wann wieder arbeiten nach Geburt

    • (1) 05.01.18 - 17:35
      Rutio

      Hallo,
      Frage steht ja oben. Ich war überrascht, als mein Mann heute mit einer Umfrage um die Ecke kam, die besagt, dass Frauen sich eine ganztägige Betreuung erst ab 5 einhalb vorstellen können und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz in Teilzeit wenn das Kind gut drei Jahre ist. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung.
      Eine Vollzeit Berufstätigkeit halten die befragten Frauen im Schnitt erst ab einem Alter des Kindes von sieben Jahren für ok.
      Wir haben beide jeweils 6 Monate Elternzeit genommen, also ich nach dem Mutterschutz noch 4 und mein Partner dann volle 6.
      Und wir haben beide wieder mit voller Stundenzahl angefangen.
      In meinem persönlichen Umfeld arbeiten fast alle Eltern nach einem oder spätestens 2 Jahren wieder, wenn auch der größte Teil der Mütter Teilzeit.
      Wann seit ihr wieder in den Job zurück und mit wieviel Stunden?
      Ab wann wollt ihr wieder Vollzeit gehen oder seid wann arbeitet ihr tatsächlich wieder Vollzeit?
      Mein.Mann meinte nur, kein Wunder das Frauen immer noch von schlechter qualifizierten Männern überholt werden, wenn jedes Kind eine Auszeit von drei Jahren bedeutet und Vollzeit erst mal gar nicht in Frage kommt.
      Wie steht euer Partner zu eurer Berufstätigkeit?
      Oder umgekehrt, wann ist euer Partner nach der Geburt wieder zurück an den Arbeitsplatz und war das ok für Euch?
      Ist das auch abhängig davon was man macht?
      Also ob der Job einem mehr bedeutet als nur Geld zu verdienen?
      Oder davon wie viel Energie man in die Ausbildung gesteckt hat?
      Gehen Frauen die studiert haben, wieder früher zur Arbeit als Frauen die eine Ausbildung hatten?

      • (2) 05.01.18 - 17:41

        Hey, also ich gehe nach einem Jahr wieder Teilzeit arbeiten, aber in Elternzeit. Wenn unser Sohn dann zwei Jahre alt ist, gehe ich wieder in Vollzeit (37 Stunden) arbeiten.

        Meine Mutter hat mir immer eingetrichtert, im Falle eines Falles müsste ich ja auch in der Lage sein meine Familie alleine zu ernähren. Das ist hängen geblieben. Und ich sehe es an Kolleginnen. Außerhalb der EZ in TZ und sie kommen einfach nicht mehr auf VZ, weil der Arbeitgeber darin keine Notwendigkeit mehr sieht. 🤷🏼‍♀️

        Mein Mann hatte gar keine EZ, da er eine zweite Ausbildung macht und die Zeit der EZ quasi hinten anhängen müsste. Das wollten wir beide nicht, daher machen wir das so.

        Aber wieso das in schwarz gefragt werden muss, erschließt sich mir gerade nicht 🤔

        Egal, alles Gute 🤗

        In meinem Umfeld gibt es nur eine Familie in der beide Vollzeit arbeiten weil die es so wollrn und eine, weil die es finanziell müssen... alle anderen arbeiten in unterschiedlichsten Teilzeitmodellen (wir zb 80 ich +50 er)
        Weiterhin sagen außer der erst genannten Familie, dass Kinder Kurven größter Not vor 2 1/2 in Krippe bzw kiga sollen und viele reduzieren noch mal mehr, wenn der Schulstart ansteht.

        Also mein Umfeld entsprich grob der Studie.

        (4) 05.01.18 - 18:39

        Also, mein Partner und ich haben beide studiert, ich hatte vor der Schwangerschaft sogar das höhere Einkommen, aber nur einen befristeten Vertrag, der während der Schwangerschaft ausgelaufen ist.
        Mein Plan war es, nach einem Jahr wieder arbeiten zu wollen, habe mich also sechs Monate nach der Geburt angefangen, zu bewerben. Mein Kind ist jetzt ein Jahr alt und ich habe noch immer keinen neuen Job gefunden, kann aber aufgrund fehlender Kinderbetreuung auch nicht arbeiten. Es ist leider nicht absehbar, wann wir eine Ganztagsbetreuung haben werden, solange muss ich wohl zuhause bleiben. Im Moment bekomme ich ALG 1 und bin äußerst unzufrieden mit der Situation. Wir sind nicht verheiratet und mein Partner würde gerne seinen Job kündigen, um mal auszuspannen, ich soll also Vollzeit arbeiten und den Haushalt machen 🤔. Gibt daher mehrere Baustellen bei uns.
        Wenn ich morgen eine Kinderbetreuung hätte, würde ich Vollzeit arbeiten wollen.

      • Bei uns ist es derzeit so geplant, dass ich bei meinem AG (Teilzeit angestellt) etwa sechs Monate nach der Geburt auf 450 € einsteige. Einfach um auch was für mich zu tun und mal raus zu kommen. Nach einem Jahr möchte ich wieder Teilzeit arbeiten (Vollzeit ist schwer, da Schichtdienst). Unser drittes Kind kommt etwa im April 2018, für April 2019 habe ich bereits einen Krippenplatz angemeldet...

