Was ist besser für ein Kind

    • (1) 28.11.17 - 13:33
      armekinder

      Mein noch Ehemann hat aus früherer
      Beziehung eine Tochter 11 Jahre alt. wir haben auch eine Tochter, eineinhalb Jahre alt. Wir sind seit knapp einem Jahr getrennt.
      Jetzt kam raus dass er schon bei seiner neuen Partnerin wohnt und sie bekommt im Februar ein Kind.
      Die Ehe war nicht gut, es gab Alkohol und Gewalt Probleme. Trotzdem war ich immer dafür dass er Umgang mit unserer Tochter hat.
      Jetzt frage ich mich warum er noch ein Kind in die Welt setzt. Er verdient auch nicht so viel.

      Trotz allem habe ich auch immer geglaubt dass er mich geliebt hat. Jetzt frage ich mich ob das wirklich gestimmt hat.
      Und ich frage mich was ist besser für unser Kind, Kontakt zum Vater aufrecht erhalten? Oder einfach ganz weit weg ziehen und einen Neuanfang machen...
      Was wird meine Tochter später mal denken? Wenn sie versteht dass ihr Vater gleich noch mal ein Kind bekommen hat.
      Mich macht es sehr traurig .Mir kommt jetzt unser Kind so austauschbar vor so als wäre es nichts Besonderes für ihn gewesen weil er gleich noch ein Kind in die Welt setzt.
      Ich würde am liebsten ins Ausland gehen und komplett neu anfangen. Aber ich will natürlich das Beste für meine Tochter, wenn es das Beste für sie ist Kontakt zum Vater zu halten dann will ich das natürlich unterstützen.

      Aber ich habe meine Zweifel. 3 Kinder von 3 Frauen, was wird mein Kind von seinem Vater denken. Oder denken Kinder nicht so weit . aber in der Pubertät vielleicht? wer hat hier Erfahrungen
      Und vielleicht kommt ja auch irgendwann ein viertes Kind von einer vierten Frau...

      Bin sehr ratlos

      • Habt ihr geteiltes Sorgerecht? Dann kannst Du ohne die Erlaubnis Deines Mannes nirgendwo hin - das solltest Du zuerst klären.

        Und ansonsten... Frauen bekommen oft genug ein Kind, um den Mann an sich zu binden - umgekehrt gehts halt auch.

        (3) 28.11.17 - 13:52

        Ich kann deine verletztheit gut verstehen. Du bist aber als Mama schon dazu verpflichtet die Beziehung zum Vater zu fördern.

        Lass deine Tochter das später selbst entscheiden, rede nie schlecht über ihn in ihrer Anwesenheit, das finde ich alles sehr wichtig.

        Sie wird das irgendwann schon alles selbst checken und sich ihre eigene Meinung bilden.

        Den Kontakt unterbinden würde ich auf keinen Fall! Ob Dir seine Lebensweise passt oder nicht (würde mir auch nicht passen) ist er ihr Papa und der ist einfach wichtig in ihrem Leben und für ihre Entwicklung.

        Deine wut kann ich aber gut nachvollziehen.

        Hallo,
        worum geht es akut wirklich? Um deine verletzten Gefühle, weil er dich so schnell "ausgetauscht" hat, bzw. sich so schnell ein "neues" Kind zulegt?

        Ich sag mal so: Ich persönlich habe über solche Menschen, die drei Kinder oder mehr mit verschiedenen Partnern bekommen eine ganz eigene (meist nicht allzu gute) Meinung. Was deine Tochter in einigen Jahren davon halten wird, kann dir momentan wahrscheinlich niemand sagen. Es kann passieren, daß sie irgendwann ganz alleine merkt, daß der Vater ein "Fehlgriff" war, aber es kann genauso gut passieren, daß sie ihm in nichts nachsteht.

        Wenn du ihr nun den Vater vorbehältst wird sie irgendwann Fragen stellen, irgendwann mehr wissen wollen, vielleicht will sie ihn irgendwann auch wieder kennenlernen... Ob und wie du das dann verhindern möchtest, vor allem, wie du dann in ihren Augen dastehst - keine Ahnung!

