Uneinigkeit wegen der Kinder

    • (1) 10.01.18 - 17:32
      GeschiedeneMutter201

      Mein Ex und ich sind seit 3 Monaten getrennt. Aber wir können uns einfach nicht einigen dass die Kinder betrifft. Mein Sohn ist 12 Jahre alt und meine Tochter 8 Jahre alt. Mein Ex möchte Sie nur jedes zweite Wochenende für 2 Nächte haben, ich möchte, dass sie jedes Wochenende für eine Nacht bei ihm sind, aber dafür eben jedes Wochenende. Wir haben großen Streit deswegen und können uns nicht einigen. Leider teilen wir uns einen Anwalt, der sagte, wir müssen uns da einig werden. Ich finde, alle zwei Wochen in dem Alter wäre zuwenig. Daher möchte ich, dass sie ihren Papa jedes Wochenende sehen.

      • Hallo,
        ich bin nicht direkt in deiner Situation, zumindest aber die zweite Frau eines Mannes mit zwei Söhnen vor unserer gemeinsamen Tochter.
        Er und seine Frau leben das Wechselmodell, in unserem Fall halbe Woche/halbe Woche. Geht natürlich auch Woche/Woche. Das wäre eine Alternative, dass die Kinder beide Elternteile gleich oft sehen und es nicht zu einem „Besuchs-Charakter“ oder Entfremdung kommt.
        Käme das für euch nicht infrage, wie wäre es mit alle zwei Wochen 2 Übernachtungen beim Papa und an dem „Nicht-Papa-Wochenende“ nur ein Besuch bei ihm..?
        Ich merke bei uns sehr deutlich, dass die Jungs meines Mannes (kommen jeden Mittwoch Abend) mindestens noch den halben, wenn nicht ganzen, Donnerstag zum „Akklimatisieren“ brauchen. In ihren Zimmern alles zurecht kramen, mitgebrachtes Spielzeug auspacken, einfach in Ruhe ankommen.
        Wenn sie nur eine Übernachtung beim Papa sind, dann haben sie kaum ausgepackt und können eigentlich gleich wieder einpacken.
        Das ist zumindest das, was ich hier bei uns deutlich beobachten kann.
        Herzliche Grüße

        • (3) 10.01.18 - 17:42

          Und an dem Besuchs-Wochenende, an dem sie dann eben nur für einen Nachmittag o.ä. eine schöne Zeit verbringen, muss dann ja nicht viel mitgenommen werden.
          Und ich meine anfangs meines Posts natürlich Exfrau☺️

          (4) 10.01.18 - 19:42

          Darf ich mal fragen wann ihr immer wechselt? Wir haben auch das Wechselmodell, momentan noch recht häufig, aber genau wegen der Akklimatisierung denke ich, dass wir anpassen müssen. Weiß aber nicht, ob Woche/Woche nicht zu heftig wird gleich...

          • (5) 10.01.18 - 20:30

            Hallo, natürlich gern.
            Als das „ausgehandelt“ wurde, kannte ich meinen Mann noch nicht, das war vor 9 Jahren (der Kleine 2, der Große 6), ich bin vor 5 Jahren dazu gekommen.
            Es wird immer halbe Woche/halbe Woche gemacht. Jeden Mittwoch Abend kommen sie zu uns und im 14tägigen Wechsel (7 Wochentage kann man ja nicht richtig halbieren) werden sie entweder Samstag Abend abgeholt oder Sonntag Abend.

            Ich weiß, dass mein Mann und die Kindsmutter auch erst über Woche/Woche nachgedacht hatten (eben wegen der Akklimatisierung) aber das war für die Jungs noch zu viel..die haben sich, klein wie sie waren, im Haus versteckt, wenn die Mama sie abholen wollte. Nicht weil sie den Vater vorziehen, sondern einfach weil es das Geburtshaus ist und die Umstellung auf eine deutlich kleinere Wohnung das Problem war. Wenn sie dann nach der halben Woche wieder zurück durften, das war hilfreich.

            Es ist dann so geblieben weil alle Beteiligten damit gut zurecht kamen. Die Eltern mussten keine ganze Woche auf die Kinder verzichten und die Jungs wollten es auch so belassen. Die Ferien werden anders aufgeteilt, damit man mal wegfahren kann.

