Was soll ich nur machen?

    • (1) 20.11.17 - 16:31
      SchlaflosInBerlin

      Hallo Forumsgemeinde
      Kurz zu mir: ich bin männlich, knapp Ü 50 , 24 Jahre verheiratet und lebe seit ca fünf Jahren in einer sehr unglücklichen Ehe. Meine Frau lässt mich am ausgestreckten Arm verhungern, Zärtlichkeiten bekomme ich keine, die Kinder sind aus dem Haus. Seit Jahren leben wir aus Bequemlichkeit, gemeinsamen Verbindlichkeiten, nebeneinander her.
      Und jetzt ist das passiert, was ich nicht mehr geglaubt habe. Ich habe mich Hals über Kopf in eine etwas jüngere (Mitte 40) Kollegin verliebt, die neu in der Abteilung ist. Ich fühle mich wie ein Teenager. Wenn ich ihre Stimme nur höre, bekomme ich Herzrasen, ich finde einfach alles an ihr umwerfend. Sie ist eine gute Zuhörerin und ich habe ihr meine Gefühle gestanden. Sie weiß von meiner Situation. Sie hat zugegeben mich auch sehr zu mögen, meint aber, dass für sie eine Affäre mit einen verheirateten Mann absolut tabu ist. Ich soll meine Entscheidung nicht von ihr abhängig machen, sondern mir überlegen, wie ich mir mein Leben weiter vorstelle. Erst wenn ich getrennt bin, könnten wir beide sehen, in welche Richtung unsere Freundschaft geht. Ich kann nur noch an diese Frau denken, zu Hause bin ich nur der Geldverdienen und sonst nichts. Meiner Frau ist alles egal, Paartherapie haben wir vor Jahren gemacht.
      Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich schreibe, denn ich weiß was ich will. Vielleicht brauche ich ein paar mutmachende Antworten.
      Vielen Dank
      Schlaflos

      • (2) 20.11.17 - 16:32

        Deine Kollegin hat dir genau die richtige Antwort gegeben. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

        LG

        Korrekte Frau. Sag ich mal so salopp. Mein Ex war auch mal mein Kollege und ich hätte mir eher die Zunge abgebissen, als ihm zu sagen, dass ich ihn toll finde. Er hat sich dann von selbst gegen seine Ehe entschieden. Da weisst Du also schon mehr, als Du wissen dürftest.

        Was für mutmachende Antworten brauchst Du denn überhaupt? Eine Trennung wird Dich glücklicher machen, egal ob es nun mit der Kollegin klappt oder nicht. Das weisst Du selber.

        Die Frage ist doch: Was willst du? Und was hält dich in deiner Ehe?
        Man kann ja nun nicht sagen, dass ihr es nicht versucht hättet, wenn ihr schon eine Paartherapie gemacht habt. Hat die nichts gebracht?

      • Ich kann deine Situation verstehen, vor ein paar Jahren ging es mir ähnlich. Ganz ehrlich: ohne ein kleines Kind daheim wäre ich damals gegangen. Wir haben es geschafft unser eigentlich komplett aussichtsloses Nebeneinanderherleben wieder in eine funktionierende Ehe zu verwandeln. Aber selbst mit dieser Erfahrung weiß ich für mich, dass ich in deiner Situation morgen weg wäre. Kein abzuzahlendes Haus und keine Ehe ist diesen jahrelangen Verlust an Lebenszeit und entgangenen Möglichkeiten wert.

        Schreib gern mal per PN.
        M.

        Hallo!

        Mal ganz ehrlich: was hält dich noch, außer der Bequemlichkeit und ein bisschen Feigheit?

        Eine Frau mit der Dich nichts mehr verbindet, neben der Du her lebst wie in einer WG, nur dass DU keine Freundin mitbringen darfst, ggf. sogar Jahrelang keinen Sex mehr hattest? Deine Frau hat die Ehe doch auch schon vor Jahren aufgegeben, nur bist Du eben bequem als Geldquelle.

