Freundin keine Lust mehr auf Familie

    • (1) 14.01.18 - 07:06
      Inaktiv

      Hallo zusammen.

      Es ist bei mir/uns heute spontan ein gewaltiges Problem zu Tage getreten. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

      Meine Freundin und ich sind beide 35 alt, seid 7,5 Jahren zusammen und haben mittlerweile 3 Kinder. Unser ältester Sohn wird in wenigen Monaten 5 Jahre alt, unsere Tochter bald 3 Jahre und unser jüngster Sohn feierte vor kurzen seine 8 Monate. Die ersten beiden waren geplant, Nr. 3 zwar auch, kam aber früher als geplant. Wir legten uns von Anfang an auf 3 Kinder fest.
      Die beiden älteren sind sehr lebhaft, laut und hören leider nicht immer auf Anhieb, wenn man mal was sagt. Besonders unsere Tochter scheint sich derzeit in einer sturen Bockelphase zu befinden, was mit besonders lautem Trotz einhergeht. Ansonsten sind alle drei altersgerecht entwickelt und auch laut Kindergarten gibt es keinen Grund sich wegen irgendwas Sorgen zu machen.

      An meiner Freundin fiel mir in letzter Zeit auf, dass sie weniger Geduld im Umgang mit den Kindern zu haben scheint. Immer häufiger wurde auf „die Ecke“ verwiesen, wenn mal die Bitte mit irgendwas aufzuhören (meist Streit zwischen den beiden) nicht sofort befolgt wurde. Ich fand das meist verwunderlich, erklärte das aber mit dem Stress den sie mit drei Kindern ausgesetzt ist. Außerdem ist sie seit 2013 durchgängig zu Hause und äußerte selbst den Wunsch endlich wieder arbeiten gehen zu wollen. Ich maßregele meine Freundin daher nicht, sondern interveniere dahingehen, dass ich dazwischen gehe, die Forderungen meiner Freundin meist mit freundlichen Ton unterstützte, erkläre, deeskaliere.

      Ein Thema was mir seit der ersten Schwangerschaft jedoch zu schaffen machte, ist dass unser Sexualleben komplett eingeschlafen ist. Wohl hormonell bedingt ging bei ihr die Lust auf Sex fast auf Null zurück. Während meiner scheibar immer noch auf dem Niveau von 18 Jahren zu stehen scheint. Als das Thema gestern mal wieder etwas hochkochte platzte damit einhergehend eine Bombe...

      Sie teilte mir gegenüber unter Tränen mit, dass sie auf uns alle 4 keinen Bock mehr hat und eigentlich nur noch da ist, weil sie nicht weiß wohin sie gehen solle.
      Generell sei sie mit ihrem Leben total unzufrieden, hab sich das mit drei Kindern anders vorgestellt und würde am liebsten auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Wie gesagt ohne Kinder.

      Zum Thema „das Leben anders vorgestellt“.
      Ich lernte meine Freundin mit 28 Jahren kennen. Sie wohnte damals bei ihrer Mutter, ihren Vater hatte sie nie kennengelernt (außerehelicher Seitensprung seinerseits) und ihr Leben bestand werktags aus Arbeiten (Verkäuferin bei EDEKA), sowie PC Games daheim. Am Wochenende Party, Irish Pub, Disco mit Freunden. Obwohl sie dadurch viele Leute kennenlernte, hatte sie nie eine Beziehung und ihr Sexualleben bestand ausschließlich aus One-Night-Stands. Ihr Leben sah sie stets sehr pessimistisch (auch heute noch), meinte keine Kinder bekommen zu können weil „das Universum sie bestrafen wolle“ und wollte ihr Leben mit 30 eigentlich beenden. Unsere Beziehung selbst war nicht ohne Probleme, was ich immer darauf zurückführte, dass sie nie einen Vater hatte, von Männern oft enttäuscht wurde und auch ihre Mutter mehr arbeitete und selten für ihre Kinder da war. Tatsächlich zog mehr oder minder ihre Oma sie und ihren Bruder auf.
      So gesehen hatte sie für ihr Leben ab 30 weder Plan noch Vorstellung. Überhaupt scheint sie nicht zu wissen, was sie mit sich und ihrem Leben anfangen soll, oder anfangen wollte.

