Meine Tochter will keine Kinder

    • (1) 24.12.17 - 17:13
      Von der Rolle

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      • (2) 24.12.17 - 17:22

        Hallo,

        Ich kann mir schon vorstellen, dass es für dich traurig ist, aber wie du schon gesagt hast, ist es die Sache deiner Tochter und von ihrem Partner. Du hast nichts falsch gemacht. Kinder entwickeln sich nunmal nicht zu 100%-igen Abbildern ihrer Eltern. Das wirst du akzeptieren müssen. Das ist eine Entscheidung von vielen, die deine Tochter mit ihrem Lebensgefährten getroffen hat und noch treffen wird. Das wäre ebenso nicht anders, wenn deine Tochter dir sagen würde, dass sie and andere Ende der Welt ziehen würde.

        Natürlich verstehe ich, dass man als Mutter irgendwann gerne Großmutter werden möchte. Aber das hat man nicht in der Hand. Man kann nur sein eigenes Leben bestimmen.

        Du hast dich sicher auf die Aufgabe als Großmutter gefreut, aber du wirst etwas anderes erfüllendes finden müssen. Unabhängig von deiner Tochter.

        Frohe Weihnachten.

        Hi du! Ich kann verstehen das es schwierig ist für euch weil ihr gerne Großeltern geworden wärt, aber in denke in erster Linie gehts um eure Tochter. Denn sie muss das Baby machen ( klingt blöd aber ist auch das geringste Problem), sie muss es kriegen, Sie und ihr Mann müssen die Verantwortung als Eltern in erster Linie tragen. Diese kann und soll man ja auch nicht auf den Großeltern aufbauen. Und wenn sie das nicht wollen oder können und dann so konsequent sind, finde ich diese Entscheidung richtig.
        Ela

        Na, nun sei mal nicht so unsicher #nanana.

        Deine Tochter darf ihre eigenen Entscheidungen treffen, die auf ihren Erfahrungen beruhen, nicht unbedingt auf Deinen. Sie ist immerhin seit 12 Jahren erwachsen.

        Sie kennt Dich auch sehr gut offenbar, sonst hätte Sie Dich nicht so förmlich informiert.

        Und ja, jetzt feiert mal ein schönes Weihnachten, denn es bringt gar nichts, um Kinder zu trauern, die es gar nicht gibt.

        Guck doch, ob andere aus der jüngeren Generation in Deiner Familie kleine Kinder haben und biete Dich an, wenn Du unbedingt einen Enkel bemuttern möchtest.

        Frohe Weihnachten!
        nebelschnee

      • Hallo.

        Das tut mir sehr leid für dich. Einen richtigen Rat habe ich nicht für dich, ich war noch nie in deiner Situation.

        Meine Idee wäre, du lässt es erstmal sacken. Wenn aber über längere Zeit ein unangenehmes Loch bleibt, könntest du darüber nachdenken, ob du dieses Loch stopfen möchtest, in dem du dich ggf als Leihoma oder Kinderbetreuung in eurer Heimat anbietest? Es ist natürlich nicht das Gleiche, aber eine bessere Idee habe ich gerade nicht. Wo kommst du denn her, ich brauche immer Hilfe mit meinen Monstern:-)

        Ich möchte dir aber sagen, dass es auf mich so wirkt, dass ihr ein gutes Verhältnis zueinander habt. Und als Mutter wirst du es auch nicht falsch gemacht haben. Deine Tochter ist zumindestens so empathisch, dass sie euch das offiziell mitgeteilt hat, sogar mit ihrem Partner zusammen. Wenn Sie das Thema emotional selbst kaum betrifft, hat sie dem einen richtigen Rahmen gegeben und es euch mitgeteilt.

        Ich möchte dich auch für deine Reaktion loben. Du hast das sehr schön formuliert. Keine Vorwürfe, einfach authentisch.

        Ich hoffe, du kommst mit dieser ungewollten Wendung bald gut zurecht. Und dein Mann natürlich auch. Es scheint ihm ja auch nahe zu gehen.

        Herzliche Grüße

        (6) 24.12.17 - 18:05

        Schuld bist Du garantiert nicht:
        Meine Schwester und ich sind in einem Mehrgenerationenhaushalt aufgewachsen - meine Schwester wohnt mittlerweile auch mit Mama unter einem Dach und ich find die 500km Distanz zwischen uns grade so ausreichend.
        Mein bester Freund und mein Mann sind mit einer alleinerziehenden Mama groß geworden, die immer nur die ganz falschen Kerle angeschleppt hat, wenn sie mal einen hatte. Mein bester Freund kann keine Beziehung aufbauen und mein Mann ist total der Beziehungsmensch geworden...