        Halten Dich deine Kinder? Die sind schon groß und führen ihr eigenes Leben. Ob die jetzt Weihnachten erst Mama und dann Papa besuchen oder ihr zusammen am Tisch sitzt, und euch nichts zu sagen habt, das ist doch egal. Ich kann für mich nur sagen, dass ich das Weihnachtsessen mit meiner Mutter und deren neuem Lebensgefährten wesentlich angenehmer finde als das letzte gemeinsame Familienfest mit meinen Eltern an einem Tisch - an Lachen und Spaß war da nämlich nicht zu denken.

        Hält Dich ein Haus? Wofür, für euch zu zweit? Ein Garten in dem keine Kinder mehr spielen und ein Haufen leere Zimmer, in die oft die ganze Woche keiner rein geht? Höchstens mal wenn am Wochenende eines der Kinder zu Besuch kommt, aber sonst ist da kein Mensch mehr? Ist das wirklich noch etwas, was du brauchst, oder würde da auch eine 3-Zimmer-Wohnung völlig reichen? Gibt ja auch welche mit Garten dabei, wenn dein Herz am Rasenmähen hängt.

        Was Dich erwartet ist auch klar - unabhängig von der Kollegin. Ein Leben ohne die Frau, die sowieso nur das nötigste mit dir redet. Eine eigene Wohnung, die völlig reicht, statt einem teuren und leeren Haus. Freizeit in der du tun und lassen kannst, was du willst. Vielleicht eine neue Beziehung, egal mit welcher Frau. Wieder Liebe, wieder Sex. Klar ist auch ein wenig Unsicherheit dabei und ab und zu wirst du auch alleine sein - aber Himmel, du kannst noch 30-40 Jahre Leben. Sollen die wirklich so wie jetzt weiter laufen?

        Was erwartet dich noch im Leben, wenn du in der Ehe bleibst? Willst Du dann wenn du endlich in Rente gehst mit DER FRAU auf Reisen gehen? Ernsthaft?

      • (7) 20.11.17 - 20:18

        Danke für eure Antworten. Mich hält nichts mehr. Ich habe mit meiner Frau gesprochen. Ihre Antwort: rechne dir den Unterhalt für x und y aus (ein Kind in Ausbildung, eines im Studium), dann Trennungs- und nachehelichen Unterhalt plus Rentenansprüche für mich. Ach Ja, das Haus ist doch auch Zugewinn." Sie war bereits rechtlich bestens informiert. Meine Kollegin hat Prinzipien und wahrscheinlich bin ich genau deswegen verrückt nach ihr. Sie ist geschieden und hat ein Kind. Genau deswegen meint sie, dass sie einfach immer für zwei überlegen muss, ob ihr Handeln sinnvoll ist. Auch wenn ich mich trenne wird sie nicht sofort eine Beziehung wollen. Ihrer Meinung nach brauche ich Zeit, um mich neu zu sortieren. Ich denke, ich wage es. Auf der einen Seite habe ich verdammt Angst vor der Schlammschlacht, die dann folgt. Aber auf der anderen Seite verdanke ich meiner Kollegin das Gefühl, noch am Leben zu sein. Sie ist es mehr als wert.
        Ich danke denen, die geantwortet haben

        • Hallo!

          Nachehelichen Unterhalt wird Deine Frau gar nicht so einfach bekommen. Sie wird ja selbst um die 50 sein, die Kinder brauchen keine Betreuung mehr, und grundsätzlich arbeitsfähig ist sie - da müsste es schon sehr seltsam laufen, wenn sie gar keine Arbeit finden kann. Vor allem müsste sie das nachweisen können.

          Trennungsunterhalt im Trennungsjahr wirst du zahlen müssen, und etwa das halbe Haus und die Hälfte der Ersparnisse steht ihr auch zu, ebenso wie 3/7 der Rentenansprüche dem jeweiligen Partner zustehen. Da bleibt aber wahrscheinlich trotzdem ein Rest übrig für Dich.

          Und Studium und Ausbildung der Kinder werden ja auch nicht mehr ewig dauern. Nachdem der Azubi ja auch ein Einkommen hat, dürfte da der Unterhalt nicht allzu hoch sein.

