Ehe zerbricht - oder Regretting Motherhood?

    • (1) 28.02.18 - 01:55
      traurige.mama

      Mein Mann und ich sind seit einigen Wochen nur am streiten, wirklich jeden 2. Tag stundenlang. Für unsere Tochter, 4 Monate alt, ist es nicht gerade toll. Meistens weint sie danach bitterlich und ist schwer zu beruhigen. Wir schreien uns zwar nicht an, aber ich denke, dass die allgemeine Stimmung reicht, um unsere Tochter zu berdrücken. Nun ist es aber so, dass ich gerade keine Lösung für unser Problem finde. Leider.

      Kleine Hintergrundinfo: Unsere Tochter war ungeplant, aber nicht unerwünscht. Ich habe sie kurz nach meinem Studienende bekommen. Ich war bis zu diesem Zeitpunkt immer eine unabhängige, unternehmenslustige und spontane Frau. Ich war mit meinem Mann und auch alleine viel auf Reisen. Nach dem Studium wollte ich eigentlich in Vollzeit meinen Traumjob antreten. Und dann die nächsten Jahre den Kinderwunsch angehen. Aber es kam nun mal anders, was gar nicht schlimm ist. Denn geplant war, die Elternzeit aufzuteilen. Wenn mein Mann Zuhause ist, dann arbeite ich in Teilzeit, damit ich nach dem Studium nicht gleich eine so große Lücke im Lebenslauf habe. Während meiner Elternzeit passe ich auf die Kleine auf. Mit 1-2 Jahren würde sie dann in die Kita gehen. Soweit der Plan.

      Nun ist es aber so, dass mein Mann plötzlich dagegen war, dass ich während der Elternzeit arbeiten gehe. Ich würde ihn ja so wenig den Rücken freihalten Zuhause, wenn ich noch arbeiten gehe. Gut, das habe ich verstanden. Und habe mich abgefunden die komplette Elternzeit Zuhause zu bleiben. Jetzt geht es aber langsam an die Jobsuche. Ich suche eigentlich nur Stellen in Teilzeit, wobei ich lieber Vollzeit arbeiten würde. Mein Mann findet es aber nicht gut, die Kleine mit 1 Jahr so lange fremdbetreuen zu lassen. Na gut, dann eben in ferner Zukunft. Jetzt kommen wir aber öfter darauf zu sprechen, weil mein Mann momentan viel auf Reisen ist und ihm sein Job wirklich viel Spaß macht. Ich freue mich auch wirklich mit ihm! Aber irgendwie kriege ich irgendwo auch ein wenig Magenschmerzen, wenn er wieder mal erzählt, dass er nach China, in die USA, nach Spanien oder sonstwo in der Welt unterwegs ist und sich sooo darauf freut. Ich antworte dann auch manchmal, dass ich mich auf meinen Job später auch sehr freue. Er meint aber, dass er eigentlich nicht möchte, dass ich in Zukunft Vollzeit arbeite, weil das der Kleinen bestimmt nicht gut tut. Und das ist dann der Anfang unseres Streits.