        Natürlich prägt uns unsere Herkunft, aber welche Schlüsse man daraus zieht, ist jedem selbst überlassen und die können von extrem positiv bis hin zu extrem negativ gehen.

        Obwohl unser beider Mütter wissen, dass es bei mir medizinische Probleme gibt, üben sie immer wieder Druck aus und gehen weiterhin wie selbstverständlich davon aus, dass ich/wir auf jeden Fall Kinder wollen - egal wie oft ich sage, dass wir an das Thema einen Haken gemacht haben und gar nicht mehr wollen.
        Dabei wollen wir wirklich nicht mehr: wir haben mittlerweile ein Leben, in dem ein Kind eine Belastung und keine Bereicherung wäre. Wir wohnen weit weg und wären in der Betreuung immer auf uns gestellt, als Ausgleich dürften wir dann wochenends auf der Autobahn verbringen, um die Ansprüche der Verwandten zu befriedigen. Wir müssten Lebensstandard und Einkommen absenken bei viel mehr Stress und Anforderungen - und wir sind, so wie wir sind, zu zweit mit tierischem Anhang wirklich glücklich und vollständig.
        Mich persönlich hat der Anspruch, den die beiden Mütter in mich gesetzt haben, immer genervt und tut es auch heute noch, leider. Ich habe durchaus Verständnis für ihren Wunsch, aber deswegen werde ich meinen Lebensplan nicht ändern - die Entscheidung ist viel zu elementar.

      • Als erstes solltest du stolz auf deine Tochter sein, dass sie dir so klar und loyal sagt, wie sie ihr Leben leben möchte und natürlich bemerkt hat, dass du es gerne anders gehabt hättest.

        Die Entscheidung hat bestimmt auch nichts mit dir als Müttern zu tun.
        Für IHR Leben passt halt kein Kind.

        Und hierbei unterscheidet sich halt die jeweilige Lebensplanung. Ihr wolltet ein Kind, sie halt nicht. Ihr wolltet Enkelkinder, bekommt ihr nicht.
        Das dauert bestimmt seine Zeit zu akzeptieren, aber ich würde deshalb keine gedrückte Stimmung haben wollen.

        LG und frohes Fest

        Hallo!

        Es gibt eben keine Garantie.

        Meine Mutter hat drei Kinder - einer schwül und kinderlos, einer am anderen Ende Deutschlands mit zwei Kindern, die sie vielleicht zwei Mal im Jahr für ein paar Stunden besuchen kann, für Übernachtung reicht die Wohnung nicht und ist die Bindung nicht eng genug. Und ich habe einen unfruchtbaren Mann und selbst auch Hormonprobleme. Das wird nix.

        Aber ganz ehrlich: wenn sie Bedürfnis nach Enkelkindern hat, kann sie sich als Leihoma zur Verfügung stellen. Im Moment reicht es ihr aber, einmal pro Woche in einer Grundschule vorzulesen. Sie hat noch etliche andere Hobbys, geht viel auf Reisen und ist sehr aktiv.

        Ich denke, ich werde es Mal ähnlich machen.

        Du hast absolut alles richtig gemacht und einen tollen und unabhängig Menschen erzogen der nun seinen Weg wählt ohne auf ihr vorgelebten Schienen zu wandern!

        Deine Tochter lebt ihr Leben so wie sie es für sich am besten sieht und du hast sie dazu bemächtigt und ihr alles wichtige für ihre Entscheidungsfindung mitgegeben darum kann sie nun so klar und eindeutig für sich die Kinderlosigkeit wählen und wird es vermutlich nicht bereuen so wie sich dein Text ließt.

        Ja es ist traurig das ihr keine Großeltern werdet aber auf der anderen Seite kannst du wahnsinnig stolz sein das deine Tochter einen Weg wählen kann der sie glücklich macht. Jetzt bin ich sicher fällt es dir noch schwer etwas anderes als Trauer zu empfinden denn deine Erwartungen wurden schwer enttäuscht.... Aber es sind deine Erwartungen an das Leben deiner Tochter, nicht ihre. Ich bin sicher bald wirst du sehr stolz auf deine Leistungen als Mutter sein können also gibt es keinen Grund die Schuld bei dir zu suchen.

        Alles gute euch!

