Mein Verlobter will ein Kind, aber ich nicht

    • (1) 10.01.18 - 15:09

      Hallo,

      wie bereits im Betreff ersichtlich, will mein Verlobter in Zukunft (nicht sofort, da unsere Situation momentan unpassend ist) ein Kind. Ich möchte das aber nicht (auch nicht später) und habe ihm dies auch bereits zu Beginn der Beziehung deutlich mitgeteilt. Ich weiß jedoch nicht, ob er das wirklich ernst genommen hat. Wir hatten das Thema seitdem mehrmals angesprochen, ich habe meine Meinung nicht geändert. Ich will ihn aber auch nicht unglücklich machen. Ich bin 32, er 33. Die einzige denkbare Lösung wäre, dass er seinen Samen an eine Frau spendet, die keine Kinder bekommen kann (wahlweise eine lesbische), er das Sorgerecht teilt und auch Unterhalt zahlt, wobei ich, falls von ihm und der Mutter gewünscht, gerne eine Art Tante für das Kind wäre. Ich habe 2 Nichten (14 und 1,5 Jahre) und liebe sie beide, aber ein eigenes Kind kommt für mich aus vielen Gründen nicht in Frage. Ich fürchte, er kann meinen Standpunkt nicht wirklich nachvollziehen, für ihn gehört Heiraten+Kinder selbstverständlich zum Leben dazu. Hat evtl. jemand eine Idee, wie ich es ihm am besten verdeutlichen kann, ohne ihn zu sehr unglücklich zu machen? Ich liebe ihn über alles und kann mir sehr gut ein Leben mit ihm vorstellen, aber ich kann und will nicht "nur" ihm zuliebe ein Kind bekommen.

      • Bei dem Thema Kind oder nicht gibt es einfach keinen Kompromiss. Wenn er Kinder will, sucht aber auf gar keinen Fall, werdet ihr euch trennen müssen. Denn einer von euch wäre immer unglücklich und unzufrieden.

        Warum habt ihr euch verlobt und seid die Beziehung eingegangen? Bei dem Thema ist klar das es nicht funktionieren kann weil einer irgendwann unglücklich wird auch mit so einem Kompromiss wie du ihn vorgeschlagen hast.

        Sag ihm klar du willst das nicht weder jetzt noch später und das du immer ehrlich warst und das er überlegen soll ob er diesen Kompromiss eingehen will oder nicht und das er überlegen soll (das solltest du auch) ob es dann überhaupt eine Zukunft hat wenn ihr so unterschiedliche Vorstellungen habt ist es meines Erachtens klar das es keinen Sinn macht, ihr habt einfach zu unterschiedliche Lebensentwürfe.

        Hallo!

        Bei diesem Thema gibt es keinen Kompromiss fürchte ich... Entweder man möchte Kinder oder eben nicht. Desshalb ist Dein Angebot mit der "Zwischenlösung" (wenn auch mit Sicherheit nett gemeint) auch nicht empfehlenswert.
        Ich denke Dein Partner möchte eine Familie, sprich Kind (er) mit dazugehöriger Mutter und keiner Hobbytante.
        Auch wenn es vielleicht niemanden etwas angeht wäre es interessant zu erfahren warum Du so dagegen bist Kinder zu bekommen, aber kein Problem damit hättest wenn grundsätzlich schon ein Kind gezeugt werden würde und Dein Partner der Vater wäre?

        LG

        • (5) 10.01.18 - 15:21

          Genau das hatte ich mich auch gefragt... #gruebel

          Danke erst mal für die Antworten.

          Die Gründe für unsere Verlobung (neben Liebe und dass wir ohnehin ein Leben lang zusammen sein wollen) sind rechtlicher und sozialer Natur:
          1. Ich wollte meinem Partner, der kein Deutscher ist, zu einem Daueraufenthalt in der BRD verhelfen, daher kam der Heiratsvorschlag von mir. Es ist aber KEINE Scheinehe, s.o.
          2. Mein Partner ist Moslem (wenngleich nicht sehr strenggläubig und eher modern), und ich denke selbst wenn Grund Nr. 1 nicht bestehen würde, wäre spätestens in einigen Jahren das Thema Heirat auf den Tisch gekommen (kulturell bedingt).