      Ich möchte gerne arbeiten und fühle mich momentan sooooo unterfordert, geistig gesehen, auch wenn ich viel lese, täglich Sport mache, mich mit Freundinnen treffe... Mir fehlt die Arbeit, die Herausforderung so sehr. Und mit dem Gedanken die nächsten 6 Jahre bis zu ihrer Einschulung nur in Teilzeit arbeiten zu müssen (qualifizierte Jobs gibt es in Teilezit nicht wirklich viele), werde ich echt traurig. Ich bin der Meinung, dass sie mit 1 Jahr schon für 4 Stunden in die Kita gehen kann und mit 3 in den Kindergarten, sodass ich dann Vollzeit arbeiten könnte. Aber mein Mann ist per se dagegegen. Argumente wie: Dann zahl ich in meine Rentenkasse ein, um nicht in Altersarmut zu fallen, zählen nicht, da wir ja ein Ehepaar sind und ich mich ja nicht alleine um mich kümmern muss. Da war er sowieso sauer, dass ich so denke. Oder dass ich dann definitiv ausgeglichener werde. Dann ist sein Argument: Hier geht es nicht um dich, sondern um die Kleine. Sie hat Priorität. Dabei steckt er kein bisschen zurück. Ich bin sehr dankbar, dass er so hart und viel arbeitet für uns als Familie. Aber er ist während seiner Elternzeit auch arbeiten gegangen und wusste, dass ich das nichtz ok finde, da er dafür nichts bekommen hat. Oft nimmt er auch Arbeit mit nachhause und arbeitet am Wochenende am Laptop. Ich dafür kümmere mich zu 100% um die Kleine. Seit ihrer Geburt stehe ich zum Füttern jede Nacht auf (sie kriegt die Flasche, mein Mann mag es aber nicht, ihr die Flasche zu geben), bade sie und spiele mit ihr. Mein Mann liebt sie auch sehr, das merkt man. Er spielt fast jeden Abend mit ihr, aber Pflichten wie Flasche geben, baden etc. will er nicht übernehmen. Ansich ist das ja ok, gerade wenn er viel gearbeitet hat muss er abends nicht noch auf die Kleine aufpassen. Aber auch während der Elternzeit ist er nachts nie aufgestanden oder hat mal das Füttern übernommen, wenn ich viel zu fertig war, um aufzustehen nach 2 Stunden Schlaf. Das nervt mich am meisten.

      Leider habe ich auch viele Träume und Wünsche, z.B. würde ich gerne umziehen, da unsere 2 Zimmer Wohnung langsam aber sicher zu klein wird. Und ich zeige meinem Mann auch mal hier und da Wohnungen, natürlich nur solche die bezahlbar sind. Er antwortet aber meist: Kein Cent in der Tasche, aber Ansprüche haben. Gerade, wenn es eine etwas gehobenere Wohnung ist. Oder wenn ich ihm sage, dass ich gerne für ein Wochenende wegfahren möchte. Da ich weiß, dass es Geld kostet, wäre ich auch bereit dafür ab und zu zu arbeiten. Er aber: Wenn du dann alle paar Wochenenden arbeitest, sehen wir uns aber gar nicht. Auch wenn ich in den Chor gehen möchte, um etwas Abwechslung zu haben, beschwert er sich: Dann gehst du paar Mal abends weg und ich auch; dann sehen wir uns nur am Wochenende. Und solche Sachen eskalieren dann meistens.

      Er meinte schon zu mir, dass er eine andere Vorstellung von Familie hat und er von modernen Familien nichts hält. Ich sehe es aber gerade nicht so. Vorallem, weil ich 6 Jahre in mein Studium gesteckt habe, Bafög-Schulden inklusive, und mich auch nicht danach fühle, jahrelang Zuhause zu bleiben, um "nur" Mutter zu sein. Versteht es nicht falsch, ich liebe meine Tochter und meinen Mann. Aber ich fühle mich seitdem sie da ist sooooo eingeengt und traurig. Ich bereue sie nicht, aber manchmal schon, Mutter zu sein. Ich habe es mir mit meinem mann anders vorgestellt. Ich wusste nicht, dass er so an der traditionellen Familienkonstellation festhält. Er will auch keinen Kompromiss finden. Was soll man da nur tun :-(

      • Hallo traurige Mama, ich kann deine Trauer gut nachvollziehen.
        Das Rollenbild deines Mannes erinnert mich an die 50er Jahre. Frau kümmert sich um Kind und Haushalt. Mann ist Alleinernährer.
        Ich würde das Spiel an deiner Stelle nicht mitspielen. Such dir für das Kind eine Betreuungsmöglichkeit und dir einen Job. Nicht diskutieren! So macht er es nach deiner Beschreibung übrigens auch. Er macht und du steckst dann freiwillig zurück.
        Ich finde es ganz wichtig, auch eigenes Geld am besten im erlernten Beruf zu verdienen. Machst du das nicht, wirst du ganz schnell als Ungelernte betrachtet mit dem entsprechenden winzigen Gehalt! Und rät mal wer sich um das Kind kümmern darf, wenn die Beziehung zerbrechen sollte. Natürlich gehört das Kind zur Mutter! ;)
        Übrigens glaube ich in deinem Fall nicht an regretting Motherhood. In der Beziehung zwischen dir und deinem Kind ist alles ok nur die Rahmenbedingungen sind halt Mist.
        LG und viel Erfolg!!

