Keine Anerkennung / „richtiges“ Heiraten

    • (1) 28.12.17 - 12:56

      Mein Freund und ich sind seit über 12 Jahren - mit Pausen- zusammen. Wir sind jung Eltern geworden, es war nicht immer leicht.. vor knapp einem Jahr ist unser zweites Kind zur Welt gekommen. Heiraten war immer mal wieder Thema, von seiner Seite her aber eher so „ja alle machen mir Druck etc“ ich habe ihm nie Drück gemacht und das die Eltern mal fragen, find ich nicht verwerflich.
      Im Kreissaal dann hat er mir einen Antrag gemacht, im Dezember letzten Jahres haben wir dann nur mit unseren Eltern standesamtlich geheiratet (ohne Ringe da Zeit zu knapp) , das war ganz schön und unkompliziert, kirchliche Hochzeit 2017 oder 2018 hieß es da noch..

      Im Frühjahr diesen Jahres haben wir uns ein Wohnmobil (nicht neu) zugelegt . Geplant ist, dieses nächstes oder übernächstes Jahr wieder zu verkaufen, um mit dem Geld auch ein wenig das Finanzielle zu stemmen. Ich brauche keine große Hochzeit mit allem drum und dran.. mir geht es um den Glauben und auch darum, dass wir das verdient haben, unsere Liebe mit allen zu feiern, wir haben so gekämpft um das, was wir nun haben.. jetzt fühle ich mich langsam echt veräppelt oder hingehalten weil nie was konkretes kommt, alles andere finanziell immer wichtiger ist, und er das nicht unbedingt braucht, aber weiß, dass mir das wohl wichtig ist. Macht mich trotzdem sehr traurig, finde, ich habe mehr verdient..(nicht geldlich gesehen versteht sich)
      Habt ihr vllt eine Idee wie ich weiter vorgehen kann, ohne dass es in einem Streit oder Ähnlichem endet .. bin so langsam echt verzweifelt.. Danke schon mal fürs Lesen..

      • (2) 28.12.17 - 13:16

        Nein, da kann ich dir keinen Tip geben. Mich hätten keine 10 Pferde zu einer großen Hochzeitsfeier bekommen.

        Mach doch kein Drama um nichts. Ihr habt euch, seid glücklich und gut ist. Macht dich so ein TamTam ernsthaft glücklicher?

        • Will gar keine große Feier wie gesagt es geht eher um das emotionale dabei .. klar bin sehr dankbar .. geht eher darum , dass er halt auch gesagt hat so und so und jetzt hm och eig brauch ich das nicht .. fühl mich nicht ernst genommen und ja Ka ..

      (5) 28.12.17 - 13:34

      Ciao
      Kann dich verstehen. Mir ging es ähnlich. Ich wollte nie eine riesige Hochzeit , aber wenigstens ein Brautkleid.. wir haben als ich noch schwanger war standesamtlich geheiratet. Es war schön, klein und absolut ein schöner Tag! Dennoch hiess es immer später gibt es noch das „grosse „ fest. Welches bis heute jedoch nicht stattgefunden hat. Habe mich damit abgefunden. Manchmal denke ich nur...“wow ich konnte nie ein Brautkleid anziehen „.. aber na ja es gibt wichtigeres im leben :)

      Hallo!

      Wenn man das Geld dazu nicht hat, hat man es nicht. Ich kann verstehen, dass dir eine kirchliche Hochzeit wichtig ist. Ist es mir auch. Ich bin sehr gläubig und mit der Kirche verbunden. Es eilt aber nicht, da ich mir sicher bin, dass Gott unsere standesamtliche Hochzeit ebenfalls als "voll nimmt". Wir haben 2010 geheiratet. Wir haben damals schon gesagt, dass wir zur Petersilienhochzeit (12,5 Jahre) heiraten. Eher wäre schöner. Aber es muss ja auch bezahlt werden. Das verlangt Zeit, um zu sparen.

      Wäre ein Kompromiss bei euch, dass ihr Summe x monatlich spart und bei erreichter Summe y kirchlich heiratet und es davon zahlt? Wäre meine einzige Idee.

      Falls du mit emotional religiös meinst, sehe es einfach wie ich. Auch standesamtlich wird von und vor Gott anerkannt. Wenn es als nicht religiösen Gründen ist, eilt es doch nicht. Auch wenn es eine schöne Tradition ist, lässt man sich ja nicht wegen weißem Brautkleid trauen, sondern damit der Bund der Ehe von Gott gesegnet wird.

