Kindwunsch begraben

    • (1) 28.11.17 - 23:54
      Ja oder nein

      Ich bin in einer Zwickmühle. Habe ein Kind aus 1. Beziehung, lebe seit ca. 7 Jahren alleine mit Kind und habe seit dem die ein oder anderen Männer kennengelernt, gedadet, mit einigen auch auch kurze oder längere Beziehungsversuche gestartet und stetig den Wunsch gehabt: "den einen" zu finden und noch 1 weiteres Kind oder weitere Kinder zu bekommen. Die Schwangerschaft damals war unkompliziert, ich fand es traumhaft schön und hab es total genossen Mama zu sein. Bin total vernarrt in Kinder, ganz vorn nat.mein eigenes 😍... kurzum: ich wollte mindestens noch 1 weiteres. Nun sieht es so aus: mir bleiben höchstens noch wenige Jahre, dann ist die Sache aus biologischer Sicht für mich "gegessen". Habe vor 2 Jahren meinen jetzigen Partner gelernt (wohnen nicht zusammen), bei dem ich mich extrem wohl fühle. Mein Herz ist bei ihm, wenn ihr versteht was ich meine (bin da kein Mensch der großen Worte ;)). Ich fühle eine Übereinstimmung in nahezu allen Dingen, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe. Es könnte zu schön sein, wäre er nicht unfruchtbar, was er mir seit dem Beginn unserer Beziehung offen mitgeteilt hatte. Vorab: Wir beide haben arge Bedenken, was künstliche Befruchtungen betrifft (er wahrs.noch mehr als ich). Ich habe die ganze Zeit auf ein Wunder gehofft (soll es ja geben), was nicht eingetroffen ist. D.h.künstliche Befruchtung scheidet aus. Wenn überhaupt, könnte ich mir eine Samenspende aus dem Bekanntenkreis vorstellen. Habe aber nie mit ihm darüber gesprochen. Er weiß auch nichts von meiner Zwickmühle, da ich das mit mir ausmachen will/muss.
      Ich habe Angst, dass ich es in wenigen Jahren, wenn der Zug bei mir biologisch abgefahren ist, bereue, für ihn verzichtet zu haben. Es klingt total böse, ich weiß, und ich weiß auch dass ich hier gerade seine Gefühle bzgl seiner Unfruchtbarkeit außen vor lasse.
      Muss dazu sagen, ich führe ein gutes Leben (tolles Kind/Familie, guter Freundeskreis, guter Job) und bin voll ausgelastet. Ich kann mich auch nicht deswegen von meinem Partner trennen, merke aber dass ich manchmal trennungsgründe/Probleme suche. Denn trotz dass ich es im Moment im Kopf "entschieden" habe, eins bleibt und kommt immer wieder hoch: Die Sehnsucht nach einem weiteren Kind/Kindern und v.a.die Angst, es, durch welche Situation auch immer, bitterlich zu bereuen, wenn es endgültig zu spät ist.
      Was würdet ihr tun bzw.war schonmal jemand in einer vergleichbaren Situation? Welchen Traum habt ihr aufgegeben/wofür habt ihr euch entscheiden?

      • Du kannst Dir bei einem absolut zeugungsunfähigen Partner vorstellen, mit einer Samenspende aus dem Bekanntenkreis (!!!!!) schwanger zu werden, redest aber nicht mit Deinem Partner? Hui!

        Redet. In Ruhe. Lange. Ausführlich.

        Hallo,

        ich schließe mich an...redet. Und niemals eine Samenspende aus dem Bekanntenkreis, sondern von der Samenbank, wenn Dein Partner mitzieht.

        LG
        Mistel

        Und wieder so ein Fall, den ich nicht nachvollziehen kann. Warum in aller Welt denkst du überhaupt über ein Kind mit einem Mann nach, mit dem du nicht einmal zusammenwohnst?

        Ich würde ja sogar noch heiraten wollen, aber das habe ich ja schon kapiert, dass ich einer anderen Generation angehöre.

        Ich wollte auch immer ein 2. Kind, das hat aus unterschiedlichen Gründen aber nicht geklappt. Habe mir dann einen Hund gekauft, seitdem ist die Sehnsucht weg. Schläft sogar von Anfang an durch und frisst selber ;-)

      "da ich das mit mir ausmachen will/muss"

      da ist aus meiner Sicht der Hund begraben: entweder seid ihr ein Paar, ein Team und ihr findet gemeinsam (möglicherweise durch viele Gespräche über einen längeren Zeitraum) eine Lösung - oder du machst gleich, was du willst und das mit großer Wahrscheinlichkeit ohne ihn... oder mit ihm als Freund +

