Luxusproblem

    • (1) 02.01.18 - 22:31
      Feigerschwarznick

      Guten Abend,
      ich habe ein Problem bezüglich eines Luxusartikels. Und zwar habe ich zum Geburtstag, und jetzt zu Weihnachten, von meinem Onkel Geld geschenkt bekommen und auch noch weiteres Geld. Also habe ich mir einen Wunsch erfüllt, den ich schon lange und immer wieder habe und hatte, wenn auch nicht sehr dringlich. Das habe ich mit meinem Mann auch so besprochen. Jetzt habe ich für dieses Luxusding doch mehr ausgegeben als er sich so vorgestellt hat und auch mehr als ich selbst, wenn auch nicht erheblich mehr (wahrscheinlich gingen unsere Vorstellungen vorher schon auseinander😉). Aber so hat das Teil eine gewisse Qualität, ist aber noch laaaaange kein High-End-Produkt. Dass ich das jetzt bestellt habe, hat er beiläufig von unserem Kind erfahren. Achso, dieses Luxusding kann von uns allen genutzt werden, von den Kindern soll es das sogar.
      Er ist wohl etwas angefressen, dass ich dafür jetzt mehr Geld ausgegeben habe, als er geplant hat. Und nannte mich egoistisch, was ich aber gar nicht auf mir sitzen ließ, woraufhin er dann zurückruderte.
      Ich war etwas baff und als ich sagte, dass ich doch das Geld von meinem Onkel geschenkt bekommen habe, meinte er, das mit dem Geburtstagsgeld wäre ja auch ok, aber beim Weihnachtsgeschenk sähe das doch anders aus und es sollte doch für den Gebrauchsgegenstand ausgegeben werden, den wir und mit unserem geschenkten Geld (von Eltern) zu Weihnachten kaufen möchten. (Mein Onkel hat MIR das Geld geschenkt). Allerdings ist von dem Onkelweihnachtsgeschenk noch über die Hälfte übrig, kann gerne in den Familientopf.
      Ach, ich habe übrigens auch ein hübsches Gehalt, wäre mir dieses Teil schon immer ein Herzenswunsch gewesen, könnte ich losstiefeln und es kaufen, damit würde ich unsere Familie nicht in den finanziellen Ruin stürzen.
      Ich schwanke zwischen „der spinnt ja wohl“ und „vielleicht hat er ja doch recht und es ist egoistisch“.
      Wie seht ihr das, darf man bei einem Weihnachtsgeldgeschenk für den Ehepartner automatisch davon ausgehen, dass es auch für einen selbst ist? (Es wurde auf unser gemeinsames Konto überwiesen, ein eigenes habe ich nicht, Onkel sagte aber, dass es für mich sei.)

      LG

      • (2) 02.01.18 - 22:58

        Uff, dass ist schwer.

        Also ich bin diejenige, die eher wenig bekommt, während mein Mann von deiner Oma und seinen Eltern unfassbar viel Geld bekommt.

        Mein erster Spruch war "Super, dann können wir ja das Kinderzimmer bezahlen". Das ich damit über sein Geld verfüge, war mir im ersten Moment nicht bewusst.

        Nun bin ich zurückgerudert und versuche es doch fair zu lösen. Er möchte das Geld anders ausgeben, also muss ich es akzeptieren.

        Für mich ist es schwer zu sehen, wie er mit seinem Geld umgeht, während ich sparen muss (unser Gehalt unterscheidet sich mit etwa 1000 - 1500 netto. Sobald ich in Elternzeit bin, bin ich finanziell abhängig.). Vielleicht geht es deinen Mann auch so ? Ganz gleich ob es euch heute gut geht, man ist doch trotzdem geprägt.

        Wenn ich er wäre, würde ich mich ziemlich ärgern und dixh dann aber machen lassen. Es ist dein Geld und deine Entscheidung. Und wie es scheint, geht es euch ja ganz gut.

        Aber um Himmel, um was geht es denn ? Bei mir wäre es teures Make up, bei meinem Mann komische Applegeräte. Was ist das für ein Gegenstand?