        Seinetwegen nun ganz weit weg ziehen, woanders neu anfangen? Da solltest du dir die Frage stellen, ob du dich weiterhin von ihm so beeinflussen lassen willst. Dafür sollte er nämlich nicht die Fäden bei dir steuern.

        Am besten wird sein, du versucht ihn so schnell wie möglich als Fehlgriff abzuhaken und richtest den Blick nach vorne. Mach für dich und dein Kind das Beste draus. Diesen Vater wird es immer irgendwo geben, er wird Thema sein und bleiben. Nimm ihn in die Verantwortung soweit dies deinem Kind zusteht und lass deinem Kind die Möglichkeit offen, Kontakt zu ihm aufrecht zu erhalten.
        LG

      • (5) 28.11.17 - 14:02

        Sofern es ein gemeinsames Sorgerecht gibt, kannst du nicht eigenmächtig die Entscheidung über einen Kontaktabbruch durch Wegzug treffen.

        Unabhängig davon ist das Kind bereits 11 Jahre alt und es scheint ja Umgang zu geben. Was das noch nicht mal geborene weitere Kind damit zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Ich habe den Eindruck, dass du aus deiner persönlichen Enttäuschung heraus - du schreibst ja selbst, dass du jetzt erst daran zweifelst, ob er dich jemals geliebt hat und nun sogar ans Auswandern denkst - nun auf die Idee kommst, den Vater aus dem Leben des Kindes zu verbannen.

        Über dein Kind schreibst du gar nichts. Aus dem vertrauten Umfeld herausgerissen zu werden, Freunde und Familie zu verlieren ist für die Tochter doch sicher schwieriger zu verdauen als die Geburt einer Stiefgeschwisterchens.

        Auch diese Überlegungen, was sich das Kind dabei denken soll "weil ihr Vater gleich noch ein Kind bekommt" und er "3 Kinder von 3 Frauen" hat, machen doch gar keine Sinn. Es ist immer noch derselbe Vater und du dieselbe Mutter. Ob er ein viertes Kind bekommt, weißt du nicht, das ist doch reine Spekulation. Du könntest dich ebenso fragen, was sie denken soll, weil die Mutter eine Beziehung mit Alkohol und Gewalt geführt hat mit einem, der schon ein Kind aus einer anderen Beziehung hatte, denn wenn er eines mit dir hat, eines mit der neuen Partnerin, muss ja schon eines vorher da gewesen sein. Das ist alles müßig.

        Eine für das Kind so weitreichende Entscheidung über einen Neuanfang im Ausland sollte jedenfalls nicht aus Fluchtgedanken heraus entstehen, sondern - gerade auch für das Kind - eine echte Perspektive bieten. Dein Beitrag liest sich, als würdest du einfach weg wollen. Dafür habe ich ja Verständnis, aber wenn es wirklich um das Kind geht, müssen andere Überlegungen im Vordergrund stehen.

        • (6) 28.11.17 - 14:08

          Entschuldigung, ich habe nicht aufgepasst: das Kind aus der ersten Beziehung ist 11 Jahre alt, das aus deiner Beziehung ja gerade nicht.

          Das ändert natürlich insoweit etwas, dass der Neustart im Ausland das Kind anders trifft als bei einer 11-jährigen, die aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen wird.

          Ansonsten ändert sich aber nichts: Wegen des gemeinsamen Sorgerechts wird das sowieso nicht ohne Zustimmung funktionieren und die Motivation für die Auswanderung scheint im Davonlaufen zu liegen.

          • (7) 28.11.17 - 14:23

            Davonlaufen will ich gar nicht, ich habe mich nur gefragt ob es mein Kind auch mal so traurig machen wird wie mich. Und ob ich sie davor schützen soll oder ob Kinder garnicht so denken wie man selbst denkt.
            Ich habe die Ehe ja beendet sobald die Probleme so schlimm waren dass man sehen konnte dass das nicht mehr besser wird. Am Anfang habe ich von dem Alkoholproblem und den Gewaltproblem ja überhaupt nichts gewusst und ich habe den Umgang nach der Trennung ja immer gefördert.

