Kinder- was ist heute überhaupt noch akzeptiert?

    • (1) 04.12.17 - 20:17
      Passt das

      Hallo,
      Hatte heute mit meinem Mann Stress wegen unserem Umgang mit unserer Tochter.
      Er meint, ich mache nichts gut genug bzw. Bin ständig anderer Meinung als das wohl heute andere Eltern sind bzw denke anders als andere Mütter.
      Die Diskussion haben wir schon seit der Schwangerschaft.
      Ich hab ihm zu wenig auf die Ernährung geachtet und angeblich verbotene Lebensmittel gegessen, z.b Salami und Sushi. Kaffee getrunken hab ich auch täglich.
      Dann ging es weiter, ich bin sportbegeistert und hab bis zum 7.Monat weiter trainiert und bin mehrmals die Woche noch 10km gelaufen.
      Auch reiten war ich noch bis zum 6.Monat, ab dann hab ich mich selbst nicht mehr wohl gefühlt damit.
      Ich hab mich dann dazu überreden lassen.zu stillen hab es aber nach 6 Wochen aufgegeben.
      Da gab es richtig Zoff. Ein Freund von Familienbett und Tragetuch bin ich auch nicht.
      Kinderwagen war mir immer lieber und ich hab unser Kind auch mit 4 Monaten in sein Zimmer umziehen lassen.
      Aber mein Mann tut so als wäre das ein Schwerverbrechen nur weil ich Dinge etwas anders handhabe als es vielleicht momentan propagiert wird als Non plus ultra.
      Ist es nicht mehr ok auf sein.Bauchgefühl zu hören?
      Ich hab noch nie was von.Ratgebern gehalten und was alle anderen machen hat mich auch noch nie wirklich interessiert.
      Jetzt kommen ja noch mehr Themen auf uns zu, Kita wenn ja ab wann, usw.
      Ich traue mich kaum noch zu sagen was ich möchte denn es ist ja eh immer nicht gut.
      Wie seid ihr mit Uneinigkeiten.diesbezüglich umgegangen?

      • Ehrlich gesagt gab es die bei uns nie. Mein Mann und ich haben fast identische Vorstellungen von Kinder Erziehung und allem, was unser Kind betrifft. Beim stillen usw. Hat er mir nie rein geredet, denn alle Dinge, die meinen Körper betreffen entscheide auch ich. Ist ja mein Körper, der davon betroffen ist, nicht seiner. Mein Mann und ich haben solche grundlegenden Dinge besprochen, bevor wir ein Kind hatten. Denn uns war klar, dass eine Beziehung langfristig nur funktionieren kann, wenn man in grundlegenden Dingen auf der selben Wellenlänge liegt. Wir haben also als es ernst zwischen uns wurde schon darüber gesprochen ob Kinder, wenn ja wieviele, was uns in der Erziehung wichtig ist und wie wir erziehen wollen. Hätte das nicht gepasst, hätten wir uns wohl getrennt, da wir völlig verschiedene Ansichten über Dinge hätten, in denen man sich einig sein sollte.

        Hallo 🙋
        Also grundsätzlich denke ich auch, solange die Eltern und auch das Baby glücklich und zufrieden sind, kann man auf so manche Ratgeber verzichten. Ob das nun andere Mamis oder das Internet oder ein Doktor der ein Buch geschrieben hat, anders sehen, ist mir da auch egal.

        Aber mit dem Partner sollte man sich schon einig sein. Da gibt es ja beim Baby noch reichlich wenige Entscheidungen zu treffen. Größere Kinder größere Sorgen (sagen meine Eltern mir immer und immer wieder 😂).
        Ich denke ihr solltet da mal ein klärendes Gespräch führen.
        Mein Mann war bisher nur 1x einer anderen Meinung...ich weiß gar nicht mehr worum es ging...ich glaube ums essen...aber eigentlich auch egal. Als der kleine abends im Bett war haben wir drüber geredet und fahren wieder den selben Kurs.
        Ist auch langfristig für die Beziehung nicht so gut in meinen Augen. Selbst wenn einer immer nachgibt landet das alles mal irgendwann wieder auf dem Teller und dann kommen Vorwürfe etc.

        (4) 04.12.17 - 20:32

        Na ja ihr seid halt unterschiedlicher Meinung. Das ist schon schwer wenns um die gemeinsamen Kinder geht.
        Dein Mann ist zu verstehen.
        Ich bin für bedürfnisorientiertes Erziehen, Baby am Körper tragen, 18-24 Monate stillen, bei Mama schlafen lassen, pucken, und späte Fremdbetreuung (mit 3 oder 4).
        Das sind die natürlichsten Dinge die Kinder brauchen und einfordern.
        Mein Mann lässt mich machen, bzw. sieht dass ich Ahnung habe und es richtig mache. Haben ja nun auch schon ein paar Kinder. Wenn er sehen würde dass ich dem Kind schade oder bescheuerte Entscheidungen treffe würde er sich wohl auch einmischen...

        • Na, das klingt ja jetzt, als würde die te ihrem Kind schaden. Und das nur dein weg der einzig wahre für alle Kinder wäre. Das ist nun aber auch nicht so. Wichtig ist nur, dass man sich als Eltern einig ist. Und wenn das nicht geht, das msn eintn Kompromiss findet, mit dem alle Beteiligten gut leben können.

