Das leidige Thema rauchen :(

    • (1) 24.11.17 - 21:15

      Hallo Leute,

      ich würde gerne mal wissen, wie ihr an meiner Stelle reagieren würdet.

      Und zwar bin ich mit meinem Partner jetzt fast sechs Jahre zusammen und muss sagen, so 100%ig rund lief es noch nie. Er ist 17 Jahre älter als ich und der, sagen wir mal, dominantere Typ von uns beiden.

      Als wir uns damals kennengelernt haben, hat er jeden Abend mit mir zusammen gesessen, bei einem Glas Wein und wir haben beide gemütlich geraucht. Ich rauchte schon immer und er eigentlich nur gelegentlich. Nun kamen wir zusammen und er hatte immer mehr was gegen mein rauchen und brachte immer derbere Sprüche. Dadurch , frisch verliebt wie ich war, habe ich weniger geraucht ( 3-4 Zigarette am Tag) ist ja auch nicht ungesund. Die Sprüche wurden immer härter, unangebrachter und verursachten regelrechten Streit sodass ich dann nach knapp zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe. Sehr ungern aber da ich eh ein Kind wollte auch nicht ungelegen. Unser Kind kam letztes Jahr auf die Welt. Ich rauchte also ein Jahr vor der Schwangerschaft nicht, und bis sieben Monate ( stilllzeit) nach der Geburt nicht. Danach fing ich wieder an heimlich ein -zwei Zigaretten zu rauchen. Das ist jetzt ein halbes Jahr her. Nun sind wir im Winter zusammen mit unserem Kind im Wohnmobil unterwegs und meine heimlich raucherei ist natürlich aufgefallen. Ich war im Endeffekt nicht böse drüber weil es mich eh genervt hat.
      Ich habe ihn dann erklärt, dass ich gerne mal eine rauche um abzuschalten und das ich das auch beibehalten möchte, wie gesagt, wir reden von 3-4 Zigarette am Tag. Er hat mir gesagt, das er das nicht gut findet aber er toleriert es. Was soll er auch anderes machen. Ich rauche nicht vor dem Kind! Ich rauche nicht in seinem Beisein! Ich putze mir fast immer hinterher die Zähne. Trotzdem zickt er total rum wenn ich sage, ich geh nochmal kurz vor die Tür. Zum Beispiel, am Abend nachdem ich den Kleinen hingelegt habe. Oder mal nach dem Mittag essen. Er spricht nicht mit mir und ist sichtlich angefressen. Ich habe ihm auch schon mal gesagt, er soll nicht so tun als ob ich Pilze nehme oder mir ne Spritze in den Arm jage, ich rauche doch bloß mal eine Zigarette. Ich finde seine Reaktion Mega übertrieben und es geht mir gerade tierisch auf den Keks. Das alles macht die Situation voll unentspannt. Wieder aufhören möchte ich eigentlich nicht, da ich wirklich gerne rauche und es ja auch echt nicht viel ist. Eine Freundin, die gerade mit ihrem Mann zu Besuch ist, hat das mitbekommen und meinte zu mir, sein Verhalten gehe gar nicht und ich muss mal was sagen. Naja, darin war ich noch nie so gut :(

      Was sagt ihr? Provoziert er den Streit und die Disharmonie zurecht oder sollte ich wirklich mal den Mund aufmachen und ihm sagen, er soll sich nicht so anstellen?

      Danke für eure Meinungen!

      • Ich kann dazu nur sagen, dass mich als Nichtraucher jede einzelne Zigarette meines Partners ungemein stören würde. Nicht nur, dass man es riecht trotz Zähneputzen oder sonstiger hygienischer Maßnahmen, sondern man schaut auch zu, wie der Partner seine Gesundheit ruiniert. Dazu kommt, dass dein Kind es irgendwann mitbekommt - was ist mit deiner Vorbildfunktion?

        Tut mir leid, ich kann seine Reaktion verstehen.

        Wäre denn eine e-Zigarette was für Dich?

        Du bist ein erwachsener Mensch und bestimmst selbst.