          Ich verstehe ihn ja, dass man einen Kinderwunsch nicht mal eben "abstellen" kann, aber er soll mich doch bitte auch verstehen: ebenso kann man einen Kinderwunsch ja nicht "erzwingen". Ich hatte ihn, als wir das Thema mal angesprochen hatten, auch direkt gefragt, was er tun würde, falls sich meine Meinung nicht ändert, ob er mich dann verlassen würde. Er meinte: Nein, er müsste dann eben eine andere Lösung finden. Nur frage ich mich, wie diese wohl aussehen soll, außer meinem Vorschlag eben. Ein "halbes Kind" bzw. "ein bisschen schwanger" geht ja nicht #zitter

          Momentan wäre es sehr ungünstig aufgrund unserer Situation, das versteht er auch und drängt mom. nicht. Aber ich habe halt Angst, das es irgendwann "akut" wird...

          Die Gründe für meinen fehlenden Kinderwunsch sind vielfältig, doch der Hauptgrund ist, dass ich es eben einfach nicht will.

          • #klatsch ab sofort kann ich hellsehen! Wenn er bleiben darf wird er sich trennen!

            Ich hab kein Problem mit Ausländern auch nicht mit heirat eines Ausländers ect. ich bin selbst eher vorurteilsfrei aber in dem Falle ist es denke ich doch klar worauf das hinaus läuft. Hast du mal darüber nachgedacht was du hier schreibst? Wahrscheinlich eher nicht...

            • @powermami2006: Ich kenne ihn lang genug und kann mir nicht vorstellen, dass er so abgebrüht ist, mich nur wg. dem Aufenthalt zu heiraten bzw. ein Kind zu bekommen. Die letztere "Idee" wurde übrigens bereits von außenstehenden angesprochen, aber er findet es auch nicht gut, NUR deshalb ein Kind in die Welt zu setzen. Das mit dem Heiraten war meine Idee. Natürlich kann ich auch niemandem in den Kopf reingucken, aber wenn das so ist wie du sagst, dann ist er entweder ein überirdisch guter Schauspieler oder ich habe überhaupt keine Menschenkenntnis - ich kann mir beides schwerlich vorstellen.
              Zur weitgehenden Vermeidung von Nachteilen einer Scheidung gibt es übrigens den Ehevertrag, oder zumindest die Gütertrennung, was ich auch machen möchte. Und das hat nichts mit seiner Herkunft zu tun, das würde ich bei jedem anderen genauso machen.

              • Falls ihr heiraten werdet, gebe ich dir Brief und Siegel, dass ihr euch bald danach wieder scheiden lassen werdet. Denn er will Kinder, du nicht. Es wird keinen Kompromiss gebrn können. Entweder will dann er die Scheidung weil du keine Kinder willst oder du willst die Scheidung, weil er Kinder will. So oder so, an den Punkt werdet ihr früher oder später ankommen. Warum also Lebenszeit vergeuden, wenn von vorne herein klar ist, dass es auf Dauer nichts wird weil ihr beide völlig unterschiedliche Dinge im lebrn wollt. Geht msn eine Ehe ein, ist der trennungsprozess langwieriger und schwieriger als sich einfach so zu trennen wenn man noch nicht verheiratet ist. Eine Scheidung kostet viel Geld, zeit und nerven. Eine Trennung ist in ein paar Tagen abgehakt. Aber trennen werdet ihr euch so oder so. Die Wahl besteht nur darin, ob du den Kosten- und zeitintensiveren weg gehen willst oder nicht.

                (10) 11.01.18 - 15:05

                Das kann sich nie jemand vorstellen.
                Lies mal bei 1001 Geschichte.
                Seit "Nicht ohne meine Tochter" müssten die Frauen es doch eigentlich verstanden haben. Es gibt ganz hervorragende Schauspieler, die das viele Jahre durchziehen können!

                • (11) 11.01.18 - 16:06

                  @Aha-: Sowohl 1001 Geschichte als auch "nicht ohne meine Tochter" kenne ich. Allerdings 1. sind dennoch nicht alle so, es gibt durchaus "Glücksfälle" und 2. hat die Autorin in "Nicht ohne meine Tochter" selbst geschrieben, dass sie zu Beginn viele Probleme "unter den Teppich gekehrt" hat. Zudem war dort der "Knackpunkt", dass sie ja nicht ohne ihr Kind fliehen konnte/wollte - wen man kein Kind hat, ist dies einfacher. Womit wir wieder beim Thema wären...

            Ich denke das Gleiche. Entweder in Form von einer Ehe oder eben eines Kindes. Egal, wie er es schafft, hier zu bleiben.

        Oje.
        Vergiss es.
        Er denkt vielleicht Du änderst noch Deine Einstellung.
        Er wird Dich knallhart verlassen, denn für Muslime ist nach Heiraten (Plan A) direkt Plan B folgerichtig: Kinder bekommen.

