Update zu: Sehnsucht nach zweitem Kind

    • (1) 06.12.17 - 10:22

      Erst mal Danke ich allen, die auf meinen Beitrag geantwortet haben.
      Ich habe heute nochmal meinen ganzen Mut zusammen genommen und meinem Freund einen Brief geschrieben. Ihm nochmal genau erklärt, warum ich noch ein zweites Kind möchte, was alles dafür sprechen würde und habe auch versucht alle Bedenken von ihm zu nehmen.
      Jetzt muss ich warten, wann ich eine Antwort von ihm bekomme.
      Ich bin natürlich total nervös und angespannt, was er mir antworten wird und hoffe, dass ich ihn einfach überzeugen konnte.
      Wenn nicht, werde ich die Entscheidung akzeptieren, auch wenn es mich unendlich traurig machen wird.

      • Hallo,

        Dein Mann ist 46, Du bist 39. Ja, ich weiß, daß heute einige spät in diesem Alter Eltern werden oder nochmal ein Kind bekommen. Aber vergiß nicht, daß in diesem Alter die Belastungsgrenze bei einigen nicht mehr so hoch ist. Auch die Aussicht die nächsten Jahre für ein weiteres Kind die Verantwortung zu übernehmen, kann einige abschrecken.
        Ich finde, Du setzt ihn unter Druck. Er klar geäussert, er möchte nicht. Natürlich solltet Ihr darüber reden, es aber nicht zerreden. Wenn er bei seiner Meinung bleibt, dann akzeptiere es.

        LG
        Mistel

        • So sieht es aus. Ich kann den Mann verstehen, dass er sich nicht mehr mit fast Mitte 50 in die Einschulung setzen mag - und mit über 60 sich dann mit der Pubertät rumschlagen. Irgendwann reicht es einfach mit der Lust zur Kindererziehung.....und dem Nerv dazu. Da hilft auch der Druck nicht, im Gegenteil. LG Moni

          • Ich setze meinen Partner definitiv nicht unter Druck.
            Das Gespräch ob zweites Kind ja oder nein, haben wir zum ersten Mal im September diskutiert. Da meinte er Nein. Aber ganz 100%-ig sicher war er sich nicht.
            Ich habe ihn die ganze Zeit über mit dem Thema in Ruhe gelassen. Nur ich für mich persönlich habe mich damit auseinander gesetzt. Aber ich habe ihn nicht ständig genervt. Ganz und gar nicht.
            Ich habe mich nur einfach dazu entschieden, nochmal ein Gespräch mit ihm zu führen. Aus diesem Grund hab ich den Brief geschrieben und ihm meine Sicht erzählt und meine Gefühle. Ich habe ihm aber auch geschrieben, dass ich es verstehen kann, wenn er nicht mehr möchte und dass ich seine Entscheidung akzeptieren werde und mit dem Thema abschließen werde. Einzig die Bitte dass er sich nochmal in Ruhe Gedanken machen soll. Mehr nicht. Wo ist hier also der Druck?
            Mag sein, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind. Deshalb entweder jetzt oder gar nicht mehr. Denn dann ist der Zug definitiv abgefahren. Das ist klar. Aber man darf doch seinem Partner ein zweites Mal seine Sicht der Dinge erklären, oder etwa nicht?

            • In einer Ehe finde ich Briefe nicht gut. Genau damit kann er sich unter Druck gesetzt fühlen. Wenn man nicht mehr ruhig und ausführlich reden kann..... Ich war immerhin auch 35 Jahre verheiratet und wenn ich meinem Mann mit einem Brief gekommen wäre, hätte er mich zurecht gefragt, was das soll, ob man mit ihm nicht mehr reden kann.
              Briefe schreibt man, wenn man reden will, ohne dass der andere einem ins Wort fallen oder sich wehren kann....ist meine Meinung.
              LG Moni

              • (6) 06.12.17 - 17:19

                Hallo,
                warum direkt so negativ?
                Meine Großeltern haben sich ab und zu während ihrer jahrzehntelangen Ehe Briefe geschrieben - über Dinge, die sie bewegt haben, ins Grübeln brachten oder auch ihre Gefühle. Trotz des Briefeschreibens waren sie ein Herz und eine Seele. Die Briefe waren neben den Erinnerungen mitunter das Kostbarste, was meiner Oma nach dem unerwarteten Tod meines Opas geblieben ist.

