Lappalie oder doch Aggression gegen Kleinkind?

    • (1) 11.02.18 - 18:46
      mamitraurig

      Hallo!

      Da ich gerade nicht klar denken kann, muss ich euch mal fragen.

      Während ich eben bügelte, sollte mein Mann auf unsren Sohn (17 Monate) im Wohnzimmer aufpassen. Sohnemann wollte aber unbedingt zu mir und schrie bei allem was Papa ihm anbot. Daraufhin nahm mein Mann ihn und setzte ihn aggressiv auf sein Hüpfpferd. Währenddessen schrie er immer noch. Dann wurde er von Papa ca. 4 Mal auf dem Pferd hin- und hergeschüttelt, woraufhin ich schnell hin lief und meinen Sohn aus der Situation raus nahm.

      Nun bin ich stinksauer und heule nur noch, weil das Bild einfach so schrecklich aussah. Mein Sohn, wie er mit Gewalt aufs Pferd gesetzt und dann geschaukelt wurde.
      So etwas kam noch nie in der Form vor, aber ich habe nun extrem Angst, dass so etwas wieder passieren kann.
      Mein Mann ist, wenn er wütend ist, mit mir immer sehr aggressiv und macht mich gerne psychisch fertig. Aber dass er nun mit meinem Sohn so umgeht, tut so weh.

      Er sagt natürlich, dass ich übertreiben würde und es nicht so schlimm ist.

      Was denkt ihr? Übertreibe ich? Ich bekomme wirklich gerade keinen klaren Kopf.

      • Wieso bekommt man mit so nen Psycho ein Kind? Und warum denkst du, dass er sich im Griff hat, wenn es ums Kind geht? Und warum lebst du deinem Kind vor, das es in Ordnung ist, wenn Papa so mit Mama umgeht? Er kriegt das sicher mit. Und falls nicht, wird er es mitbekommen.

        Ich würde mir überlegen, ob ich das so will. Alles Gute.

        • (3) 11.02.18 - 19:01

          Ich habe nicht erwartet, dass er so mit unserem Kind umgeht. Warum? Weil ich jahrelang davon ausgegangen bin, dass ich die Ursache für seine psychische Gewalt an mir bin. Ich habe mich immer wieder versucht zu verändern, um diese schlimmen Streitigkeiten zu verhindern. Erst vor ein paar Monaten erkannte ich, dass ich machen kann was ich will, aber es wird nicht besser.

          Er war von Geburt an sehr liebevoll mit ihm. Deshalb bin ich gerade so geschockt.

          • (4) 11.02.18 - 19:07

            Ich bin geschockt, wie oft Frauen sich die Schuld geben,wenn der Macker ausrastet und beleidigt. Seit ihr euch denn gar nichts wert??? Ich versteh es nicht.

            • (5) 11.02.18 - 19:11

              Vielen Dank für deine Antwort.

              Dennoch würde ich mich nun über Antworten zu meiner ursprünglichen Frage freuen. Ich weiß nämlich immer noch nicht, ob ich übertrieben reagiert habe. Meine Gefühle sagen mir aber was anderes.

              • (6) 11.02.18 - 19:21

                Und auf dieses Gefühl solltest du hören. Nennt sich Mutterinstinkt. Zumal die Reaktion des Kleinen deutlich zeigte,dass er sich unwohl fühlte

      Hallo,

      du hast nicht überreagiert. Trenn dich!



      vg
      novemberhorror

      wenn ein mensch seinen partner schon psychisch fertig macht und aggressiv behandelt wird er vor einem kind nicht halt machen. das hast du heut gesehen. schlimm, dass schon ein trotzdendes kleinstkind ihn zu übergriffigkeiten bringen kann, wie wird das dann erst in 2, 5 oder 10 jahren? da werden noch viele unschöne situationen auf euch zukommen und bei grob sein wird es nicht bleiben.

      zieh deine konsequenzen daraus.

      (9) 11.02.18 - 19:29

      Hallo!

      Wurde er denn nun geschüttelt oder geschaukelt? Du erwähnst beides. Dass er schimpfend raus läuft, finde ich nicht schlimm, sofern es nicht Beleidigungen gegen euren Sohn waren. Jedem liegen die Nerven mal blank. Schütteln ist ein nogo. Ihn gegen seinen Willen auf das Pferd zu setzen, während er brüllt, finde ich noch ok.

      Bevor ich mich weiter äußern mag, warte ich erst darauf, ob er ihn wirklich geschüttelt hat oder eher gegen den Willen geschaukelt wurde.