      Ich sitze um 2 Uhr nachts am Rechner, schreibe diese Zeilen und weiß nicht was die Zukunft bringen soll. Es kommt mir vor, als ob sie ihr Leben nicht mit anderen teilen kann. Es scheint nichts für sie zu sein ihr Leben nach anderen zu richten, nicht Mittagsschlaf machen zu können wenn sie müde ist, nicht am Tablet spielen, oder Fernsehen zu können wenn sie gerade Lust darauf hat. Auch im Haushalt empfindet sie uns scheinbar als Störenfriede. Sie selbst wuchs in einen Beinah Messi Haushalt auf, legt daher selbst sehr viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit – verträgt sich natürlich nicht so gut mit drei Kindern. Zudem reagiert sie empfindlich und teilweise auch aggressiv auf Veränderungen im Haushalt und sei es nur, wenn man Küchengeräte anders aufstellt oder ein Bild an eine andere Stelle hängt, selbst wenn sich dadurch positive Effekte ergeben.

      Auch ich selbst bin ratlos, da ich mir selber nicht bewusst bin, ob ich Hilfe für sie will oder für mich und die Kinder. Was sagt man ihnen wenn die Mutter plötzlich weg ist? Will ich sie hier halten, wo ich doch weiß, dass sie unglücklich ist und dieser Stress sich auch bemerkbar macht und daruch den Kindern schadet?

      Für Ratschläge, Tipps und Hilfen wäre ich sehr, sehr dankbar.

      • Eine Ferndiagnose kann ich natürlich nicht stellen. Könnte alles sein von Hormonen, über allgemeine Überforderung bis hin zu Depressionen.

        Drei kleine Kinder in so kurzem Abstand sind natürlich ne Hausnummer. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass sie schon so lange zu Hause ist. Gibt es die Möglichkeit, dass sie zeitnah wieder Teilzeit arbeiten kann? Tagesmutter für das jüngste Kind? Dass du wahrscheinlich nicht mal eben so in Elternzeit kannst, hat sicher finanzielle Gründe.

        Sie ist ja "nur" Hausfrau und Mutter... Das ist für einige Frauen nicht das Non-plus-Ultra. Sie steckt Arbeit in eine saubere Wohnung und kurze Zeit später (bzw während des Putzens) wird alles wieder verwüstet. Dazu kommen Kinder in der Trotzphase, die eben nun mal auch undankbar sind. Wenn man darin nicht aufgeht bzw die Situation annimmt (da zumindest gerade nicht zu ändern), sondern innerlich dauernd dagegen ankämpft, dann schlaucht das extrem. Und man hat keine Energie mehr für was anderes.

        Irgendein Hobby, wo sie das Haus verlassen muss und Kontakt zu Erwachsenen hat, wäre vielleicht auch hilfreich. Oder eine Kur ohne Kinder.

        Im günstigsten Fall muss sie einfach nur ihre Akkus wieder aufladen und wieder lernen, dass sie eine eigenständige Person ist mit eigenen Bedürfnissen. Im nicht so günstigen Fall ist es was psychisches... das sollte auch abgeklärt werden.

        Ich wünsche euch alles Gute

        Ich denke, sie braucht Hilfe. Geh mit ihr zu eurem Hausarzt und schildert offen die Probleme, er wird euch dann an die entsprechenden Stellen verweisen.

        Alles Gute und dir viel Kraft!

        (4) 14.01.18 - 09:22

        Hallo

        Zuerst mal super das du hier versuchst Antworten zu finden. Das zeigt ja wie wichtig sie dir ist, viele andere Männer zucken mit den Schultern und sagen ihrer Frau, sie soll mal aufhören zu spinnen.

        Mir geht es ähnlich wie deiner Frau.
        Mein Mann geht arbeiten (hat leider Schichtarbeit und diese auch am Wochenende und Feiertagen)
        Ich bin für die Kinder da und leider dadurch total isoliert.
        Andere Mütter hab ich keine kennen gelernt, zumindest keine die man wirklich öfter treffen möchte.

        Mich nervt es das hier jeden Tag das gleiche Chaos ist. Ständig rennt man den Kindern hinterher und muss nonstop drauf achten das nix kaputt gemacht wird, sich keiner verletzt und bitte keiner so laut rum schreit, poltert oder Krach macht, dass die. Nachbarn gestört werden.
        Leider haben wir keine Kiga bekommen, dass verschärft das Problem sehr.

        Mir macht es auch keinen Spaß täglich alles 287 mal aufzuräumen und man sieht nie was davon.

        Arbeiten gehen, ist mit den Arbeitszeiten meines Mannes nicht vereinbar. Schon probiert und endete im Chaos.

        Mich nervt es nach 5 Jahren total an.
        Ich will einfach nur mal meine Ruhe haben!
        Ein Wochenende ins Hotel, schlafen lesen Ruhe haben, Wellness und Erholung.
        Wir haben keine Großeltern oder Freunde die unsere Kinder mal beaufsichtigen, also gibt's kein Kino, Essen gehen oder Paarzeit.

