Verhältnis zu Halbgeschwister

    • (1) 01.12.17 - 18:42
      armekinder

      Vor ein paar Tagen habe ich hier schon mal geschrieben, mein noch Ehemann bekommt bald das dritte Kind von der dritten Frau. Ich bin die mit dem zweiten Kind. Zwischen zweiten und dritten Kind ist dann ein Unterschied von ca 1,5 Jahre vom Alter.

      Es gibt keinen Streit zwischen uns und der Umgang klappt gut und er sieht unsere Tochter meistens unter der Woche weil er das so will.
      Wie wird das für die Kinder. Wer hat denn selbst Halbgeschwister?
      Was fandet ihr gut was fandet ihr schlecht an den Eltern. Soll man es fördern dass die Geschwister sich oft sehen oder ist es nur eine Sache von meinem Ex sich darum zu kümmern. Was ist mit Geburtstage von den Kindern usw

      Wer hat selbst Halbgeschwister, habt ihr noch Kontakt mögt ihr euch?

      • Ich habe eine Halbschwester, die ist allerdings 8 Jahre älter als ich.

        Wir haben gar keinen Kontakt. Als Kinder unregelmäßig bei den besuchen, aber die wurden auch eingestellt. Soweit ich mich an diese Zeit erinnere mochte ich sie schon.

        Der Kontakt von meinen Vater zur ex war aber auch sehr sehr schlecht. Es lief vieles und wurde wohl auch gehetzt...tya im Prinzip würde ich sie wohl heute auf der Straße nicht mal erkennen.

        Manchmal finde ich es schade...aber ich bin als Einzelkind ausgewachsen und vermisse auch nichts.

        Ich hab zwei Halbgeschwister und ich habe keinen Kontakt mehr zu ihnen. Kann man aber nicht mit eurer Situation vergleichen, da sie fast 20 Jahre älter als ich sind und im Ausland leben.

        Meine Kinder haben einen Halbbruder. Die lieben sich. Meine Kinder vergöttern ihn und er sie. Er ist auch 10 Jahre älter, aber ich beziehe ihn so oft wie möglich ein und das von Anfang an. Klar, jetzt ist er in der Pubertät und hat nicht mehr so viel Zeit, aber wenn er da ist, geht er ganz toll mit seinen Brüdern um.

        Wenn man nicht ständig in Kontakt bleibt, baut man, meiner Meinung nach, keine Bindung auf und der Kontakt bricht dann ab, wenn sie älter sind.

        Ich denke, dass Halbgeschwister genauso eine Bereicherung sind, wie „vollgeschwister“, aber man muss mehr „machen“, um die Bindung entstehen zu lassen und das hat bei euch nur der Papa in der Hand.

        Wie ist denn der Kontakt deines Kindes zum ersten Kind des Vaters?

        Guten Abend,

        meine Tochter ist 2 Jahre alt und ihre Halbgeschwister die beide von der gleichen Frau stammen sind 3 und 5 Jahre alt.

        Die Beziehung zu dem Vater meiner Tochter ist bereits während meiner Schwangerschaft zerbrochen.
        Seine ex Frau hat zu dem Zeitpunkt als ich die ss feststellte gerade erst wenige Wochen das 2 Kind entbunden.

        Die Mutter der Halbgeschwister kannte ich vor meiner ss nicht persöhnlich aber als klar war, dass ich ein Kind bekomme hatte ich sofort den Gedanken wir Erwachsene sollten uns erwachsen Verhalten und zu den Verhältnissen offen stehen.

        Bereits während meiner Schwangerschaft habe ich also angefangen mich mit der Ex Frau und ihren Kindern zu treffen. Sie bekamen also alles von Anfang an mit und begrüßten ihr Geschwisterchen (meine Tochter) auch schon im Krankenhaus. Mittlerweile ist das schon 2 Jahre her wir sehen uns regelmäßig, die Kinder haben sowohl schon alle 3 mal bei uns als auch bei der Mama der 2 andern kids geschlafen. Sie lieben sich und ich habe es nie bereut den schwereren Weg gegangen zu sein. Ganz klar ist es der schwerere Weg, denn um dieses Verhältniss so zu schaffen muss man zwischenmenschlich viel leisten. Wir haben sehr sehr viel miteinander gesprochen über unsere Wünsche für die Kinder aber auch verletzte Gefühle, geplatzte Träume von uns..usw.

