Erwachsene Tochter möchte mich kennen lernen

    • (1) 07.01.18 - 00:12
      Libellenkind

      Hallo,
      Vor Weihnachten hab ich Post bekommen von meiner Tochter, die ich seit 23-Jahren nicht mehr gesehen habe.
      Ihr Vater und ich haben uns getrennt damals und ich bin weg gegangen.
      Ich war jung, mir war alles zu viel, ich konnte und wollte die Verantwortung nicht länger übernehmen, sondern wieder frei sein.
      Ich wusste immer, dass der Tag kommen wird,wo sie Antworten will und mich einfach kennen lernen möchte.
      Ist auch vollkommen nachvollziehbar und ihr gutes Recht.
      Das Treffen war vor ein paar Tagen und ich muss sagen, ich mag sie nicht.
      Ich hab ihr ihre Fragen soweit möglich beantwortet, sie fragte dann ob wir uns nochmal treffen können.
      Ich wollte nicht sofort nein sagen, aber eigentlich möchte ich das nicht.
      Sie hat mir eben geschrieben und ein weiteres Treffen für Ende Januar vorgeschlagen.
      Ich denke, ich gehe hin, werde ihr aber dann sagen, dass ich für weitere Treffen nicht mehr zur Verfügung stehe.
      Ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht was sie von mir noch will.
      Es ist alles gesagt,was ich ihr zu sagen hatte, ich denke nicht,dass ich ihr da,noch weiter helfen kann.
      Was würdet ihr erwarten?

      • (2) 07.01.18 - 00:17
        Mutter von 2 Kindern

        Darf ich fragen wie du zur Zeit lebst?

        Bist du in einer Partnerschaft ?
        Hast du weitere Kinder die bei dir leben?

        Was magst du an ihr nicht?

        Die Frage was sie noch von dir wollen könnte obwohl du alle fragen beantwortet hast?

        Sie hatte 23 Jahre lang nichts von ihrer Mama
        Vielleicht will sie jetzt gern dich kennenlernen mehr Zeit mit dir verbringen weil sie wissen mag wer die Frau ist die ihre Mutter ist

        Find ich nachvollziehbar

          • Warum ist dir dein Tochter so scheißegal? Warum warst du damals nicht in der Lage zu verhüten wenn du die Reife nicht hast für ein Kind? Deine Kaltschnäuzigkeit geht gar nicht!

      Ich würde von dir erwarten, dass du endlich mal etwas Herz und Verantwortung zeigst und deine Tochter nicht kaltblütig abblitzen lässt.

      Du hast sie aus egoistischen Motiven im Stich gelassen und trotzdem versucht sie, eine Verbindung zu dir herzustellen.

      Was zum Teufel stimmt nicht mit dir, dass du davon nicht gerührt bist, sondern sie "nicht magst"? Es ist deine Tochter!!

      • Was hat denn die Tochter von einer Mutter, die keinen Kontakt will?

        Sie kann ja ihre Gefühle dem Kind gegenüber nicht ändern. Glaubst Du die Tochter ist besser dran, wenn sie eine Mutter in ihr Leben zwingt, die keine sein will?

        Das ist NICHT ihre Tochter, diese Frau hat sie lediglich ausgetragen...!

        Ich hoffe das Kind damals hat eine RICHTIGE Mutter bekommen.

        K

    Hallo,

    Deine Tochter empfindet wahrscheinlich eine besondere Verbundenheit zu Dir als Mutter. In unserer Gesellschaft wird ja die Liebe einer Mutter überall stilisiert. Das "saugen" die Kids ja quasi mit der Muttermilch ein, ob sie nun gestillt werden oder nicht.

    Niemand will glauben, dass es manchmal diese Mutterliebe nicht gibt. Deine Tochter hat sicher eine Wunschvorstellung von einem Kontakt zwischen euch. Sie ist dafür sogar bereit, zu akzeptieren und zu verstehen, warum Du sie damals aufgegeben hast.

    Das heißt, sie ist bereit, sehr sehr viele Zugeständnisse zu machen, damit sie Kontakt zu Dir aufrecht erhalten kann.

    Da Du Dir absolut nicht vorstellen kannst, eine Beziehung zu ihr aufrecht zu erhalten, solltest Du ihr das daher sehr deutlich sagen.

    - nicht verletzend
    - auf keinen Fall damit begründen, dass Du sie nicht magst, sondern nur über DICH sprechen
    - deutliche, sachliche Worte
    - kurz und knapp ohne Emotionen, aber freundlich

    Falls Ihr euch in einem Café oder so trefft, bestell nichts - mach es kurz, denn es wird ja für Deine Tochter sowieso schwer. Also lieber Ende mit Schrecken.