            Sie haben natürlich in beiden Haushalten ihre Zimmer mit Kleidung und Spielsachen. Nur aktuell besonders wichtiges Spielzeug und die Schulsachen wechseln jedes Mal mit.
            Herzliche Grüße

      Was wollen denn die Kinder?

      (8) 10.01.18 - 17:59

      Ich finde die Regelung die dein Ex vorgeschlagen hat wesentlich besser.

      Das können die Kinder in dem Alter sehr gut.

      (9) 10.01.18 - 18:09

      Ich finde jedes 2. WE von Freitag bis Sonntag gar nicht schlimm. Dann soll er sie doch in der nicht-Besuchs-Woche noch einen Nachmittag sehen. Mit deiner Regelung macht sich jeder von euch auf Dauer jedes Wochenende kaputt

      Es geht dabei nicht darum, was ihr wollt sondern was die Kinder wollen. Euren Streit dürft ihr niemals auf dem Rücken der Kinder austragen. Es interessiert bei der Überlegung nur, was die Kinder wollen. Also fragt sie. Und redet dann.

      Hallo,

      für mich gilt auch, was wollen die Kinder und dann, was ist umsetzbar. Ich lese heraus, dass ihr Euch gütig einigen wollt, das bedeutet, ihr müsst Euch in allen Punkten einig sein, allen! Seid ihr das nicht, wird das nichts mit der Lösung ein Anwalt.

      Unser Kind ist schon ein Teenager und besucht ihren Vater einmal die Woche (mittendrin) und übernachtet und alle zwei Wochenenden dann von freitags bis sonntags.... solange sie mag, bleibt das auch so.

      LG Joana

      Bei mir ist es umgekehrt. Mein Ex möchte, dass ich meinen Sohn nur einmal im Monat ein Wochenende sehe, ansonsten möchte er, dass der Junge von Samstag 08:00 bis Sonntag 18:00 Uhr bei ihm ist. Und er ist 11, ich finde so langsam könnten wir wirklich auf das übliche 14-Tage Modell (mit natürlich abgesprochenen Ausnahmen) kommen. Der Vater und seine neue Frau verweigern das aber, es gab dazu letztes Jahr bereits eine Besprechung zwischen ihr (hauptsächlich), unserem Sohn und dem Vater. Und wie sie es auch immer angestellt haben, haben sie ihn breitgeschlagen, dass es bei dieser Regelung bleibt.

      Für mich ist das auch blöd, ich muss fast jeden Samstag um sieben aufstehen, genauso wie das Kind um ihn dann um acht aus der Türe zu schubsen. Dazu kommt, dass wir nur an einem Wochenende im Monat etwas zusammen unternehmen können.

      Ich kann gerade nicht so nachvollziehen, warum Du denkst, das sei in dem Alter angemessen? Für jüngere Kinder, die zwei Wochen als Ewigkeit empfinden würden, ja. Aber mit 8 und 12?

      • (13) 10.01.18 - 18:39

        Ich denke, das wird Euer Junge bald auch nicht mehr mitmachen, wenn er richtig in der Pupertät kommt und samstags so früh aufzustehen, das macht doch kaum ein Teenager mit. Unsere Tochter hat vor unserer räumlichen Trennung eine Selbsthilfegruppe für Scheidungs- und Trennungskinder besucht, die hat sie sehr gestärkt. Sie war gut vorbereitet auf viele Eventualitäten und sie hat uns sehr früh klar gemacht, dass ihr vielleicht alle 14 Tage Papawochenende nicht ausreichen. Mittlerweile handhaben wir das freier, hat sich aber auch eingependelt.

        LG Joana

        • (14) 10.01.18 - 18:44

          Darauf hoffe ich ja. Es war wie gesagt nach seinem 11. Geburtstag so, dass er auf einmal anfing, zu äußern, er möchte mehr Zeit mit mir und auch mit meinem Partner verbringen. Also haben wir das dem Vater so erklärt, der ist mit Sohn nach Hause, dort wurde er bearbeitet um hinterher zu verkünden, es bleibt alles so, wie es ist. Super.