        Ich hätte schon gerne mal wieder meinen Mann alleine!

        Überall im Netz steht in Ratgebern das man als Paar alleine Zeit verbringen soll, prima Sache für alle die auf Menschen zurück greifen können, die den Nachwuchs betreuen.

        Deshalb mein Rat, schaffe ihr Pausen. Ruhe und nimm die Kinder bitte mal mit und sie badet in der Zeit, liest oder kann nur TV sehen was sie möchte.

        Buche ihr einen Wellness Urlaub. Nur bitte entlaste sie und befreie sie von den Kindern.

        Ja befreien! Ich selber fühle mich von den Kindern eingeengt, angebunden, fremdbestimmt.

        Das kann keine Mutter über Jahre ertragen.
        Sorry, aber die Super Mütter hier haben dann auch alle einen Büro arbeitetenden Mann, der jedes Wochenende daheim ist, Kiga Plätze für die Kinder und dazu 2 Omas die mit Freude die Kinder jedes 2 Wochenende betreuen.

        Die haben dann hier leicht schlau reden.

        Also, versuche deiner Frau diese Belastung mal komplett für einige Tage zu nehmen!

        Tage! Nicht Stunden, denn Stunden bringen nach Jahren der Belastung nichts. Da muss ein richtiger Erholungsurlaub sein!

        LG

      • (5) 14.01.18 - 09:24

        Ich lese hier nur „sie, sie, sie“. Wie sieht es denn mit dir aus? Bist du ein guter Vater und Partner? Hat sie von dir Unterstützung ?

        Wie sieht denn das Familienleben aus?

        Es kommt mir so vor, als ob du alles auf sie abwälzen willst. Wollte sie überhaupt Kinder? Ich denke deine Frau braucht dringend etwas anderes als das Mamasein! Einen Job, hobby oder weiss ich was. Auch würde ich mal mit ihr zum Arzt gehen.

        Ich bin absolut niemand, der gleich zum Therapeuten rennt oder eine Therapie empfiehlt, aber die Frau hat meiner Ansicht nach massive Probleme, die sie alleine nicht lösen kann - und Du auch nicht. Mutter-Kind-Kur, psychologische Unterstützung.....bitte geh mit ihr zusammen zu eurem Hausarzt und redet mit ihm, sonst ist sie eines Tages wirklich einfach mal weg - solche Fälle gibt es. LG Moni

      (11) 14.01.18 - 09:38

      So wie du sie beschreibst ist schon sehr von oben herab, sorry. Als wärst du ihr retter in der not gewesen. Ich kanns auch nicht genau sagen aber wie du über sie schreibst klingt so gar nicht nett.

      Schaff ihr freie Zeiten nur für sich. Was sie dann entspannt (z.b.zocken am rechner) wird ihr sehr gut tun.
      Das gefühl meine familie verlassen zu wollen hab ich manchmal auch. Würde aber nach 5km umdrehen weil ich sie alle vermisse.

      Jedem alles hinterher zu räumen, niemals mal richtig ausschlafen, 24/7 für alle da zu sein #augen .
      Wenn dann abends alle schlafen und man dann noch die sexuellen Bedürfnisse seines mannes " bedienen", soll obwohl man eigentlich nur chillen will.
      Da muss man dann schon selbst bock drauf haben.

      Denk mal darüber nach wie du sie mit den kindern entlasten kannst. Ja mir reisst manchmal auch wegen ner kleinigkeit der geduldsfaden. Hab letztens meinem 2 jährigen in meiner stinkigkeit tv Verbot auferlegt, der guckt gar kein fernsehen 🤣
      Davor gab es aber sicher 20 Situationen wo ich ruhig blieb.

      So gsnz verstehen kann ich dich nicht.

      Ihr Leben wirkt sehr fremdbestimmt.

      Die braucht sicherlich:
      1. Veränderungen, das kann zB. ein Job sein
      2. Auszeiten
      3. Psychologische Hilfe. Jemand, der sie in ihrer Selbstfindung unterstützt.

      Sie muss wieder glücklich werden und dazu gehören Veränderungen. Sie hat auch Verantwortung den Kindern gegenüber, deshalb kann sie nicht einfach alles hinschmeissen. Aber ihr solltet euch überlegen, was getan werden kann, damit auch sie wieder glücklich ist. Denn nur als Hausfrau und Putze ist sie es klar nicht.