        Ehrlich gesagt stand mir beim Lesen der Mund offen über die Dreistigkeit deines Mannes. Ich bin ja selbst überhaupt nicht für Fremdbetreuung, kann also die Bedenken deines Mannes erstmal nachvollziehen. Aber ich finde es selbstverständlich, dass derjenige, dem die häusliche Betreuung wichtiger ist, dafür auch mehr Abstriche macht. Von dir zu verlangen, keinem Job nachzugehen, aber selbst unentgeltlich zu arbeiten, das geht überhaupt nicht. Dazu noch doofe Sprüche, dass du ja kein Geld in der Tasche hättest und daher keine Ansprüche haben darfst, obwohl er ja derjenige ist, der sich wünscht, dass du nicht arbeitest ... das ist doch frech und absurd.

        Erst als du schriebst, dass er von modernen Familien nichts hält, habe ich überhaupt verstanden, was da in seinem Kopf vorgeht. Für ihn hast du einfach nicht den gleichen Wert wie er. Dann ergibt sein Verhalten zumindest einen gewissen Sinn.

        Mit dem würde ich gar nicht streiten. Das würde ein sehr kurzes Gespräch geben: "Ich erwarte Gleichberechtigung beider Partner in einer Beziehung. Kannst du mir das bieten oder soll ich gehen?"

        du bist nicht von deiner tochter eingeengt sondern von deinem mann.

        wenn du leben willst wie eine hausfrau in den 50ern, dann lern die bittere pille zu schlucken und tu wie dein mann möchte. schliesslich liebst du ihn ja.

        wenn nicht- stell dich auf deine beine, fordere gleichberechtigung, gleichwertigkeit und faire aufteilung der kindsbetreuung damit auch du dich entfalten kannst. und wenn das mit deinem mann nicht geht, dann trenn dich. alleinerziehend sein ist kein zuckerschlecken (und das weiss ich, ich wars von geburt an) aber man spart sich eine menge ärger und ehrlich bei dem was du erzählst, mir fehlt da zur gänze der respekt deines mannes dir gegenüber.

      • Hallo.
        Das ist kein regretting Motherhood.
        Das ist was Andres.
        Du bist quasi mit dem Kind aufs Abstellgleis gestellt worden. Dir wird ein schlechtes Gewissen eingeredet.

        Du möchtest arbeiten, trotz Kind. Dein Recht.

        Er kann es Dir nicht verbieten.

        Du bist enttäuscht, dass er zur Zeit so eine Schiene fährt und Dich auch so viel zu viel alleine lässt mit dem Babykram.

        Ich bin selbst gewollte Hausfrau und Mutter mehrerer Kinder und ich möchte (noch) nicht arbeiten.

        Aber ich lese bei Dir raus, dass Du es möchtest, Dir eben was fehlt und wir leben 2018. Du meldest sie einfach ab 1 Jahr in Krabbelstube an. Fertig.

        Du hast nicht studiert um dann daheim zu "verrotten" gegen Deinen Willen.

        Fang ruhig erstmal in Teilzeit an. Du wirst sehen 6 Stunden + Kind + Haushalt sind besser verträglich als direkt volle 40 Stunden.

        Wenn Du das und Deine Kleine gut wegstecken, kannst Du immer noch aufstocken.

        Du musst genau zu dem stehen, was er sich als selbstverständlich heraus nimmt!

        Dann geh arbeiten und werde glücklich.

        Alles Gute.

        Wenn dein Mann nicht möchte, dass euer Kind fremdbetreut wird, muss er sich etwas überlegen! Er kann nicht über dich bestimmen! Gehts noch?