        • (3) 02.01.18 - 23:45

          Danke für deine Antwort.
          Ein Keyboard. Wenn ich genug Muse und Disziplin aufbringe, möchte ich mir das Spielen selbst beibringen, ansonsten möchte ich Unterricht nehmen.#hicks (Außerdem fände ich es schön, wenn die Kinder auch darauf spielen wollen - der Große hat aber sein Instrument schon für sich gefunden.)
          Eigentlich kommen von Seiten seiner Familie die größeren Geldgeschenke, meist aber für uns beide. Vom Weihnachtsgeschenk ist aber noch über die Hälfte übrig, das packe ich ja in unseren Topf.
          Mein Onkel war (für sich gefühlt) die letzten Jahre finanziell eingeschränkt, da bekam ich gar nichts (ich habe aber auch nichts erwartet, ich bin erwachsen und habe einen Beruf). Jetzt geht's ihm in dieser Hinsicht wieder besser und er war großzügig, dieses Geschenk war eine absolute Überraschung und ich wollte etwas Besonderes dafür kaufen.
          Mein Mann und ich verdienen vergleichbar, ich arbeite etwas weniger. Es ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar, weil ich da so anders ticke, mich aber schon auch als vernünftig im Umgang mit Geld bezeichnen würde, verprassen tue ich es nicht. Er hat sich schon einen ganz egoistischen, viel teureren Wunsch erfüllt, an dem keiner von uns teilhaben kann und ich gönne ihm das von Herzen und habe ihm damals zugedreht, das zu tun. Männer#augen!

    Hallo,

    ich sehe alles was rein kommt, als Familiengeld an. Mein Mann auch.

    Ich war 10 Jahre die Hauptverdienerin und seit 2017 verdient mein Mann endlich den Löwenanteil (nicht endlich, weil er Geld rein bringen soll, sondern weil ich mich für ihn sehr freue, denn er hat sehr lange darauf hin gearbeitet).

    Geschenktes Geld ist also halbe/halbe seins und meins. Das finde ich fair, denn nicht jeder hat die gleichen Familienhintergründe und ich möchte mit ihm teilen und er mit mir (teilen macht mehr Freude).

    Wenn er sich was kaufen will, ok. Solange es im Rahmen ist (Männr und Autos - ich verstehe es nicht, finde es auch nutzlos, aber nun ja).

    Im Gegenzug sagt er nix, wenn ich mir das zweite Buntstiftset für 200 Euro kaufe ;-), obwohl er das ganz sicher nicht versteht. Und das kann hier kein anderer nutzen, obwohl ich alle lassen würde #rofl.

    Ich weiß ja nicht, was Du gekauft hast, aber ja, ich fände es ein bisschen unfair. Es sollte beiden Partnern gleiches Geld zur freien

    • Verfügung eingeräumt werden. Dann fände ich es ok.

      Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht weil ich von meiner Zeit als Hauptverdiener noch weiß, wie wichtig mir war, dass beide gleichberechtigt über unser Geld verfügen dürfen. Vielleicht fühlt sich Dein Mann, dass er nicht so einen Geldbetrag allein ausgeben dürfte. Das fände ich als Partnerin wirklich schlimm für meinen Mann und würde darauf achten, uns "gleich zu machen" finanziell.

      Liebe Grüße
      nebelschnee

      (8) 02.01.18 - 23:57
      Feigerschwarznick

      Danke für deine Antwort.
      Es ist im Rahmen, das wäre es selbst ohne dieses Geldgeschenk. Ist so ähnlich wie deine Buntstifte, also ich kann damit meine kreative Ader ausleben.#schein
      Wir verdienen absolut vergleichbar, er arbeitet etwas mehr, hat daher also das größere Gehalt. Wenn er jetzt einen ähnlichen Wunsch hätte, wäre das kein Problem, zumal ja vom Weihnachtsgeldgeschenk noch mehr als die Hälfte da ist.

      • Dann ist ja der Betrag nicht SOOO groß. Wenn es also keinen finanziellen Grund gibt, dann erlaubt Dein Mann sich vielleicht einfach nichts für sich selbst und projeziert das nun auf Dich, obwohl er ja keinen Wunsch geäußert hat.

        Sprich doch nochmal mit ihm, so ganz ohne Anschuldigung.

        Mein Mann meinte neulich zu mir in einem "kleinen" Streit - er gebe ja immer nach #augen.

        Aber nur weil eigentlich oft sofort mir zustimmt, gibt er doch nicht nach :-p. Diesen Unterschied hat er dann auch verstanden (im Übrigen gebe ICH immer nach :-p).

        Männer sind da manchmal komisch - ist bei euch vielleicht mit diesem Thema auch so.