        Naja mittlerweile leben wir beide (Mamas) in neuen Partnerschaften. Wir erwachsenen sind aber durchaus echte Freunde geworden und die Kinder profitieren absolut davon. Die Eltern des Vaters dieser 3 Kinder sind Oma und Opa für alle drei und daher gehen sie auch oft zu 3 zu Ihnen. Es kommt auch vor das wir 2 Mamas mit den 3 Kids zusammen zu den Eltern unseres Ex fahren und dort den Nachmittag verbringen.. irgendwie sind wir durch die Kinder eine Familie geworden.

        Mein Fazit: Wenn du auf kooperative Ex Frauen triffst, ist es ein Versuch Wert!

        Liebe Grüße von einer Gleichgesinnten :)

        • (5) 01.12.17 - 20:55

          Super vernünftig und toll, wie Ihr das geschafft habt.

          Ich glaube, das ist was ganz besonderes, was Ihr da habt! Das rührt miich direkt ein bischen....

          Leute mit so einer Einstellung dürfte es ruhig ein paar mehr geben, dann wäre die Welt freundlicher!

          Alles Gute Euch!

          mare88

          Was für eine tolle Geschichte!

        • (7) 03.12.17 - 19:01

          Die große ist schon 11 und hat sich noch nicht interessiert für unser Kind bzw waren wir schon so gut wie getrennt bei der Geburt.
          Mit der neuen lebt er zusammen und da kommt eben das neue Baby.
          Kann mir gut vorstellen dass mit der neuen es irgendwann auch vorbei ist weil wie kann ein Mensch sich um 180 Grad ändern das kann ja nicht sein. Irgendwann kommt auch da Gewalt und fremdgehen.

          Habe mir überlegt dass ich lieber dabei sein will wenn die Geschwister sich treffen um mein Kind zu beschützen wenn irgendwas passiert.

      (8) 02.12.17 - 04:45

      Ich habe 5 Halbgeschwister aus unterschiedlichen Konstellationen. 2 sind von meiner Mutter und sind mit mir im Haushalt ganz normal wie Geschwister aufgewachsen.

      1 ältere Halbschwester väterlicherseits habe ich, da besteht allerdings kein Kontakt. Zwei jüngere Geschwister väterlicherseits, die bei meinem Vater aufgewachsen sind.

      Urlaub bei meinem Vater verlief so, dass ich bei meinen dort im Haus wohnenden Großeltern schlief und mit ihnen die Zeit verbrachte. Meinen Vater sah ich nur so am Rande im Vorbeilaufen quasi. Dementsprechend eifersüchtig war ich auf dieses kleine Mädchen, das sort leben durfte und auf dem Hof zuhause war, ständig bei mir mitspielen sollte und überhaupt einfach nur nervig war.

      Als ich 6 war, stellte meine Mutter nach einem Unterhaltsstreit meinen Umgang mit Vater und Großeltern ein und es hat auch nie mehr jemand von dort nach mir gefragt. Als ich älter wurde, suchte ich den Kontakt und begann mit meinem Vater Briefe auszutauschen. Später als junge Erwachsene besuchte ich ihn 2-3 mal. Meine Geschwister kamen mir nett vor, aber wirklicher Kontakt ist nicht entstanden. Bin mit beiden auf Facebook befreundet und sie liken gelegentlich die Bilder meiner Kinder. Meine Schwester wollte ich einmal besuchen fahren. Sie sagte mir kurz vorher ab, weil es ihr psychisch nicht gut ging. Ich sagte ihr damals, dass der nächste Schritt zum Kontakt dann aber von ihr kommen müsste, da ich den Weg vermutlich nicht nochmal gehen würde. Kam aber nie mehr was.

      (9) 02.12.17 - 11:33
      Halbgeschwister8

      Hallo ich habe theoretisch 8 Halbgeschwister. Warum nur theoretisch? Weil ich mit Zweien davon aufgewachsen bin und ich sie als ganz normale Geschwister sehe und trotz über 12 Jahren Unterschied sie meine Familie sind und wir alle eine sehr enge Bindung haben. Bei den Anderen habe ich mit denen die durften (Ex-Frauen können leider Hexen sein) engen Kontakt und wir besuchen uns gerne und oft, obwohl ich sie erst kennengelernt habe, als ich in der Pubertät war.

      Meine Tochter wird jetzt Halbschwester und hat mir schon in der frühen Schwangerschaft den Begriff verboten....sie liebt den Krümelkeks jetzt schon abgöttisch....von Papa dagegen wünscht sie sich keine weiteren Geschwister, was aber daran liegt, dass dem Papa seine neue Freundin wichtiger ist als sie und das Verhältnis entsprechend angespannt ist

      (10) 02.12.17 - 12:00

      Hallo


      Ich bin scheidungskind und beide partein haben erneut geheiratet und sich weiter vermehrt.