        (6) 05.01.18 - 19:57

        Wir haben beide studiert. Ich war bei beiden Kindern genau 1 Jahr daheim, dann mein Mann 2 Monate. In dieser Zeit hat er die Eingewöhnung in der Krippe gemacht.
        Jetzt arbeiten wir beide voll, aber in Gleitzeit Schichten und durch Oma sind die Kinder Max 6 Std täglich im Kindergarten oder weniger! Für uns eine perfekte Lösung 😀

      • (7) 05.01.18 - 20:24

        Hallo,

        ich und mein Mann haben studiert. Ich habe bei meinem ersten Kind geplant, 1 Jahr Elternzeit zu nehmen. Hat aber mit der Krippe nicht geklappt. Mein Sohn ist letztendlich mit 19 Monate in die Kita gegangan und ich war zu dem Zeitpunkt wieder (geplant) schwanger.

        Jetzt beim 2. Kind habe ich geplant, die EZ 10 Monate zu nehmen, mein Mann 4 Monate. Ich habe die Snauze voll daheim zu sein (insgesamt 3 Jahre für 2 Kinder). Also, ich bin nicht der Typ, der 3 Jahre für jedes Kind zu Hause bleiben kann. Ich werde unglücklich und brauche andere Input als nur Kinder und Haushalt.

        LG

        Unsere beiden gehen jeweils mit 3 in den Kindergarten, solange bleibe ich also zu Hause. Dannach ist Teilzeit angedacht, Vollzeit steht momentan nicht im Raum.

        In unserem Umfeld gibt es verschiedene Modelle. Von Vollzeit-Hausfrau bis Vollzeit arbeiten nach 1-2 Jahren. Es hängt wahrscheinlich vieles von der eigenen Einstellung ab und sicher auch welche Stellung der Job für einen selber hat.

        (9) 05.01.18 - 20:59
        Zu einfach gedacht

        Das wollen ist hier nicht entscheidend.
        Eher die persönliche Situation.

        Um Vollzeit arbeiten zu können, muss man zu erst einen Betreuungsplatz bekommen, (da gibt es Regionen in denen es trotz des gesetzlichen Anspruchs mit einem Jahr, schlicht keine Plätze gibt!).
        Zum anderen muss man dann einen Beruf haben der zu diesen Betreuungszeiten passt (Handel, Gesundheitswesen usw. hat diese Zeiten eben nicht!) und dazu kommt das Kind muss die Betreuung auch akzeptieren.

        Passt davon nur eine Sache nicht, muss man zurück stecken.

        Das kannst du deinem Mann gerne mitteilen, gut qualifizierte Frauen sitzen zu Hause, nicht weil sie das wollen, sondern weil es nicht anders geht!

        Gruß

        • Ich habe bisher nicht die Erfahrung gemacht,dass die von dir genannten Kriterien ausschlaggebend waren wenn es darum ging, dass beide Eltern arbeiten.
          Außerdem, wenn wirklich ein Partner aus den von dir genannten Gründen zurück stecken muss, dann muss,das ja nicht automatisch die Frau sein.
          Der Mann ist ja dann auch in der Situation, sich fragen zu müssen wie er Job und Kind unter einen Hut bekommen kann.
          Meine Kinder sind mit 4 Monaten in einer Kita eingewöhnt worden und wir sind nicht um 16.00 zu Hause.
          Auch da gibt es Möglichkeiten, Randzeiten durch eine Tagesmutter abzudecken oder ein Au pair oder Kinderfrau zu beschäftigen.
          Bei zwei Akademikern, die beruflich was erreicht haben, dürfte das ja finanziell meist kein Problem sein.
          Dadurch, dass die Kinder sehr früh an die externe Betreuung gewöhnt wurden, hatten wir nicht das Problem was mit Kindern auftritt, die älter sind.
          Die oft Schwierigkeiten haben sich einzugewöhnen.
          Wir haben beim ersten Kind was vor 17 Jahren geboren wurde, noch überhaupt keinen Anspruch auf einen Betreuungsplatz gehabt.
          Das haben wir damals durch eine Kinderfrau gelöst, die sich ganz nach unseren.Arbeitszeiten gerichtet hat.
          Meine Mutter hat mit 4 Kindern auf dem Land mit Kita, die um 12-Uhr dicht machte, eine eigene Praxis geführt, und mein Vater in der Forschung tätig, auch viel weg.
          Ich denke,wer will findet auch Möglichkeiten.

          • (11) 05.01.18 - 21:52
            Zu einfach gedacht

            Dies alles muss auch bezahlbar sein.

            Familien die keine Akademiker sind, werden sich diese Möglichkeiten nicht leisten können.

            Gut ausgebildet bedeutet scheinbar, studiert zu haben.