      • Solche Männer finde ich einfach durch und durch gruselig und für mich absolut abstoßend!
        Nie und nimmer würde ich ein Leben mit so einem „Hinterwäldler“ teilen wollen #nanana

        Wir leben nicht mehr in der Steinzeit! Du bist genauso gleichberechtigt, jedoch musst du dafür auch Partei ergreifen! Er kann viel wollen, wenn der Tag lang ist #nanana

        Leider gibt es zu viele Frauen, die sich dann aus "Liebe" kleinhalten lassen... und es in der Zukunft bitterlich bereuen. Ist es eigentlich Liebe, wenn man einen Menschen trotz seiner Wünsche kleinhält und seine Bedürfnisse nicht einsieht und respektiert? #kratz

        (8) 28.02.18 - 07:54

        Er möchte, dass eure Tochter nicht fremdbetreut wird , aber ist nicht bereit dafür zurück zu stecken? Geht's noch? Warum machst du das mit? Du möchtest arbeiten, also geh arbeiten. Dann geht sie halt in die Krippe mit 1 Jahr, wo ist das Problem?
        Und sein Argument du hälst ihm nicht Zuhause den Rücken frei, wenn du arbeiten gehst? Und weiter? Wir leben im 21. Jahrhundert und nicht in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Erstens kann er genauso Teilzeit arbeiten und sich ums Kind kümmern und zweitens macht er schön Karriere und du kannst Zuhause Hausfrau spielen? Und dann noch schön von seinen Erfahrungen im Ausland schwärmen und prahlen wo er demnächst arbeiten darf. Wie ist der denn drauf? Sowas ist kein liebevoller und rücksichtsvoller Ehemann und Partner.
        Und wenn er in 6 Jahren keine Lust mehr auf Familie hat, stehst du ohne Berufserfahrung da und hast die ganze Zeit auf deine Bedürfnisse verzichtet. Und wofür?
        Ich würde mir ganz genau überlegen, ob der Mann der Richtige ist. Für mich wäre er das nicht, wenn er versucht mich kleinzuhalten und meine Bedürfnisse ignoriert.

        Meinen Vorschreiberinnen ist nichts mehr hinzuzufügen. Ich hatte auch so einen Mann, der nach der Geburt zum 50er Jahre Rollenklischee wechseln wollte. Ich habe mich getrennt. ich hoffe, ihr findet eine gemeinsame Lösung.

        Hallo traurige.mama,

        das ist kein regretting motherhood. Das ist ein Vertrauensbruch deines Mannes. Die Aufteilung der Elternzeit war vor Geburt der Tochter abgesprochen. In dem Vertrauen auf diese Absprache hast du erst mal gehandelt und hast die Elternzeit angetreten. Dein Mann möchte diese nicht mehr und du sollst zurückstecken. Ich finde es unmöglich, dass dein Mann deine Bedürfnisse in diesem Maße hintenanstellt und die Absprache bricht. Er erpresst dich mit dem "Wohlergehen des Kindes".
        Und dann noch diese großkotzigen Sprüche bezüglich des Geldes. Du hast nur aufgrund der getroffenen Absprache "kein Geld in der Tasche". Ich finde das unmöglich.

        Jeder kann seine Elternzeit gestalten wie er will und dazu natürlich finanziell in der Lage ist. Aber es sollte alles vorher abgesprochen sein. Und wenn einer damit nicht mehr zufrieden ist, dann muss neu verhandelt werden.
        Hast du ihn mal gefragt, wie er es finden würde, wenn du auch einfach deine eigenen Entscheidungen triffst und von heute auf morgen Vollzeit arbeiten würdest und das Kind Vollzeit betreuen lassen würdest. So würdest du ihn und seine Meinung auch völlig übergehen. Spiegel sein Verhalten.
        Hättest du ihn geheiratet, wenn dir seine Einstellung vorher bekannt gewesen wäre?
        Hau auf den Putz und lass dir das nicht gefallen.

        Liebe Grüße und alles Gute

        Hallo,

        wenn dein Mann eine Frau will, die nur zuhause ist, dann soll er sich eine suchen. Wie wäre es mit Paartherapie? Aber er wird seine Meinung und Einstellungen wahrscheinlich nicht ändern, da wäre eine Trennung, wohl das einzige was in Frage kommt.



        vg
        novemberhorror

        (12) 28.02.18 - 09:11

        Hallo!

