Wie reagiert euer Umfeld auf ein Einzekind

    • (1) 26.11.17 - 10:43
      Fragestellung

      Guten Morgen,
      Wir waren schon sehr lange ein Paar als unser Kind geboren wurde.
      Gerechnet hat keiner damit, weil wir ja nicht verheiratet waren.
      Im Nachhinein war das wahrscheinlich auch der Grund warum wir nie gefragt wurden was mit Nachwuchs ist, sondern eher wann wir heiraten, mit dem Hinweis, wird doch Zeit.
      Mittlerweile haben unsere Familien akzeptiert dass wir nicht heiraten werden, dafür kam.insbesondere in den ersten Lebensjahren unserer Tochter immer die Frage nach Nummer zwei auf.
      Gerade nach zwei oder drei Jahren fand ich die Frage absurd, und mit dem Hinweis auf mein anstrengendes Klein bzw Trotzkind war dann auch meist Ruhe.
      Immerhin wachsen fast 40 Prozent der Kinder in Deutschland als Einzelkinder auf so dass das ja eine wirklich häufige Form der Familie ist.
      Ich habe nie darauf geantwortet, wenn wir nach Heiraten oder Familienplanung gefragt wurden.
      Mit der Zeit wurden die Fragen auch weniger ,aber meine Tochter wird jetzt schon mal bedauert ,dass sie keine Geschwister hat.
      Sie selbst hat nie nach Geschwistern gefragt und ist immer ganz erstaunt wenn sie mit solch Aussagen konfrontiert wird.
      Es ist doch anmaßend da ständig nach zu fragen.
      Meine Schwester hat gar kein Kind und nicht mal einen Mann.
      Und zwar völlig freiwillig.
      Die Fragesteller bewegen sich da doch auf dünnem Eis, denn es kann ja auch sein dass jemand keine Kinder bekommen kann oder darf aus gesundheitlichen Gründen.
      Wie reagiert ihr auf solche Fragen und an die Einzelkind Mütter:
      Warum wolltet ihr nur ein Kind?
      War das von Anfang an klar oder kam der Entschluss erst nachdem das erste Kind da war?

      • Ich hatte nach meinem Sohn eine Fehlgeburt und dann kam die Scheidung. Danach wurde ich chronisch krank. Erzähle ich jedem, der fragt, dann ist schnell Ruhe.

        Sag´ halt, du weißt es noch nicht. Irgendwas müssen die Leute ja reden...

        Anscheinend antwortest Du falsch, wenn gewisse Personen "ständig" danach fragen. Wer fragt denn immer wieder und was antwortest Du dann?

        Ich würde den Fragestellern generell keine böse Absicht unterstellen, so wie du scheinbar unterbewusst tust. Für viele Leute ist das eine harmlose Nachfrage. Ich muss sagen, da fühle ich sogar selbst etwas ertappt, weil ich den ein oder anderen Kollegen und Bekannten das gleiche gefragt habe. Es ist halt Neugier/Interesse und bei den meisten Familien ist ein 2. oder gar 3. Kind üblich.
        Für andere Menschen widerrum gehört das ständige Gefrage wohl irgendwie dazu und scheint ein Ausdruck ihrer Eingefahrenheit und vielleicht auch ihrer unterbewussten Wünsche zu sein. Zu letzterem gehört zum Beispiel auch meine Mutter, die mich seit ich 18 Jahre alt bin mindestens 1-2x im Jahr fragte, wann es denn Nachwuchs gibt. Nach 10 Jahren hat sie es mittlerweile etwas aufgegeben. Oder fragt nur noch alle 3 Jahre nach. :-D

        Wenn ihr nur 1 Kind wollte, ist das eure Entscheidung. Sage das doch klipp und klar, anstatt Nichts zu sagen.
        Nimm nicht alles so persönlich, sondern lerne über die unvollkommen Fragen Anderer hinwegsehen.

      • (5) 26.11.17 - 11:36

        Warum machst du dir Gedanken was andere denken? Die Leute reden immer! Ich habe drei Kinder, und sie fragen immer weiter! Wann das nächste kommt. Sag doch, dass ist euer Leben und gut ist!

        Meine Schwägerin hat nur ein Kind. Sie begründet es damit, dass sie selber leben will und Kinder anstrengend sind.
        Sie fragt aber kein Mensch. Und mich interessiert es auch nicht, warum es so ist. Leben und leben lassen.

        Hier fallen übrigens die Einzelkindeltern auf. Keine Ahnung wo die 40% mit nur einem sein sollen. Drei ist hier schon normal.