          Kopier Dir alle wichtigen Unterlagen, Gehaltsabrechnungen, Versicherungspolicen etc. Die Schlammschlacht wird gar nicht so schlimm werden, und wenn in 3 Jahren die Kinder Studium und Ausbildung beendet haben, die Scheidung durch ist, sollte es auch finanziell bergauf gehen.

          Ich kann Dir nur raten, Dich selber auch erstmal zu erkundigen, was Du zahlen musst. Mehr als Du hast, kann man Dir kaum nehmen. Ein Bekannter soll 1300 Euro zahlen und verdient nur 1800 und hat noch ein Kind in Ausbildung zuhause#klatsch....
          Habt ihr das Haus in der Ehe gebaut? Dann wirds eng. Aber die Kinder sind groß, Deine Frau kann arbeiten gehen. Lebenslanger schöner Lenz auf Kosten des geschiedenen Ehemannes ist nicht mehr! Schön wird so eine Trennung nicht und billig schon garnicht, aber das derzeitige Leben ist ja auch nichts. LG Moni

      In deinem Zustand des Verliebtseins kannst du gar nicht klar denken, um die Konsquenzen absehen zu können, die die Entscheidung mit sich bringt. Deine Geliebte siehst du durch die (rosa) Brille deiner Bedürfnisse. Was, wenn die Verliebtheit eines Tages abflaut und sie das ist, was sie wirklich ist? Eine ganz normale Frau, die dich in eine Patchwork Beziehung genommen hat, mit ählichen Problemen wie zuvor mit einer ersten Frau? Nur eben mit noch einem Kind das nicht deines ist, mit einem Ex (deiner Geliebten) und deiner Ex und deinen Kindern?

      Zudem hast du einen finanziellen und emotionalen Totalschaden zurückgelassen bzw. verursacht mit der Scheidung. Eine Scheidung ist sehr teuer, und alle die daran beteiligt sind, verlieren. Da gibt es nur Verlierer, keine Gewinner.

      Dieselben Herausforderungen, die du mit deiner jetztigen noch-Frau nicht bewältigt hast, werden dich erneut konfrontieren, nur dass du diesmal schon älter und nicht mehr so flexibel bist. Das Berufsleben steht bereits mehr hinter dir als vor dir. So viel Zeit bleibt nicht um eine neue Existenz aufzubauen, die Alimente die du zahlst, und die Scheidungskosten bremsen dich aus.

      Die Entscheidung hast du ja nun schon getroffen. Nur wundere dich nicht, wenn du in 5 Jahren an derselben Stelle angekommen bist wie heute.

      (13) 20.11.17 - 21:47
      SchlaflosInBerlin

      Bedeutet dann der Umkehrschluss, dass ich mein Leben lang mit einer Frau leben soll, der ich so unwichtig bin, wie sonst was. Ich bin ja auch nicht völlig blöd und mir ist natürlich klar, dass auch meine Kollegin irgendwann einmal Alltag sein wird oder kann. Aber muss Alltag langweilig, kalt und schrecklich sein? Kann Alltag nicht auch wärmend und wohltuend sein? Klar vielleicht bin ich finanziell gesehen "weniger wert, aber ich definiere mich nicht nur über meine AmEx. Meine Kollegin könnte sicherlich auch andere Männer bekommen. Sie empfindet trotzdem mich als Bereicherung. Sie ist nicht mit mir ins Bett gegangen, sondern hat mich stehen lassen. Das war kein Kalkül sondern sie ist so.

      • Bedeutet dann der Umkehrschluss, dass ich mein Leben lang mit einer Frau leben soll, der ich so unwichtig bin, wie sonst was.

        Du bist ziemlich schnell beim Umkehrschluß und gehst mit keinem Wort auf den Inhalt des langen Textes ein den ich dir geschrieben hatte? Schade, da hätte ich mehr erwartet.

        Vielleicht bist du deiner neuen Kollegin in 5 Jahren genauso kalt und unwichtig wie jetzt deiner Frau? Woher willst du das denn wissen?

        Ich denke dass der Fehler darin liegt, dass du wartest, bis deine Frau DICH liebt, DIR Wärme gibt, DIR Wertschätzung entgegenbringt. Wo sind die Dinge aus der Paartherapie, die du geändert hast? Wo bringst du ihr Wertschätzung, Wärme, Liebe, .... entgegen? oder denkst du es reicht, dass du Geld heimbringst und ansonsten bist du mega in die Kollegin verknallt?