      Zieh Deinen "Traum" ruhig durch. Wenn der Mensch keine Probleme hat, macht er sich welche.
      Kind von einem Bekannten; die Begründungsstory für Dein armes Kind wird abenteuerlich. Was Dein Partner dazu meint - ist für Dich zweitrangig....bzw. suchst Du schon Trennungsgründe, er ist Dir offenbar eh nicht wichtig. Also knallhart, Du suchst eigentlich nur einen Samenspender, wozu dann das ganze Hin und Her und Alibisuche? Zieh los und geh mit einem Dir genehmen Typen ins Nest, fertig. Familie sieht für mich anders aus und Selbstverwirklichung auf Teufel komm raus finde ich ätzend und rücksichtslos, aber das ist ja egal. Kinderwunsch entschuldigt ja offenbar alles. LG Moni

      • Heute bist du aber streng Moni!😉

        (11) 30.11.17 - 15:01

        Du liest aber auch nur das was du lesen willst. Für wie einfältig hältst du mich? Du provozierst in einem RTL-Niveau und reagierst ja fast so als hätte ich dich persönlich angegriffen. Ich frag mich bei manchen Beiträgen hier bei urbia manchmal, ob die Leute mit Ihrem direkten Umfeld Auge-in-Auge auch so kommunizieren. Hier in der Dunkelheit und der Sicherheit des Internets kommt dann das wahre Ich zum Vorschein.
        Wäre mein Verstand so schlicht, wie du hier schreibst, hätte ich längst mit dem Nächstbesten ein Kind bekommen, du musst schon richtig lesen und nicht den Text mit einer Schablone so "interpretieren", dass du endlich mal richtig lospoltern kannst. Dein Kommentar ist von vorn bis hinten eine Anmaßung und Unterstellung.

    Warum scheidet denn eine künstliche Befruchtung aus?

    (13) 29.11.17 - 09:45

    Hallo,

    die Frage ist ja, wäre künstl. Befruchtung generell möglich oder ist dein Partner komplett unfruchtbar?

    Lasst euch doch mal in der KIWU-Klinik beraten was überhaupt möglich ist. Entscheiden könnt ihr euch dann immer noch.

    Und schlag dir bitte die Samenspende aus dem Bekanntenkreis bitte komplett aus dem Kopf. Was soll der Quatsch denn???

    Kämen denn auch Adoption oder Pflegekinder in Frage?

    LG

    • (14) 30.11.17 - 15:15

      Hallo, so genau bin ich darüber nicht informiert. Ich bzw wir beide finden künstliche Befruchtungen befremdlich, eben weil es absolut künstlich und man "der Natur" so gewaltig ins Handwerk pfuscht. Aber ich verurteile nmd., der das tut.
      Die Idee mit der Samenspende deshalb, weil ich einige Pärchen im Freundeskreis habe die das gemacht haben und es wunderbar funktioniert. Das setzt aber viel Reife und Reflektiertheit bei allen Beteiligten voraus. Ich finde klassische Samenbanken schwierig-man zeugt ein Kind mit einem komplett fremden Menschen, den das Kind mglw nie zu Gesicht bekommt... Aber zum Thema "aus dem Bekanntenkreis": Das sind lediglich meine unausgegorenen Gedanken dazu und ich glaub auch, dass ich es letztendlich nicht könnte und ohnehin die Gefühle meines Partners bei der Sache erstmal noch komplett außen vorgelassen sind. Das ist ja letztendlich entscheidend. Adoption wäre eine Überlegung wert, aber das ist schwierig soweit ich weiß. Wir wahrs schon zu alt...

      • (15) 30.11.17 - 15:27

        hallo,
        ich selbst kann mir das so schwer vorstellen, dass das wirklich gut geht - aber macht ja nichts. Wie handhaben das denn die Bekannten, wer zahlt Unterhalt, wird den Kinder gesagt, wer der leibliche Vater ist? Werden die Kinder dann vom leiblichen Vater beim Erbe bedacht, bzw. können einen Pflichtteil einklagen? ...

        Zum Rumpfuschen: allein was wir grundsätzlich in der Natur rumpfuschen, wie viel Gifte wir zu uns nehmen, wie viele von uns erkranken, weil wir zu sehr belastet sind - vielleicht hat das ja auch Konsequenzen auf die Unfruchtbarkeit...
        Ich finde es dennoch gut, wenn man für sich überprüft, was für einen stimmig ist und nicht einfach dem Mainstream folgt, weil wir technisch heute so weit sind, dass es machbar ist.
        Am Ende entscheidet dennoch die Natur, ob es klappt oder nicht.

        Adoption finde ich, ist noch mal ein ganz anderes Kapitel, weil man dann nicht nur sich um fremde Gene kümmert, sondern die Traumen, Belastungen (Drogen, Alkohol) der Mutter während der Schwangerschaft ein Lebenlang zu spüren bekommt. Das kann gut gehen, kann aber auch sehr anstrengend werden. Das sollte man vorab wissen.

        Wenn du so klar weißt, dass du Kinder haben möchtest: sag es ihm und dann lässt du es drauf ankommen... vielleicht macht er mit oder auch nicht...
        lg

(16) 29.11.17 - 10:02

Das muss irgend ein biologisches Reproduktionsprogramm sein, das spätestens ab 34 zu laufen beginnt und aus gestandenen Frauen umzufriedene Hormonmonster macht.