        Mir ginge es allerdings wie deinem Partner. Raucher schleppen einfach für einen Nichtraucher eklige Gerüche mit sich. Es gibt nur wenige, bei denen man es nicht merkt.

        Ich wäre daher wohl auch (wenigstens) angefressen.

        LG

      • Du hättest dich von Anfang an nicht von deinem Freund "erziehen" lassen sollen, wenn dir das Rauchen so wichtig ist.
        Glaubst du wirklich, du hast den Mut, ihm eine "Ansage" zu machen?

        Hallo.
        Ich könnte auch keinen Raucher als Partner haben. Aber er hat Dich so kennengelernt, ergo hat er das akzeptiert.
        Dass es ihm missfällt verstehe ich auch, aber Du bist erwachsen, selbständig und er nicht Dein Vormund.
        Er kann seine Missachtung auch anders äußern, warum muss er ausfällig werden?

        Dominanz hin oder her.

        Natürlich darfst Du Dir das verbitten.

        • Ich verstehe seine Reaktion. Mich ekelt es, wenn Jemand geraucht hat. Mein Vater - selbst Raucher - riecht immer. Und er raucht ebenfalls "nur" ein paar Kippen.

          Mit der Gesundheit muss ich wohl nicht anfangen - aber ich kann dir sagen, dass wir durchs Rauchen bereits 7 mal auf der Intensivstation waren. Innerhalb von 2 Jahren. Aber sind ja nur ein paar Kippen...

          Wenn du nicht aufhören willst, sag es ihn. Aber er wird auch nicht aufhören zu motzen. Vielleicht aus Angst, vielleicht aber auch nur, weil es stinkt.

          Ihr seid beide an dem stress schuld Und es wird sich auch nicht ändern. Du hast kein Verständnis für sein Meckern, er nicht für dein Rauchen.

          Eine Droge bleibt es allerdings, ebenso wie Alkohol, Pilze oder Heroin :)

          Ich wünsche Dir viel Spass beim Rauchen:)

      Vorneweg, ich habe noch nie geraucht und mein Mann (18 Jahre älter) lebenslang. Er hörte x-mal auf - und fing wieder an, meist heimlich, aber ich roch es ja sofort.
      Es war ein ewiges Thema, früher rauchte man ja auch noch in der Wohnung, das hab ich dann abgestellt, er rauchte nur noch draußen oder in seiner Werkstatt. Ich wusste, er wird es nie ganz aufhören können. Zähneputzen, Bonbons - ich roch es ja trotzdem.
      Aber ich hatte ihn so geheiratet - und was hätte es genutzt, dauernd zu streiten?
      Ich habe ihn ja geliebt - und notfalls muss man da auch mal mit so einem Laster leben können -besser als Saufen. Die blöden ZIgaretten hatten ja wenig mit ihm als Menschen zu tun.
      Ich war nicht seine Erziehungsberechtigte, er musste selber wissen, was er tut.
      Dein Partner hat Dich ebenfalls rauchend kennengelernt - nun ist er militanter Nichtraucher. Tja, was will er tun, wenn Du bei Deinen wenigen Zigaretten bleibst? Dich verlassen? Dann war seine Liebe nicht viel wert. Wehr Dich, stell Dich auf die Hinterbeine. Ich befürchte, wenn es das Rauchen nicht mehr sein sollte, findet er was anderes zu meckern? Braucht er das, um Dich zu dominieren? Frag ihn das mal.
      Mein Mann starb an seiner elenden Nikotinsucht letztendlich - Bronchialkrebs. Ich hab ihm das so oft prophezeit, aber er kam nicht dagegen an. Er rauchte früher allerdings auch wirklich viel, besonders bei beruflichem Stress.
      LG Moni

      Hallo ,
      Du bist alt genug und kannst selbst entscheiden .
      Ich rauche auch so wie du , und wo ist das Problem ?

      Wir rauchen nicht in der Wohnung , nicht im Auto , nicht auf der Straße ,nicht vor den Kindern usw...
      Sondern mal mittags oder abends alleine auf dem Balkon ...