    Und dann wünsch ihr alles, alles Gute im Leben und verabschiede Dich und geh.

    Lass Dich auf keine Diskussionen ein, lass Dich nicht emotional erpressen.

    Eine Beziehung, die Du nicht willst, ist für Dein Kind nicht gesund - durch offene Worte gibst Du ihr die Möglichkeit, mit ihrer Wunschvorstellung abzuschließen und Dich in aller Ruhe zu hassen. Denn genau das braucht sie, damit sie damit abschließen kann.

    Niemand kann ändern, wie Du fühlst und was Du willst. Ich finde es auch furchtbar schade für das Kind, aber bin selbst mit einer nicht-liebenden Mutter aufgewachsen, die mich emotional an sich gebunden hat. Das war viel schlimmer und ich habe mir immer gewünscht, sie hätte mich weggegeben, wenn sie mich schon nicht lieben konnte. Mich hat als Erwachsene noch jahrelang gequält, dass sie so war. Tu das Deiner Tochter nicht an.

    Wichtig ist nur, dass Du darauf achtest, über Dich zu sprechen und Deine Entscheidung in keinster Weise mit ihrem Verhalten, Charakter oder sonstwie begründest. Es wird für sie schon schwer genug werden, da muss sie nicht noch hören, dass Du sie nicht magst. Sie wird Deine Entscheidung wahrscheinlich auch leichter akzeptieren und darüber hinwegkommen, wenn es eben nur Deine Entscheidung ist.

    Ich wünsch Dir für das Gespräch alles Gute und euch beiden das Beste.
    nebelschnee

    • (10) 07.01.18 - 04:24

      "durch offene Worte gibst Du ihr die Möglichkeit, mit ihrer Wunschvorstellung abzuschließen und Dich in aller Ruhe zu hassen. Denn genau das braucht sie, damit sie damit abschließen kann."

      "aber bin selbst mit einer nicht-liebenden Mutter aufgewachsen, die mich emotional an sich gebunden hat. Das war viel schlimmer und ich habe mir immer gewünscht, sie hätte mich weggegeben, wenn sie mich schon nicht lieben konnte"

      #liebdrueck

      :-(

    "... aber bin selbst mit einer nicht-liebenden Mutter aufgewachsen, die mich emotional an sich gebunden hat. Das war viel schlimmer und ich habe mir immer gewünscht, sie hätte mich weggegeben, wenn sie mich schon nicht lieben konnte."

    Das klingt furchtbar und tut mir aufrichtig leid.

(14) 07.01.18 - 00:43

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(17) 07.01.18 - 00:47
Mutter-von-drei-kids

Ich kann mir nur der Vorschreiberin anschließen. 23 jahre sind doch genug, dass du damals dich ihr entzogen hast. Deine Tochter hat jetzt ein Recht drauf zu erfahren, wer die Person ist, von der sie geboren ist und was die Gründe waren, sie allein zu lassen. Das kann man sicher nicht bei einem oder zwei Treffen vermitteln. Sie sucht nach Antworten auf bohrende Fragen, und sie möchte eine Mutter haben wie fast alle anderen Mädchen eine haben.

"Mag sie nicht" ist doch kein überzeugender Grund, eine Tochter stehen zu lassen. Ob man seine Kinder mag oder nicht, die Frage stellt man sich gar nicht. Sie ist dein Kind, du hast sie gezeugt. Jetzt kannst du endlich nach so langer Zeit Rede und Antwort stehen und der armen jungen Frau wenigstens ein Fünkchen von dem geben, was du in all den Jahren verpaßt hast. Es ist eine chance, auch für dich.

  • (18) 07.01.18 - 00:55

    Ich möchte diese Chance aber nicht.
    Und ich habe auch nicht das Gefühl was verpasst zu haben, ich wollte nicht ihre Mutter sein und das hab ich auch nie bedauert, so entschieden zu haben.
    Sie hat definitiv keine Mutter wie alle anderen sie haben einfach weil ich mich der Verantwortung nicht gestellt habe und nie ein Interesse daran hatte, ihr eine Mutter zu sein.
    Ich kann ihr unmöglich etwas vorspielen was ich nicht bin oder Gefühle vorgaukeln die ich nicht habe.

    • Es ist nicht so wirklich Deine Chance, denn die hast Du schon verkackt, sondern es ist ihre Chance.