                Ein Brief kann auch einfach dazu dienen, seine Gedanken und Gefühle zu sortieren und dem anderen darzulegen, statt einfach kopflos drauflos zu plappern. Auch durch Briefe können ganz besondere und positive Gespräche angeregt werden.
                Nur weil jemand einen anderen Weg wählt, muss das nicht gleich schlecht und falsch sein.
                Schöne Grüße

      Du hast ihm einen Brief geschrieben? Hmmm, wenn man nicht gerade in einer Fernbeziehung lebt, finde ich das schon ein wenig seltsam.
      Wie soll er Dir antworten? Auch mit einem Brief? #kratz
      Und was machst Du, wenn ihr euch zwischen euren Briefen über den Weg lauft? Etwas komisch...
      Zur Sache selbst: bei diesem Thema gibt es ja leider keinen Kompromiss, es gibt kein halbes Kind oder Kind auf Zeit. Daher kann man auch weder Deine noch seine Ansicht verurteilen; es ist, wie es ist.
      Ich bin aber der Meinung, dass man nur dann ein Kind bekommen sollte, wenn beide Eltern auch wirklich dahinter stehen.

      So schlecht finde ich die Aktion gar nicht. Den Brief schreiben bedeutet zweierlei, zum Einen hast Du Dich wirklich intensiv mit Deinen Gefühlen beschäftigt und sie sortiert. Zweitens sieht er daran, also an der Mühe, die so ein Brief doch macht, wie wichtig Dir das Thema ist.

      Jetzt muss er sich wirklich genauso intensiv damit auseinander setzen und in irgendeiner Form antworten. Das heisst aber auch, sein "ja" kommt dann von Herzen, ein "nein" ist dann aber auch tatsächlich endgültig.

      Das mit dem Brief war in dieser existentiellen Sache eine gute Idee. Auch wenn es in einer langjährigen Partnerschaft vermutlich eher selten geworden ist, sich Briefe zu schreiben. Gerade das macht das Medium aber dann auch besonders. Und zeigt schon in dieser Form das Gewicht, dass Du dieser Angelegenheit beimisst. Und: Man kann sich eben die Worte des anderen nochmal und nochmal zu Gemüte führen.

      Ob es ihn umstimmt, kann ich natürlich nicht sagen. Aber angeregt zum Nachdenken wird er sicher.

      Und ob man je zu alt ist für Kinder, weiß ich nicht. Kleine Kinder halten eben auch jung. Sofern man es sich eben vorstellen mag. Ich glaube sogar, dass ältere Eltern eben in gewisser Sicht auch abgeklärter, routinierter und lässiger reagieren als noch sehr junge Eltern. Aber letztendlich bleibt es wohl Typsache.

      (10) 06.12.17 - 19:06

      Oh weia.
      Ich würde niemals in eurem Alter noch an.ein.wrotetes Kind denken.
      Dein Mann ist 46 und du bald 40...
      Schon mal dran gedacht wie alt er ist wenn euer Kind 18 wird...genau mindestens 65.
      Und mit 60 nochmal Pubertät.
      Na,vielen Dank auch.
      Ich wüsste was ich dazu sage.
      Mit 65 hatten meine Eltern anderes zu tun.
      Da waren deren Enkel schon fast volljährig.

      • (11) 06.12.17 - 20:08
        jeder-wie-er-mag

        Wenn deine Eltern mit 65 volljährige Enkel hatten, dann war das eben ihr Lebenslauf. Nicht allgemein gültig für andere.
        Jeder hat seine eigene Biografie. Manche haben eben spät Kinder. Lieber spät als nie!

        (12) 07.12.17 - 10:40

        Meine Mutter hat mit 80 Jahren noch ein kleines Enkelchen dazu bekommen.
        Und nu? #kratz
        Nicht jeder muß kurz nach der Volljährigkeit schon seine Kinder bekommen!

    Und? Wie hat er reagiert?

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