Wären eure Männer finanziell unabhängig?

    • (1) 26.02.18 - 21:15

      Anlehnend an dem Beitrag weiter unten habe ich mich gefragt wäre mein Mann in der Lage sich und Kind zu versorgen
      Mein Mann ist Fernfahrer diesen Job könnte er alleinerziehend nicht mehr ausüben im Nahverkehr würde er nicht so viel verdienen keine Steuerklasse 3 mehr und auch im Nahverkehr ist pünktlich Feierabend utopisch bedingt schon durch die verkehrssituation die nicht vorauszusehen sind.
      Gelernt hat er Bäcker. Mal abgesehen davon das der Job auch nicht so toll bezahlt wird wäre die kinderbetreuung morgens um 3.00 Uhr wohl auch nicht so einfach zu organisieren. Genau genommen ist man nicht abhängig vom Partner sondern von der Möglichkeit Kinder Betreuung und Arbeit zu vereinbaren.
      ZOTTEL

      • Ich glaube das Problem kennt jede Mutter besonders die Alleinerziehenden. Klar ist es schwer Kinder und Job unter einen Hut zu bekommen. Finde aber nix desto trotz sollte man egal ob Mann oder Frau immer versuchen unabhängig zu sein. Risiken sind immer da egal wie da ist egal ob ich im "sicheren Angestelltenverhältnis" stehe oder Selbstständig bin.Wahrscheinlich muss man überall Abstriche machen.

        Ja, mein Mann könnte ohne mich alles allein stemmen. Er besitzt das haus, in dem wir wohnen (habrn seine Großeltern gebaut (, seine Mutter wohnt ebenfalls im Haus, sie ist in rente und könnte jederzeit die Kinder Betreuung übernehmen, er arbeitet von 7-16 Uhr, besitzt das Auto und hat somit die allerbesten Voraussetzungen um auch alleinerziehend gut zurecht zu kommen.

        Wir sind beide finanziell komplett unabhängig. Ich bin Lehrerin, meine Eltern und meine Oma wohnen direkt neben uns, meine Mutter ist ab nächstem Jahr in Rente. Ich könnte also sogar Vollzeit gehen ohne die Kleine in die Kita zu geben, der Große kommt meist kurz vor mir heim. Unser Kredit sind ca. 500 Euro im Monat, also quasi nix.

        Mein Mann arbeitet im öffentlichen Dienst, 3 Tage Präsenz, 1 Tag Homeoffice, könnte da aber noch aufstocken. Kinder müssten dann eben zu den Großeltern - auch seine Eltern arbeiten nicht mehr voll. Bisserl blöd, weil er gut eine Stunde einfach fährt. Aber es wäre definitiv machbar. Er verdient E12, das würde also locker reichen.

        Für mich wäre es natürlich leichter, da ich "normal" um 1 heimkomm (auch wenn ich dann natürlich noch was arbeiten muss, aber das geht auch mal mit den Kindern oder wenn die Kleine schläft oder am WE).

        Wir leben natürlich in einem völligen Luxus mit bombensicheren Jobs, wo wir uns das Stundenmaß noch dazu selber wählen können, mein Mann hat gar noch Gleitzeit. Es ist uns klar, aber wir wollten das auch so, denn da lebt es sich natürlich schon einfacher. Wir haben bewusst auf manches verzichtet, dass wir es eben so haben. Und wir sind halt wirklich nur zusammen, weil wir uns lieben und nicht, weil es einer allein nicht schaffen würde.

      Mann ist ja nicht auf Fernfahrer oder Bäcker beschränkt.
      Entdecke die Möglichkeiten gilt dann.
      Natürlich wäre er finanziell unabhängig.
      Ist schließlich ein Mann! :-p

    • Hallo,

      jain. Mein Mann arbeitet Teilzeit in einem Job, den er jederzeit aufstocken könnte. Der hat unorthodoxe Arbeitszeiten (was früher gut war, weil wir die Kinderbetreuung gut geregelt bekommen haben - einer war immer daheim) und das würde ihm entgegen kommen - er würde irgendwann in der Nacht heimkommen, aber die Kinder wären tagsüber betreut und alt genug, nachts ohne Papa auszukommen.