        Man merkt dass du sehr unglücklich bist nur daheim zu sein. Such dir Arbeit, ich würde zuerst mit einer Teilzeitstelle beginnen, danach kannst du schauen wie es läuft. Für die Kleine eine Betreuung und du bist wieder glücklicher.
        Dein Mann ist lustig, du sollst daheim bleiben und er darf weiter machen wie bisher. Dann soll er auch zurückstecken. Oder ihr geht beide 75% arbeiten? Teilt euch die Arbeit zu Hause und die Erziehung der Kleinen.

        Es ist dein Leben und du bist nicht studieren gegangen um daheim unglücklich zu sein. Trau dich.

        LG Gabi

        Hallo,

        lass das bloß nicht mit Dir machen!

        Biete ihm die Stirn und mache ihm klar, dass wir nicht mehr im Jahre 1950 leben sondern in 2018.
        Entweder er akzeptiert Deine Ansichten und respektiert Dich als gleichberechtigte Partnerin auf Augenhöhe oder Du gehst. Und da würde es bei mir keinen Weg dran vorbei geben.

        Denn wenn Du Dich klein halten lässt, dann sehe ich es schon kommen: er bestimmt über Euer Geld, Du darfst nichts selber entscheiden, darfst schön mit dem abgezählten Haushaltsgeld jonglieren und Dich abkanzeln lassen, wenn Du den "zu teuren" Joghurt oder die "falsche" Butter kaufst oder mal ein Bündel Socken für Dich bei H&M in den Korb legst.
        Nein Danke.

        Genauso hat er sich auch mal zusammen zu reißen und kann Euer Baby füttern, damit Du mal eine Mütze Schlaf bekommst. Was soll denn das? Wenn ich schon lese, dass er es nicht "mag", ihr das Fläschchen zu geben?
        Ist er ein Mann oder eine Maus?
        Wenn ich daran denke, dass ich auch mal von einer Angina ausgeknockt im Bett lag oder erst stundenlang beim Zahnarzt wegen einer Wurzelbehandlung hockte (und am Nachmittag auf der Couch dämmerte, weil alles weh tat) - da war es für meinen Mann selbstverständlich, sich um unsere Kinder zu kümmern. Inklusive mit dem Kinderwagen rausgehen, Windeln wechseln, Fläschchen geben und baden.
        Umgekehrt genauso.

        Und will er allen Ernstes, dass Du zuhause bleibst, bis die Kleine eingeschult wird?!
        Das ist sehr hinterwäldlerisch.
        Meine Kids waren beide mit einem Jahr bei einer Tagesmutter und sie haben sich dort pudelwohl gefühlt. Und mit drei kamen sie in den Kindergarten (GT) und auch dort fühlen sie sich wohl, fanden schnell Freunde, werden zu Geburtstagen eingeladen, es werden tolle Ausflüge gemacht und mehr.
        Er soll froh sein, dass Du arbeiten willst.
        WAS WÄRE WENN....er z.B. einen Unfall hat oder krank wird und seinen Job nicht mehr ausüben kann?! Dann hilft ihm ein Heimchen am Herd wenig.

        Mein Mann ist selbstständig und vor einigen Jahren hat es ihn mal grippal sowas von erwischt, dass er zwei Wochen zuhause war und wichtige Termine verschieben musste. Aufgeschoben heißt zwar nicht aufgehoben aber trotzdem fehlte in dieser Zeit das Geld. Hinzu kam noch, dass einer seiner Kunden plötzlich zahlungsunfähig war und die (hohen) Rechnungen nicht bezahlen konnte.
        Da war es gut, dass ich auch eine Vollzeitstelle hatte und unser Konto nicht zu tief abrutschte wie befürchtet. (Salopp gesagt: man konnte trotz der Umstände noch halbwegs beruhigt schlafen)


        Wir haben einen Leitspruch aus einem Disneyfilm (Lilo & Stitch):
        Ohana heißt Familie! Familie heißt, dass alle zusammenhalten und füreinander da sind!"