        Den Umweg über eine Lesbe würde evtl ein kinderloses Paar aus der BRD wagen aber ein zeugungsfähiger Muslim bei dem in der Kultur außereheliche Zeugungen tabu sind, wird das nicht mitmachen!

        Zu Recht. Sein Plan sieht anders aus.

        Bevor Du ihn heiratest, sag ihm das nochmal.
        Er wird Dich zur Überbrückung zwecks Aufenthalt evtl heiraten, aber sobald seine Papiere durch sind und er weiß, mit Dir 0 Kinder bist Du ab dem Moment unten durch.

        Ich habe nix gegen Muslime etc; im Gegenteil, aber ich kenne eben viele und weiß, dass daran kein Weg vorbei führt.

        Schlag Dir den Plan mit der Lesbe direkt aus dem Kopf und werde Dir klar, dass er Dich dann nur noch wegen Papieren heiratet aber nicht mehr.

        • @wunderlich99:

          1. Kennst du ihn?
          2. Weißt du/weiß ich, ob er zeugungsfähig ist?
          3. Weiß ich, ob ich gebärfähig bin?

          Die Ehe muss m.W.n. 3 Jahre bestehen, bevor der Aufenthalt "endgültig" wird. Ich glaube kaum, dass er so lange warten würde, falls das was du schreibst tatsächlich sein Plan wäre. Das mit der Samenspende hat übrigens ER vorgeschlagen (erst mal abstrakt, ich habe es dann nur "ausgearbeitet"), von "außereheliche-Zeugungen-Tabus" ist hier also nicht die Rede.
          Was machen eig. Muslime, die auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können? Adoption? Und wollen wirklich ALLE Muslime und Muslimas unbedingt Kinder? Ich behaupte mal, das sind auch nur Menschen und genauso unterschiedlich wie andere.

          Und nochmal: Ich kann mir nicht vorstellen, dass er mich "nur" wg. der Papiere heiratet (zumal der Vorschlag von mir kam). Falls er mich jedoch tatsächlich deswegen verlassen sollte, ist es eben seine Entscheidung; aber eine gute Beziehung will ich nicht einfach so aufgeben. Ich versuche wirklich, ihm eine gute Frau zu sein.

          Ich finde, wenn man sich entscheidet zu heiraten (oder auch bei einer ernsten Beziehung ohne Trauschein), verspricht man sich, immer gemeinsam eine Lösung zu suchen. Ich finde auch, er sollte sich überlegen, was ihm wichtiger ist: eine abstrakte Vorstellung von einem Kind, von dem man nicht weiß, was daraus wird, oder eine reale Frau, die ihn über alles liebt und (fast) alles für ihn tun würde. Er kennt meine Einstellung, wir haben alles mehrfach besprochen, mal sehen, wie er sich entscheidet (hoffe für mich).

          Jedenfalls danke an alle für eure Antworten.

          • Du sagst bzw er sagt das vom jetzigen Standpunkt aus, weil Ihr 1. noch nicht verheiratet seit, 2. die Ehe noch keine 3 Jahre hält und 3. sein Aufenthalt nicht durch ist.
            Da redet so mancher Zeugs zusammen, was in der Realität später ein Hohn ist.

            Ja ich kenne 3 unfruchtb. Paare, Muslime, die bereits erfolglose Schwangerschaften durch haben und schon lange fast jedes Mittel erprobt haben. Da es an beiden liegt, sind sie noch zusammen. In der Regel verlässt ein Mann die Frau bei deren Unfruchtbarkeit und heiratet erneut.

            Nicht jede musl. Frau will 10 Kinder, aber 2 oder so sind gängig heutzutage.

            Es ist einfach der Lauf des Lebens, dass man heiratet und dann Kinder bekommt in der musl. Welt und eigentlich auch ganz normal. Lediglich möchten viele junge Frauen heutzutage nicht sofort gebären, sondern noch ihr junges Eheglück genießen aber Kinder auszuschließen ist kategorisch fast unmöglich.

            Ich kenne ein musl. Paar, da hat ein unfruchtbarer Mann explizit auch eine unfruchtbare Frau geheiratet, eben damit die Ehe Zukunft hat und nicht deswegen scheitert.

            Ich kenne Euren Fruchtbarkeitsstand nicht, Du sagst selbst er möchte irgendwann (vermutlich wenn sein Aufenthalt sicher ist)

            Du kannst davon ausgehen, so toll er das jetzt alles noch ins Blaue redet, wird er in 3/4 Jahren hoffen, dass Du Deine Meinung änderst.

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