        Am Scheitern einer Ehe sind meistens 2 Personen beteiligt. Und es gibt überhaupt keine Garantie dass es beim zweiten Versuch besser endet. Es kann, muss aber nicht.

        Um es mit einem Satz zusammenzufassen: Hast du ALLES, aber auch alles versucht, deine Ehe zu retten, deine Frau zu lieben? Das kannst du jetzt im Moment gar nicht, da du eine andere liebst.

(15) 20.11.17 - 21:52

Bin ich da die einzigste die darüber etwas entsetzt Ist?

Ihr seit seid über 20 Jahren verheiratet. Deine Frau hat bestimmt beruflich zurückgesteckt wegen den Kindern und wird finanziell dir gegenüber stark benachteiligt sein. Es sei denn sie war und ist berufstätig und hat einen sehr guten Einkommen.

An Solidarität und die ganze gemeinsame Zeit und die Einschränkungen werden da gar nicht gedacht. Da verliebst du dich und das einzigste was dir und die Community einfällt ist die Trennung. Egal welche Folgen es für deine Frau hätte. Als ob sie nur Ballast war und ist die dir grundlos alles weg nehmen will dies aber nicht kann. Als ob die 25 Jahre Ehe nichts wert wären.

Dass sie so rechtlich reagiert ist wahrscheinlich nur Panik weil sie Angst hat was mit ihr ist wenn du weg bist vor allem in der Rente.

Ich würde da eher auf sie jetzt zugehen und vielleicht eine offene Beziehung vorschlagen und mit ihr alles besprechen so dass ihr n weg findet wie ihr beide weiter leben wollt. Sie einfach verlassen so nach dem Motto "ist mir doch egal was mit dir Ist" ist das unfamiliärste was es gibt. Das würdest du bestimmt nicht mit einem anderen Familienmitglied machen.

  • (16) 20.11.17 - 21:57

    Sorry wenn ich das sage aber das ist "typisch deutsch". Da wird zuerst geschaut wie es dem eigenen Hintern am gemeinsten ist. Ich wette du hast bestimmt beruflich durchstarten können. Hättest du das auch ohne sie geschafft mit Kindern und Haus? Ihr wart n Team und jeder hat Opfer gebracht. Sie dann wie ne heiße Kartoffel fallen zu lassen und zu schauen wie du ihr möglichst wenig geben musst ist das unfamiliärste überhaupt. Es gibt definitiv andere Lösungen als dieses! Das würde ich wirklich nur dann verstehen wenn sie dich all die Jahre ausgenutzt hätte oder ne Affäre hatte.

    (17) 20.11.17 - 22:17

    Du hast schon mitbekommen, dass es keinerlei Körperlichkeit mehr gibt, keine Unternehmungen und eine Eheberatung bereits ergebnislos geblieben ist? Soll man wirklich aus Solidarität sein ganzes Leben so verpfuschen?

    Es ist auch und vor allem Entscheidung der Frau, auch bei größeren Kindern Hausfrau zu bleiben. Mit 14 oder15 haben die Kinder keine Hausfrau-Mama mehr gebraucht, ganz sicher. Das war dann nur noch Bequemlichkeit.

    (18) 20.11.17 - 22:18
    SchlaflosInBerlin

    Nein, du bist nicht die Einzige, die darüber entsetzt ist. Ich bin das schon auch und ein Stück weit hast du recht. Aber: wir haben über eine offene Ehe gesprochen. Fand sie gut. An einem Tag. Am nächsten hat sie mir das vorgeworfen. Ich hatte seit fast 5 Jahren keinen Sex und keine Zärtlichkeit mehr.
    Es ist auch nicht so, dass nur sie sich klassisch um die Kinder gekümmert hat. Elternabend, Sprechstunde in der Schule, das war ihr zu belastend, weil Kritik ist nicht so ihre Welt. Dafür habe ich mir auch Urlaub genommen. Im Ernstfall habe ich finanzielle Einbußen. Ich will ihr ja gar nichts böses. Nur Leben möchte ich auch gerne

(19) 20.11.17 - 21:56

Unabhängig, ob da eine Kollegin oder sonstige Verliebtheit im Hintergrund ist...