        Mir fällt es schwer, die Geschichte zu glauben. Erst einmal, weil es JEDE Woche mindestens einen neuen "Keine-Kinder-Thread" gibt und zum Anderen, weil ich es eigenartig finde, dass deine Tochter das explizit so verkündet - und das zwei Tage vor Weihnachten. Offensichtlich scheint sie es für wichtig erachtet tu haben, um da extra eine 'Art Familienrat abzuhalten, weil es Dir wichtig ist. Und dann kommt man direkt vor den Feiertagen damit an und knallt es Mutti vor den Kopf? Komisch.........

        Ich würde es pragmatisch sehen, denn DEIN Wunsch nach Enkeln ist rein egoistischer Natur. Bei Töchterchen passt es nicht ins Lebensmodell und sie ist nicht dazu auf der Welt, um deine Wünsche zu realisieren. Wäre sie lesbisch, hätte sie vielleicht auch keine Kinder, wenn niemand der beiden sie austragen wollen würde aus einer Samenspende heraus o. ä.. Und selbst wenn sie welche haben wollen würde, müsstest du nicht, ob es in Erfüllung geht. Klappt ja nun bei vielen Paaren nicht.

        Man kann nicht alles im Leben haben. Das ist nun mal so. Man kann traurig darüber sein, aber bei so einem existenziellen Thema ist jemand anderes mehr betroffen als du - nämlich die Tochter, für die es nicht passt. Ist ja was anderes, als würde man sich einen Porsche wünschen und traurig darüber sein, dass der Wunsch wohl lebenslang ein Traum bleiben wird.

        (11) 25.12.17 - 03:06

        Und du hast deine Tochter auch nur bekommen, damit deine Mutter Oma wird?

        Also ganz ehrlich, alleine die Erwartung daran, dass deine Tochter bitte ein Kind haben soll, ist mächtig falsch. Hättest ja auch mehr Kinder zeugen können, hätte deine Chancen auf Enkel erhöht.

        Gibt bestimmt auch bei euch im Ort/Stadt eine Organisation, die nachbarschafts-Omas sucht, da es ja oft so ist, dass nicht immer Familie am Ort wohnt.

        (12) 25.12.17 - 12:03
        Kinder-ein-Geschenk

        Das ist ganz schön hart für eine Mutter, wenn sie weiß dass sie wahrscheinlich niemals Enkelkinder haben wird. Das wäre für mich wahrscheinlich ein schwerer Schlag.

        Hast du keine anderen Kinder, die noch Enkelkinder zeugen könnten?

        Aber die Folgen der Kinderlosigkeit werden für deine Tochter viel gravierender sein als für dich. Sie lebt jetzt ihr erfolgreiches Leben mit Geld und Freiheiten, genießt es. Aber wenn sie mal älter wird, und das Rentenalter näher rückt, wird sie vielleicht eines Tages erkennen, dass ihre Freunde Kinder und Enkelkinder haben und sie nicht.

        Es kommt die Zeit, wo einige der Bekannten versterben. Wo Arbeitskollegen nicht mehr leben, oder chronisch krank zu Hause liegen und von ihren Kindern zumindest umsorgt werden. Bekannte feiern die Hochzeiten ihrer Kinder, den Schulabschluß, den Masterabschluß ihrer Enkelkinder .... und man ist zunehmend häufiger alleine. Andere Paare in Rente ziehen weg zum Wohnort ihrer Kinder, um näher bei ihrer Familie zu sein. Irgendwann fragt man sich, wer in 10 Jahren, in 20 Jahren noch leben wird von den Freunden. Irgendwann wird es greifbar wie wichtig Familie ist. Spätestens dann, wenn der Eheparter verstorben ist und man niemanden mehr hat, der zu einem gehört.

        Dann hat deine Tochter ein Problem. Du bist davon weniger betroffen.

        • (13) 25.12.17 - 12:28

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          • (14) 25.12.17 - 12:44
            Kinder-ein-Geschenk

            Ich kenne zig Familien aller Altersstufen und darunter zum Glück keine einzige wo es so ist wie du es schilderst, dass jemand gerne und freiwillig kinderlos geblieben wäre und die Großeltern weggezogen sind.

            Ich kenne nur Familien, die mit zunehmendem Alter mehr Wert legen auf familiären Zusammenhalt und die Familie, die Kinder, die Enkelkinder, die Urenkel mit großer Wertschätzung und viel Liebe behandelt werden. Und es sind wirklich sehr viele Familien in meinem Umfeld von Nachbarn, Freunden, Arbeitskollegen, Verwandten und angeheirateten Verwandten. Das soll nicht realitätsnah sein???? In welcher "Realität" lebst du denn?

