Wie kann ich helfen?

    • (1) 28.01.18 - 14:55
      Tochter28

      Hallo
      Es geht um meine Eltern.. beide 60. Sie sind seit über 40 Jahren ein Paar. Beide Kinder sind aus dem Haus.

      Mein Vater ist offensichtlich krank. Er war auch schon auf Reha aber das hat nichts nachhaltiges gebracht.
      Er wiegt unter 50kg bei 170 Körpergröße, hat rücken und armschmerzen, Osteoporose und meiner Meinung nach eine tiefe Depression.
      Er raucht schon immer und hat Probleme mit der Lunge.

      Er ist absolut aggressiv mit meiner Mutter. Alles macht sie falsch. Er sitzt nur zu Hause auf dem Sofa. Hat keine Hobbys. Sie darf auch nichts machen.
      Sie futtert den Frust in sich hinein. Dann sagt er sie sei Fett.

      Er ist auch nicht gerade nett im Umgang mit seinen Enkeln (1 und 2). Worauf wir was sagen, er sagt dann es sei Spaß.

      Er will mit keinem Arzt über seine Gefühle sprechen.

      Meine Mutter ist so unglücklich. Hat aber Angst vor einer ungewissen Zukunft nach einer Trennung und dass er dann ganz abstürzen würde alleine.


      Wie kann ich helfen? Habe mal versucht vorsichtig mit ihm zu reden. Das bringt nichts.
      Ihn mal richtig auf den Pott setzen?
      Einen Arzt oä kontaktieren gegen seinen Willen?

      • Du kannst ihm nur klipp und klar sagen, dass er sich gefälligst im Umgang mit seinen Enkeln zusammenreißen soll, falls ihm an ihnen was liegt. Wenn er das nicht tut, würde ich sie wohl mal eine Zeitlang nicht mehr mitnehmen.
        Alles andere ......leider - Du kannst garnichts tun. Wenn er nicht will, macht auch kein Arzt etwas. Es ist Sache Deiner Mutter, sich wirklich vielleicht nur eine Zeitlang von ihm zu trennen, damit er mal begreift, was los ist. Aber sie ist viel zu sehr an ihn gewöhnt, dass sie ihn abstürzen lässt. Er wäre wahrscheinlich auch so bockig, dass ihn das nicht weiter beeinflussen würde. lieber geht er im Selbstmitleid und Schmutz unter. Es gibt solche Menschen - leider. Allerdings müsstest Du Deine Mutter mal fragen, ob sie ihre restlichen Lebensjahre wirklich SO verbringen will?!?! Hat er garniemanden, auf den er etwas hört? LG Moni

        (3) 28.01.18 - 15:35

        War er wegen seinen Schmerzen überhaupt schonmal beim Arzt?

        Woher kommt sein Untergewicht?

        Schmerzen in Verbindung mit Gewichtsverlust, gehört abgeklärt.

        • (4) 28.01.18 - 15:58

          Ja er war beim Arzt. Der hat ihn zur Reha geschickt. Ansonsten sagt der er soll in frührente gehen.
          Untergewicht kommt denke ich von der Psyche. Er hat keinen Appetit.

          • Hi,
            vor seinem nächsten Arzttermin würde ich mir selber einen Gesprächstermin geben lassen - mit Deiner Mutter zusammen - und über den Vater reden, ja hinter dem Rücken und erklären, wie er sich verhält.
            Somit kann der Doc sich ein besseres Bild machen und ihn vielleicht andere Medikamente geben, andere Kur, deine Mama zur Kur schicken, etc.

            lg
            lisa

      Ich würde meinem Vater sagen, dass er sich wie ein Arschloch verhält.

      Dass ich ihn unterstützen würde, wenn er seine Problem in Angriff nehmen würde.

      Dass ich meine Mutter unterstützen werde, wenn er sich weiterhin wie Ekel Alfred aufführt und sie sich für eine Trennung entscheidet.

      Meiner Mutter sagen, dass ich ihr SEHR aktiv unter die Arme greifen werde.

      LG

    • (7) 28.01.18 - 19:25

      Einem Depressiven zu sagen er soll aufhören sich wie ein Arschloch zu verhalten ist wie einem Alkoholiker zu sagen er soll aufhören zu trinken...
      Die Menschen sind krank, wenn sie ohne Probleme aufhören könnten, würden sie es tun, das ist aber leider nicht so einfach. Wenn dazu noch körperliche Einschränkungen und Schmerzen dazu kommen ist das nochmal schwieriger.
      Ich war selbst betroffen und habe aktuell auch einen ähnlichen Fall in meiner Familie (Lustlosigkeit, erhebliche Gewichtsabnahme innerhalb kürzester Zeit und düstere Stimmung Abkapselung von Freunden, dazu noch permanente Schmerzen...), man kann nur versuchen dran zu bleiben und die Leute aus diesem 'Loch' zu holen, dafür bedarf es aber definitiv auch professioneller Hilfe in Form einer Therapie und genau dazu sind die meisten vorerst nicht bereit, weil sie nicht sehen dass sie krank sind und Hilfe brauchen. Es ist schwierig aber nicht nur für das Umfeld sondern besonders für den Betroffenen selbst.
      Bei uns ist derjenige leider auch noch nicht bereit sein Problem in Angriff zu nehmen, ich versuche derzeit einfach ein bisschen Ablenkung in den Alltag zu bringen, wenn es nur zusammen einkaufen oder spazieren ist, alles ist besser als Zuhause zu sitzen und zu vereinsamen.
      Ich weiß, es ist anstrengend und man hat eigentlich keine Lust ständig mit einem Miesepeter aneinander zu hängen aber ohne Hilfe kommen die Leute da leider nicht raus.

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