Mein Mann und ich waren vor ca. fünf Jahren an Punkt, an dem unsere Ehe an die Wand gefahren war. Wir hatten sehr schlechte Zeiten hinter uns und kaum ging es uns äußerlich gut, wurde es uns offenbar "zu wohl". Und wie der Esel gingen wir auf's Eis. Er dachte, ich sei nur auf Materielles aus, ich dachte, er wolle mich vom neuen "Wohlstand" fernhalten. Kaum noch Sex, nur noch Gekrittel von beiden Seiten. Er hat mir kleinlich Ausgaben wie feuchtes Klopapier vorgehalten, ich ihn Dinge, wie sein Bestreben, auch noch den ältesten Plunder aufzuheben, wenn man sich funktionierendes leisten kann.

Lange Rede... Vor drei Jahren bin ich ausgezogen. Es hätte so ausgehen können, dass wir beide eine neue Liebe finden. Wäre OK gewesen. ALLES wäre BESSER gewesen, als DIESE Ehe.

Es kam anders. Er empfand es als - Zitat - heilsamen Schock, dass ich plötzlich weg war. Ich auch. Wir sind am Alleinsein gewachsen und haben gelernt, was wir aneinander haben. Seit sechs Monaten leben wir wieder zusammen.

Es hätte, wie gesagt, auch anders ausgehen können. Aber alles war besser, als diese Ehe.

Wir sind BTW in Eurem Alter.

  • (20) 20.11.17 - 22:24
    SchlaflosInBerlin

    Das freut mich für euch! Dafür muss man aber auch Selbstkritik üben können und irgendwann mal das feuchte Toilettenpapier als das sehen können, was es ist. Unwichtig. Aber meine Frau har grundsätzlich recht. Ganz egal worum es geht. Auch nach einem angeblich klärendem Gespräch. Ich denke Selbstreflexion ist keine Einbahnstraße. Trotzdem Danke, dass du mir gezeigt hast, dass es anders geht

    • (21) 20.11.17 - 22:31

      "Dafür muss man aber auch Selbstkritik üben können"

      Das konnten wir beide zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Wir "brauchten" vielleicht wirklich mal das Alleinsein, das "auf sich gestellt Sein" - ja - auch die Einsamkeit. Da war plötzlich keiner mehr, dem man die "Schuld" für das eigene Unwohlsein zuschieben konnte. Man war für sich selbst verantwortlich. Und das war schmerzhaft, aber gut. Es hat gestärkt, die Augen für das Wesentliche geöffnet. Und das war nicht das feuchte Toilettenpapier. :-p;-)

      Manchmal muss man nach Art der Bremer Stadtmusikanten leben - was die Zukunft bringt, weiß man nicht, aber: "Etwas Besseres als den (Anm. emotionalen) Tod findest Du überall.".

      Wie gesagt, es hätte auch so ausgehen können, dass wir beide Wege ohne einander finden. Mit neuen Partnern oder ohne. Auch das wäre besser gewesen, als die lieblose Ehe, die wir hatten.

      Alles Gute
      o_d

Du siehst die vielen Kommentare, die teils ganz unterschiedlich sind. Die Einen, die Dir neues Glück wünschen, die Anderen, die Dir ins Gewissen reden, dass zur Ehemisere immer beide ihre Anteile haben. Dass Deine Frau Dich am langen Arm verhungern lässt, hat ja auch Gründe.
Ich bin auch der Meinung, dass man auch schlechte Zeiten durch machen muss.

Wenn die schlechten Zeiten jedoch dauerhaft sind, man alles versucht hat, dass die Ehe wieder besser funktioniert und die Situation so bleibt, sollte man einen Cut machen und schlechten Jahren, nicht noch weitere schlechte Jahre hinterher werfen.

Die Arbeitskollegin hat Dir den Kopf verdreht. Das passiert. Es kann aber auch sein, dass es nie zu einer Beziehung mit der Frau kommt. Daher musst zunächst die Entscheidung treffen, ob Deine Ehe noch Sinn macht oder nicht, unabhängig von einer anderen Frau. Alles weitere wird sich ergeben oder nicht.