      VG

      • (10) 11.02.18 - 19:34

        Er hat ihn gegen seinen Willen auf das Pferd gesetzt, aber nur deshalb, weil er aggressiv und wütend auf meinen Sohn war.
        Geschüttelt hat er ihn nicht (in dem Sinne, wie Babys unter Wut geschüttelt werden), sondern auch hier wieder aggressiv hin- und hergeschaukelt, obwohl offensichtlich war, dass er das nicht mag.
        Sein ganzes Verhalten entstand demnach aus einer Wut heraus.
        Hätte er es getan, um ihn z.B. abzulenken, wäre das in meinen Augen natürlich was anderes.

        • (11) 11.02.18 - 19:48

          Ich kenne dich und deinen Freund nicht. Ich weiß aber wie es ist, wenn mich unsere Kinder mal in den Wahnsinn treiben. Da werde ich auch mal wütend und schimpfe. Wenn trotz mehrmaligem Erklären immer noch Geschrei ist, geht es auch mal gegen den Willen kurz in den Laufstall oder in den Buggy. Damit schiebe ich dann auch hin und her und bin innerlich echt aufgewühlt. Wenn mein Mann da ist, nimmt er dann ab. Ich würde ehrlich gesagt auch direkt hingehen, wenn eins unserer Kinder so heftig abgeht und ich in der Nähe bin.

          Wenn dein Freund den Kleinen damit nicht beruhigen wollte, was wollte er dann damit bezwecken? Den Kleinen provozieren?

          Da ich euch nicht kenne, kann ich nur schwer etwas dazu sagen. Wenn du dich generell so unwohl fühlst, trenne dich. Aber mit Kleinkind kann es grad zwischen Paaren auch mal knallen. Ständiger Schlafmangel, Geschrei, wenig Freizeit, ständiges Hinterherrennen. ist ja bei allen ähnlich. Da liegen die Nerven mal blank. Ständige oder zu krasse Aggression geht natürlich nicht. Ich drücke dir die Daumen, dass du den für dich richtigen Weg finden wirst!

    Du hast dir jahrelang eingeredet, dass DU schuld bist, wenn dein Kerl aggressiv ist.
    Nun war er gegenüber eurem Kind ebenfalls aggressiv. Dein Bauchgefühl sagt dir zwar im Moment, dass das nicht ok war.

    Aber du wirst gelernt haben dein Bauchgefühl zu unterdrücken, du wirst Strategien haben Erklärungen zu finden, vermutlich willst du "die Familie nicht auseinanderrreissen", so wirst du auch jetzt wieder nicht handeln.....armes Kind.

    • (13) 11.02.18 - 19:39

      Genauso ist es.
      Wir haben ein schönes Haus, sind verheiratet, Oma und Opa wohnen nebenan. Also ein Paradies für ein Kleinkind. Meine Hoffnung ist (war), dass wir das in den Griff bekommen und unserem Kind tolle Eltern sind.

      Der Gedanke, dass ich alleine mit Kind ohne Familie irgendwo wohnen werde, lässt mich noch mehr verzweifeln, als diese Situation, da ich mir immer einrede, dass es wieder besser wird.
      Ich will nicht, dass er ohne Papa, Oma, Opa aufwächst. Es ist so schrecklich. Ich weiß aber natürlich, dass es noch schrecklicher ist, wenn er mit Gewalt aufwächst.

      • (14) 11.02.18 - 19:48

        Würdest du dich denn trennen wenn dir hier jeder sagt:
        nein, du übertreibst nicht, es war keine Lapalie, dein Mann hat sich nicht im Griff und du musst Angst haben um euer Kind?

        (15) 11.02.18 - 19:51

        Du schreibst, du hoffst, dass es WIEDER besser wird. Seit wann ist es so? Schon vor der Geburt oder ist er mit dem Kind momentan überfordert und deshalb. unterschwellig aggressiv. Daran könnte er mit Hilfe durchaus arbeiten dann.

        Die Frage nach dem Auslöser ist wichtig, denke ich.

        Wenn du doch aber weißt, das es schlimm für dein Kind ist, mit Gewalt aufzuwachsen, warum tust du dann nichts, um dein Kind zu schützen? Ja, jetzt ist alles so herrlich bequem. Warum etwas ändern? Weil du es deinem Kind verdammt nochmal schuldig bist! Das "Paradies", was du beschreibst ist eintn Dreck wert, wenn das Kind dafür mit einem Vater aufwachsen muss, der ihm Gewalt antut und einer Mutter, die das einfach hinnimmt. Dein kind wird sich nicht an die nähe zu den Großeltern oder das tolle Haus erinnern sondern an die GEFÜHLE, die es dabei hatte, dort zu leben und Gewalt zu erfahren. Und das schlimmste dabei, eine Mutter zu haben, die um die Zustände wusste und es nicht geschützt hat! Du MUSST deinen Mann verlassen, schon um eures kindes Willen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, wenn du dein Kind liebst. Du MUSST handeln!