      Wenn mir jemand sagen würde was ich zu tun habe , kann er gerne gehen .
      Niemand bestimmt über mein Leben und genau wie du , Schaden wie niemand anderem ,da wir nicht in seiner Gegenwart rauchen .

      Er hat dich so kennengelernt also muss er damit leben .

      • "...und wo ist das Problem..?"

        Das Problem ist- ihr werdet geliebt und Raucher können sich das schönreden wie sie wollen- sie schaden sich damit nunmal selber.

        "....Schaden wie niemand anderem ,da wir nicht in seiner Gegenwart rauchen ...."

        Doch.
        Euch selbst.
        Und das wiederum beschäft eben die nichtrauchenden Menschen, die euch lieben oder lieb haben....

        Natürlich gibt es immer den, der ja noch viiiieeel mehr raucht usw usw.

        Aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass Rauchen schadet, und es für nichtrauchende Angehörige eine blöde Situation ist....

        • (11) 26.11.17 - 09:21

          Ja, man schadet sich damit selber. Und JEDEM Raucher ist das absolut und vollkommen bewusst. Wir wissen das. Wir tun es trotzdem, und wir kennen alle Risiken. Und dennoch rauchen wir gern..Also hört auf uns missionieren zu wollen..Es nervt!

          • Danke 🤘🏻
            Ja es nervt .... immer die bösen bösen Raucher .... sind sooooo schlimm für die Menschheit...
            Aber noch schlimmer sind MENSCHEN die ALKOHOLISIERT Auto fahren ,
            Alkohol trinken in der Gegenwart ihrer Kinder , besoffen rumtrorkeln ,
            Drogenabhängig die Jugendliche zu Drogen überreden .

            Das ist ein Problem...aber nein immer auf die Raucher ... uns vernebelt es nicht die Sinne und wir werden nicht Unzurechnungsfähigkeit .

            Ja wir schaden uns selbst , aber ich habe 2 Freunde die von besoffenen schwer Verletzt wurden mit dem Auto und ehemalige 2 Freunde an Drogen untergehen sehen . Das ist assozialund nicht wir Raucher !

            • Ihr vergleicht Äpfel mit Birnen und habt 0,0 verstanden, wie mein Beitrag gemeint war.

              Das ist ja alles schön und richtig.

              Ändert aber doch nichts an der Tatsache, dass sich viele nichtrauchende Angehörige Sorgen u.Gedanken machen und darunter leiden,dass sich Menschen vor ihren Augen nunmal schaden.

              Klar nimmt man es irgendwann hin usw,macht was ihr wollt- nur bringt ihr euer Umfeld damit in eine Lage,in der sie gar nicht seon wollen.

              Oder meinst du,ich habe zu meinem Papa gesagt "Selbst schuld dass du jetzt so elendig krepierst- sieh zu wie du klarkommst?"

              Nein.
              Man steht hilflos daneben und tröstet.
              Und es ist schrecklich.

              So ist es übrigens bei allen Süchten.
              Egal was- aber bei jeder Sucht sind Co-Abhängige mitbetroffen.

              Und wenn ich besoffen gegen einen Baum knalle, auch dann leiden wieder Menschen darunter,die überhaupt nix dafür können,dass ich besoffen war.

              Aber wenn schon jemand mitbekommt, dass jmd evtl.dazu neigt betrunken Auto zu fahren, dann erwarte ich auch vom Umfeld,dass zu mindest versucht wird, den Schlüssel wegzunehmen...

              Und das ist das was ich letztlich auch nur versuche- "deb Schlüssel wegnehmen..."

              Nicht jeder Raucher wird schlimm krank und nicht jeder der alkoholisiert fährt,baut einen (schlimmen) Unfall.

              Aber es kann sein.

              Und als Angehöriger machtlos daneben stehen zu müssen, ist ein ganz mueses Gefühl.

              Übrigens:

              Im RL "missioniere" ich nicht, und ich liebe meine Familie, ob Raucher oder nicht.

