Stress wegen der Kinder, Platzprobleme, Schule,

    • (1) 07.01.18 - 10:53
      Ross und Reiter

      Hallo zusammen,
      Ich fang einfach mal an. Hier ist die Stimmung schon länger gereizt und es gibt häufig Streit.
      Wir wohnen in einem Siedlungshaus mit kleinen Zimmern, alles relativ beengt. Es gehört uns, wir haben es vor fast 20 Jahren erworben.
      Es gibt nur zwei kleine Kinderzimmer, da wir aber drei Kinder haben teilen sich die beiden Jüngeren eins.
      Das funktioniert absolut nicht mehr.
      Die Mittlere kommt in die Pubertät, will ihre Privatsphäre und der kleine Bruder nervt.
      Ständig Zoff und Geschrei sind die Folge.
      Außerdem braucht sie auch Platz und Ruhe zum Lernen,wenn ihre große Schwester nicht da ist, geht sie schon mal in deren Zimmer, was dann aber auch Stress nach sich zieht, weil die Große natürlich überall ihre Sachen liegen hat.
      Weiteres Problem ist die Betreuung des jüngsten in der Grundschule, er geht bis 17.00 in die offene Ganztagsbetreuung, leider funktioniert das nicht gut.
      Wir bekommen die Rückmeldung, dass er oft Streit sucht, sich prügelt, frech ist und die Hausaufgaben nicht macht.
      Der Druck steigt ihn abzumelden, nur wo soll er hin?
      Ich arbeite den ganzen Tag, komme oft erst abends nach Hause , mein Mann arbeitet Schicht.
      Er sagt auch selbst,dass er nicht mehr hin will, aber ich sehe keine Möglichkeit das zu ändern.
      Ich hab die Befürchtung, dass die Schule uns den Betreuungsvertrag kündigt und dann?
      Im Kindergarten war er auch schon nicht gerne ganztags, aber ich hatte gehofft,dass ihm die Schulbeztreuung mit den AGs besser gefällt.
      Ich sehe keine Lösung, habt ihr Ideen?

      • Hallo,
        wie alt sind denn die Kinder? Könnte man aus dem Schlafzimmer ein Kinderzimmer machen, so dass tagsüber jedes Kind seinen Raum hat und nur nachts zum Schlafen zusammengerückt wird?
        Oder lässt sich das gemeinsame Zimmer durch ein Regal oder Schrank irgendwie trennen, so dass jeder seinen Bereich hat?
        Wie groß ist das Wohnzimmer? Könnte man dort ggf. Schlafmöglichkeiten für Euch Eltern abgrenzen?

        Zum Jüngsten: Wenn er schon im Kiga nicht mit der langen Betreuung klar kam, wieso glaubt man dann, dass es in der Schule besser wird? Ihr solltet Euch dringend zusammensetzen und eine kurzfristige Lösung suchen. Was ist mit Stunden reduzieren?

        Wenn man nur 2 Kinderzimmer hat, dies von Anfang an klar war, warum bekommt man dann mehr Kinder als platt zur Verfügung steht? Über solche Dinge wie Platz denkt msn doch nach, bevor man Kinder in die Welt setzt. Als Lösung würde ich vorschlagen, anzubauen. Und wegen der Betreuung würde ich sagen, muss einer von euch kürzer treten und Stunden reduziere. Deine kinder brauchen einen von euch als Ansprechpartner zu hause.

        • Ich wollte es nicht so platt fragen, aber im Prinzip hast Du einfach nur Recht.

          Wenn 2 Kinderzimmer da sind, Platz eh Mangelware ist, dann setzt man keine 3 Kinder in die Welt bzw. in die enge Hütte.

          Keller ausbauen?
          Anbauen?
          DG ausbauen?

          Bez. OGS sehe ich das etwas anders. Der kleine versucht denke ich gerade mit "Gewalt" die OGS für ihn zu beenden. Da sollte man ihm klar machen, dass es keine Alternative gibt, wenn weniger arbeiten bedeutet auch weniger Geld und ich gehe mal davon aus, dass die Familie nicht all zu sehr im Überschuss lebt. Es kann auch nicht die Lösung sein wenn das Kind schlägt, prügelt, sich nicht in das soziale System einfügt, dass dann ein Elternteil auf TZ geht und das Kind zu Hause bleibt. Das beseitigt die Symptome, aber nicht die Ursache. Spätestens wenn Ausbildung oder Job ansteht kommen die gleichen Probleme wieder. Da fehlt etwas Erziehung, wobei dass auch die Folge der beengten Platzverhältnisse sein kann. Der jüngste fühlt sich hin und her geschoben. Im fehlt das eigene Reich und er fühlt sich vielleicht wie das 3. Rad am Wagen.