      (12) 05.01.18 - 21:02

      Mein Mann hat schon immer viel mehr verdient als ich.
      Ich selbst bin Erzieherin und war vor der 1. Schwangerschaft Leitung. Hab dann 2 Jahre EZ genommen, mein Mann 2 Monate.
      Dann hab ich 75% gearbeitet.
      Nach Schwangerschaft 2 war ich auch zwei Jahre zuhause und nun arbeite ich 41%.
      Wir haben alles gemeinsam beschlossen und besprochen, wir wollen beide nicht, dass die Kinder ganztags in die Einrichtung bzw. ab diesem Herbst ganztags in den Hort müssen.
      Wir haben zwei volle Gehälter nicht nötig und da mein Mann 3x soviel verdient wie ich, war es klüger, das ich Teilzeit arbeite. Ich kann mir eh nicht vorstellen, in Teilzeit als Gruppenleitung oder Leitung zu arbeiten. Daher völlig ok.

      Und er hat mich erst letztens noch gefragt, wann ich mir vorstellen könnte, wieder voll zu arbeiten. Wir waren dann beide derselben Meinung, das ich das frühestens mache, wenn der kleine aus der Grundschule draußen ist, was noch einige Zeit dauern wird (er ist 2).

      Wir können es uns einfach nicht vorstellen, sie den ganzen Tag abzugeben, wenn wir es nicht müssen...

      (13) 05.01.18 - 21:23

      Ich habe studiert. Meinen Job als ich in der Elternzeit 1 Jahr zuhause war aber verloren. Es war geplant im 2. Jahr ez 20 Std zu arbeiten.
      Habe durch Glück und Zufall eine 20std Stelle in meinem Bereich gefunden und fen Job bekommen als meine kleine 1jahr 4monate war.
      Allerdings Pendel ich je Strecke 1 Std und arbeite mit Überstunden 30std/wo.
      Ich würde mir mehr familienzeit wünschen. Das funktioniert aber jobtechnisch nicht. Ich möchte auch den anschluss nicht verlieren.
      Wir hatten im 1. Jahr nur Einen kitaplatz von 8 bis 12. Jetzt bis 15 Uhr und sind auf die Omas angewiesen.
      Mein Mann ist selbstständig und steckt kaum zurück. Bzw schon nur nicht mit Reduzierung wie ich. Mich ärgert es, Fass es bei uns im Umfeld auch immer ein frauending ist..
      Ob wir im kommenden Jahr einen Kindergartenplatz bekommen, wo und bis wann am Tag steht noch in den Sternen.
      Ich finde es nicht leicht allem gerecht zu werden

      (14) 05.01.18 - 21:44

      Hi,
      Ich bin bei meinem Sohn nach einem Jahr wieder mit 25 Std. eingestiegen, mein Mann (Akademiker) war die ersten beiden Lebensmonate zu Hause. Bei unserer Tochter ist es genau so angedacht, nach einem Jahr EZ kehre ich für 25 Std. in meinen Job zurück. Den Platz bei der Tagesmutter hab ich glücklicherweise schon sicher.
      Mein Mann hatte den ersten Lebensmonat frei und wird den 12. nehmen, wir sind dann aber parallel zu Hause. Ich habe vor, wieder Vollzeit in den Beruf einzusteigen, wenn die Kids selbständig sind, also so in ca. 14, 15 Jahren. Ich habe zwar nicht studiert, verdiene in meinem Job aber trotzdem ziemlich gut (Fachkräftemangel), sodass es finanziell ok ist, dass ich Teilzeit arbeite.

      LG

      (15) 05.01.18 - 21:56

      Hi,

      Ich habe bei Kind 1, 3 Jahre Auszeit genommen.
      Ich gehe jetzt im Februar bis Mitte April wieder arbeiten und dann wieder in Mutterschutz und dann für 3 Jahre in Elternzeit.
      Solange die Kinder nicht Nachmittags alleine bleiben können, werde ich nur TZ arbeiten und dann wieder VZ einsteigen.

      Ich halte nix von Ganztagesbetreuung und dann sieht man sein Kind nur 3 Stunden am Abend und muss in der Zeit noch Kochen und das Kind bettfertig machen.
      Das ist für mich einfach nicht richtig.

      Ich war vorher Logistikleiterin und für 15 Mitarbeiter zuständig. Das war ein toller Job, aber TZ nicht machbar. Daher stecke ich jetzt zurück und kann dann doch immer noch Karriere machen. Dann bin ich grade mal Mitte/Ende 40 und hab noch 25 Jahre Arbeit vor mir 😁.

      Zumal man es als Frau im gebährfähigen Alter mit festem Partner eh schwer hat Karriere zu machen, da damit gerechnet wird, dass man schwanger wird.
      Auf meiner alten Stelle sitzt jetzt ein Mann, da meine Nachfolgerin gerade Mutter geworden ist. Da wurde auch schon Witze gemacht, wann er wohl schwanger wird.

      Man muss schon etwas Glück bei der Stellensuche haben, oder sich in der Ausbildungsfirma hocharbeiten können. Bin sehr froh, dass ich die Chance damals bekommen habe, trotz kommuniziertem Kinderwunsch.
      Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Top Diskussionen anzeigen