mal gepflegt aus eurem Liebesleben raus halten.
      Du kann versuchen dich mal komplett, auch finanziell, von deinem Mann zu lösen und ein eigenes Leben zu führen.
      Natürlich bist du deinem Mann nicht egal. Ihr wart lange zusammen. Nur ändert das am Trennungsgrund nichts.

    • Bei so Frauen wie dir sitze ich immer kopfschüttelnd da und frage mich, was in euren Köpfen vorgeht. Wie man es so weit kommen lassen kann.
      Sex ist wichtig. Sex ist Beziehung. Sex macht Beziehung. Sex ist der Klebstoff eines Paares. Sex kann ein Paar einander näher bringen. Sex ist niemals zu unterschätzen.

      Und dann kommt da so ein verwöhntes, sorgenfreies Ehefrauchen, die Mann, Haus, Kinder im Sack hat und meint, sich nicht mehr um die körperliche Beziehung zu ihrem Mann kümmern zu müssen. Ich will nicht mehr, also darf er auch nicht mehr. Das ist nicht normal und vor allem menschlich daneben. Und dann aus allen Wolken fallen, wenn der Mann sich völlig folgerichtig ausserhäusig vergnügt.

      Dein Ex-Mann hat sich selbst vor diesem Hintergrund mehr als fair und ordentlich verhalten. Du solltest vor diesem Hintergrund nur dann eine Intensivierung der Beziehung anstreben, wenn du ihm auch körperlich entgegen kommen kannst. Nicht nur mal am Anfang. Sondern immer. Eine Beziehung mit dauerhaftem, regelmäßigem Sex. Kannst du das nicht, dann sei auch du fair und verhalte dich ordentlich, indem du ihn in Ruhe lässt.

      Lust auf Sex kommt übrigens nur unter einer Bedingung zurück: in dem man Sex hat. Je mehr Sex man hat, desto mehr Lust darauf hat man auch.

      (8) 18.11.17 - 10:07

      Wenn du dir vorstellen kannst, an deiner sexuellen Unlust zu arbeiten, dann würde ich einen zweiten Versuch wagen.

      Zu mir hat mal ein Paartherapeut gesagt, dass wir uns die Schuldzuweisung ja sehr einfach gemacht haben. Ich hatte keine Lust auf Sex und daher lief unsere Beziehung schlecht. Genausogut hätte ich ja zu meinem Partner sagen können: "Mach mir doch mal Lust auf Sex!"

      Da könntet ihr also beide noch an euch arbeiten :-)

      Mein Mann hat sich vor vielen Jahren aus ähnlichem Grund von mir getrennt. Ich war so auf die Kinder, Haushalt, Teilzeitjob konzentriert, dass ich auch nahezu nie Lust hatte und haben meinen damaligen Mann am langen Arm verhungern lassen. Ich fühlte mich in meiner Wohlfühlzone so sicher. Meinen Mann habe ich dann mit einer anderen Frau in unserem Ehebett erwischt und das war dann der Anfang vom Ende. Damals nicht, aber heute mit Abstand, muss ich eingestehen, dass ich auch einiges dazu beigetragen habe.
      Zu Dir. Das Verhalten Eurer Kínder ist nachvollziehbar, da sie merken, dass ihr Euch nicht gleichgültig seid. Kinder wollen irgend wie eine intaktes Elternhaus, auch wenn sie zu Hause nicht mehr leben.
      Ein Zurück kann es geben, wenn Beide das wollen, wenn Beide das Alte da lassen, wo es ist, sich kein Vorwürfe wegen früher machen und nach vorne schauen. Jedoch, ohne Wiederentdeckung des gemeinsamen Liebeslebens wäre ein Neustart auch zum Scheitern verurteilt.

      (10) 18.11.17 - 11:25

      Dein Ex hat dich wohl über eine längere Zeit betrogen. Da überlegst Du, zu so einem Betrüger eventuell zurück zu kehren? Ein no go für mich.

    Hallo!

    Wenn du ernsthaft bereit bist, an deiner Libido zu arbeiten und nicht wieder deinen Mann am langen Arm verhungern zu lassen, dann hat ein Neuanfang eine Chance. Wenn Du aber nicht merkst, was du ihm damit antust, dass ER deinen Libidoverlust mit völlig intakter Libido mitertragen muss, dann wäre es ihm gegenüber unfair.

    • (13) 18.11.17 - 21:19

      "Wenn du ernsthaft bereit bist, an deiner Libido zu arbeiten...."

      Heutzutage muss man ja irgendwie an allem arbeiten, an der Beziehung, an sich, an seinem Körper und jetzt auch noch an seiner Libido. Es wäre ja schön, wenn das gInge, aber wie sieht denn die Libidoarbeit konkret aus?

      • Zum Beispiel erst mal beim Arzt abklären, ob da alles ok ist, inkl des Hormonstatus. Manchmal steckt einfach nur ein Schilddrüsenproblem dahinter.

        Wenn es das nicht ist, nach psyhischen ursachen suchen, hier hat die TE ja schon den Ansatz, dass sie sich mit 5 Kleidergrößen mehr insgesamt nicht wohl in ihrer Haut gefühlt hat. Finde ich absolut verständlich und nachvollziehbar.

        Es wird eben nicht unbedingt alles im Leben besser, wenn man nur so seinen Stiefel durchzieht.

        Hallo,

        "Heutzutage muss man ja irgendwie an allem arbeiten, an der Beziehung, an sich, an seinem Körper und jetzt auch noch an seiner Libido."

        Also für mich gehört auf seinen Körper zu achten (also z.B. nicht ohne Krankheit o.Ä 20kg zunehmen), sowie an seiner Libido zu arbeiten wenn nötig, zur Beziehungsarbeit dazu.
        Eine Beziehung oder Ehe ist in den allermeisten Fällen kein Selbstläufer und bedeutet nunmal manchmal auch harte Arbeit an sich selbst (der Wille dazu vorausgesetzt).
        Oder stehe ich mit dieser Meinung alleine da?

        VG pinklavender

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