            Ich habe mich nur gefragt ob man sich als Kind irgendwann fragt warum hat mein Papa eine neue Familie und ist nicht mehr bei mir...

            • (8) 28.11.17 - 14:53

              ----Ich habe mich nur gefragt ob man sich als Kind irgendwann fragt warum hat mein Papa eine neue Familie und ist nicht mehr bei mir...--

              Ihr seid getrennt. Dachtest Du echt, dass er für immer alleine bleiben wird, und nie wieder ein Kind bekommt?
              Die Frage kann sich Dein Kind doch immer stellen, ob er jetzt eine neue Familie hat oder irgendwann in ein paar Jahren.

              Wenn Dein Kind glücklich aufwächst, wird es sich die Frage vielleicht niemals stellen.

              • (9) 28.11.17 - 15:45

                Ja ich dachte wirklich dass er keine weiteren Kinder mehr bekommen wird weil er schon zwei hat von zwei verschiedenen Frauen und auch nicht viel Geld verdient.

                • Naja. Nach der Trennung bleibt er immer ohne seine Kinder zurück. Vielleicht steckt da einfach auch die Hoffnung drin, dass er mal eins aufwachsen erleben kann - nicht nur am Wochenende.

                  LG

                  • (11) 29.11.17 - 06:10

                    Das verrückte ist ja dass er alle Kinder hätte aufwachsen sehen können. Seine erste Beziehung und unsere Ehe das hätte ja halten können. Aber er hat es selbst kaputt gemacht. Vielleicht macht er seine neue Beziehung auch irgendwann kaputt. Und deshalb tun mir die Kinder so leid. Und unsere Tochter sieht er auch unter der Woche So oft er möchte.

            "Ich habe mich nur gefragt ob man sich als Kind irgendwann fragt warum hat mein Papa eine neue Familie und ist nicht mehr bei mir..."


            Hast du die gleichen Sorgen gehabt bezüglich seines ersten Kindes? Anscheinend nicht, sonst hättest du kein Kind mit ihm bekommen.

            Es gab und gibt Tage da hasse ich meinen Ex-Mann wie die Pest und wünsche ihm Sachen, die ich hier nicht mal schreiben will....ABER das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass er immer der Papa ist und bleibt! Es geht also überhaupt nicht darum, ob du ihn menschlich grauenhaft findest inzwischen! Wichtig ist wie er sich um eurer Kind kümmert und alles weitere hat dich auch nicht zu kümmern. Projiziere bitte nicht deine Gefühle auf eurer Kind, denn Kinder brauchen beide Elternteile.

            • (13) 29.11.17 - 06:08

              Klar haben wir auch darüber nachgedacht wie es für seine große Tochter ist wenn wir ein Kind bekommen. Aber es ist noch mal was anderes ob dass das eigene Kind ist oder ein fremdes Kind. Bei meinem eigenen Kind mache ich mir natürlich noch mehr Sorgen. Aber ganz ehrlich mache ich mir jetzt um seine große Tochter noch mehr Sorgen als um meine Tochter. Was wird das wohl für sich sein wenn der Papa jetzt auf einmal noch ein zweites Baby bekommt. Sie tut mir wirklich noch mehr Leid als meine Tochter.

              Ich hasse meinen noch Ehemann überhaupt nicht. Wir haben uns wirklich gut verstanden und den Umgang super geregelt und es gibt auch keinen Streit.
              Ich finde es nur so traurig wie beliebig und austauschbar alles ist und dass es überhaupt nichts Besonderes war dass wir verheiratet waren und ein Kind bekommen haben. Im Nachhinein war es überhaupt nichts besonderes. Für mich war es aber eigentlich schon etwas Besonderes und nun sehe ich wie austauschbar alles ist.

Top Diskussionen anzeigen