Er ist betrunken Auto gefahren

    • (1) 12.02.18 - 12:10
      schnee-frau

      Hallo

      ich wollte fragen wie ihr reagieren würdet. Und zwar ist mein Freund nach einer Kanevalsfeier tatsächlich mit dem Auto heim gefahren. Es war abgemacht er übernachtet bei einem Freund der in diesem Ort wohnt und kommt erst Mittag heim wenn er ausgeschlafen hat. Ich dachte ich flippe aus als er dann morgens um 5 Uhr total betrunken heim gekommen ist. Er war richtig blau also nicht nur bischen angetrunken. Was da alles passieren hätte können. Er ist 20 Minuten gefahren bis zu uns und er sagt es ist ja nix passiert. Na toll! Ich habe ihn dann etwas sauer angekeift weil ich so geschockt war und er nicht an mich oder unsere Tochter denkt er hätte tot sein können. Er war richtig aggressiv und hat geschrien er ist nicht blöd und er ist erwachsen und ich soll mich nicht so aufführen. Ich würde ihn belehren wollen wie ein Kind. Er ging dann sauer ins Wohnzimmer und hat erst einmal geschlafen und auch als er aufgestanden ist hat er keine Wort mit uns geredet und ist direkt wieder weg. Ich denke ihm ist schon klar dass es kacke war. Würdet ihr das nochmal ansprechen oder einfach bleiben lassen? Klar ist er erwachsen aber trotzdem kann ich doch sagen wie ich es finde oder? Was meint ihr?
      Grüße
      Lena

      • Natürlich musst du das Gespräch mit ihm suchen. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren könnte. Nicht nur, daß er wissentlich sich in Gefahr gebracht hat, sondern, und das wichtigste: er hat wissentlich und willentlich ALLE ANDEREN VERKEHRSTEILNEHMER in Gefahr gebracht. Er hätte jemanden umbringen können! Ist ihm das überhaupt nicht bewusst??? Ein Mann, der so absolut unverantwortlich handelt, ist für mich kein Mann, der etwas in meinem Leben zu suchen hätte!!

        • (3) 12.02.18 - 12:22

          Es ist ihm schon bewusst denke ich, aber er hat es ausgeblendet und jetzt im Nachhinein sagt er es ist ja nichts passiert und ich soll ihn nicht belabern und belehren. Das hat er auch noch nie gemacht darum habe ich keine Ahnung ob ich da überreagiere. Normalerweise übernachtet er dann bei einem Kumpel oder ein anderer fährt.

          • Du reagierst nicht über. Betrunken Auto zu fahren ist so ziemlich das unverantwortlichste, was ein erwachsener Mensch tun kann. Er kann froh sein, dass weder niemand zu schaden gekommen ist noch das die Polizei ihn nicht angehalten hat. Denn dann wäre er seinen Lappen los. Rede ihm ins gewissen, so etwas DARF nicht passieren.

      (5) 12.02.18 - 12:39

      Hallo,

      dein Freund hat einen Fehler gemacht. Und ist zum Glück mit einem blauen Auge davon gekommen. Ich denke, er ist schlau genug um zu wissen, was alles hätte passieren können. Vereinbart für das nächste Mal, dass er ein Taxi rufen soll bzw. das Geld dafür mitnimmt.

      Wenn er ansonsten sich nicht ständig übermäßig abschießt, dabei sich und andere gefährdet oder sich sonstwie verantwortungslos verhält, würde ich jetzt kein großes Faß mehr wegen der Sache aufmachen.

      LG

      • So schlau sind eben viele nicht, dass sie es selbst kapieren würden. Wenn der betreffende Herr zu denen gehören würde, die es kapieren, hätte er es von Vornherein nicht gemacht, denn alle notwendigen Informationen hatte er ja schon vor seiner Trunkenheitsfahrt.

        Alkohol am Steuer ist immerhin eine der häufigsten Unfallursachen. Die einfache und verantwortungsvolle Lösung wäre, dass er in Zukunft das Auto zuhause lässt, wenn er feiern geht.

    Das war wirklich unverantwortlich und ich hätte es auch angesprochen. Allerdings: in dem Moment, als er betrunken war, macht es überhaupt keinen Sinn, da kann kein vernünftiges Gespräch stattfinden. Du wirst auch sauer gewesen sein und er wird sich in die Ecke gedrängt gefühlt haben.