            Eine liebe Bekannte ist 96, wohnt zu Hause in ihrem eigenen Haus, bekommt jegliche Unterstützung von ihren Töchtern, ihren Enkeln und sogar Urenkeln. Eine ihrer Enkelinnen ruft jeden Tag einmal ihre Oma an. Die alte Dame kann sich weitgehendst noch selbst versorgen, die hat lediglich eine Haushaltshilfe (1 x pro Woche) und die Einkäufe werden ihr besorgt. Kein Wochenende wo sie nicht Besuch hat.

            Ich habe lediglich eine Tante (unter vielen), die nur zwei Kinder hatte, davon ist eines kurz vor ihr verstorben und das andere Kind war kinderlos. So kamen zu ihrer Beerdigung ihr Kind, ein Enkelkind - das waren ihre einzigen nahen Verwandten, sowie einige betagte Freundinnen und weitläufigere Verwandte. Das fanden wir schon traurig. Stell dir vor du stirbst und hast dabei nur noch zwei Angehörige.

            • Stell dir vor du stirbst und hast dabei nur noch zwei Angehörige.
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              Wenn man sonst keine Sorgen hat, wie viele Leute ums Grab herumstehen, wenn man schon TOT ist........ Welche Toten interessiert das?

              Ich bin inzwischen (leider) auf sehr vielen Beerdigungen gewesen und es wird kaum irgendwo so viel geheuchelt wie nach dem Versterben und plötzlich tauchen Leute auf, die sich zu Lebzeiten kaum gerührt haben,

              • (16) 25.12.17 - 13:27
                Kinder-ein-Geschenk

                Wenn du schon tot bist, wird es dich nicht so sehr interessieren. Aber BIS du tot bist, können Jahrzehnte der Einsamkeit kommen! Von 65 bis 100 sind es 35 Jahre. So lange lebte diese Tante, davon viele Jahre in einem Pflegeheim. Sie starb mit 100.

                Verdammt lange Zeit wenn man einsam ist.

                • Sie war doch nicht einsam. deine Tante. Da waren Pflegekräfte, die sie über Jahre gekannt hat, und andere Heimbewohner, auch da sicher Leute, die sie seit Jahren kannte. Wenn sie alleine sein wollte, dann aus eigener Entscheidung, den Pflegekräften ist es meistens ganz recht, wenn die Leute zusammen im Speisesaal sitzen und so mehr Ansprache haben.

                  Man braucht doch keine Blutsverwandten, um nicht einsam zu sein. Meine Mutter hat deutlich mehr Kontakte zu Gleichaltrigen Freunden als zu ihren Kindern, die eben mit eigenen Verpflichtungen schon ausgelastet sind.

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            • (19) 25.12.17 - 13:50
              Kinder-ein-Geschenk

              Ich respektiere deine Entscheidung. In spätestens 60 Jahren wirst du für immer vergessen sein. Niemand wird sich an dich erinnern, niemand wird dich vermissen. Es wird niemand geben, der dein Erbe weiterführt, deinen Namen trägt oder stolz sein würde dein Nachkomme zu sein. Wenn es das ist, was du dir wünschst, ist das ja ok.

              Für mich wäre es nicht ok. Wir pflegen die Erinnerung an unsere Urgroßeltern, Großeltern und Eltern. Ihre Fotos haben wir bei uns im Wohnzimmer, und wir staunen über die großartigen Anlagen, die sie an uns und unsere Kinder vererbt haben. Ihr Fleiß, ihre Tapferkeit, ihre Bescheidenheit, ihr Glaube, ihre Freundlichkeit, ihre guten Werte, ihr Hilfsbereitschaft, ihre Intelligenz und ihre Liebe zu Kindern haben sie uns und unseren Kindern weitergeben, das ist in den Kleinen alles wieder da. Ich freue mich und bin jetzt schon gespannt wie die Enkelkinder einmal sein werden. Und wenn wir einmal alt sein werden, freuen wir uns das Ergebnis unserer Mühen erleben zu dürfen. Es hat sich gelohnt wir würden es jederzeit wieder so machen.

              • (20) 25.12.17 - 19:13

                Sorry, aber: Was für eine Sülze.

                Hi,

                Wenn ich tot bin ist mir herzlich egal, ob sich wer noch an mich erinnert 😉. Krieg ich nicht mehr mit.

                Und das sich Kinder immer so gut um ihre Eltern kümmern.
                Naja, dass ist auch so ein rosa Brillen Ding..

                Frag Mal in der Altenpflege, wie viele Leute da trotz 3-4 Kindern keinen Besuch bekommen oder nur den 1 Stunden standard Besuch am Sonntag, damit man seine Pflicht getan hat.

