Bräuchte emotionalen Aufbau, sterbe vor Traurigkeit

    • (1) 21.12.17 - 13:51
      Fraelein

      So ihr Lieben,

      ich bin so traurig. Kurz zu mir:

      Bin Ende 20, mein Mann u ich sind im Februar genau 3 Jahre zusammen. Seit mai verheiratet und wir haben 2 Kinder (4 Wochen und 1,5 Jahre)
      Als wir uns kennenlernten war uns beiden klar, dass wir füreinander „bestimmt“ sind. Sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Es war anders als mit all den anderen Männern zuvor. U ich habe viiiiiele kennengelernt.

      Kind 1 war nicht geplant aber passierte nachdem mir ein Arzt sagte ich könnte momentan nicht schwanger werden, OP stand bevor usw. lange Geschichte.
      Nun ja, es war ein Schock aber wir freuten uns.
      Zogen zusammen in ein Haus u wurden eine Familie.

      Und nun?

      Nun bin ich nur mehr das Hausmütterchen. Ich werde null von ihm gewertschätzt. Seiner Meinung nach sitze ich nur auf m Sofa oder geh mit Freundinnen Kaffee trinken und er ist der big player, der Macher, der erfolgreiche Firmeninhaber.
      Seinen unendlichen Stress bringt er täglich mit nach Hause und lässt seine schreckliche Laune an mir aus. Und ich soll dann immer Verständnis haben.
      Verständnis für seine Laune
      ... für seine gestresstheit, seinen Frust, dafür dass er keine Lust auf körperliche Nähe hat, weil er nicht abschalten kann ... aber natürlich muss ich auch verstehen, dass er mal am Wochenende mit seinen Freunden was trinken gehen möchte... u aus 2 Bier wird dann die ganze Nacht.
      U ich warte dann und werde immer wütender und genervter. Er kommt dann irgendwann heim und wir schlagen uns die Köpfe ein weil ich so enttäuscht, voller Wut, u so so unendlich traurig bin.
      Nun will er am 24.ten in d Früh bin seinen Kumpels zum Weißwuscht Frühstück gehen, weil das ja seit 15 Jahren Tradition ist.
      Sind gemeinsam auch bei unseren Nachbarn eingeladen, da soll ich alleine hin gehen.

      Gehts noch? Er soll sich doch mal entscheiden was ihm wichtiger ist, seine Freunde oder seine Familie!

      Was soll ich denn bloß machen? Liegt es an mir. Hab ich zu hohe Ansprüche?

      Ach was noch erwähnenswert wäre, wir wohnen hier auf m Land. Ich bin zu ihm gezogen u muss mich nun mit den Dorfweibern abgeben und er hat hier all seine Schulfreunde ... ich möchte am Liebsten weg, raus ... flüchten ...
      wisst ihr, ich war bis vor 2,5 Jahren ne Partymaus, war immer schick angezogen, war ne echte Erscheinung, konnte mich vor Männern kaum retten... (soll bitte nicht eingebildet klingen) (hatte trotzdem nie besonders viel Selbstbewusstsein innerlich,)
      U nun, sitze ich zu Hause, tue alles für meine 2 Mäuse u werd von meinem Mann einfach nicht geschätzt... man bekommt als Mutter eh keine Bestätigung, da würde ein Kompliment und ein grundlegender Wertschätzender Umgang und Respekt schon helfen.

      Aber er ist halt einfach so ein richtiger Bayer, ganz nach dem Motto „nicht geschimpft ist gelobt genug“

      Nun hab ich hier heulend alles durcheinander aufgeschrieben u hoffe irgendwer wird es lesen und mir nen Rat geben.

      • Du musst versuchen, die Situation zu ändern. Er kommt als unglaublicher Egoist und Egozentriker rüber. Ich würde erst mit ihm reden und ihm sagen, dass du dir so dein Leben nicht vorgestellt hast und dass er sich ändern muss, da du mit diesem Verhalten nicht leben kannst.

        Dazu würde ich mich finanziell unabhängig machen und wieder arbeiten. Das würde auch dazu beitragen, dass du wieder unter Menschen kommst und du wärst im Fall der Fälle abgesichert.

        • (3) 21.12.17 - 14:29

          Ja ich habe ihm das alles schon gesagt dann ist es evtl mal bissl besser aber man kann Männer ja bekanntlich nicht ändern. Er fällt dann über kurz oder lang in sein altes Verhaltensmuster zurück.

          Ich glaube entweder finde ich mich damit ab wie er ist oder ich muss mich trennen.

          Meine armen kleinen Mäuse tun mir nur so leid!

      ich kann dich sehr gut verstehen!! Du erwartest grundsätzlich nicht zu viel, aber scheinbar zu viel von diesem Mann. Er hat anscheinend keine Ahnung wie anstrengend und auch einsam das Leben mit kleinen KIndern sein kann. Er hat scheinbar auch keine Ahnung wie unglücklich du bist und wie unverstanden du dich fühlst.

