Dem Mann die Pistole auf die Brust setzen

    • (1) 19.02.18 - 11:56
      Erpresserin

      Hallo zusammen,

      ich benötige eure Ratschläge.
      Zur Situation: Ich habe Interesse an einem Mann, mit welchem ich über mehrere Jahre lang eine Affäre hatte. Er ist noch immer verheiratet und hat mit seiner Ehefrau zwei Kinder.
      Wir haben ein gemeinsames Kind und sehen uns daher regelmäßig.
      Nun ist es aber so, dass ich mich noch immer sehr stark zu ihm hingezogen fühle, aber auch meine Grenzen abstecken möchte.
      (Seine Frau und seine beiden Kinder wissen übrigens Bescheid, doch die Ehe wird fortgeführt.)
      Ist es ''klug'' von dem Mann zu verlangen, dass sich - sein Interesse an mir vorausgesetzt - in naher Zukunft etwas ändern sollte oder ich bin - zumindest emotional - nicht mehr willens, mich auf ihn einzulassen? Oder kann man davon ausgehen, dass wenn er sich hätte trennen wollen, dies längst getan hätte?
      Zählt das noch zum Abstecken der eigenen Grenzen oder ist das schon Erpressung?
      Ich bin es mittlerweile leid, mich mit der aktuellen Situation zufriedenzugeben und der Mann wird dadurch auch nicht attraktiver (dieses Rumgeeiere und auch die Unfähigkeit, sich entscheiden zu können plus der Wunsch, sich stets ein Hintertürchen offen zu halten).

      Habt herzlichen Dank
      die Überlegende

      • (2) 19.02.18 - 12:02
        verheiratetgebunden

        Hallo, der Mann ist verheiratet und hat zwei Kinder mit seiner Ehefrau und will offensichtlich bei seiner Familie bleiben. Damit musst du dich abfinden. Was willst du dich da noch länger dazwischendrängen? Und selbst wenn er sich scheiden lassen wollen würde, dann wäre das ein langer und wahrscheinlich teurer Weg bis dahin.

        Wenn du es leid bist, dann zieh doch deine Konsequenzen und orientiere dein Leben neu aus ohne ihn als potentiellen Partner.

        Meint " wir sehen uns regelmäßig", daß Eure Affäre nicht beendet ist? Dann wäre >ich hatte eine Affäre> irgendwie nicht richtig, oder?

        • (4) 19.02.18 - 12:14

          Unsere Affäre ist in so fern beendet, als dass wir körperlich nicht mehr intim sind. Unser Austausch hingegen ist trotzdem noch sehr zugewandt und offen.
          Wir sehen uns regelmäßig, weil wir ein gemeinsames Kind haben.

          • sorry, zu spät gesehen.
            Also habt Ihr keinen sexuellen Kontakt mehr und dann gilt erst recht: Er hat sich bereits entschieden!
            Natürlich kannst Du ihm Deine Gefühle offenbaren und das ist auch keine Erpressung, aber meiner Meinung nach sinnlos.

            Löse Dich emotional und lebe Dein Leben!

      Hallo,

      ich versteh die Situation grad nicht richtig.
      Du schreibst, Du hattest eine Affäre. Demnach ist sie jetzt vorbei oder müssen wir davon ausgehen, daß Ihr weiterhin sexuellen Kontakt habt?

      Ob diese Idee klug ist kann ich nicht sagen, da ich in Sachen Liebe noch nie taktisch vorgegangen bin, aber ich weiß, daß sie falsch ist, oder zumindest der Ansatz. Denn nicht er ist der entscheidende Faktor sondern Du selbst. DU solltest Dir für dieses rumgeiere zu schade sein, denn für mich steht fest: Wenn er sich hätte trennen wollen, hätte er das bereits getan.