      Würde er die Kinder behalten, müsste ich Unterhalt bezahlen, dann würde es locker reichen.

      Finanziell kein Problem ... was leiden würde wäre die Schule, definitiv, weil das mein Aufgabenbereich ist.

      GLG
      Miss Mary

      Finanziell würde es reichen. Mit zwei Einkommen kann man natürlich größere Sprünge machen, aber überleben könnten er und die Kinder allemal. Er ist übrigens Pastor, arbeitet also viel am Wochenende und abends. Dafür ist er tagsüber flexibel. Seine Eltern leben am anderen Ende des Landes und werden auch noch beide viele Jahre berufstätig sein, können also mit der Kinderbetreuung nicht helfen. Müsste dann eben ein Babysitter ran. Eventuell müsste er auch in die Nähe seiner Familie ziehen. Machbar wäre das.

      Es war uns von Anfang an wichtig, dass auch einer alleine die Kinder durchbringen könnte. An Scheidung denken wir nicht 😉, aber es kann ja immer mal einen Schicksalsschlag geben.

      Hallo,


      ja, wäre er. Genau wie ich.


      LG

      Nici

      (10) 27.02.18 - 08:50

      Prima auf den Punkt gebracht.

      (11) 27.02.18 - 09:14

      Ich nehme stark an, das dein Mann im Falle einer Trennung sich und die Kinder mit einem andern Job durchbr8ngen könnte. Mit zwei Ausbildungen, jahrelanger Berufserfahrung sollte es wohl kein Problem sein, eine ander stelle zu finde, die Familienkompatibler ist. Als Bäcker zum Beispiel kann er ich eine Betreuung für den m9rgen suchen, die die Kinder in die sdhule bringt und könnte sich noch der Arbeit dann selber kümmern.
      Das wäre ja gar nicht so Verkehrt.

      Ich finde, dass hier viele viel zu sehr in den klassischen Rollenmodellen und unflexiblen arbeitsmodellen denken.

      • Ich sehe das vielleicht zu schwarz, aber 1. muss man erstmal jemanden finden, der Nachts um 3 zu einem Nachhause kommt, um dann die Kinder morgens ganz früh fertig zu machen und 2. muss man dies ja auch noch finanzieren können.

        Grundsätzliche denke ich ja auch, wo ein Wille, da ein Weg, aber ganz so einfach wird das sicherlich nicht.

        Mein Mann arbeitet im Ausland, er hätte ein ordentliches Betreuungsproblem. Vielleicht mag ja die Brut ins Internat, wenn ich versterbe.

        • >>Ich sehe das vielleicht zu schwarz, aber 1. muss man erstmal jemanden finden, der Nachts um 3 zu einem Nachhause kommt, um dann die Kinder morgens ganz früh fertig zu machen und 2. muss man dies ja auch noch finanzieren können. <<

          Warum muss ein Kindermädchen nachts um drei kommen? Dann schlafen doch die Kinder. Würde es für dich/ihn nicht infrage kommen, die Kinder die drei letzten Nachtstunden allein zu lassen und das Kindermädchen erst um sechs beginnen zu lassen, wenn dann die Kleinen tatsächlich geweckt und umsorgt werden müssen?

          Da die Eingangsfrage ja hypothetischer Natur ist, ist es eigentlich nicht wichtig - interessiert mich nur.

          Lea

          • >> Würde es für dich/ihn nicht infrage kommen, die Kinder die drei letzten Nachtstunden allein zu lassen und das Kindermädchen erst um sechs beginnen zu lassen, wenn dann die Kleinen tatsächlich geweckt und umsorgt werden müssen?>>

            Nein würde für mich im Moment noch nicht in Frage kommen. Meine Söhne sind 5 und 12, tagsüber gar kein Problem. Ich bin auch schon Abends zum Elternabend gewesen und der Große hat auf den Kleinen aufgepasst. Da habe ich hier (nicht Urbia) viel Kritik einstecken müssen, weil das viele Eltern unmöglich fanden.