        • (6) 26.11.17 - 12:12

          Ich denke ,die Ein Kind Familien finden sich eher in den Ballungsräumen , wo Wohnraum knapp und teuer ist.
          Ich komme vom Land und lebe seit meiner Studienzeit in.einer Großstadt.
          Ich schätze die kulturelle Vielfalt und vor allem Infrastruktur hier.
          Auch die Kinderbetreuung ist hier besser mit dem Job zu vereinbaren, da die anachronistischen Öffnungszeiten von Kitas bis 16.00 hier nicht mehr so starr sind.
          Hier sind die Angebote schon wesentlich näher an die Berufswelt der Eltern angepasst.
          Außerdem haben mich die Jobaussichten auch überzeugt hier zu bleiben.
          Hier leben viele Singles und Paare ohne Kinder.
          In meinem Büro haben von 30 Kollegen gerade mal 10 Kinder und die alle nur eins.
          Alter und Geschlecht gemischt ab 30 aufwärts .

      Ich frage mich immer was hier einige so für Umfelder haben ;-)

      Mir hat noch nie jemand was gesagt, weil mein Kind ein Einzelkind ist und bleibt.

      Ständig haben die Leute irgendwelche Fragen. Und die meisten meinen das nicht mal böse.

      Bei mir fragten die meisten nach dem zweiten Kind, ob wir denn jetzt fertig wären, immerhin hatten wir ein Pärchen und ich war schon 35. Als ich dann meinte: mal sehen. Kamen zum Teil negative Kommentare. Aber für viele ist das einfach nur ein ganz normales Gesprächsthema.

      Ihr entscheidet ob, wann und wieviele Kinder ihr möchtet. Ihr müsst euch nämlich drum kümmern.

      Antworte entweder mit irgendwas unverfänglichem oder verkünde unmissverständlich deine Ansicht. Und dann ärger dich nicht mehr drüber. Man kann es nicht allen recht machen. 😊

      "Gerechnet hat keiner damit, weil wir ja nicht verheiratet waren."

      #rofl

      Was hast denn Du für komische Ansichten?

      Ich bin im Übrigen Einzelkind-Mama. Mein Sohn war gewünscht und noch mehr Kinder waren nicht gewollt - es sei denn, mein Mann bekommt sie #schein. Denn ICH mache diesen Scheiß ganz sicher nicht nochmal mit!

      Und das habe ich freundlichen Fragestellern auch genau so erklärt #cool. Dann war meistens Ruhe ;-) - wer danach noch Gründe für mehr Kinder hat, war echt meine Zeit nicht wert #zitter.

      Viele Grüße
      monkiwi

      „Immerhin wachsen fast 40 Prozent der Kinder in Deutschland als Einzelkinder auf“

      In Deutschland Gibt es leider zunehmend Unmengen an ich-bezogenen Einzelgängern... eins der Gründe ist, dass viele Kinder als Einzelkinder aufwachsen... leider

      K

      Ps. Ich habe auch ein Einzelkind. Mein Exmann wollte keine mehr, dann kam die Scheidung und dann war die Zeit um... ausgesucht hätte ich es mir anderes

      • (11) 26.11.17 - 13:37

        <<< In Deutschland Gibt es leider zunehmend Unmengen an ich-bezogenen Einzelgängern... eins der Gründe ist, dass viele Kinder als Einzelkinder aufwachsen... leider <<<


        Also DAS bezweifel ich sehr stark...es ist mit eine Erziehungssache.
        Letztlich, finde ich, Kinder mit Geschwistern oft, wenn sie älter werden, als sehr ich-bezogen und sich da schon als das Wort Gottes sehen...leider

        (12) 26.11.17 - 13:42

        "In Deutschland Gibt es leider zunehmend Unmengen an ich-bezogenen Einzelgängern... eins der Gründe ist, dass viele Kinder als Einzelkinder aufwachsen... leider "

        So ein Quark!

        Da schreibst Du aber Blödsinn - ich kenne viel mehr Einzelkinder, die umgänglich sind, als Kinder mit Geschwistern, die oft anstrengend und ich-bezogen sind.

        Also anders rum. Es wird wohl eine Erziehungssache sein.

        • (14) 26.11.17 - 15:36

          Ich habe es hier im Forum schon mal geschrieben - ich habe Kinder mit Geschwistern sehr viel öfter als (Vor)Drängler, sofortige "Ich will aber auch!"-Plärrer und größere "Futterneider" erlebt als Einzelkinder. Als ob das Leben mit Geschwistern bei diesen Kinder eingepflanzt hat, dass man immer und überall und ständig mit anderen um den besten Platz am Futtertrog (bildlich gesprochen für Essen, Spielzeug, bei Spielen drankommen) streiten muss.

          Sicher, ist wie alles auch Erziehungssache, aber dennoch...

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