              Was in mir,oder den anderen Angehörigen (wie zB meinen Nichten und Neffen...) passiert...naja...das sieht ja keiner.
              Die Rauchenden wissen es...aber das wars auch.

              Und ich verstehe jeden Raucher...aber das ändert doch nichts.

              Im Übrigen war auch Rauchen das Thema des Threads...und eben nicht Trinken etc.

              Eine gute Sucht gibt es nicht...die Dosis macht das Gift....und auch das weiß eig. jeder Raucher.

              Und ich kann damit leben dass ich euch nerve 😉

    Vorweg: ich bin militante Ex-Raucherin. Rauchen ist eine Sucht. Ich werde niemals eine Nichtraucherin sein, sondern immer eine Ex. Das ist im Kopf drin. Dieses Gift. So schädlich es auch ist, aber die angenehme Wirkung werde ich nie vergessen. Ich verstehe dich in teilen, die Entwöhnung ist hart. Aber machbar. Und vernünftig.

    Machen wir uns nichts vor: Rauchen ist widerlich, eklig, gesundheitsschädlich, verantwortlich für viele Krankheiten, verkürzt das Leben und vor allem: es schädigt Kinder.
    Ja, auch wenn du dir die Hände wäschst, schädigst du danach alleine durch Übertragung und Ausatmung dein Kind. https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/nach-dem-rauchen-haendewaschen-100.html

    Du hattest doch schon aufgehört, wieso zur Hölle hat du wieder angefangen? Weil es dich "entspannt"? Weil du "gerne rauchst"? Du bist erwachsen, kognitiv müsstest du das doch verarbeitet bekommen, dass man etwas so schädliches nicht "gerne" machen sollte und dass es sehr viel effektivere, unschädlichere und angenehmere Arten der Entspannung gibt, als sich unbedingt einen Lungentorpedo reinzupfeifen. Ja, auch 4 Zigaretten am Tag sind 4 zu viel.

    In unserem gesamten Umkreis raucht keiner mehr. Ich empfinde rauchende Mütter ehrlich gesagt immer als ein wenig "asi". Du hast Verantwortung, du hast ein Kind, alleine deswegen solltest du schon auf dich achten.

    Das hat auch nichts mit Dominanz deines Partners zu tun. Er stellt sich auch nicht an. Ich könnte mir auch niemals mehr einen rauchenden Partner vorstellen. Er hat vermutlich die Hoffnung, dich mit Druck von dieser Droge wegzubekommen und stellt es ungeschickt an. Du solltest dir wirklich Gedanken machen, wie du wieder ganz aufhören kannst. Das sollte sich für dich auch nicht als "nachgeben" oder "unterordnen" anfühlen sondern als etwas gutes, was du dir, deiner Familie und deiner Gesundheit schenkst. Auf lange Sicht sind auch 4 Zigaretten sehr schädlich. Und der Kampf darum erst recht. Setzt euch zusammen. Sprecht ehrlich. Rauchen ist eine Sucht. Wie kann er dir dabei helfen, davon loszukommen? Du musst das natürlich auch wollen, im Kopf muss es Klick machen. Vielleicht kann er dir abends eine Massage geben, wenn die Lust nach einer Zigarette kommt? Oder ihr macht einen schönen Spaziergang. Habt Sex. Alles, was dich gut fühlen lässt und die Lust auf die Zigarette vergehen lässt.

    Im Moment ist das Rauchen ein Kampf bei euch, du strickst an deiner seelischen Unabhängigkeit und nutzt das Rauchen als denkbar ungünstigsten Ort für deine Emanzipation von ihm. Ihr solltet von dem ungesunden domninieren weg kommen und eine ehrliche, liebevolle Partnerschaft als Ziel haben. Evtl ist Hilfe von Außen eine gute Idee dabei.

    • (15) 25.11.17 - 09:41

      Ich bin Nichtraucherin und ich finde u.a. auch rauchende Mütter ein wenig "asi" usw....aber dein Text, puuuh...sorry...."so" wird nicht ein Wort angenommen/ankommen....

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