Sorgen um Freundin/ Ängste

    • (1) 07.02.18 - 09:15

      Hallo zusammen,

      ich hoffe es ist in Ordnung meine Frage hier zu posten. Es geht um eine sehr gute Freundin von mir.

      Sie hat eine mehrjährige Kinderwunschgeschichte mit vielen schwierigen Situationen hinter sich (künstliche Befruchtungen, Fehlgeburt, Eileiterschwangerschaft etc.). Mittlerweile hat sie zwei gesunde Kinder, allerdings habe ich das Gefühl, dass die Ängste geblieben sind.

      Die letzte Schwangerschaft war geprägt von Ängsten. Sie war ständig bei Ärzten.

      Nun ist der Kleine 3 Monate alt und sie geht mehrmals die Woche zum Arzt. Der Kleine hat Husten, sie hat es schon zweimal beim Arzt abgeklärt und geht dann doch wieder. Sie fährt ins Krankenhaus, weil der Kleine 38,4 Temperatur hat oder wenn der Große (2,5 Jahre alt) abends Ohrenschmerzen bekommt. Dort sitzen sie dann natürlich oft mehrere Stunden und stecken sich mit neuen Krankheiten an.

      Zusätzlich dazu geht sie dann mit dem Großen zum Ostheopaten, ohne wirklichen Anlass (die Krankenkasse zahlt es und er schläft teilweise unruhig). Kommt dann wieder mit einer Diagnose raus, der Große habe einen schiefen Halswirbel.

      Ich hab ihr schon eine Beratungsstelle nahe gelegt und auch gesagt, dass eine Aufarbeitung gut wäre (kurz gefasst, habe es natürlich anders und ausführlicher formuliert).

      Aktuell ist sie mit dem Kleinen wieder im Krankenhaus, weil er wohl einen grippevirus hat (38,4 Temperatur).

      Was kann ich als Freundin machen, um ihr zu helfen? Hat jemand Erfahrung mit Ängsten bei nahestehender Personen?

      • Du hast gerade Beispiele heraus gesucht, die für mich nicht wirklich belegen, dass sie wirklich Hilfe braucht.

        Das Baby ist drei Monate alt, es ist noch nicht in der Lage, auschreichend Schleim abzuhusten, wenn es dann nicht besser wird und man sieht, wie der Wurm leidet, geht mal lieber nochmal zum Arzt, damit der mal nochmal schnell auskultieren kann.

        Ein grippaler Infekt ist für ein Baby sehr gefährlich, es kann zu stärken Sauerstoffabfällen kommen und in der Regel wird auch nicht ausreichend Nahrung zu sich genommen, würden die Ärzte die Behandlung nicht als notwendig erachten, wäre das Baby sicher nicht stationär.

        Und auch ich war mit meinem Kind beim Osteopathen, weil es unruhig schlief und nach 5 Behandlungen war mein Kind wie ausgewechselt.

        Ohrenschmerzen sind nichts tolles, ich würde meiner Freundin raten, dass sie zuhause immer über Notfallmedikation verfügt, zB Ibuflam Kindersaft wirkt nicht nur fiebersenkend, sondern auch schmerzstillend und entzündungshemmend, zusätzlich Wärme auf das Ohr packen und man bekommt eine Nacht ohne Notdienst herum.

        Steh deiner Freundin mit Rat und Tat zur Seite, du machst es nicht besser, wenn du ihr Verhalten ständig kritisierst. Und wie gesagt, ich kann jetzt nicht wirklich erkennen, dass deine Freundin maßlos übertreibt. Sicher, wegen Ohrenschmerzen in der Notaufnahme zu sitzen, ist übertrieben, aber sie ist auch erst seit zwei Jahren Mutter und bei jeder Krankheit, die zum ersten Mal auftritt, ist man etwas unsicher.

        Liebe Grüße

        • Ich kritisiere sie doch nicht ständig. Bitte interpretiere nichts in meinen Beitrag rein, nur um mich in ein bestimmtes Licht zu rücken.

          Ich höre mir ihre Sorgen immer an, biete Unterstützung und Hilfen an. Sie betont auch immer, wie dankbar sie für unsere Unterstützung ist und erzählt mir ihre Sorgen ja auch, weil sie mir vertraut und ich eben zuhöre und Mut zuspreche.