        (17) 11.02.18 - 21:10

        Na Hauptsache ihr habt ein schönes Haus 🙄

        (18) 11.02.18 - 22:17

        https://www.re-empowerment.de/

        (19) 11.02.18 - 22:46

        Ich bin mit so einem erwachsenen Sohn zusammen. Mittlerweile gestehe ich mir ein, dass es nicht in den Griff zu kriegen ist. Seine Eltern haben ihn durch genau eure Situation ebenfalls zum Täter gemacht. Obwohl er Täter Ist, ist er sehr unglücklich, denn eigentlich wünscht er sich eine heile Welt. Aber er ist mental so schwach, dass er nicht dagegen ankommt.

        Mal dir aus, was dein Sohn lernt. Er wird ggf mal genauso wie sein Vater und niemals ein glückliches Familienleben führen können.

        Ich rate auch zur Trennung!

        Welchen Anlass sollten eigentlich kaputte Typen wie dein Mann haben, ihr Verhalten zu ändern, wenn ihnen das tägliche Leben doch immer wieder zeigt, dass sie damit durchkommen, und dass es der einfachste Weg ist, das zu bekommen, was sie wollen?

(21) 11.02.18 - 19:34

Du reagierst nicht über. Ich hätte Angst um mein Kind.

Und ich wäre mir auch selber zu schade für solch einen Psycho.

Dabei wird es vermutlich nicht bleiben.
Dein Mann hat eine kurze Zündschnur und Euer Sohn wird Trotzphasen und alles mögliche durchleben.
Wenn Du Lust auf solche Aggressionen hast, ist das Deine Sache, allerdings solltest Du Euer Kind dauerhaft in Sicherheit bringen.

(23) 12.02.18 - 06:26
Misshandeltes Kind

Halten wir fest, ein Mann der sich nicht mal einer Erwachsenen gegenüber im Griff hat, bringt ein Kleinkind in eine Situation, in der es Panik bekommt. Der Junge ruft nach seiner Mama und statt das sie kommt und ihm hilft bügelt sie erstmal weiter. Und das obwohl sie weiß das der Mann immer zorniger wird und dass er keine Deeskalation kennt. Die Situation eskaliert Mama hilft nun doch und beendet das.

Was glaubst du wäre passiert wenn Vater und Sohn allein gewesen wären? Also wenn keiner da gewesen wäre, der den Sohn gerettet hätte? Glaubst du wirklich er hätte sich irgendwann bremsen können?

Weißt du ich hoffe das war der richtige Schuss vor den Bug und du nimmst deinen Sohn und gehst. Aber so richtig glauben kann ich das nicht. Also wird die Situation immer mehr eskalieren und du wirst weiter bleiben und deine Mitschuld an der Gewalt deines Sohnes gegenüber leugnen, damit du in dem Haus bleiben kannst und damit du deine Sicherheit hast.

Ich hoffe dir ist klar dass der Preis auch bei dir ankommen kann und du deinen Sohn verlieren kannst. Ist dir das Haus wirklich soviel wert?

(24) 12.02.18 - 08:24
Duuebertreibstnicht

Hallo,
Die Situation ist ja erst jetzt zum ersten Mal passiert, zumindest erstmalig bei eurem Kind.
Ich selber habe in solch einer Beziehung über Jahre gelebt und als wir dann unser gemeinsames Kind bekommen haben, fiel mir es dann plötzlich wie ein Schleier von den Augen. Erst recht nach dem ersten Streit 4 Tage nach der Geburt. Ich habe es dann schnell beendet und es viel mir nicht mal schwer.
Ich habe allerdings schon vor der Geburt vorgesorgt. Instinktiv...

Ich glaube, dass dir diese Situation gestern auch die Augen geöffnet hat sonst hättest du wahrscheinlich nicht deine Sorge hier ins Forum geschrieben.
Hoffnung die du immer wieder hast dass es besser wird brauchst du nichts haben. Du kannst einen Menschen nicht verändern, nur du selbst kannst was ändern. Und was du ändern solltest ist dir klar.
Glaube mir, alles kann viel schöner werden wenn du alleine mit deinem kleinen bist. Es wird dich auch wieder stärker machen. Würden dich die Großeltern bei dieser Entscheidung unterstützen?

Lg

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