      Ich gehe jetzt mal davon aus, daß die Affäre nicht beendet ist, denn nur dann bist Du überhaupt in der Position Forderungen zu stellen.
      Sag ihm klipp und klar, daß Du ihn ganz möchtest und Dir wünschst, daß er sich trennt und sollte er das nicht tun, ziehe die Konsequenz, gehe auf Abstand und suche Dir einen Partner, der Dich auch wirklich ganz will. Das hat nichts mit Erpressung zu tun, solange Du nicht mit Kindesentzug drohst, sondern nur mit Sexentzug.
      Alles Gute

    • Wie ich das sehe, hatte er nie die Absicht, von seiner Frau zu trennen, wie die meisten dieser Männer, die sich eine Nebenbeziehung halten. Als Geliebte muss man das wissen.
      Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Du ihn unter Druck setzt. Ich würde mich wirklich endlich aus dieser Beziehung lösen und einen Mann suchen, der auch mein Partner ist. LG Moni

      • (8) 19.02.18 - 12:37

        Ja, das stimmt schon. Die paar Stunden, die in der Woche für mich abfallen, gehen an meiner Idee einer Partnerschaft komplett vorbei.

        • ...diese Stunden sind für Euer Kind und nicht für Dich...

          Sei mir nicht böse, vielleicht liege ich fasch, aber auch wenn Du es sagst, so wie Du schreibst, habe ich nicht das Gefühl, daß das wirklich beendet ist.

          • (10) 19.02.18 - 12:50

            Hast ja Recht!
            Sowohl mit den Stunden, die er mit unserem Kind verbringt als auch damit, dass es, zumindest emotional, längst nicht beendet ist.
            Natürlich hätte er Lust auf Intimität, doch da habe ich ihm ganz klar gesagt, dass das für mich unter den jetzigen Bedingungen gar nicht zur Diskussion steht.

            • umso wichtiger für Dich und Deine Würde, ihn vor die Wahl zu stellen und das ganz konsequent.
              Ist doch egal, ob er oder andere das als Erpressung bezeichnet. Das ist für DEINEN Selbstwert das einzig richtige und die einzige Möglichkeit endlich abzuschliessen.
              Ich würde Dir raten, nur noch "Übergabetermine" für das Kind auszumachen und selber den Kontakt darüber hinaus komplett einzustellen.

              Ich weiß, das sagt sich so leicht, wenn man nicht emotional betroffen ist, aber das führt doch zu nichts und blockiert Dich nur.

              • "umso wichtiger für Dich und Deine Würde, ihn vor die Wahl zu stellen und das ganz konsequent. "


                Ihm noch eine Wahl lassen? Damit er sich noch aussuchen kann, welchen der alten Knochen er ihr hinwerfen kann? Er hat lange genug die Wahl gehabt und hat sich für alles entschieden, das geht aber so nicht.

                Konsequenz ist richtig, das stimmt, es ist aber völliger Kontaktabbruch der konsequent durchgezogen werden sollte. Ohne Wahl und ohne Ansage.

                • Die Ausgangsfrage der TE war aber nunmal, ob sie ihn vor die Wahl stellen soll.

                  Das ist aus meiner Sicht und nach den Schilderungen sinnlos und trotzdem kann sie es ja von mir aus machen, aber nur wenn sie daraus endlich die richtige Konsequenz zieht.

                  Wie stellst Du Dir einen völligen Kontaktabbruch mit Kind vor?

                  • Im Zweifel über Jugendamt und Kinderschutzbund oder Hilfsvereine.

                    Ich meine, sie spielt sich selber was vor, wenn sie denkt, sie stellt ihn vor eine Wahl. Ob das so gut für die Würde ist, sich weiterhin ausnutzen zu lassen, weil er ja die Wahl hatte?

                    • Naja, er ist aber immerhin noch der Vater ihres Kindes. Da kann sie jetzt nicht einfach aus ihren eigenen verletzten Gefühlen heraus den Vater außen vor lassen. Er mag ja als Partner eine Null sein, aber das heißt nicht, dass er ein schlechter Vater sein muss. Was sollte das Jugendamt da also tun, es liegt ja keine Kindeswohlgefährdung vor.
                      Ich bin auch absolut der Meinung, dass sie im eigenen Interesse den Kontakt auf das absolute Minimum beschränken sollte... aber das Kind ist (wenn ich mich richtig erinnere, hat sie hier schon mal geschrieben) gerade mal ein Jahr alt, jedenfalls noch sehr klein- da wird der Kontakt zwischen Vater und Kind ohne einen gewissen Kontakt zwischen den Eltern schwer umzusetzen sein.

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