          Aber ich habe mich dann durchaus hingestellt und meinem Ex freundlich erklärt, dass es eigentlich ein Zugeständnis von mir ist, wenn ich ihm meine Wochenenden schenke. Und ich das auch nur so lange tun werde, bis unser Sohn sich wieder entsprechend äußert.
          Der meinte nämlich, im Grunde hat nur die Frau meines Ex auf ihn eingeredet und mein Ex hat alles abgenickt. Sie ist aber ja wohl nicht diejenige, die den Umgang bestimmt.

          Da bin ich schon etwas angefressen.

          • (15) 10.01.18 - 18:57

            Weißt Du, auch wenn ich natürlich die ganze Woche mit meiner Tochter habe, genieße ich gerade die Samstage und Sonntage mit ihr auszuschlafen und lange zu frühstücken und zu debattieren, manchmal unternehmen wir natürlich auch Dinge, aber gerade ganze Tage ohne jeglichen Stress und Druck, das brauche ich ja auch mit meinem Kind, da während der Woche mit Arbeit und Schule weniger Zeit ist.

            Eure Regelung würde mir nicht gut gefallen und sehe auch keinen Vorteil eines so starren Zeitmodells. Was sind eigentlich die Gründe Deines Ex für diese Regelung?

            • (16) 10.01.18 - 19:17

              "Was sind eigentlich die Gründe Deines Ex für diese Regelung?"

              Zu mir sagte er, es wäre eben seit Jahren so vereinbart, basta. Mein Sohn meinte, eines der Argumente wäre gewesen, ich hätte ihn ja die ganze Woche über und mein Partner wäre kein Grund, die Regelung zu ändern. Wie gesagt, das kam von der Ehefrau meines Ex. ;-)

              Die Trennung war, als das Kind 3,5 Jahre alt war. Zuerst war die Regelung einen Mittwoch Nachmittag pro Woche plus jedes Wochenende eine Übernachtung beim Vater. Das hat er dann auf die Wochenenden reduziert, als Grund hatte er die Arbeit angegeben. Okay. Dann kam die neue Partnerin, da hiess es, ein Wochenende wollen sie Paarzeit haben, da soll der Junge nicht kommen. Auch okay. Hab ich alles ohne Kommentar akzeptiert, auch wenn ich es für das Kind blöd fand. Und jetzt möchte ich eine Änderung, weil unser Sohn mehr Zeit mit mir wünscht und das ist natürlich nicht okay.

              • (17) 10.01.18 - 21:31

                Ich hoffe, dass Dein Sohn das auch nochmal ansprechen wird, dass er mehr Zeit mit Dir verbringen möchte und ihr Euch nochmal zusammen setzt. Einen richtigen Grund habe ich nicht wirklich raushören können bei ihm (Ex)jetzt, aber nun gut, wie viele Elternteile kümmern sich nach einer Trennung kaum oder gar nicht.

                Ich versuche viel mit dem Vater und meiner Tochter alleine zu klären, so kriegt das Kind immer wieder Gehör und wichtig ist mir, dass mein Kind gerne dort und hier ist, da mache ich auch mal eine Faust in die Tasche, wenn sie unerwartet später vom Besuchstermin kommt.

                Alles Gute Dir !

                LG Joana

    Auch wenn es unausgewogen klingt, da Du vermutlich sie 24/365 Tage hast ist es schon gängig, alle 14 Tage 2 Nächte lang.

    Zu klein sind sie gar nicht! Alle 14 Tage 2 Nächte reichen total.

    • (19) 10.01.18 - 18:43

      Echt?

      Du bist tatsächlich der Meinung, dass es für Kinder vollkommen ausreichend ist ihren Vater 4 Tage im Monat zu sehen?

      ich finde das ganz schön gruselig.

      • (20) 10.01.18 - 18:52

        Das ist Gang und Gebe und manche sehen ihren Vater (wie ich) nach Scheidung nie mehr!

        Lieber 4 bewusste Tage als gar nix.

        Und welche verh. Frau mit Kindern hat i.d. Regel 4 Tage komplett kinderfrei im Monat?

        4 Tage sind nicht viel, gemessen an dem was die Mutter leistet, ganz klar, aber einen Krieg vom Zaun brechen und auf jede Woche pochen, wo der Ex nicht will, ist dämlich.

        Die Kids sind groß genug und übrigens, was tun Kids deren Väter auf Montage oder im Auslandseinsatz sind?