          ----Mein Mann lässt mich machen, bzw. sieht dass ich Ahnung habe und es richtig mache. -----

          Entschuldige bitte, aber diese Aussage stellt die TE und alle anderen die eben nicht bedürfnisorientiert erziehen, als unwissend und nicht informiert hin.

          Jedes Kind ist anders, jede Mutter ebenfalls. Und da sucht sich auch jeder SEINEN eigenen Weg. Nur seinen eigenen als den einzig richtigen hin zu stellen, alle anderen als falsch zu bezeichnen, ist wirklich überheblich und sehr engstirnig.

          • Das finde ich nicht unbedingt.
            „Bedürfnisorientiert“ erziehen heißt doch nur, dass man sich an den tatsächlichen Bedürfnissen des Kindes orientiert. Viele Kinder haben doch gar nicht das Bedürfnis, dauernd getragen und jahrelang gestillt zu werden und bis zur Einschulung im Familienbett zu schlafen. Das sind ja dann nicht selten auch die Bedürfnisse der Mütter.
            Einem Baby seine wirklichen Bedürfnisse zu verweigern, das finde ich tatsächlich mindestens unwissend, wenn nicht sogar bösartig.

            • Dinge die Kindern schaden, habe ich mal aussen vor gelassen.

              Deshalb schrieb ich ja das jedes Kind anders ist.
              Meine hatten beide die Flasche (und nein, ich muss mich dafür nicht rechtfertigen!)
              Sie lagen im Kinderwagen, weil beide und auch ich das Tragetuch gehasst haben!
              Sie haben eigene Betten in ihren Zimmern und schlafen dort (wenn sie Lust haben kommen sie nachts auch mal zu uns)
              Es gibt Regeln und wir Eltern lehren den Kindern auch, daß man Dinge tun muss, auch wenn man da gerade keinen Bock darauf hat!
              Sie können sich beide anpassen, äußeren Wünsche, akzeptieren trotzdem wenn man diesen nicht nachkommt und lernen wie eine Gesellschaft funktioniert.

              Wir haben keine kleinen Egomanen, die meinen die Welt drehe sich um sie! Trotzdem sind sie selbstbewusst, offen und herzlich.

              Wie das Leben läuft, lernen alle Menschen irgendwann. Wenn nicht als Kind durch die Eltern, dann eben später durch das Leben! Letzteres ist die harte Tour, die Erkenntnis daß man nicht der Nabel der Welt ist, muss hart sein!

              • Ich sage ja nichts anderes.
                Meine Kinder hatten alle die Flasche, weil ich nicht stillen wollte, und schienen nicht unglücklich damit. Sie haben aber im Wagen nur geschrien bis sie sitzen konnten. Ich habe glücklicherweise gern getragen, aber auch wenn ich es nicht gern gemacht hätte, wäre es anders schwer möglich gewesen. Meine Neffen dagegen haben in der Trage geschrien, da traf es sich gut, dass meine Schwester das eh nicht so mochte.
                Meine Kinder haben in ihren Betten geschlafen und kamen zu uns wenn sie das Bedürfnis hatten.

                Für mich heißt „bedürfnisorientiert“, dass man versucht, den wirklichen. Bedürfnissen des Kindes entgegen zu kommen, nicht jedem Pups, und auch nicht welchen, die es vielleicht gar nicht hat.

                • Was da allerdings heute alles als "bedürfnisorientiert" hingestellt wird, grenzt leider tatsächlich an Desinteresse, Überforderung und Unfähigkeit der Eltern.

                  Aber es klingt gut. ;-)

                  • Da stimme ich dir gern zu, es trifft dann aber für mich nicht die Wortbedeutung. Höchstens vielleicht an den Bedürfnissen der Eltern orientiert;-).
                    Meine Jungs waren Tragekinder, aber meine Tochter fühlte sich irgendwann auf dem Arm unwohl, die wollte dann ins Bett. Wenn dann ein Bedürfnisorientierter sie weiter rumgeschleppt hätte, wäre das nicht bedürfnisorientiert gewesen.

              Super! Danke!

              Gruss
              agostea

              (13) 05.12.17 - 12:32

              Aha. Wer als Baby/ Kleinkind bei Mama pennt, lange gestillt und getragen wird und nich in die Kita geht wird dann zum Egomanen, muss lernen dass sich die Welt nicht nur um einen selvst dreht?
              Wasn Dünnpfiff...
              Eine gute und enge Bindung zur Mutter sorgt meiner Erfahrung nach vielmehr für selbständige, selbstbewusste Schulkinder und Teenager.

              • In schwarz anderen Leuten zu unterstellen ihre Kritik sein Dünnpfiff.
                Sehr reif!

                Du wirst schon deinen Grund haben, zu deiner Erziehung nicht stehen zu können.
                Sich schwarz als perfekt informiert aufspielen, da lache ich drüber.
                Genau solche Damen haben dann verzogene Kinder, weil kuscheln alleine eben keine Erziehung ist!

                Diese Kinder sind dann auch krank, haben Wahrnehmungsstörungen, ADS ADHS usw.
                Aber sind ja deine Kinder die dann Probleme haben. Von daher kannst du gerne weiter kuscheln.
                Nur bitte erzähle nicht anderen, daß du selbsternannte Expertin bist, damit sie hinterher die gleichen Problem haben!

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