    Dann ist es bestimmt wirklich so, dass er weiß, dass es Mist war. Ich hätte vielleicht wirklich nur nochmal ganz deutlich gesagt, dass er doch an seine Familie denken muss.

    Mich wundert trotzdem, dass er so gar nicht einsichtig ist und so bockig, sogar aggressiv reagiert. Ist er öfter so?

    Sein Verhalten war ein riesengrosser Fehler. Zwar hätte ich ihn an deiner Stelle nicht im betrunkenen Zustand angesprochen, sondern erst nach der Ausnüchterung. Aber auch ich hätte ihm eine riesen Szene gemacht! Was mich an dem Verhalten deines Mannes unglaublich stört, ist seine fehlende Einsicht. Dieses: du sollst ihn nicht weiter belabern, ist ja wohl die Krönung! Wenn er nur sich selbst gefährdet hätte, wäre das die eine Sache. Aber er hat auch alle anderen Verkehrsteilnehmer mit gefährdet. Hätte er damit leben können, dass jemand anderes seinetwegen sein Leben lässt?
    Glaubst du wirklich, dass er das das nächste mal nicht wieder macht?
    Ich kann mir für mich sprechen, aber ich persönlich würde ernsthaft meine Beziehung überdenken, wenn ich das Gefühl hätte, mein Mann könnte soetwas nochmal machen.

    Vor Jahren ist mein Cousin bei einem Verkehrsunfall unschuldig ums Leben gekommen. Der betrunkene Unfallverursacher hat unbeschadet überlebt.

    (9) 12.02.18 - 13:24

    Ich würde es noch mal in Ruhe ansprechen und noch einmal ganz deutlich machen, was für ein großer Mist das war.
    Ich denke, er weiß aber, dass er großen Mist gebaut hat. Insofern würde ich da nicht ewig nachtreten, weil er dann weiter dicht machen wird. Stattdessen würde ich ihm Vermeidungsstrategien für die Zukunft vorschlagen.

    Ich selbst gehöre leider zu der Gattung Mensch, die mit zunehmenden Alkoholpegel tatsächlich denkt, er könne ganz prima Autofahren. Besoffen würde ich mir vermutlich den Nürnburgring zutrauen. Also tue ich folgendes: Ich fahr erst gar nicht mit dem Auto irgendwo hin, wo ich plane, Alkohol zu trinken ODER ich gebe sofort nach Eintreffen meinen Schlüssel dem Wirt/Gastgeber/einer anderen vernünftigen Person mit der Bitte, ihn mir nicht wiederzugeben, sollte ich auch nur einen angeheiterten Eindruck machen.

    Vielleicht ist er auch so ein Opfer alkoholbedingter Selbstüberschätzung?

    • (10) 12.02.18 - 13:45

      Und wenn du mal vergisst den Schlüssel abzugeben, dann würdest du wirklich noch ins Auto steigen und losfahren, wenn du total betrunken bist?
      Hilfe, da hätte ich ja echt immer Angst vor mir selber und würde wahrscheinlich keinen Alkohol mehr trinken.
      Aber vielleicht ist das so ähnlich wie bei einem Bekannten. Er weiß, dass er im betrunken Zustand echt mies und gemein werden kann. Er wird dann auch mal lauter, zettelt Streit an und kommt mit uralten Geschichten, die längst geklärt waren. Daran ist zb seine letzte Ehe (unter anderem) gescheitert. Und trotzdem trinkt er weiterhin (nicht regelmäßig, aber auf Feiern), was ich irgendwie nicht nachvollziehen kann.

      • (11) 12.02.18 - 14:30

        Vermutlich ja und deswegen vergesse ich nicht, die beschriebenen Vorkehrungen zu treffen.
        Ich habe keine Ahnung, wo du da die Parallele zu deinem Bekannten siehst, der ja weiterhin in Kauf nimmt, andere zu beeinträchtigen.
        Warum, deiner Meinung nach, sollte ich also nie wieder trinken, obwohl ich verantwortlich damit umgehe?

        Oder wolltest du mir einfach nur in grau ans Bein pinkeln?

        • (12) 12.02.18 - 14:47

          ?? Wo habe ich dir ans Bein gepinkel ??

          Mir ging es nur darum, dass ich nicht verstehen kann, dass man weiterhin trinkt, wenn man Alkohol nicht vertragen kann.
          Ich bin der Meinung, wenn jemand meint im besoffenen Zustand noch Auto fahren zu können und dies“ auch zu 100% tun würde“ , sollte er den Schlüssel dabei haben, dann sollte man den Alkohol vielleicht lieber weglassen.