            Der Große hätte dann die ganze Verantwortung, wenn Nachts was passiert. Da hab ich noch ein ganz mieses Gefühl. Ansonsten hätte ich auch schon eine Stelle angenommen, wird hier nämlich total gesucht. Wenn was passiert, kann ich mir nen Strick nehmen und mein Großer wird auch seines Lebens nicht mehr froh.

            Die kinder nachts allein lassen? Was ist das denn für eine furchtbare Idee? Das macht doch niemand. Das wäre übrigens auch Verletzung der Aufsichtspflicht. Wenn da was passiert, wird man seines Lebens nicht mehr froh!

        Es gibt sicher sehr schwierige Situationen.

        Aber es bestätigt sich wieder, dass viele sehr unflexibel denken.

        Dein Mann arbeitet ihn Ausland? Warum könnten die Kinder nicht auch dorthin ziehen, oder er kommt zurück nach Deutschland?

        • Wir sind absolut unflexibel das stimmt leider. Mir wäre es anders auch lieber.

          Wir haben uns ganz bewusst für diese Auslandsstelle entschieden, weil mein Mann dann im Jahr viel öfter am Stück zuhause ist, als würde er in Deutschland arbeiten. Dort wo mein Mann arbeitet, will niemand wohnen.

          Er muss halt da arbeiten, wo er gebraucht wird. Er kann sich seine Arbeit nicht mit nach hause nehmen.

          Aber das führt ja auch zu nix.

          Ihr seid ja nicht getrennt und hat sicher eine gute Lösung für euch gefunden. Darum geht es ja auch gar nicht.

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn der Job nicht zu dem Leben passt für das man sich entschieden hat, muss man sich beruflich umorientieren, umschulen, weiter bilden, über den Tellerrand des bekannten schauen, was man noch für Möglichkeiten hat. Das kann jeder der will. Viele trauen sich aber nicht das alte aufzugeben, dass eben irgendwie so noch weiter funktiert. Dabei hat man gerade jetzt gute Chancen einen Neuanfang zu wagen, wenn man sich den Arbeitsmarkt anschaut.

Bei mir wäre es deutlich einfacher, ich müsste gar nichts ändern (außer vll. die Stunden etwas aufstocken, was in meinem Job jederzeit möglich ist).

Mein Mann ist auch LKW-Fahrer (Nahverkehr) und müsste definitiv seinen Job wechseln. Arbeitsbeginn um 6 wäre unmöglich zwecks Kinderbetreuung.

Er würde aber zum Beispiel easy wieder zu seiner Ex-Firma wechseln können, dort haben sie Gleitzeit. Oder sein jetziger AG würde sich was überlegen, der mag ihn nämlich sehr, ist fast ein wenig Familie.

Also es wäre nicht so leicht, auch in punkto Feierabend im Nahverkehr, wie du ja auch erwähnst. Aber machbar wäre es definitiv. Gibt ja auch Tagesmütter, etc.

LG Claudi

Es würde bestimmt gehen, sowohl bei meiner Frau als auch bei mir. Zusammen können wir uns aber ohne Zweifel einen deutlich höheren Lebensstandard leisten als alleine.

(25) 28.02.18 - 14:07

Na, in den meisten Fällen würde die Frau die Kinderbetreuung übernehmen und der Mann Unterhalt zahlen - gerade in den Familien, wo die Frau zu Hause ist oder TZ arbeitet, schmeißt nach der Trennung doch nicht plötzlich der Mann seinen Job wegen der Kinder hin und die Frau geht Vollzeit arbeiten? #kratz

Ich kenne viele getrennte Paare, auch welche mit aktiven Vätern, aber in keinem hat der Mann sich einen komplett anderen Job gesucht. Höchstens in der Firma ein anderes Angebot angenommen oder einen Tag Home Office o.ä.

Und daher wird sich die Frage nach Kinderbetreuung nicht stellen. Der Mann wird durch den Unterhalt u.U. weniger Geld haben. Bei der Frau müsste man sehen, ob sie aufstocken muss oder mit dem Unterhalt und TZ zurechtkommt.

Und tendenziell ist der Partner mit Geld weniger abhängig, da man sich auch Dienstleistungen wie Kinderbetreuung kaufen kann.

LG, Nele
mit Junge (10), Mädchen (7) und Mädchen (6 Wochen)

Top Diskussionen anzeigen