      Das erste halbgeschwisterchen bekam ich jedoch erst als ich 6 war.

      Ich habe meine halbgeschwister ja zwangsweise kennengelernt weil ich zu den besuchswochenenden musste.

      Und ja, ich musste auch gegen meinen willen denn meine mutter hatte es beim Jugendamt durchgesetzt das ich hin muss weil sie keinen Bock auf mich hatte. Jedoch hatte mein Vater genauso wenig Lust sich mit mir zu beschäftigen.

      Zu Hause wollte mich keiner. Und bei meinem Vater war ich genau so unwillkommen. Dann hat auch meine Mutter erneut geheiratet und auch da gab es weitere halbgeschwister. Ende vom Lied ich wurde quasi mit 11 Mutter. Denn das Kind war ungeplant und ungewollt und somit wurde es zu meiner Aufgabe.

      Noch heute hat mein Bruder mehr vertrauen zu mir als zu unserer mutter. Aber kein wunder bis er 3 wurde habe ich much zu 90% um ihn gekümmert. Sie hat ihn nur betreut während ich in der Schule war. Von 13.30 uhr - 7.00 uhr war er mein job.

      Ich hab ihn gehasst denn aus meiner sicht damals hat er mir meine jugend geklaut.

      Ich hatte immer meinen Bruder am Hals.

      Auch zu den geschwistern bei meinem vater hatte ich kein gutes verhältnis. Er hat mir selbst gesagt das er mich nicht will. Und das er keine Lust auf diese Besuchswochenenden hat.


      Einziger vorteil bei meinem Vater war ich wurde nicht gezwungen die geschwister zu versorgen. Da war der Abstand auch nicht so groß. Aber selbst dann hätte ich das nicht tun müssen. Aber dort sein wollte ich auch nicht.

      Die Besuchswochenenden endeten als ich 11 war und meinen Bruder versorgen musste. Meine Mutter brauchte mich dann ja zu hause.

      Meinen Vater sah ich 6 Jahre später dann zufällig mal wieder.


      Mit 18 hab ich geheiratet und zog aus.
      Ich habe weder zu meiner Mutter, noch zu meinem Vater oder meinen geschwistern (bis auf den einen Bruder) kontakt. Will ich auch nicht.
      Zu den Geburstagen war ich nie eingeladen. Zum Glück. Denn ich hasse dieses "heile Familie" Spiel.


      Ich denke auch halbgeschwister können etwas schönes sein. KÖNNEN. Je nachdem wie die eltern damit umgehen.
      Wenn man von seinen eltern gesagt oder zu spüren bekommt das man nicht gewollt ist. Es nie war. Aber die geschwister geplant und bevorzugt werden. Tja dann fördert das wohl bei den meisten nicht das geschwisterliche verhältnis.


      Euer kind wird das baby zwangsweise ja kennenlernen. Mit dem alter verstehen die kinder dann das sie zwar den selben vater aber nicht die selbe mutter haben. Solnge er sich um beide (bzw alle 3) gut kümmert steht auch einer tollen halbgeschwisterbindung nichts im weg.



      VG

      • (11) 02.12.17 - 19:43

        Das hört sich alles sehr sehr traurig an!!
        :-( ich hoffe es geht dir trotzdem gut.
        Die Kindheit formt Menschen.

        Ich habe zwar keine halbgeschwister aber ich war auch das ungewollte Kind eines Elternteils. Trotz Therapie habe ich bis heute das Gefühl nirgends dazu zu gehören, was natürlich völliger Blödsinn ist.
        Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein leben.

        • (12) 04.12.17 - 07:05

          Hallo,


          Naja kann man sowas ganz verarbeiten? Man hat mir 11 Jahre gezeigt das man mich besser in ein Kondom gespritzt hätte.
          Es war egsl wo immer Eiszeit.
          Aber ich würde behaupten ich habe damit in soweit abgeschlossen, dass ich eine normale Partnerschaft führen und meine Kinder lieben kann.
          Es fällt mir manchmal schwer mich zu freuen, wenn sie im Kindergarten oder der Schule etwas gebastelt haben und total stolz sind und ich guck mir das an und sie erzählen stolz "das ist xx und das yy und dort ist dies und da ist jenes" und ich denk mir nur *aha das sieht aber garnicht wie ein elefant, etc. Aus*
          Da fehlen mir wirklich oft einfach die gefühle. Ich habe viele bilder gemalt und gebastelt. Bis ich 8 war. Da hab ich zu muttertag eine blume in der schule gebastelt. Ich dachte sie freut sich und sagte die Tulpe ist für sie, sie aber zerknüllte die Blume und meinte "so geht keine Tuple".