          Zum Osteopathen: ich habe das nur erwähnt, weil sie ohnehin schon soviel bei Ärzten ist (2-4 Mal die Woche, seit einem Jahr) und nun zusätzlich noch zum Osteopathen geht, obwohl sie ohnehin schon so viele Termine hat. Das bedeutet einfach zusätzlich Stress für sie und Kind .. Das ist natürlich ihre Entscheidung. Aber ich mache mir Sorgen, weil es immer schlimmer zu werden scheint und als Freundin sieht man nun mal nicht gerne dabei zu, wenn es der Freundin so schlecht geht.

          • Ich habe gerade deine anderen Antworten gelesen.
            Wenn sie generell jede Woche mehrere Stunden bei Ärzten verbringt, scheint sie wirklich sehr ängstlich und unsicher zu sein.

            Ich finde es toll, dass du für die da bist und sie unterstützt. Es klingt so, als würde sie deine Meinung auch annehmen. Kannst du ihr denn offen sagen, wenn du das Gefühl hast, dass sie gerade überängstlich ist? Und wie ist dann ihre Reaktion?

            • Ich hab einfach nicht genug Informationen in den ersten Beitrag gepackt. Hab aber auch nicht damit gerechnet, dass einzelne beschrieben Situationen so auseinander genommen werden.

              Der Stress führt bei ihr zum Beispiel dazu, dass ihr Milch wegbleibt. Zumindest glaubt sie das. Den Großen hat sie problemlos eineinhalb Jahre gestillt. Sie vermutet auch dass es am Stress liegen könnte. Daher hab ich ihr von der Schlafberatung erzählt und mit ihr nach stillberaterinnen geschaut. Wir haben auch darüber gesprochen, dass diese Gespräche auch dazu dienen könnten ihr die Sorgen ein wenig zu nehmen.

              Ich wollte eben beim nächsten Treffen nochmal mit ihr sprechen. Und dachte ich bekomme hier Anregungen (Die hab ich auch bekommen). Das Schreiben hier hat mich auch etwas sortiert.

              Ich finde Ehrlichkeit in einer Freundschaft sehr wichtig. Aber dafür braucht es auch den richtigen Zeitpunkt und viel Taktgefühl.

              • Ja, es ist auch schwierig alle ein den Eingangsthread zu packen, jedenfalls kann ich deine Sorge nun nachvollziehen, deswegen finde ich solche Diskussionen auch nicht schlecht.

                Ich finde deine Ansätze sehr gut.

                Ich würde an Stelle deiner Freundin mal bei der KK nachhören, ob die nicht ggf. mehr Hebammembesuche bezahlen, da ja offenkundig noch Bedarf besteht.

      Ich denke, du kannst ihr nur in einem freundschaftlichen Gespräch nahelegen, dass ihre Ängste und ihre übertrieben häufigen Arztbesuche nicht gesund sind - weder für sie noch für die Kinder. Es geht ja nicht nur darum, dass sie dauernd stundenlang warten müssen und sich immer wieder neu anstecken, sondern auch darum, wie sie ihre Kinder prägt.

      Allerdings muss sie wahrscheinlich selbst einsehen, dass sie übertreibt und ihre nicht verarbeiteten Ängste sich auf ihr Leben mit den Kindern maßgeblich auswirkt. Ansonsten kann man nur hoffen, dass der Kinderarzt irgendwann reagiert und ihr ggf. auch eine Beratung nahelegt.

      (9) 07.02.18 - 10:29

      Ich bin/war genauso. Ich habe einen sehr verständnisvollen, aber resoluten Kinderarzt, der zum einen immer Zeit für mich hat, mir aber zum anderen auch immer wieder den Kopf zurechtgerückt und ganz deutlich sagt, wann ich unnötigerweise aufgeschlagen bin.
      Besser wurde es bei mir, als das Kind vernünftig sprechen konnte und ich nicht immer orakeln musste, was jetzt wohl wie weh tut und wie schlimm ist. Seither versuche ich die Drei-Tage-Regel einzuhalten: Ich warte drei Tage ab, ob der Infekt/das Zipperlein nicht von allein verschwindet und renn erst dann zum Arzt.

      Ich habe auch eine Therapie gemacht, in der ich lernen sollte, damit umzugehen, dass Leben nun mal lebensgefährlich ist. Irgendwie hat sich da auch bei mir was im Kopf verschoben, dass ich diese Tatbestand oft einfach nicht ausblenden kann.
      Was mir hilft: nicht googlen (sonst kommt sowieso immer raus, dass das Kind stirbt), Freunde, die um meine Ängste wissen, die sich aber nicht drüber lustig machen, trotzdem eine rationale Rückmeldung geben, ob ich übertreibe, Einsicht darin, dass ich ein stückweit verrückt dadurch geworden bin, dass ich mir mal eine Zeit lang sehr berechtige Sorgen ums Kind gemacht habe, der Kinderarzt, der sich traut zu sagen: Da ist nichts Ernstes, Sie spinnen.

      • Ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag.
        Sie hat gerade den Arzt gewechselt, weil er kein "Rezept" für die Osteopathie ausstellen wollte und ihrer Ansicht nach auch in anderen Bereichen zu wenig gemacht hat. Ich habe da ganz vorsichtig versucht nachzufragen, ob der Arzt ihr vielleicht damit ein wenig die Sorgen nehmen wollte, dass alles gut ist.

        Und sie googelt auch sehr viel.

        Ihre Ängste sind ja durchaus begründet. Sie hat mir auch schon im Gespräch gesagt, dass sie einige Dinge aufarbeiten muss - gerade aber nicht den Nerv dafür hat. Was ich absolut nachvollziehen kann.

        LG

    Ich frage mich gerade tatsächlich ob du ein Problem hast oder eine Freundin.
    Ich komme da ehrlich gesagt auf dich.
    Das Verhalten deiner Freundin ist total normal. Ich bin selbst Mutter 2,5 Jahre und 11 Monate.
    ich gehe auch lieber einmal mehr zum Arzt als zu wenig. Grad mit dem kleinen der sich ständig bei der großen ansteckt und hustet wie ein verrückter. Ja da sitze ich dann auch mal an einem Sonntag Nachmittag in der Klinik und lasse es abklären obwohl ich Freitag beim doc war aber es ist schlimmer geworden.
    und soll ich dir noch was sagen, halt dich fest ich bin sogar noch Arzthelferin, und kenne mich aus, dennoch lasse ich nachschauen.
    lasse deine Freundin in Ruhe und frage lieber ob du das große Kind in der Zeit betreuen sollst, statt ihr zu sagen sie soll eine Therapie machen, wie hier schon jemand sagte ein Husten bei einem drei Monate alten Säugling ist nicht ohne und kann schnell in Sauerstoffmangel enden, die Nasen sind noch klein und eng und jeder schnupfen ist Mega anstrengend gerade beim Trinken wo sie auf dem Rücken liegen.
    Ohrenschmerzen hattest du wohl noch nie oder? Sonst wüsstest du welche Schmerzen das sind und wenn dann kein Schmerzmittel mehr hilft packe ich das Kind ein und fahre nachts oder am Wochenende in die Klinik und lasse mir ohrentropfen geben.

    Denke mal darüber nach wer von euch beiden hier übertreibt.

    Ich verstehe sie voll und ganz

    • Du findest es als Arthelferin richtig, dreimal die Woche wegen Husten mit einem Baby zum Arzt zu gehen, wenn der Arzt bei jedem Termin sagt: alles in Ordnung, es ist nichts auf den Bronchien etc.? Und dann den Arzt zu wechseln, weil der Kinderarzt zu wenig macht?

      Zu den Ohrenschmerzen: sie hat immer Nurofen und Co. zu Hause. Sie ist nicht ins Krankenhaus gefahren, weil sie Schmerzmittel für den Kleinen brauchte, sondern weil sie Angst hatte.

      • Ja ich finde es völlig in Ordnung wenn eine Mama damit auch drei mal kommt. Soll ich dir auch sagen warum? Ganz einfach Husten verändert sich, er wird schlimmer, pfeifend bellen keuchend etc.
        und wenn ich der Meinung bin das ich mein Kind abhören lassen möchte dann tu ich das bevor ich mit einer Lungenentzündung im kh liege.
        und das ich den Arzt wechseln möchte weil er meiner meinung nach zu wenig macht dann ist das völlig legitim und absolut nachvollziehbar.

        Ich frage mich echt wo dein problem ist.
        Vielleicht solltest du die Freundschaft beenden wenn du damit nicht klar kommst das es Mamas gibt die Angst um ihre Kinder haben.

        Und wenn sie nurofen zuhause hat wird sie es ihrem Kind gegeben haben bei Ohrenschmerzen. Wenn sie darunter nicht besser werden dann geh ich doch selbstverständlich zum Arzt.

        Ich kann gerade über dein Verhalten nur den Kopfschütteln

    Ich denke nach....Und komme zu dem Schluss dass eindeutig DU übertreibst!

    Noch etwas:
    Wenn du starke Schmerzen hast, liegst du dann lieber im Bett und ruhst dich aus oder sitzt gerne mit Schmerzen drei Stunden im Krankenhaus?

Top Diskussionen anzeigen