Umgang Parterschaft / Umgang Großvater

    • (1) 20.02.18 - 18:28
      fragesteller123

      Hallo, vorweg- ich weiß ich bin nicht im korrekten Forum- möchte aber anonym schreiben , daher bitte ich um Verständnis und hoffe einfach mal auf ehrliche Meinungen . Sorry vorab, wenn es ziemlich lang wird.

      Nun zu meiner Situation. Ich bin seit 8 Jahren mit dem Kindesvater zusammen, unser Kind ist 9 Monate alt.

      Es kommt immer wieder zu Streitereien, auf die ich gar nicht genauer eingehen möchte, aber Beschimpfungen sind leider von seiner Seite aus fast an der Tagesordnung und das auch vor dem Kind und Bedrohungen, Beleidigungen auch über Dritte).
      Zudem kümmert er sich kaum um uns ( ich bin da egal), aber er straft unser Kind damit weil er in Stresssituationen sich nicht kümmert und ihm sein Kind ja leid tut, dass es eine solche Mutter hat.
      Generell ist in den ganzen Jahren viel passiert, was mich darüber nachdenken lässt, dass ich gehe.
      Die Familie wohnt weiter weg, so dass ich hierzu seine Zustimmung bräuchte, da ich mich hier nicht alleine auf ihn verlassen möchte.
      Er sagt, ich soll erst nach der Elternzeit gehen, weil er nicht soviel zahlen möchte (für mich noch), was mir im Falle eines Falles natürlich egal ist.

      Ein anderes Thema ist, dass sein Vater ebenfalls weit weg wohnt und unser Kind noch nicht persönlich gesehen hat. Dies möchte ich aus so belassen, aber bekomme immer zu hören, wir müssen mal nach "xy" fahren, damit er unser Kind kennenlernt.
      Dies möchte ich verhindern. Hört sich jetzt erstmal hart an, aber ich habe meine Gründe dafür. Der Vater wohnt auf 1 Zimmer, komplett zugestellt und unordentlich. Nichtmal wir wollten uns dort aufhalten bei Besuchen uns erstrecht werde ich mit Kind nicht in die Wohnung gehen.
      Kann ich diese Besuche generell verbieten? Aktuell sage ich immer auf Grund der Entfernung und der Fahrt, aber irgendwann wird das nicht mehr akzeptiert werden .
      Ich hoffe es kommt nicht falsch rüber, aber es wird sich sonst auch nicht bemüht, nicht gefragt was das Kind macht etc und ich möchte mit meinem Kind nicht in eine solche Umgebung.

      Erstrecht bei Trennung, kann ich das untersagen? Aktuell haben wir geteiltes Sorgerecht und leben zusammen (gehen uns aber aus dem Weg).


      Vielen Dank an alle, die es bis hierher gelesen haben.

      Liebe Grüße

      • (2) 20.02.18 - 18:42

        Habt ihr gemeinsames Sorgerecht? Dann habt ihr exakt die gleichen Rechte und Pflichten.

        Selbst wenn kein gemeinsames Sorgerecht besteht, entscheidet der nicht sorgeberechtigte Elternteil im Rahmen seines Umgangsrechts allein, wo und mit wem er den Umgang verbringt. Heißt im Klartext, er kann während seiner Umgangszeit seinen Vater besuchen, auch wenn du das blöd findest.

        Eins nur noch klarstellend: Das hat auch nichts mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht zu tun.

        LG

        • (3) 20.02.18 - 18:46
          fragesteller123

          Danke fur sie Antwort.

          Ja habe ich leider damals zugestimmt weil er das so wollte, und es ja wenn wir verheiratet wären auch so sei.

          Aber wenn erhebliche Gründe vorliegen für den Nicht-Besuch und ich als Bezugsperson nicht mitkäme, könnte er das einfach durchsetzen?

          Gruß

          • Du kannst so viele Gründe haben wie du möchtest. Und ob du dabei bist ist auch egal.

            Ihr habt beide das Sorgerecht sowie das aufenthaltsbestimmungsrecht. Dadurch dürft ihr beide entscheiden. Wenn ihr euch nicht einig werdet hilft nur das Jugendamt oder im schlimmsten Fall das Gericht.

            Ich sage das so knallhart da ich mit dem Vater meiner Tochter schon einiges (auch Gericht) durch habe.

          • (5) 20.02.18 - 22:14

            Nein das könntest du nur verhindern, wenn er grobe kindeswohlschädliche Dinge tun würde (Was weiß ich, lebt in einer Crackhöhle, dealt, vertreibt Kinderp*rn*s) und du das beweisen kannst und dann ein Kontaktverbot erwirken kannst. Dass Opa in einer Rumpelbude wohnt oder es nicht so genau mit der Sauberkeit nimmt, reicht nicht.

            Wegen des Sorgerechts musst du dir keine grauen Haare wachsen lassen. Er kann Opa auch ohne Sorgerecht mit dem Kind besuchen. Der Umgang dient ja auch dazu, dass das Kind die Bindung zur Familie des Umgangselternteils ausbauen kann

            Erhebliche Gründe müssten objektiv erheblich sein. Subjektiv erheblich für dich reicht nicht.

            LG

      Naja so hart es für dich auch ist.
      Er ist genauso gleichberechtigt wie du.
      Das Kind ist zu 50% von dir zu 50% von ihm und gehört keinem... Ihr seit lediglich gemeinsam für Sorge Erziehung usw zuständig.
      D.h. Wie du ja bereits festgestellt hast -du kannst nicht einfach so wegziehen und genauso wenig kannst du den Kontakt zum Opa untersagen.
      Du wirst wenn du weg ziehst kein alleinige Sorgerecht bekommen. Ist auch nicht gerade zum Wohle deines Kindes weit weg vom Vater zu ziehen.
      Alles nicht so einfach. Väter sind da inzwischen etwas besser gestellt und das ist meistens auch gut so.

