3.Scheidung mit Ü 40

    • (1) 13.02.18 - 18:19
      Wann und wie

      Hallo,
      So wie es aussieht, stehe ich vor meiner 3.gescheiterten Ehe.
      Wir waren lange verheiratet, ich bin allerdings in meinen 20ern bzw. Anfang 30 schon 2mal geschieden worden.
      Jetzt ist allerdings ein Kind involviert. Dieses Mal habe ich das ganz starke Gefühl gescheitert zu sein, wahrscheinlich weil ich jetzt älter und einfach nachdenklicher bin.
      Ich weiß noch nicht wie es weitergeht.
      Rückblickend muss ich sagen, dass ich in allen Beziehungen zu viele Kompromisse eingegangen bin und mich immer unfrei gefühlt habe, irgendwie eingeschränkt.
      Glücklich war ich wohl nie , eher resigniert.
      Das als Resumee zu ziehen ist echt deprimierend. Ich hab auch keinen Liebeskummer und
      bin einfach nur erleichtert aber gleichzeitig auch traurig , dass es nicht gehalten hat.
      Zufrieden war ich eigentlich eher in den Zeiten ohne feste Beziehung.
      Kann das jemand verstehen?

      • Wenn du immer zu viele Kompromisse eingegangen bist, sprich entgegen deiner Vorstellungen gelebt hast deinen Männern zuliebe, ist es doch mehr als verständlich, dass du lieber alleine lebst. Das erscheint dir wahrscheinlich wie eine Befreiung.

        Entweder du bist alleine glücklicher oder du gehst eben nicht mehr so viele Kompromisse ein.

        Dass du alleine glücklicher bist, als in einer Beziehung kann ich vollkommen nachvollziehen.

        Ich verstehe nur nicht, wieso man überhaupt 3 mal heiraten muss. Erinnert mich ein wenig an die amerikanischen Promis. Die können auch nicht einfach nur zusammen sein. Da muss nach einem halben Jahr Beziehung geheiratet werden. Dementsprechend lang sind dann auch die Ehen.
        Ich meine das nicht böse dir gegenüber.

        • (4) 13.02.18 - 20:41

          Ich werde auch nicht nochmal heiraten, obwohl meine derzeitige Ehe fast 12 Jahre gehalten hat.
          Vielleicht bin ich auch einfach meinerseits zu wenig kompromissbereit, denn es ist ja tatsächlich normal, dass man Kompromisse eingehen muss.
          Mir fällt das zugegeben nicht leicht und ich fühle mich dadurch schnell eingeengt.
          Allerdings ist meine jetzige Beziehung an einer essentiellen Frage gescheitert, meine zweite Ehe am Kinderwunsch meines Mannes, also auch etwas wo es keine Kompromisse geben kann.
          Das ist schade, aber es gibt Entscheidungen wo es einfach nicht mehr passt.

          • Was für eine essentielle Frage war denn das jetzt, an der deine letzte Ehe gescheitert ist?

            • (6) 14.02.18 - 19:19

              Ich wollte mich beruflich stärker engagieren, damit war er nicht einverstanden, weil ich dann oft weg wäre und er der Meinung ist, dass das nicht geht wegen unserem Sohn.
              Selbst beruflich kürzer treten wollte er nicht.
              Jetzt mache ich das halt ohne ihn, klappt auch gut, da ich nicht mehr meine Energie für Streit aufwenden muss.

              • Und das berufliche ist wichtiger als deine Familie?
                Sorry aber das verstehe ich nicht. Sind vielleicht zu viele Infos.
                Aber ich will doch in erster Linie für mein Kind und meinen Mann da sein. Ich arbeite um zu leben und nicht andersrum. Auch wenn mir meine Arbeit Spaß macht.

                Weil dein Mann sagt du solltest lieber mehr zu Hause sein als zu arbeiten trennt ihr euch?
                Das empfinde ich noch nicht als großen Kompromiss wo du zurück stecken müsstest.