        Das gilt für meinen Mann und mich und auch inzwischen für unsere Kinder. Man greift sich gegenseitig unter die Arme, man hilft zusammen, man respektiert sich, man hört dem anderen zu und geht auch mal auf ihn ein. Und man trampelt nicht auf den Ansichten, Wünschen oder Gefühlen des anderen rum, nur um sein eigenes Ding stur durchzuziehen.
        Es gibt auch mal Streit, Meinungsverschiedenheiten oder Diskussionen (ja, auch schon wegen der Jobs), aber das wird dann sachlich debattiert und es wird gemeinsam nach Lösungen gesucht, mit denen jeder leben kann.

        Mach Deinem Mann klar, dass diese Zeiten vorbei sind, wo er den Herrn im Haus markieren kann.

        LG

        (14) 28.02.18 - 09:26

        Ich würde ihm ausrechnen, was ihn der Unterhalt für das Kind und dich kostet. Das kann er als Alternative haben zu "dich in deinem Weg unterstützen".

        Ich kriege Tourette, wenn ich von solchen Arschlöchern lese. So eine Haltung mir gegenüber wäre der Todesstoß für meine Gefühle. Da bliebe nur noch Verachtung übrig.

        Dann würde ich lieber meinen Weg mit Kind alleine leben, als mir von so einem Vogel die Burka überwerfen zu lassen. Was glaubt der denn, wer er ist??

        LG

        (15) 28.02.18 - 09:34

        Warum lässt du dir das gefallen?
        Ich kann auch nicht so zuhause rum sitzen. Mein Mann hat nach der Geburt unseres ersten Kindes schnell gemerkt, dass ich sehr unglücklich war in meiner “Hausfrauen-Situation“.Und hat mich dann auch unterstützt bei der Jobsuche.
        Kann es sein, dass dein Mann das geil findet, wenn du abhängig bist von ihm?
        Auf der einen Seite will er nicht, dass du arbeitest, und dann wirft er dir vor, dass du kein Geld hast...Ich würde so was nicht mitmachen.
        Mach doch einfach, was du geplant hast. Melde dein Kind im KiGa an und geh arbeiten. Deine Tochter wird dann auch merken, dass du ausgeglichener bist.

        Und wenn dein Mann was dagegen hat, soll er eben das Kind betreuen...
        LG

        Also ich habe oft gehört, dass die beziehung mit dem ersten Kind im ersten jahr auf die probe gestellt wird und es kriselt.

        Da mein baby erst im April kommt warte ich selber mal ganz gespannt ab, ob es bei uns auch so wird.

        Grundsätzlich hat dein Mann ein veraltetes Rollenbild. Es ist nicht fair, dass du beruflich zurückstecken sollst und er nicht. Ich würde jetzt mal behaupten ein Kind sollte das gemeinsame Projekt sein. Außer die Frau möchte von sich aus Heimchen am Herd sein was auch ok ist.

        Das er auch so Kompromisslos ist führt nicht wirklich zum Familienfrieden.

        Die Lösung lautet wie immer: reden, reden, reden...
        Ich persönlich würde es auch wichtig finden nach dem Studium zu arbeiten, denn die Lücke im Lebenslauf freut neue Chefs ganz und gar nicht.

        Da ich selber bereits 12 Jahre Vollzeit arbeite bin ich froh mal 1 jahr Zuhause bleiben zu können. Aber mein mann macht auch 3 Monate Elternzeit und ist nicht so mit seinem Job "verheiratet" wie deiner. Zudem mein Mann auch dankbar ist, dass ich gutes Geld verdiene und wir somit uns zusammen mehr leisten können.

        Rede!! immer wieder immer weiter und lass dich nicht unterbuttern. Du hast studiert und du WILLST arbeiten. Wenn er meint es ginge dabei ums Kind soll er Zuhause bleiben.

        (17) 28.02.18 - 10:00

        Das Leben das Du jetzt hast, könntest Du auch ohne ihn haben. Für mich scheint es so, als daß er seine Machtposition ausbauen will. Wie Du schon geschrieben hast, wird jedes Argument von Dir zerlegt. Da hilft kein Diskutieren mehr, sondern striktes Handeln.

        Evtl. Tagesmutter suchen und mal die ein oder andere Bewerbung abschicken. Du diskutierst nicht mehr mit ihm, sondern Du informierst ihn darüber.

        Solltest Du das nicht tun, schlitterst Du sehenden Auges in die Abhängigkeit von ihm.