      • (7) 20.02.18 - 19:24

        Nur leider sorgt er sich nicht. Er denkt nur an sich und ist mit sich beschäftigt. Gut ich würde weiter weg ziehen da ich dort Familie und Freunde habe und mich hier nicht auf ihn verlassen möchte.
        Zudem ich auch manchmal echt Angst bekomme wie er spricht und schreit. Naja ich meinte noch ist das Kind klein, würde nie den ganzen Tag beim Papa bleiben. Es läuft einiges falsch. Es ist auch, dass er einfach nicht in der Lage ist sich zu limmzu kümmern, immer ist er müde und wenn ich aber mal was sage flippt er direkt wieder aus . Er droht mir etc.. Ob das der richtige Umgang ist ist wohl auch fraglich. Und er hätte theoretisch die Mittel seinen Sohn regelmäßig zu besuchen. Was wohl nicht öfter wäre, würde ich hier bleiben. Arbeitet mindestens 12 Std plus 2 Std Fahrzeit.

        • Naja. Das kann sich im Falle einer Trennung alles ändern.

          Und ob er in der Lage ist sich zu kümmern entscheidest nicht du.

          Vielleicht hat er keinen Bock und es ist ihm egal wohin du ziehst. Dann hast du Glück und es läuft es nach deinen Vorstellungen.

          Vielleicht will er aber seinen Teil der Erziehung / Umgang übernehmen. Dann musst du (wenn du weit weg ziehst) die Fahrtkosten zu ihm auf dich nehmen dass er regelmäßig sein Kind sehen kann.

          Alles wie gesagt nicht so einfach.

          Besprech es doch einfach mal mit ihm wie er das sieht und er sich vorstellt dass es in Zukunft läuft.

    Ich finde es zum einen durchaus in Ordnung, dass Väter endlich mehr Rechte haben. Ich sehe auch wirklich nirgendwo eine Kindeswohlgefährdung, nur wenn das Kind mal eine unordentliche Wohnung des Opas sieht. Das kann es später auch mal woanders sehen und erleben.
    Die Beschimpfungen und Bedrohungen stehen allerdings auf einem anderen Blatt; ob Du hier etwas unternehmen kannst, musst Du wohl einen Anwalt fragen, wenn Du ohnehin Trennungsabsichten hast. LG Moni

    • (10) 20.02.18 - 19:30

      Hallo Moni,

      auch dir Danke für die Antwort. Ich bin bewusst nicht weiter auf die Unordentlichkeit eingegangen, aber scheinbar wirkt es einfach als nicht aufgeräumt. Es geht in Richtung Messie, es wird nicht sauber gemacht, nicht gelüftet, man kann nichtmal zu zweit nebeneinander stehen geschweige denn gibt es dort eine Sitzmöglichkeit etc.. von dem Dreck auf Boden uns sonst überall ganz zu schweigen. Als ich schwanger war hat selbst der Kindesvater gesagt, ich solle besser die Wohnung nicht betreten, damit ich mir nicht noch was einfange.

      LG

      • Also vorab, ich behaupte mal, meine Bude ist relativ!! gut aufgeräumt;-) aber ich kenne auch jemanden, der offenbar Messizüge hat und dies sogar selber zugibt. Kein Dreck, aber "nix wegschmeißen können" in Hochpotenz. Trotzdem ist diejenige ein warmherziger, hilfsbereiter und lieber Mensch! Aus dem Grund kann ich den Opa nicht vorverurteilen. Meine Kinder kamen früher auch mal heim und erzählten, wie es bei manchen Klassenkameraden zuhause aussah. Trotzdem durften sie da weiter hin und mit den Kindern spielen. Sie brachten auch nicht mehr Krankheiten heim als aus dem Wartezimmer des Kinderarztes. Ist halt meine Meinung - Du wolltest ja Meinungen ;-) LG Moni

Hallo, ich finde es nicht in Ordnung, dass du dem Kind den Kontakt zum Großvater verwehrst, sofern es dabei "nur" um die unordentlichen Wohnverhältnisse geht.

Wenn man etwas möchte findet man Wege, wenn man etwas nicht möchte, Gründe. Kennst du den Spruch? Ich habe den Eindruck, dass du Gründe suchst, die einem Treffen im Wege stehen können. Suche lieber nach Möglichkeiten, damit dein Kind seinen Opa kennenlernen darf. Wie wäre es, wenn ihr euch in einem Park trefft? Oder in einem Café?
Liebe Grüße

  • (14) 20.02.18 - 19:55

    Hallo,
    wie gesagt selbst mein Partner ist nicht heiß drauf dahin zu fahren ( ca alle 2 3 Jahre mal), weil er das alles so nicht akzeptieren möchte und sich ekelt . Auch unterwegs findet er es nicht schön , da die Kleidung müffelt etc..
    Meine Eltern sind sehr gepflegt und haben normale Verhältnisse, da ist es überhaupt kein Problem .
    Das haben wir in der Vergangenheit auch schon gemacht (Cafe etc). Ist halt für ins ncijz toll, wir fahren 700 km ärgern uns immer und ausschließlich ( auch mein Partner). Nur er sagt kaum was weil es sein Papa ist .

    • (15) 20.02.18 - 22:16

      Aber dann wird er doch nicht plötzlich andauernd zu seinem Vater fahren. Aber dass der Vater seinen Enkel kennenlernen soll, sollte doch einleuchten. Und wenn deinem Freund die Lage bewusst ist, wird er doch auch entsprechend auf euren Sohn achtgeben.

      LG

Top Diskussionen anzeigen