      (13) 14.01.18 - 11:30

      Ohne eure Situation so richtig zu kennen, liest es sich so wie bei mir vor Jahren und ich berichte mal davon:

      Meine Kinder kamen im Abstand von 1.5 Jahren. Ich musste mein Studium und meinen Job aufgeben und die Rolle der Mutter, Hausfrau und Ehefrau einnehmen.

      Nachts schlief ich höchstens 3 std und das nicht mal am Stück. Mein Mann meinte nämlich, er muss arbeiten und steht nicht für die Kids auf.

      Der Haushalt mit Kleinkindern....Man ist gerade fertig mit dem wischen, dann wird der Saft umgekippt. Man bereitet gefühlt 6 mal am Tag Mahlzeiten zu und räumt 6 mal die Küche wieder auf. Saugen und wischen ist generell ... wofür... Spätestens nach 10 min ist wieder alles vollgekrümelt oder klebrig. Eine absolut undankbare Tätigkeit.

      Müdigkeit, Angespanntheit, Schnelle Reizbarkeit sind die Folge von absoluter Unzufriedenheit und Überforderung!

      Und wenn die Kids dann irgendwann im Bett lagen und ich vielleicht einfach nur mal fernsehen wollte oder Baden ohne vor der Tür stehende und nach Mama rufende Kinder, oder einfach ins Bett, dann kam er und wollte Sex.

      Männer können sooooo anstrengend sein. Im Haushalt kaum Unterstützung, vielleicht 1 mal die Woche Saugen und einkaufen. Keine Lust auf Familienzeit, denn ich unternahm mit den Kids das meiste alleine. Und er denkt, er äußert das ER Sex will und wundert sich, dass eine unzufriedene, maßlos überforderte Frau keine Lust hat auf Sex ohne Vorspiel und mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Untergehen ihrer Bedürfnisse.

      Irgendwann nahm ich einen termin war und dort erkannte ich, dass die Wut die Menge Kinder abbekommen, eigentlich der Frust und die Wut auf meinen damaligen Mann war.
      Ich konfrontierte ihn damit und bat um die Wahrnehmung einiger Termine. Er lehnte es ab, an dem Hamsterrad etwas zu ändern.

      Was hätte uns als Familie retten können?
      Ist es für einen Mann zu viel verlangt, dass er sich wie ein Mann einbringt und nicht wir ein Kind bitten lässt?

      Ich habe jetzt einen neuen Partner und eine Situation ist täglich so präsent, davon berichte ich mal. Abendessen mit ex-mann: Ich bereite alles zu. Ich füttere die Kinder. Ich schiebe mir zwischendurch ein paar bissen selbst in den Mund.
      Er isst ganz in Ruhe und meckert über Gott und die Welt. Über die Unordnung. Etc pp.

      Ich nehme die Kinder, gehe sie waschen, duschen, Zähne putzen, lege sie ins Bett, lege mich dazu, lese vor, kraule. In der Zwischenzeit schaut er GZSZ und entscheidet sich für einen Spielfilm.

      Ich komme aus den Kinderzimmern. Räume den Küchentisch ab, die Lebensmittel in den Kühlschrank, das Geschirr in die Spülmaschine, die ich vorher vielleicht noch ausräumen muss und Murmel vor mir hin, dass ich mein Leben hasse. Das ich mein Muttersein hasse. Das war natürlich nicht ernst. Ich war nur müde, enttäuscht, sauer und überfordert. Und wenn ich mit allem fertig war, wollte er sex, wo ich ihn am liebsten angeschrien hätte!

      Hätte er mich und meine Bedürfnisse ernst genommen - das Programm mit den Kids dauerte gute 1.5 std - dann hätte er den Tisch abgeräumt, die Spülmaschine aus und eingeräumt und die Flächen abgeputzt. Hätte er dann noch z.b. ein paar Kerzen angemacht und eine Massage und oder ein Gespräch angeboten, wäre es ganz sicher ohne betteln zum Sex gekommen. Aber seine Zeichen, dass ihm GZSZ und zocken wichtiger waren und es immer nur um seine Wünsche und Triebe ging, machen unzufrieden. Und als wäre ich seine Mutti, musste ich ihm sagen, dass er die Fernbedienung/den Controller weglegen soll, um SEINEN Kindern gute Nacht zu sagen.

      Mein neuer Partner zockt auch gerne. Aber er lebt die zweite Variante. Er hilft nicht nur die Küche aufzuräumen, er hilft auch dabei die Kids ins Bett zu bringen oder liest auch mal an meiner Stelle vor. Ich kann dir garantieren, dass wir mindestens 3-4 Mal pro Woche Sex haben. Mal spontan ohne viel schick schnack. Mal mit Kerzenlicht und Massagen. Wir reden viel mehr als das wir in die Röhre gucken. Ich fühle mich nicht nur als Putzfrau und Kindernanny.