      Hast du ihm das alles mal so gesagt? Euer jüngstes Baby ist gerade mal 4 Wochen alt. Du bist nicht seine Haushälterin. Und selbst dieser könnte man mehr Respekt und Wertschätzung entgegen bringen. Ist ihm egal wie es dir geht?

      Auch wenn ich nicht wirklich helfen konnte,..zumindest kann ich dich verstehen.
      Liebe Grüße,
      Julie

      • (5) 21.12.17 - 14:31

        Alles schon gesagt u drüber gesprochen... sogar schriftlich festgehalten ... aber pustekuchen.
        Kann man vergessen, er hat nur seine Firma im Blick. U erwartet Verständnis für seine Situation. Aber von ihm kommt nix.

    Ich denke, ihr seid beide nicht mehr eine Spur von dem Menschen, in den ihr euch mal verliebt habt. Vermutlich schaut ihr euch beide an und denkt "Warum???"

    Ihr habt zwei Möglichkeiten. Entweder ihr gesteht euch das beide ein, dass ihr euch neu finden müsst und arbeitet hart daran.
    Oder ihr gesteht euch ein, dass ihr die Basis verloren habt und aufgeben wollt.

    Stillhalten würde ich nicht wollen. Dann lieber die Konsequenzen ziehen und neu anfangen.

    LG

    • (7) 21.12.17 - 14:37

      Da hast du völlig recht!!
      Er ist nur noch am arbeiten u stressfressen. Fühlt sich selbst nicht wohl in seiner Haut, hat 15kg mehr als bei unserem Kennenlernen und ich bin halt nun Mutti u nicht mehr nur lustig und fröhlich sondern motz auch mal rum... u ja ich hab momentan noch 10kg mehr aber hab ja auch erst vor knapp 4 Wochen entbunden.

      Ich weiß nur nicht wie ich ihn dazu bringen soll zu kämpfen und zu arbeiten für unsere gemeinsame Zukunft.
      Seine Mama steckt auch nur zurück und tut für jeden in der Familie alles und jederzeit. Das erwartet er auch von mir aber so kann und will ich nicht sein

      • Dann bleibt die nur, dass du ihm deutlich sagst, dass du zum bückenden Frauchen nicht taugst und er dich SO auch nicht kennen gelernt hat.

        Nimm dir jetzt erst mal Zeit für dein Wochenbett. Und dann versuche für dich so zu werden, wie du sein möchtest. Und keine Kopie seiner Mutti. Das ist ja auch unsexy.

        Würde er dir bei einer Trennung Steine in den Weg legen bezüglich der Kinder? Wie steht er zu deinem beruflichen Wiedereinstieg?

        LG

        • Da hast du recht, u deine Ratschläge find ich super! Danke!
          Ich sage und zeige ihm dass ich kein Mütterchen bin.
          U bzgl Kinder. Naja er meinte zwar mal im Streit er würde sie mir weg nehmen aber wie soll das gehen, er arbeitet 12h täglich... u ich denke er müsste sich eingestehen dass er das wohl nicht leisten könnte und da ich Lehrerin bin könnte ich das wohl eher unter einen Hut bekommen..

          • Rede mit ihm im richtigen Moment. Über deinen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben, über seinen Anteil an der Kinderbetreuung.

            Und ich würde ihm auch selbstbewusst klar machen, dass du nicht studiert hast, um ihm die Socken zu falten. Und dass du dich natürlich auch gern allein um alles kümmern kannst, aber dann eben um den Preis, dass du es an dem Ort tun wirst, den du dir dafür aussuchst zu den Bedingungen, die mit deinem Alltag kompatibel sind und dass ihn dass dann auch was kostet, z. B. Unterhalt und Betreuungskosten.

            Ich will damit nicht sagen, dass du mit Trennung drohen sollst, aber ihm klar machen, dass Ehe bedeutet, gemeinsame Lebensziele zu entwerfen und nicht, dass einer sich auf Kosten des Anderen die Rosinen so raus pickt, wie sie ihm gefallen. Und wenn sich einer aufgeben muss, wird das unweigerlich dazu führen, dass man sich darüber verliert.

            Du musst dann für dich klären, zu wie viel Kompromiss du bereit bist und wo deine Grenzen sind. Sowohl für die beruflichen als auch die familiären Themen. Und auch er sollte das tun. Wenn ihr aber nur Einigungen findet, bei denen jeder sich eingeengt oder übervorteilt fühlt, müsste man ehrlich zugeben, keine gemeinsame Basis zu haben. Ein guter Kompromiss tut beiden ein bißchen weh, verursacht aber kein tiefes Gefühl der Unzufriedenheit.

            LG

Geh doch selbst arbeiten und sorge für Einkommen.
Das reduziert seinen Streß als selbstständiger Alleinverdiener.

Du machst dich zum Hausmütterchen, nicht dein Mann.

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Du bist passiv und kommst nur mit Verboten und Forderungen an.
Das würde mich als Mann auch maßlos nerven.

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