Wie heisst es doch so schön: Wenn dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.

Du bist voll ausgelastet und dein Leben läuft offenbar rund. Und du willst ein Kind, so sehr, dass du dir eine Samenspende im Bekanntenkreis vorstellen kannst und du zumindest schon gedanklich anfängst, dein eigenes Leben zu sabotieren. Stell dir ernsthaft die Frage: Ob ein Baby die Sache wert ist. Wenn du immer noch mit ja antwortest, dann sprich mit dem Mann und überlegt gemeinsam, wie die Zukunft aussieht. Nur sei dir klar, dass eineFruchtbarkeitsbehandlung und/oder Samenspende kein Spaziergang ist und schon so manche Ehe in den Ruin getrieben hat.

lg thyme

  • (17) 30.11.17 - 15:22

    Dein 1.absatz mag stimmen ;). Du bringst es auf den Punkt: Ich befinde mich bei den Überlegungen, ob es das wirklich wert ist. Er ist mir sehr wichtig. Vllt verliert sich ja mein Kinderwunsch irgendwann, das hoffe ich.
    Danke für deine Antwort!

(18) 29.11.17 - 13:07

Also ich weiss auch nicht aber du klingst sehr merkwürdig.

Kein künstliche befruchtung machen lassen wollen aber jemanden ausm bekanntenkreis #augen #augen

Ich sage dir was du suchst: einen samenspender ABER nicht in deinem Freund.
Du willst doch gar kein Kind mit ihm! Was anderes kann ich mir nicht vorstellen.

Und warum machst du das mit dir allein aus und nicht mit deinem Partner?

Das macht alles so gar keinen sinn was du schreibst.

(20) 29.11.17 - 15:11

Was hat man denn für Bedenken wegen einer künstlichen Befruchtung, außer dass man sich es finanziell nicht leisten kann?
Ist er denn komplett unfruchtbar, also keine Spermien im Hoden oder sind die selbigen nur lahm?

Ich hatte auch einen tollen Mann, der wollte aber keine Kinder, also hab ich mich im Ausland mit Spendersperma künstlich befruchten lassen. Alles offen ehrlich ihm gegenüber kommuniziert und ihm die Entscheidung überlassen.
Er hat sich nicht getrennt und mittlerweile haben wir auch ein gemeinsames Kind. Er liebt beide Kinder abgöttisch.
So kann es auch gehen.

  • (21) 30.11.17 - 15:31

    Wie oben schon geschrieben: Es ist eben künstlich hervorgebracht (Spermium in Gebärmutter oder Eizelle, wo es sonst niemals von allein hingekommen wäre). Das schreckt mich ab, ja. Ob er überhaupt Spermien hat, weiß ich nicht. Glaube aber schon, es ist wohl nur sehr unwahrscheinlich auf normalem Weg.
    Aber freut mich, dass sich alles zum Guten gewendet hat bei dir. Alles Gute!

was er mir seit dem Beginn unserer Beziehung offen mitgeteilt hatte

Warum hast Du es damals dann nicht gleich beendet?

Jetzt, wo es so gut läuft, gute Männer wachsen auch nicht auf Bäumen.

  • (23) 30.11.17 - 15:30

    vermutlich wusste sie damals nicht, dass solche Gefühle und Wünsche aufkommen werden#aha

    (24) 30.11.17 - 15:35

    Ging einfach nicht, weil er einfach ein klasse Typ ist ;). Ja, hast recht, solche findet man nicht an jeder Ecke. Hab davor schließlich jahrelang herumgedoktert. Verflixt aber auch, da findet man DEN Mann... ;)

Hallo,
ich kann Deinen Wunsch gut verstehen. Auch ich hatte immer den Wunsch nach einem 2. Kind - konnte aber keine eigenen mehr bekommen (aufgrund Geburtskomplikationen beim 1. Kind). Daher kenne ich Deine Gedankengänge nur zu gut... Der Wunsch läßt sich erst mal rational nicht abschalten.
Ich war auch lange Zeit alleinerziehend. In meinem Kopf schwirrten trotzdem immer noch die Gedanken "Adoption", "Pflegekind" oder "Leihmutter" herum. Dass es als Alleinerziehende natürlich Quatsch ist, neben Job, Kind und Haushalt noch an die Aufnahme eines weiteren Kindes zu denken, wusste ich auch.
Inzwischen bin ich Ü40 und habe Frieden geschlossen mit meinem Leben. Ich bin total dankbar für meinen tollen Sohn und habe inzwischen auch wieder einen Partner. Manche Dinge sind halt wie sie sind, je mehr man dagegen ankämpft, umso unglücklicher wird man.
Vielleicht würde ein 2. Kind gar nicht die Erfüllung Deiner Träume sein? Du weißt nicht, wie sich Deine Partnerschaft entwickelt, wie Dein jetziges Kind auf ein zweites reagieren würde. Vielleicht ist es viel schöner, die jetzige Situation mit Dankbarkeit zu betrachten, als ständig traurig auf das zu schielen, was man nicht hat.
LG
kery

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