Für den Schritt braucht man Mut. Ich habe mich schon 2 x von Männern getrennt, bin 2 x tief gefallen und immer wieder aufgestanden. Heute lebe ich ein Leben, was ich mir früher nie vorgestellt habe, offen und ohne Zwänge. Ein Leben wie es mir gefällt und nicht um der Gesellschaft zu gefallen.
Mein Tipp: Go your own way und stehe dazu, trotz Widerstände. Die Alternative bei Deiner Frau zu bleiben, ist nur bequem.

Manchmal kann ich mich über die Antworten nur wundern!
Du bist ein " freier" Mensch und kannst tun und lassen, was du willst. Wenn du nicht mehr glücklich bist, dann geh!
Ich finde es super, dass du für dich entschieden hast, so nicht mehr weiter leben zu wollen und mit deiner Frau gesprochen hast. Ich wünsche dir alles Gute!

Hallo,

ich sehe es so, dass diese Kollegin hier als eine Art "Zündfunke" eine Rolle spielt.
Und ich finde ihr Verhalten durchaus gut. Kläre erst mal Deine Kalamitäten.

Eure Ehe ist keine richtige Ehe mehr.
Ihr habt es lange versucht, habt eine Paartherapie gemacht.
Und die Antwort Deiner Frau kommt auch sehr kalkuliert und kühl rüber.
Wichtig ist ihr, dass sie ihre Schäfchen im Trockenen hat - finanziell gesehen.

Wäre diese Kollegin nicht aufgetaucht, würdest Du weiterhin diesen WG-ähnlichen Ehetrott mit Deiner Frau leben.
Vielleicht auch aus Bequemlichkeit.
Und inzwischen weißt Du was Du willst.
Diese Kollegin ist vielleicht auch der Indikator dafür, dass Du diesbezüglich nun in die Hufe kommst.

Lass Dich auch beraten in puncto Unterhalt.
Und dann macht Euren Cut - für Dich ist es besser.
Du hast noch viel wertvolle Lebenszeit vor Dir, um mit einer neuen Partnerin nochmal schön durchzustarten.

Ich bin auch niemand, der eine Ehe zu schnell aufgibt.
Aber wenn es nicht mehrgeht, dann muss man nicht krampfhaft weitermachen, nur "weil es sich so gehört!" oder "weil sonst die Leute reden!", etc. Vor allem, wenn der Partner einem innerlich schon gekündigt hat, so wie Deine Frau.

Ob es mit dieser Kollegin was wird, weiß keiner.
Aber es ist ein Schritt in eine neue Richtung. Du musst ihn nun gehen.

Ich wünsche Dir viel Glück.

Hallo,

ich finde es sehr schwierig, hier etwas zu raten, dich aufzubauen oder dir ins Gewissen zu reden. Im Endeffekt musst DU diese Entscheidung treffen und damit leben! Niemand hier kennt die ganze Geschichte und die Hintergründe. Wenn für dich klar ist, dass es so nicht mehr geht, dann musst du den entsprechenden Schritt wagen. So etwas passiert, Ehen scheitern leider!
Was ich dir aber gerne an's Herz legen möchte:
Spiele von Anfang an mit offenen Karten deiner (Ex-)Frau und deinen Kindern gegenüber.
Mein Verlobter und ich sind momentan in eine ähnliche Situation gezogen worden: sein Vater hat sich getrennt, da verliebt in die Kollegin und sie sind ziemlich schnell auch zusammen gezogen. Leider hat er es versäumt, seiner (Ex-) Frau gegenüber ehrlich zu sein und hat das den Kindern überlassen... An gemeinsame Feste wie Weihnachten, Geburtstage, die Geburt unseres ersten Kindes, unsere standesamtliche Hochzeit, ist nicht (oder nur mit viel Hin-und Her) zu denken.

Wie du dich entscheidest bleibt dir überlassen aber sei ehrlich und erspare dir, deinen Kindern und deiner (Ex-) Frau (das hat sie nach 20 Jahren Ehe auch verdient) Lügen :-)

Alles Gute,
Nani

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