        Liebe Grüße
        nebelschnee

        • (10) 03.01.18 - 10:02
          Feigerschwarznick

          Hallo,
          mhhh, du könntest Recht haben, ich weiß aber nicht warum er so tickt.
          Natürlich haben wir unsere Verpflichtungen durch unser Haus, aber zusammen verdienen wir echt gut und bekommen das sehr gut hin. Und es ist kein Problem, dass wir uns ab und zu mal einen Wunsch erfüllen, wobei ich sagen muss, dass wir absolut keine Überkonsumenten sind. Wir wägen beide immer sorgfältig ab, ob ein Kauf nötig ist oder nicht. Das Keyboard ist natürlich nicht wirklich nötig, deshalb sehe ich es als Luxusartikel.
          Ich wüsste nicht, welchen größeren Wunsch mein Mann gerade hegt. Vielleicht liegt es wirklich daran. 🤔 Ich habe mir auch schon überlegt, ob er enttäuscht ist, dass nur ich Geld zu Weihnachten bekommen habe? Nun, vom Weihnachtsgeschenkegeld ist ja noch über die Hälfte da, da hat er ja dann auch was davon.
          Vielleicht passt diese gemeinsame Kontoführung nicht zu uns, denn wenn ich mir etwas wegsparen wollen würde (wir sparen Rücklagen, das meine ich nicht), wüsste ich gar nicht wohin. Denn ich verdiene ja gut, ich habe mir dieses Geld ja schon angespart, es ist auf unserem gemeinsamen Konto. (Er genauso.) Dennoch kann ich offensichtlich nicht so frei darüber verfügen, wie ich mir das vorstelle. (Es geht hier ja nicht um die Anschaffung an sich, sondern um den etwas größeren Betrag). Schwierig.

          LG

          • Einer der Gründe, warum ich kein gemeinsames Konto habe.

            Ich habe mein eigenes Konto und Sparkonto und das Geld verwende ich genauso wie an mich gerichtete Geldgeschenke so wie ich will.

            Mir ist diese finanzielle Symbiose genauso fremd wie das Teilen einer Zahnbürste.

            LG

            • (12) 04.01.18 - 12:12

              Hallo,
              ich bin durch die Diskussion hier tatsächlich so weit darüber nachzudenken, ob eine Kontentrennung nicht besser wäre.
              Dennoch spricht man ja über sein Gehalt und über Geldgeschenke mit seinem Partner, somit wissen ja beide, was da ist. Es ist anders verteilt, eben auf mehrere Konten, dennoch sind das die Einkünfte für die Familie.
              Man sieht hier ja in der Diskussion, wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Weihnachtsgeldgeschenk sind. Mein Mann scheint zu denken „Weihnachten=für alle in der Famile“, ich sehe das etwas anders. So gehe ich davon aus, dass er auch bei getrennten Konten angefressen wäre.
              Wahrscheinlich haben er und ich da unterschiedliche Einstellungen, damit müssen wir leben.
              Zwischen uns beiden zu Hause ist das übrigens kein Thema mehr, das Ding ist da und wir haben uns lieb.😉 (Und ich merke gerade, dass es blöd war diesen Thread zu eröffnen, denn dadurch beschäftigte ich mich doch viel länger und stärker damit.)
              LG

          Hallo.

          Ich weiß ja nicht, ob du zuhause es auch so anpreist, dass es ja DEIN Weihnachtsgeld vom Onkel ist. Vielleicht liegt ja da der Hund begraben. Auch wenn du sagst, es ist noch was übrig, so ist es ja dann doch DEIN Weihnachtsgeld. Sehe es doch, wenn du es sagst, der Rest kommt in den Familientopf, betonst du anscheinend ja immer, dass es DEIN Weihnachtsgeld vom Onkel ist. Seh es doch als euer Weihnachtsgeld an und du hast eben davon ein Familiengeschenk gekauft, was ja auch lange geplant war.

          LG

          • (14) 04.01.18 - 11:37
            Feigerschwarznick

            Hallo,
            „angepriesen“ habe ich das nicht, aber als er mich darauf ansprach, weil ich das (etwas) teurere Teil gekauft habe - was ich total befremdlich fand, dass er deshalb angefressen war - habe ich mich natürlich dazu hinreißen lassen zu sagen, dass es doch mein Geburtstags- und Weihnachtsgeschenkegeld ist, fand er doof. (Niemals wäre ich angefressen wegen des Preises, wenn er etwas für alle kauft, von seinem geschenkten Geld - für mich ein total absurder Gedanke.) So entstand ja auch meine Frage im Ausgangsthread.
            Ich sehe das sogar so, dass ich etwas Besonderes für die Familie gekauft habe. Er findet es grundsätzlich auch gut, dass wir ein Keyboard angeschafft haben. Nur hätte er eines in einer anderen Preisklasse gekauft. Da ich mich aber um den Kauf kümmerte und mich entsprechend informierte, habe ich etwas mehr investiert. Ohne mir etwas dabei zu denken, denn das Geld dafür ist so oder so da.
            LG

            • Wenn ihr das Geld dafür so oder so gehabt hattet und das abgesprochen war, dass ihr dieses Instrument kauft, dann versteh ich euch beide nicht. Ihn nicht, dass er sich aufregt, dass es doch teurer geworden ist (obwohl ihr ja auch nicht wirklich eine preisliche Vorstellung hattet, oder doch?). Und dich auch nicht, warum du dich jetzt darüber aufregst, dass er sauer ist. Dann scheint es ja finanziell doch nicht so locker zu sitzen, wie du schreibst.

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