      Du solltest ihr noch ein paar Treffen zugestehen, wenn sie nachher nochmals auf Dich zukommt.

      Halte die Treffen einfach weiter so oberflächlich.

      Tut mir leid aber warum bist Du damals Schwanger geworden?

      Das Mädel möchte dich kennen lernen. Vermutlich wissen 'Wer du bist' wo sie her kommt und vielleicht auch Gründe für das allein lassen erfahren.
      Warum gibt's du Euch nicht die Chance? Das Tochter/Mutter Verhältnis wird nie da sein. Aber einfach kennen Lernen? Und wenn es beim Spaziergang ist?

      Ziemlich egoistisch nach dem ersten Treffen zu sagen 'Ich mag sie nicht '.
      Vielleicht mag sie dich auch nicht...will aber wissen wie du bist.

      Deine Tochter zeigt Stärke. Stärke die du leider wohl nicht hast.

      Ähnlich wie deiner Tochter ging es meinem Cousin.
      Er wollte NIEMALS seine leibliche Mama als Mama haben. Denn die hatte er da wo er aufgewachsen ist. Bei meinem Onkel und Tante.
      Aber er wollte die Frau kennen lernen die ihn geboren hat. Wissen warum sie ihn (und noch andere Geschwister) abgegeben hat.
      Er wollte sie ein bisschen kennen lernen. Die haben sich insgesamt vielleicht 6 mal getroffen. Er hat Antworten auf seine Fragen. Und ist zufrieden.
      Für ihn ist es die Frau die ihn geboren hat. Mehr nicht. (Er hatte zu den ersten Treffen jemanden mitgebracht und seine Mutter auch)

      Gib ihr die Chance dich kennen zu lernen. Und du auch sie. Ob man langfristig Kontakt haben möchte kann man wahrlich nicht nach einem Treffen sagen.

      Wünsche dir dennoch alles gute. Ich hoffe das du über deinen Schatten springen kannst.

      Du musst ihr überhaupt keine Gefühle vorgaukeln, die du nicht hast. Aber SIE möchte vielleicht einfach etwas mehr erfahren, um sich selbst zu verstehen. Sie ist mit dir verwandt. Vielleicht hat sie Fragen über ihre Großeltern, die nur du beantworten kannst.

      Niemand erwartet, dass du plötzlich von überschäumender Mutterliebe übermannt wirst. Du hast damals deine Gründe gehabt und die Verantwortung abgegeben. Aber du bist es ihr trotzdem moralisch schuldig, dich ein paar Mal mit ihr zu treffen und Fragen zu beantworten. Dein "ich will aber nicht" hört sich an wie ein Kind in der Trotzphase.

      Ich finde es vollkommen okay, wenn du ihr freundlich sagst, dass du an einer engen Beziehung zu ihr nicht interessiert bist. Aber ein paar mehr Treffen solltest du ihr zugestehen.

      (22) 07.01.18 - 09:10

      Du wolltest nicht ihre Mutter sein?

      Nun, das hättest du dir vorher überlegen und verhüten müssen, hast du aber nicht.

      Du BIST ihre Mutter und hast schon die letzten 23 Jahre deine Verantwortung, DEINE Aufgabe nicht erfüllt und dein kleines Mädchen im Stich gelassen (keine Worte!).

      Jetzt bietet dir das Schicksal, das Universum, deine Tochte (wie immer du es auch sehen magst) eine zweite Chance dich von deiner Schuld zumindest ein wenig zu befreien.

      Wie kalt und herzlos bist du eigentlich?

      Vielleicht ist deine Tochter ohne dich tatsächlich besser dran.

      Und so viele liebe Frauen können keine Kinder bekommen... mir wird schlecht...

      • Diese selbstgerechten Antworten von ein paar Damen hier, sind zum kotzen!

        Im Forum „ungeplant schwanger“ schreiben viele hier zu den Frauen: bekomm bitte das Kind, Treib nicht ab, dein Kind hat ein Recht auf Leben!
        Und genau das hat die TE gemacht.
        Aber wenn sie dann eine Übereinkunft mit dem Vater trifft, dass er das Kind großzieht, dann reicht das natürlich nicht, nein, dann ist die TE natürlich auch noch verpflichtet, die Liebende Mutter zu geben und die großen Muttergefühle zu haben. Weil es sich ja schließlich so gehört.
        Ich finde solche Kommentare wie deine einfach unterirdisch! Und dann auch noch feige in schwarz!

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