      Lange Rede kurzer Sinn: Deine Frau scheint unzufrieden und überfordert zu sein. Ihr fehlen Freiräume für sich selbst. Vielleicht - das kann ich nicht beurteilen, fehlt ihr deine Unterstützung und Wertschätzung. Rede mit ihr, anstelle deiner normalen Gewohnheiten. Nicht mit Vorwürfen. Ich vermisste damals nämlich den sex, aber nicht in der Welt, die er mir zumutete.

      Es musste erst ein anderer kommen, der mir sagte, dass er bewundert wie ich das alles neben dem Studium und einem 450 € Job schaffte. Der mir sagte, dass ich eine tolle Frau bin und sich für mich und meine Gefühle interessierte. Er öffnete mir die Augen, was mir soooo fehlt und was für mich lebensnotwendig ist. Wieder sprach ich mit meinem Mann, wieder biss ich auf Granit. Bei der Trennung erst merkte er, was
      Ihm wirklich wichtig war. Aber ich war dann schon nach so viel reden, heulen, betteln und gegen taube Ohren laufen so von ihm entfernt, dass es kein zurück gab.

      Nach der Trennung war er mehr Vater als je zuvor!

      Heute sind meine schon recht groß und sie packen mit an. Dafür kommen andere Aufgaben wie mit ihnen lernen und sie in ihren Hobbys unterstützen dazu. Und mein Partner ist mehr Vater, als der Vater es damals für seine eigenen Kinder war.

      Wir begegnen uns auf Augenhöhe.

      Das hört sich an wie bei uns vor etwas mehr als einem Jahr.
      Mittlerweile haben wir unser ganzes Leben umgedreht und Veränderungen gemeinsam so vorgenommen, dass wir beide damit glücklich werden. Denn so wie sich das liest bist du ja auch nicht glücklich mit der Situation.
      Unsere Lösung war ein Umzug zur Familie, wo wir Unterstützung haben. Onkel ist tagesvater, Schwiegermutter ist in früh Rente, Schwägerinnen arbeiten teilzeit. Man sieht sich, ist eine große Familie mit allen Dramen und all den schönen Momenten und ganz wichtig man hilft sich!
      Mein Mann ist mittlerweile Hausmann und ich bin vollzeit Hauptverdienst! Wir haben für uns festgestellt dass 24/7 Muttersein nichts für einen von uns ist und der Haushalt liegt ihm mehr als mir. Natürlich musste ich mich dann ins Zeug legen und gut Geld ranschaffen aber dazu war ich bereit solange ich dem Nur-Mutter-dasein entkommen konnte und was soll ich sagen... Es reicht heute für Haus, zwei Autos und ein gutes Leben. :-)


      Wir haben außerdem für uns mit der Familienplanung abgeschlossen obwohl vor meinem Sohn eine Familie mit mindestens 2 Kindern geplant war! Aber nein! Eins reicht und das machen wir richtig und gut.

      Rede mit ihr und hilf ihr mit dir gemeinsam eine Zukunft zu formen. Ziehe einen Fachmann hinzu denn du wirst es sicher nicht mehr alleine hinbekommen so wie sich das liest.
      Ihr schafft es ganz sicher wieder glücklich zu werden wenn ihr beide bereit seid dafür zu arbeiten und zu wachsen.

      (15) 14.01.18 - 13:26

      Ich finde es toll, dass dir ihr Glück so am Herzen liegt! Ich bezweifle allerdings das bei ihr eine Auszeit wie Urlaub usw hilft....sie ist ja generell unzufrieden mit ihrem Leben. Was den Haushalt betrifft erinnert sie mich an eine Bekannte....kam aus einem Messie-Haushalt, aber ihr Eigener war so ordentlich, dass sich manches Krankenhaus bei so viel Keimfreiheit eine Scheibe hätte abschneiden können....dann kam das Kind und ihre Ansprüche an den Haushalt und die Realität mit Kind passten nicht zusammen....nachdem sie in Therapie ging, wurde es besser und sie ließ endlich auch ihrem Mann die Chance sich zu beteiligen (vor der Therapie durfte er nie, denn er machte es nur normal sauber). Deswegen kann ich dir nur raten, mit ihr therapeutische Hilfe zu suchen (Tagesklinik oder kompletter Klinikaufenthalt). Auch du als Angehöriger kannst dir an solchen Stellen Beratung holen, was du tun kannst oder solltest.

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