          Ich war damals tief enttäuscht und zeitgleich wütend auf mich. Ich habe immer alles falsch gemacht.


          Dann immer der kampf zwischen meinen eltern. Jedoch weiß und spüre ich das mein mann mich liebt. Der erste mensch in meinem Leben der mich beginnungslos liebt. Auch wenn ich nicht perfekt bin.


          VG

      (13) 02.12.17 - 20:08

      Ach, das liest sich grauenhaft. Auch deine Kühle, wie du es schreibst. Ich hätte auch keine so schöne Kindheit, aber deine Kindheit liest sich ganz hart, das tut mir wirklich im Herzen leid für dich.

      Mich würde sehr interessieren, wie du dich heute mit deinem Bruder verbunden fühlst. Hasst du ihn nicht mehr? Liebst du ihn vielleicht sogar? Wie fühlt er heute für dich?

      Ich hoffe, du hast heute dein Glück gefunden und kannst deine Vergangenheit hinter dir lassen.

      Alles Liebe

      • (14) 04.12.17 - 07:13

        Hallo,


        Zu besagtem Bruder habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Er lebt aber inzwischen in einer "Wohngruppe". Nachdem ich mit 15 meine erste Beziehung hatte und zunehmend weniger zu Hause war wurde er auffällig.
        Noch in der Grundschule nahm man ihn aus der Familie und kam in eine langzeit Pflege. Mit 15 dann in so eine betreute Wohngruppe.
        Es ist so eine Art WG die nicht mehr 24/7 betreut ist. Sein Betreuer kommt 3x die Woche und sonst lebt er sein eigenes Leben.

        Er hatte viele Schwierigkeiten und hat viel mit mir geredet. Ob ich geschwisterliche Liebe empfinde? Ja! Aber er war viele Jahre vom Gefühl her wie mein Kind. Ich musste erstmal lernen umzudenken. Ich musste erstmal verstehen das ich nicht verantwortlich für ihn bin. Das es nicht mein Job war.
        Das war für uns beide schwer.


        VG

    (15) 03.12.17 - 10:53

    Das ist wirklich schlimm. Ich habe Angst dass das neue Kind bevorzugt wird. Was soll ich als Mutter machen wenn das passiert, was hättest Du Dir gewünscht als Kind

    • (16) 03.12.17 - 12:14

      Hallo,

      wie war es denn als euer Kind geboren wurde?
      Da gab es ja auch schon ein Kind aus der vorherigen Beziehung. Dein Ex wird sich da bestimmt nicht um 180 Grad drehen.

      Ich bin "die Neue" und wir haben ein einjähriges Kind.
      Die großen Schwestern (Teenager) kommen bisher alle zwei Wochen am Wochenende.

      Mein Mann hatte ein riesengroßes schlechtes Gewissen den Großen gegenüber, weil die Kleine ihn ja jeden Tag sieht und die Großen nur alle zwei Wochen.
      Das führte dazu, dass hier jedes zweite Wochenende Party angesagt war. Ausflüge, auf die er sonst "keinen Bock" hatte, ständig etwas außer der Reihe gekauft und die Kleine und mich wie Luft behandelt hat, wenn die Großen da waren.

      Es hat eine Weile gedauert, aber es wird besser. 😊
      Mir ist wichtig den Großen kein Theater vorzuspielen. Sie gehören genauso zur Familie und sollen sich hier wohl fühlen.

      Das Verhältnis zur Ex ist mittlerweile besch...
      Leider hat sie meinen guten Willen zu oft ausgenutzt, so dass ich mich mittlerweile sehr distanziere.
      Bei unseren Teenagern kein (großes) Problem. Dank Smartphone läuft die Kommunikation mit den Kindern sehr gut.

      Bei so Kleinen wie euren, kommt es ganz darauf an wie sich die Erwachsenen verhalten.
      Seid ihr (alle!!!) bereit eure Wünsche zum Wohl der Kinder hinten an zu stellen?
      Sobald ein Erwachsener in der Konstellation "bockt", habt ihr schon verloren!