                Wir sind mal über 1 Jahr lang für eine ältere Dame mit einkaufen gegangen. Ihre Tochter wohnte 150 Meter weiter weg, hatte Führerschein und Auto und war mit ihrer Teilzeitstelle soo ausgelastet, dass sie keine Zeit hatte mit ihrer Mutter einkaufen zu fahren.
                Also haben wir das gemacht.

                Und es ist ein gewaltiger Unterschied zu dem, was die Leute sagen, wie aufopferungsvoll sie pflegen und was dann tatsächlich gemacht wird.
                Zumal ich weiß was es bedeutet jemand ständig um sich zu haben der betreut werden muss. Die Großtante hat bis 3 Monate vor ihrem Tod mit bei uns im Haus gewohnt (Mehrgenerationenhaus) und es war gerade für meine Schwiegermutter sehr belastend.
                Zur Beerdigung kamen übrigens auch viele Leute, die vorher 1x im Jahr vorbeigeschaut haben, und zwar weil der "Anstand" es so verlangt, nicht aus Verbundenheit.
                Alleine war sie trotzdem laut ihrer Aussage und niemand hat sich um sie gekümmert. Das war natürlich Quatsch, aber sie empfand es so. Also gebracht hat ihr die Familie so auch nicht wirklich was. Zumindestens für igr empfinden.

                (22) 27.12.17 - 08:38

                Dein hier gewählter Forenname scheint Programm zu sein, jedenfalls scheinst du ausgsprochen romantische Vorstellungen vom sinngebenden und erfüllenden Zweck von Kindern zu haben.

                So einfach ist das aber nicht. Weder ein Leben mit noch ohne Kinder verspricht einen Schutz vor Einsamkeit im Alter.

                Aber selbst wenn man deinen Vorstellungen folgt, wäre doch in deiner als absolut perfekt geschilderten Familie mit ausschließlich fleißigen, tapferen, bescheidenen, freundlichen, gläubigen, intelligenten, hilfsbereiten Menschen doch auch ein Platz für das Familienmitglied, das nun - sei es gewollt oder ungewollt - kinderlos geblieben ist oder werden die bei euch ausgstoßen und zwangsvergessen?

                Hat man keinen Kinderwunsch oder eben keinen, den man meint, umsetzen zu wollen, bekommt man auch besser keine. Erwartungen bezogen auf das eigene Wohlergehen für das dann die Kinder später zuständig sein sollen, halte ich für egoistisch.

                In dem Zusammenhang stelle ich auch deine Idee von einem Weiterleben in den Kindern in Frage. Die Zeit eines menschlichen Lebens ist so begrenzt, dass wenige Generationen weiter ausreichen, dass bald keiner mehr den Verstorbenen tatsächlich erlebt hat. Das sind dann eben keine echten Erinnerungen, sondern eben tatsächlich nur ein Bild, das der Realität nicht entsprechen muss.

                Familien, die nicht ausschließelich eine Ahnenreihe perfekter Menschen hervorgebracht hat, wie es bei euch der Fall zu sein scheint, haben dann nach deiner Vorstellung offenbar die A...karte gezogen, denn dann leben die vielleicht weniger guten Eigenschaften in den Kindern weiter?

                Mir kommt das alles sehr theoretisch vor, was du da schreibst. Ich wünsche jedem, der sich ein Kind wünscht, dass sein Wunsch erfüllt wird. Einen mit Kindern verbundenen Mehrwert künstlich herbeizureden, macht für mich keinen Sinn.

          Und bei mir sind ganz viele Familien in der Umgebung, wo die Kernfamilie ab 400 km entfernt wohnt, da gibt es kein "helfen".

          Ich würde mal sagen, immer weniger wohnen noch dort wo sie aufgewachsen sind.

          lg
          lisa

(24) 25.12.17 - 19:12

Ich kann dich verstehen, ich komme auch langsam an den Punkt, dass ich denke. Enkelkinder irgendwann wären nett. Ich wäre auch etwas enttäuscht, aber mir wäre klar, dass es das Leben meines Sohnes ist.

Was mich aber ankotzen würde: Wenn ich so etwas an Heiligabend gesagt bekäme. Deine Tochter scheint mit reichlich Egozentrik und fehlender Empathie gesegnet zu sein...

(25) 25.12.17 - 21:56

Hi,
macht doch Leihoma und -opa.
Auch wenn es nicht das eigene Enkelkind ist, kann man auch anderweitig Kinder gerne haben und helfen.
Oder wenn ihr Zeit habt... es gibt Kinderstationen, Kindergärten, Schulen....die Hilfe von Menschen wie Euch brauchen, die Kinder lieben und betüteln wollen.

lg
lisa

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