      Alles Gute
      Ninly mit drei Mäusen an der Hand

    • Hm. Versetze dich mal in seine Lage. Du wolltest heiraten, das hat er jetzt verwirklicht. Nun fühlst du dich aber so, als hättest du "mehr" verdient. Und das ist im Grunde genommen jetzt noch ein großes Kostümfest mit Rührung à la "mit Tüll und Tränen" oder wie diese Sendung heißt.

      Ich gehe mal davon aus, dass dein Mann vermutlich eher pragmatisch veranlagt ist und dem dir fehlenden sentimentalen Drumherum nicht so irre viel Bedeutung beimisst wie Du?

      Dann würde ich ihm das sachlich aber im Klartext sagen: "Ich möchte kirchlich heiraten, so mit weißem Kleid und großer Feier, weil bla Blubb." So, dass er wirklich versteht, was du willst. Und ich würde eher damit rechnen, dass er sagt "Schatz, wir SIND verheiratet!", insbesondere dann, wenn er zuletzt, wenn überhaupt, zur Taufe/weil-man-das-hier-so-macht-Konfirmation, eine Kirche von innen gesehen hat.
      Dann brauchst du vermutlich gute Gründe, die über die Träume seit Mädchenzeiten hinaus gehen oder eine gewisse Gutmütigkeit von seiner Seite, dir diesen (teuren) Wunsch zu erfüllen.

      Aber grundsätzlich: gerade raus mit verständlichen Worten und nicht mit typisch weiblichen Subtexten.

      LG

      Wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es dir vorallem um die Symbolik und die muss nicht viel Geld kosten.
      Vielleicht musst du ihm mal klar machen, dass eine kirchliche Hochzeit nicht zwangsläufig teuer sein muss. Ich kann verstehen, dass es bei einer jungen Familie dringlichere Dinge als eine Hochzeit gibt, aber eine schönes Fest geht ja auch ohne großen finaziellen Aufwand, wenn man etwas kompromiss bereit ist und nicht unbedingt eine Märchenhochzeit plant.

      Wenn es nur um den Glauben und das Offizielle geht, ist das ganze ja recht kostengünstig zu haben.
      Wir hatten eine eher kleine unaufwendige Hochzeit.

    Hi,
    warum nimmt ihr nicht das Wohnmobil, fahrt irgendwo hin und heiratet romantisch zu zweit in einer tollen Kirche?
    Ja Du hast es verdient aber zeig deinem Mann auf, das es andere kostengünstige und tolle Möglichkeiten gibt, um kirchlich zu heiraten.

    lg
    lisa

    • Also ich habe den Beitrag genau umgekehrt verstanden. Die kultische Handlung eines Geistlichen der entsprechenden Konfession ist ja an und für sich nicht teuer. Ich denke mir, dass es eher um das Hochzeitsfest geht, das die Threaderstellerin haben möchte.

      • Hallo, danke erst mal
        für eure Antworten.. ich fühle mich halt in der Sicht veralbert, dass er letztes Jahr vor der standesamtlichen Hochzeit sagte, nächstes oder übernächstes Jahr. Sonst hätte man sich gleich auf was kleines einigen können. Aber auch so ist nur „nur „eine Gartenfeir geplant, kein a la Tüll und Tränen.. so denke ich nur, hm wollte er nur den Steuervorteil nutzen - ich habe ihn gedrängt zu heiraten , klar ausdrücken kann ich mich auch.. er feiert gern Feste und plant und organisiert, auch in unseren großen Garten, aber die Hochzeitsfeier nicht? Find ich halt schade, dass ihm das nichts wert zu sein scheint oder er mir von sich aus nicht iwas vorschlägt. Habe nicht das Gefühl gleichberechtigt zu sein..aber klar es gibt weitaus wichtigeres..

        • "Find ich halt schade, dass ihm das nichts wert zu sein scheint oder er mir von sich aus nicht iwas vorschlägt."

          Schlag Du doch was vor!

          Ihm ist es anscheinend nicht wichtig, Dir schon, jetzt wartest Du gefrustet darauf, dass er aus dem Quark kommt?

(15) 28.12.17 - 22:59

Ich verstehe dich!
Ich wollte Heiraten und er meinte ich wäre zu Jung dafür.
Er war damals in Unsolvenz und wollte mehr verdienen können, so heirateten wir: ohne Irgendwen dabei, ohne Ringe, in Jeans und Turnschuhen.
Er wollte mir auch immer eine kleine Feier danach gönnen, das höre ich seit 5 jahren.

Mittlerweile habe ich gar keine Lust mehr ihn darauf anzusprechen und immer darüber traurig zu sein.

Und ja, ich finde es schade, wie es war.

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