      Lg

      • (17) 03.12.17 - 18:54

        Wir waren schon so gut wie getrennt als unser Kind kam und er liebt zwar alle Kinder aber er bevorzugt sein großes Kind bisher. Das große Kind interessiert sich nicht für unser Baby und jetzt kommt ein neues Baby. Wenn die beiden jetzt zusammen leben ist natürlich das neue Baby im Mittelpunkt.

    (18) 04.12.17 - 06:53

    Hallo


    Ich habe mir immer gewünscht, dass meine Eltern nornal reden können und ihre neuen Leben gegenseitig akzeptieren.

    Aber meine Mutter konnte nie die Neue meines Vaters leiden. Und mein Vater war auch auch immer gegen den neuen Mann meiner Mutter.

    3 normale sätze ohne Vorwürfe? Ohne Beleidigungen? War nicht möglich.

    Das und das allgemeine Desinteresse war das schlimmste.


    Behalte dein kind im auge. Schließ mit der Beziehung zu deinem Ex ab und gönn ihm die neue Liebe und das Familienglück. Vermittelt GEMEINSAM eurem Sohn das er auf beiden seiten willkommen ist. Und das wenn es da probleme mit dem neuen geschwisterchen gibt, dass er das immer sagen soll. Sollte es dazu kommen such das gespräch mit deinem ex.


    VG

(19) 03.12.17 - 20:55

Hallo,
ja ich habe eine Halbschwester, sie ist ein paar Jahre älter als ich. Wir haben die selbe Mutter und unterschiedliche Väter.
Der Vater meiner Halbschwester ist sehr früh gestorben, danach hatte meine Mutter einen zweiten Mann, aus dieser Beziehung bin ich hervorgegangen.
Mein Erzeuger war wohl das Verderben unserer Mutter. An meiner Halbschwester hat er sich vergangen, sie musste als Erwachsene eine Therapie machen. Ob er sich auch an mir vergangen hat, weiß man nicht, ich war da noch ein Baby. Unsere Mutter hat er geschlagen und bedrängt, so dass sie wohl einmal aus dem Fenster gesprungen ist. Seitdem ist sie in der geschlossenen Psychiatrie und im Wechsel halt betreutes Wohnen.

Meine Halbschwester durfte bei meiner Oma aufwachsen, ich hingegen wurde abgeschoben. Kann mir auch vorstellen, dass meine Oma nicht immer die Brut desjenigen sehen wollte, der ihre Tochter in die Klapse gebracht hat.
Ich bin dann bei entfernteren Verwandten in der selben Ortschaft aufgewachsen.
Mein Erzeuger hat sich dann wohl noch an anderen Kindern vergangen und war wohl hinter schwedischen Gardinen, eine Zeit lang war er nach Afrika ausgewandert. Ich will gar nicht wissen, warum ausgerechnet dahin.

Zu meiner Halbschwester habe ich inzwischen min. 1x im Jahr persönlichen Kontakt und wir schreiben regelmäßig über WhatsApp. Das kam daher, dass ich sie über Facebook mal gefragt habe, was eigentlich wirklich damals passiert ist, warum unsere Familie kaputt ist. Und weil wir beide genau wg. dieser Vergangenheit Familien gegründet haben.

Ich bin froh über den Kontakt mit meiner Schwester und hasse meinen Erzeuger dafür, dass er unsere Familie kaputtgemacht hat...
Was sie über mich denkt, weiß ich nicht. Aber ich habe mir die Herkunft auch nicht aussuchen können.

(20) 07.12.17 - 11:13

Mein Mann hat 2 Kinder aus erster Ehe: der "Kleine" ist 15, aus verschiedenen gründen ist er (leider) nur Zahlpapa. Er wohnt rund 100km entfernt. Die "Große" ist 25, wir wohnen im selben Ort, es besteht sehr guter Kontakt. Anfang des Jahres kam unsere Tochter zur Welt. Wir hatten etwas Bauchschmerzen schon beim Verkünden der Schwangerschaft. Was soll ich sagen?! Sie hat sich super doll gefreut, nochmal große Schwester zu werden. Das Wort Halbschwester existiert bei uns nicht. Es ist "ihre Schwester", und ich hab zu "meiner Großen" jetzt noch "meine Kleine" dazubekommen!! Sie ist oft hier um uns alle zu besuchen, die Kleine ist auch ab & an bei ihr, oder sie gehen einfach mal spazieren. Alles andere wird die Zeit zeigen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich da noch grundlegend was ändern wird
LG Tati

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