          Warum du dich hier direkt angegriffen fühlst verstehe ich nicht #kratz

          • (13) 12.02.18 - 15:31

            Du hast mir ans Bein gepinkelt, indem du mich mit dem Bekannten vergleichst, der nichts tut, um die negativen Konsequenzen zu vermeiden, wenn er betrunken ist.

            Die Gefahreneinschätzung leidet bei allen, die Alkohol trinken, genauso wie die Selbstüberschätzung zunimmt. Also verträgt wohl niemand Alkohol, was ja auch klar ist, da es sich immerhin um ein Nervengift handelt.

            Ich finde, jeder erwachsene Mensch sollte dennoch entscheiden dürfen, ob er trinkt oder nicht, wenn er sicherstellen kann, dass dadurch niemand zu Schaden kommt.

            Insofern nervt mich lediglich dein erhobener Zeigefinger von wegen “Ich an deiner Stelle würde ja...“

            Aber lass gut sein, vielleicht bin ich überempfindlich.

            • (14) 12.02.18 - 15:59

              Also jetzt echt, WO ist/war der erhobene Zeigefinger? Wenn man will kann man sich aber auch wirklich bei jeder Antwort hier angegriffen fühlen!

              Und „AN DEINER“ Stelle habe ich auch NIRGENDWO geschrieben, sondern lediglich, dass ich mir da selber dann wohl nicht trauen würde und wahrscheinlich deswegen dann lieber gar nichts mehr trinken würde! iCH und nicht DU!

              Genauso habe oder wollte ich dich nicht angreifen mit der Geschichte meines Bekannten, sondern lediglich mitteilen, wie unterschiedlich Leute mit dem Alkohol umgehen, obwohl sie wissen, dass sie betrunken vielleicht dieses und jenes tun oder tun würden was nicht so gut ist und trotzdem nicht auf Alkohol verzichten.

              Mit ist es echt total egal, ob mein Bekannter, du, oder wer auch immer, Alkohol trinkt, obwohl er oder sie weiß, dass......muss, kann und soll jeder für sich selber entscheiden!

              Ich war lediglich erstaunt, dass man meint im Suff super Autofahren zu können und vor allem „dies auch tun würde“, hätte man sein Auto bzw seinen Autoschlüssel in der Tasche, obwohl man im nüchternen Zustand weiß, dass dies für alle anderen Im Straßenverkehr gefährlich ist. Im Suff ist dies einem dann aber plötzlich total egal, sonst würde man ja nicht vorher schon den Schlüssel abgeben.
              Aber damit wollte ich dich nicht angreifen, so der habe lediglich nachgefragt.

              -Aber lass gut sein, vielleicht bin ich überempfindlich-
              Ja, das denke ich! Denn angegriffen habe ich dich von Anfang an nicht!

              So und jetzt lasse ich es gut sein ;-) bevor hier noch mehr falsch verstanden wird!

Ich könnte damit nicht leben, wenn mein betrunkener Mann/Partner einem anderen, Schaden durch sein Verhalten zufügen würde, z.B. einen Menschen überfahren.
Ich würde MIR persönlich einen Leben lang Vorwürfe machen, warum ich es nicht verhindert habe, da ich davon wußte, was er tat.

Ich würde in einem ruhigen Moment unbedingt nochmals das Gespräch mit ihm suchen.

(16) 12.02.18 - 14:50

Er hätte tot sein können ? Ganz ehrlich : das ist das unwichtigste in der Geschichte wenn er zu blöd ist und nicht weiß wie er was macht wenn er denn schon trinkt.

Viel eher würde ich an die mitmenschen denken die er mit seiner dummen Aktion in gefahr gebracht hat!!
Und stell dir mal vor, die mitmenschen sind auch Kinder von jemanden und oder haben selbst kinder!!

Dem sollte man am besten den schein und schlüssel weg nehmen. Unglaublich sowas.

Huhu,

ob er tot wäre, wäre mir egal (für dich natürlich sehr unschön zu lesen), denn ER wäre ja dann selbst Schuld.

ABER: Andere könnten es auch sein ;)

Hallo

Da wegen so einem idioten, der besoffen Auto gefahren ist, meine Mutter nicht mehr am Leben ist, bin ich bei so etwa sehr emotional und reagiere äußerst ungehalten...