                Und einen Kinderwunsch kläre ich doch auch bevor ich das 2. Mal heirate.

                Ich bin gerade "erst" 28 und 5 jahre verheiratet aber für mich bedeutet ehe und familie immer das wichtigste und das bin ich nur eingegangen nachdem wichtige Absprachen der Lebensgestaltung vorher gelaufen Sind!?
                Sorry

      In jeder Beziehung muss man Kompromisse eingehen, sondern funktioniert's nicht, aber, wenn eine Beziehung nur aus Kompromissen von einer Seite besteht, hattest Du wohl das komplett falsche Beuteschema. Da kann man nur empfehlen, nun mal alleine zu bleiben und so zu leben, wie DU willst. Bei einer etwaigen weiteren Beziehung muss ja nicht wieder geheiratet werden. Alles Gute. LG Moni

      Hallo,

      ja, ich kann Dich sehr gut verstehen. Bin auch frisch getrennt und komme zurzeit etwas zur Ruhe durch eine räumliche Trennung.
      Ich finde mich gerade erst selbst und das mit 44. Wurde wahrscheinlich Zeit.
      Ich bin auch immer viele Kompromisse eingegangen, aber das ist jetzt vorbei.
      Bin zwar zum ersten Mal verheiratet, habe dafür aber 3 Kinder von 2 Männern. Meine Große habe ich mit in unsere Beziehung gebracht.
      Mach Dir keinen Kopf wegen der 3.Scheidung, vielleicht ist die Ehe einfach nichts für Dich?
      Für mich ist das Thema ehrlich gesagt auch durch. Weder Ehe, noch Zusammenziehen sind nochmal eine Option für mich...

      LG
      K.

      (10) 14.02.18 - 08:08

      Hallo,

      das tut mir leid für dich.
      Ich kann mir gar nicht vorstellen, warum und welche Kompromisse man denn eingeht, die einen so unglücklich machen. Dann ist es von vornherein schon nicht der richtige Partner und das müsste man doch eigentlich schon vor der Heirat merken ...

      Ich hoffe für dich, dass du allein glücklicher wirst und auch noch den passenden Partner findest. Ohne Kompromisse. Und vielleicht ohne Hochzeit ;-)

      LG

      Scheitern ist die Chance tief zu reflektieren, damit fängst Du gerade an, indem Du hier schreibst, das finde ich wundervoll.
      Sprich vor allem viel darüber mit Menschen, die Dir offen zuhören. Wer Dir seine Geschichte auf's Auge drückt und Vergleiche anstellt, den brauchst Du nicht.
      Vielleicht mal eine Buchhandlung besuchen und schauen, welche Titel Dich da so ansprechen, Ecke Lebensberatung.

      Die meisten erwischt es Mitte dreißig, Anfang vierzig. Ich sag dann meistens, vorher ging es noch nicht, da noch Werkzeug gefehlt hat.

      Bist Du der Ansicht, Deine Beziehung ist gescheitert, weil Ihr sie in der Institution Ehe gelebt habt und Ihr beide damit eine Art Verpflichtung fühltet, daß das Ding jetzt klappen muss?

      M. E. ist nämlich genau dies nicht völlig unerheblich, wenn man etwas konservativ veranlagt ist. Da Du nicht ins Detail gingst, was zum Scheitern der vorherigen Ehen führte (außer jetzt einem Kinderwunsch seitens des einen Partners... - und soetwas wäre für mich persönlich nun nicht unbedingt ein Scheidungsgrund...)

      Klar ist man zufriedener, wenn man keine Kompromisse machen muß. Meine Frage wäre jetzt, ob man nicht aus Liebe (oder großen Zuneigung or what ever), auch mal gerne Kompromisse machen möchte? Wenn dies nicht der Fall ist, ist man alleine besser dran - darf dann aber auch nicht rumjammern.

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