      (5) 07.01.18 - 11:22

      Dann baut halt um, an oder aus. Das dritte Kind ist ja nun nicht gerade erst vom Himmel gefallen, warum habt ihr bisher noch nichts an der Wohnsituation geändert, zumindest etwas geplant und gespart dafür? Von günstig bis teuer, es gibt doch zig Varianten Raum zu schaffen#kratz.
      Habt ihr wirklich die ganzen Jahre gedacht, das es so funktioniert? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

      Könnt ihr das Dach ausbauen?

    • Wenn man will, ist in der kleinsten Bude Platz.

      Ich würde meinen Kindern wohl mein Schlafzimmer geben und uns im Wohnzimmer eine Schlafgelegenheit schaffen. Oder wenn euer Zimmer groß genug ist, dieses abteilen und zwei Zimmer draus machen. Das eine bekommt ihr, das andere ein Kind. Oder ihr zieht in ein vorhandenes Kinderzimmer.

      Wir haben lange beengt zu fünft gewohnt und wenn man gut plant, nicht so viel Krams hat, immer gleich aufräumt, ist es gar nicht mehr so beengt.

      Hallo,

      rational betrachtet zwei Probleme: Kind kommt mit der Fremdbetreuung nicht klar und ihr hockt zu nah aufeinander.

      Da niemand den Grundriss euers Hauses, das Grundstück und eure finanziellen Reserven kennt, ist es schwer, da konstruktiv was zu raten. Vielleicht mal einen Innenarchitekten kommen lassen?

      Ansonsten:
      (1) Schlafzimmer (Eltern) räumen und selbst ins Wohnzimmer ziehen
      (2) das größte Zimmer im Haus teilen und Wohnzimmer verlegen (falls das größte Zimemr gerade das Wohnzimmer ist
      (3) einen weiteren Raum (Keller/Dachgeschoss) ausbauen
      (4) einen kleinen Anbau erstellen
      (5) umziehen
      (6) einen weiteren Raum nutzen (wir waren baff erstaunt, als wir hörten, dass in unserem "Hauswirtschaftsraum" (knappe 2qm) wirklich mal ein Ehepaar das Elternschlafzimmer hatte - da passte ein Bett in Sondergröße (Breite 1,55m) - und sonst nichts.

      Problem 2: Es gibt Kinder, die mehr Anschluss an Familie und mehr Ruhe brauchen als andere. So eine Ganztagesbetreuung ist nicht für jeden. Auch da (vielleicht mal mit der Schulsozialarbeiterin) Alternativen besprechen
      (1) Arbeitsstunden reduzieren und Betreeuung selbst übernehmen
      (2) Eine Art Tagesmutter/ Oma/ andere Privatperson suchen
      (3) auf einen Hort umsteigen (hier qualitativ weitaus besser als die GTS)

      GLG
      Miss Mary

      Platzproblem:
      Vorschlag1: Ihr gebt euer Schlafzimmer her, macht daraus ein 3.Kinderzimmer und kauft euch eine Schlafcouch
      Vorschlag 2:
      Ihr baut an oder aus
      Vorschlag 3:
      Ihr verkauft euer Eigenheim und finanziert damit etwas Größeres (das haben übrigens schon einige aus meinem Bekanntenkreis gemacht. Ist nichts Ungewöhnliches)
      Problem Betreuung:
      Wenn dein Sohn mit der Ganztagsbetreuung nicht klarkommt, was ja so scheint, würde ich als Mutter meine Arbeitszeiten reduzieren. Vielleicht fehlt ihm die Aufmerksamkeit von zuhause und er ist aus dem Grund auffällig ?! Nicht jedem Kind bekommt es, wenn es den ganzen Tag von den Eltern getrennt ist. Sofern es finanziell irgendwie möglich ist, würde ich reduzieren. Bei vielen ist es tatsächlich ein Luxusproblem und weniger essentiell, dass beide Eltern Vollzeit arbeiten (mehrere Autos, mehrere Urlaube im Jahr, Medienkonsum wie Smartphone, Tablets, Fernseher, teure Hobbys etc)

      Liebe Grüße

      Ich würde das Problem mit dem Kleinen angehen, indem du eine Erziehungsberatung aufsuchst. Lass dir helfen!

      Dann würde ich ein größeres Haus suchen oder eines, das eine bessere Zimmeraufteilung hat. Oder könnt ihr auf ein Arbeitszimmer evtl. verzichten, um es als Kinderzimmer zu benutzen?

      Eure Kinder sind offenbar schon größer. Habt ihr es nie in Erwägung gezogen das kleine haus zu verkaufen?

      • Entfernte Nachbarn von uns, die völlig überraschend nochmal Nachwuchs bekamen, haben das Problem so gelöst: der 15 Jährige, der eh nicht begeistert war, dass nochmal ein Baby kommt, hat das Dachzimmer + Bad im Nachbarhaus gemietet bekommen. War für die drei Jahre billiger als umzuziehen. Ihm hat es gefallen, er war tagsüber mal hier und mal dort und fand die eigene Bude ziemlich cool.

        GLG
        Miss Mary

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