        Deine Definition von gruselig solltest Du nochmal übern Tellerrand werfen.

        • (21) 10.01.18 - 19:02

          Naja, das ist ja eine sehr krude Argumentation.

          Nur weil Umgangsväter jahrzehntelang benachteiligt wurden sollten wir jetzt nicht so weit sein, dass es heisst, 4 Tage Umgang im Monat sind mehr als genug,

          Das wäre doch mal über den Tellerand schauen, zu lernen, dass Väter und Mütter zu gleichen teilen sich um die Kinder kümmern dürften.

          Dein Beispiel zu den Vätern auf Montage ist auch am Thema vorbei. Dies gilt ja genauso für Mütter auf Montage zum Beispiel.

          Dir täte es mal gut dein Frauen und Männerbild zu überdenken.

          Und welche verh. Frau mit Kindern hat i.d. Regel 4 Tage komplett kinderfrei im Monat?"
          Hä? Was hat denn das damit zu tun??? Es geht doch wohl nicht darum, der Mutter ein paar Tage "kinderfrei" zu verschaffen! Es geht darum, dass der Vater seine Vaterpflichten ausreichend erfüllt, die Kinder beim Großwerden begleitet, erzieht, hilft, unterstützt etc.! 4 Tage sind definitiv alles andere als "völlig ausreichend"!

          "was tun Kids deren Väter auf Montage oder im Auslandseinsatz sind?"
          Auch hier kann ich Dein "Argument" überhaupt nicht nachvollziehen. Männer, die auswärtig "auf Montage" arbeiten, sind dann als Ausgleich lange Zeit (Wochen) nur zu Hause, 24h/Tag. Im Schnitt kommen diese Männer also auf weit mehr Tage, die sie mit ihren Kindern verbringen, als nur 4 Tage im ganzen Monat. Soldaten, die im Auslandseinsatz sind (was ja nun auch nicht regelmäßig vorkommt, sondern nur in großen Zeitabständen von mindestens 1 Jahr, meistens noch viel länger!), bekommen anschließend an den Einsatz extra langen Urlaub nur mit der Familie.

          4 Tage/Monat Vater-Kinderzeit sind definitiv nicht "Gang und Gebe" - jedenfalls bei kaum einem Scheidungskind, welches ich so kenne. Und ja, Deine Vorstellung ist diesbezüglich etwas gruselig, da hat die andere Userin schon Recht.

          • Ist Gang und Gebe, und es gibt Scheidungskinder die ihren Vater noch seltener sehen.

            Gruselig ist was Andres; das scheint Einstellungssache und Ihr seid hier alle verträumt und zu anspruchsvoll denkend, aber weit entfernt von der Realität vieler Scheidungskinder, denn man liest im Internet mehr Geschichten wie ich es sagte als Eure verträumten Vorstellungen.

            Das es ungerecht ist; ist ja keine Frage.

            • Ich bin selbst scheidungskind. Meine Eltern hatten geteiltes sorgerecht und mein Bruder und ich blieben bei unserem Vater in unserem Elternhaus wohnen, während meiner Mutter auszog. Sie blieb im Ort wohnen und wir waren an 2 festen Tagen in der Woche nach der schule bei ihr, sonst bei unserem Vater. Dennoch konnten wir (damals 8 und 10 Jahre alt) immer selbst entscheiden, wo wir wann sein wollten. So funktioniert Scheidung. Wenn die Kinder mitbestimmen dürfen.

              Ich glaube gar nicht, dass hier irgendjemand hier verträumte Vorstellungen hat. Dass die „alle-14-Tage-am-Wochenende“-Regelung Gang und Gäbe ist, das weiß denke ich jeder. Oft ist es ja auch gar nicht anders zu managen.
              Mein Vater war den ganzen Tag über bis zum Abend berufstätig, meine Mutter (Lehrerin) dagegen nur halbtags. Hätten die beiden sich getrennt, dann hätten wir Kinder wohl auch nur die Wochenenden mit unserem Vater verbracht. Ansonsten hätten wir allein im Haus gehockt.

              Woran sich - glaube ich - einige User gestört haben, das war der Satz „4 Tage im Monat sind vollkommen ausreichend“, welcher mindestens einmal fiel.
              4 Tage sind nicht ausreichend, es ist nur manchmal leider unumgänglich.

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