Wäre es mein Mann, würde er natürlich raus fliegen, bei meiner Geschichte wohl auch verständlich.

Vielleicht sagst du das deinem Mann, was passieren kann, wenn Besoffene Auto fahren... Für uns ist damals eine Welt zusammen gebrochen...

Soll er mal darüber nachdenken....

Liebe Grüße

Hallo!

Ich musste schon mal einen betrunkenen Freund den Autoschlüssel abnehmen, der sonst auch NIE betrunken fahren würde.

Das ist einfach das fiese an Alkohol: man fühlt sich relativ unbesiegbar und wie den besten Autofahrer der Welt, auch wenn man kaum noch laufen kann. Wenn dann noch irgendein Auslöser dazu kommt (bei dem Freund von mir war es ein Streit mit seiner Frau, er wollte einfach nur weg) dann kann es zu sowas kommen.

Ich würde wohl warten, bis der Mann wieder richtig nüchtern ist, und dann nochmal in Ruhe mit ihm sprechen, wie er denn auf die dumme Idee gekommen ist, und gemeinsam überlegen, wie man das in Zukunft verhindern kann - Autoschlüssel in der Wohnung des Kumpels lassen, wo er schlafen wollte, Geld für ein Taxi irgendwohin, wo er es nicht aus Versehen ausgibt, etc.

Klar war das keine Glanzleistung, aber große Vorwürfe hinterher bringen auch nichts. Aber Vorsorge für das nächste mal kann man treffen.

(20) 12.02.18 - 16:55

Der Vorfall an sich ist "blöd" und man kann sich darüber ereifern was alles hätte passieren können und ein Drama daraus machen. Hilft nix.

Viel eher solltet Ihr schauen, wie Ihr wertschätzend miteinander redet, dann haben gerade in solch einer Konfliktsituation Du oder er die Chance auf Einsicht.

So wie's jetzt gelaufen ist, baut nur jeder von Euch eine Front auf und will unbedingt recht haben.

(21) 12.02.18 - 18:03

Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, dass so viele stillschweigend davon ausgehen, dass der Man schon wissen wird, dass er Mist gebaut hat. Man muss sicher nicht ewig nachtreten und drauf rumreiten, aber ich finde schon, dass man(n) auch die Eier in der Hose haben sollte, seinen Fehler einzugestehen.
Vielleicht war er im ersten Moment erschrocken über sich selbst und im betrunkenen Zustand ist eine Standpauke sicherlich nicht unbedingt förderlich. Aber spätestens heute hätte ich schon erwartet, dass er sich gefangen hat und kapiert, was da los war. Der grundlegende Bockmist war seine Fahrerei, nicht die keifende Ehefrau!

(22) 12.02.18 - 18:24

Hi Lena,
ist ja schön das Du Dir um ihn Gedanken machst................Hast Du Dir mal Gedanken um die gemacht, die ihm entgegenkommen?

Wenn so ein Alkoholisierter Arsch noch Auto fährt, ist es sein Problem, aber wenn er die Kontrolle über das Auto verliert und in ein entgegenkommendes fährt, oder in Fußgänger.... die überhaupt nichts dafür können........

Mein Bruder war der, der entgegenkam. Er ist in seinem Auto verbrannt, sein Beifahrer konnte sich noch retten.

Um den Säufer tut es mir nicht leid, die Unschuldigen, die mit reingerissen werden. Die von der Schicht einfach nach Hause wollen.

Man fährt ganz einfach nicht unter Alkohol, Drogen und Müdigkeit!!!

Gruß

(23) 12.02.18 - 19:56

Ein guter Freund ist wegen so nem scheiß im Auto verbrannt... was denkt sich dein Freund bloß? Der würd ich was erzählen...

Der Typ war schon schlichtweg zu besoffen in der Birne als das er deine Argumente verstehen könnte geschweige denn das ihm die Kritik gepasst hätte. Da hätte er schließlich einen Fehler eingestehen müssen. Und meistens sehen Besoffene die Welt eh anders! Ich bin aber ganz deiner Meinung das er in dem Zustand nicht mehr Auto zu fahren hat!
Und offenbar wußte er doch noch einiges von eurem Gespräch wenn er nach dem Aufwachen und vielleicht wieder-nüchtern-sein gleich abhaute. Dann wollte er sich wohl höchst ungerne mit der Wahrheit auseinander setzen! Feigling.
ABer so Autofahren geht gar nicht.

Ela

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