        Eine Frechheit finde ich seinen Spruch "Kein Cent in der Tasche, aber Ansprüche haben".

        Wahrscheinlich kommst Du nicht umhin die gesamte Beziehung in Frage zu stellen, so weh das auch tut.
        Kämpfen, ertragen oder Situation verlassen, für eines der drei wirst Du Dich entscheiden müssen.

        Hol Dir Rückendeckung von Freunden oder Familie, damit Du jemanden hast von dem Du seelischen Beistand bekommst.

        Das ist nicht "regretting motherhood", sondern "egoistischer Arsch als "Partner"".

        Ich würde da eher ganz ernsthaft die relationship regretten und über "showing him where the mason left the hole in the wall" nachdenken.

        Da biste doch alleine besser dran. Mit dem richtigen Netzwerk kannst du auch als AE easy arbeiten und hast dafür keinen Typen an der Backe, der dir Steine in den Weg legt.
        "Er will auch keinen Kompromiss finden", wenn ich das schon lese!!! :-[:-[

        Lass dich bloß nicht unterbuttern, alles Gute!
        LG Claudi

        Hallo!

        Normalerweise bespricht man ja BEVOR man ein Kind plant, wie man sich als Familie sieht und welche Vorstellungen jeder Partner davon hat.
        Da Euer Kind ungeplant war, fiel das natürlich weg. Ihr hattet dann Absprachen während der Schwangerschaft getroffen und an diesen Plan hat Dein Mann sich nicht gehalten.

        Das ist ein Vertrauensbruch, wie schon jemand hier schrieb. Wirklich mies.

        Weißt Du, ich selbst bin auch absolut kein Freund davon, Kinder mit einem Jahr schon die die Krippe zu geben und Vollzeitbetreuung kommt für mich gar nicht in Frage. Ja, mein Mann und ich halten das klassische Familienmodell für die beste Entscheidung - aber nur für UNSERE Familie!

        Jeder Mensch, jede Familie ist anders. Und man kann beim Lesen förmlich spüren, wie unglücklich und ratlos Du in diese Situation bist.

        Auch ich würde mich an Deiner Stelle um einen Job bemühen. Fang in Teilzeit an und schau, wie es läuft. Und dann kannst Du aufstocken.
        Mein Vorschlag wäre ja gewesen, Deinem Mann einen Rollentausch vorzuschlagen. Er "besteht" quasi darauf, dass jemand sich dauerhaft um das Kind kümmert. Ok, kann ich nachvollziehen. Aber nirgendwo steht geschrieben, dass das zwingend die Mutter sein muss. Euer Kind ist ja kein frisch geschlüpfter Säugling mehr.
        Schlag ihm vor, dass Du Vollzeit arbeiten gehst und dafür sorgst, dass der Rubel rollt und er soll entweder Hausmann werden oder eben sein Arbeitspensum deutlich reduzieren.

        Mir ist klar, dass er das nicht machen wird. Deine Beschreibung von ihm war mehr als deutlich. Aber seine Reaktion auf den Vorschlag wird eine weitere Hilfe für Dich sein, Deinen eigenen Weg zu gehen.

        Was ich richtig, richtig, RICHTIG schlimm finde ist, dass er Dich nicht nur gegen Deinen Willen in eine Rolle drängt, die absolut nicht zu Dir zu passen scheint und damit Eurer Familie langfristig nur schaden kann, sondern auch noch die Kommentare über die finanzielle Geschichte dazu.
        Das finde ich verheerend. Wenn er das klassische Modell leben will, dann muss er aber auch damit klar kommen, dass er das Einkommen für die GANZE Familie erwirtschaftet und Du gleichberechtigt über das Geld verfügen kannst. Es ist Euer Geld, nicht nur seins.
        Klassisches Familienmodell und quasi getrennte Kassen und Aufteilung in "meins" und "deins" funktionieren absolut überhaupt gar nicht miteinander!!
        Mach ihm das klar.


        Leider sehe ich nach Deinen Schilderungen auch nur schwer eine Zukunft für Euch und ich bin wirklich die Letzte, die immer sofort nach "Trennung" schreit.
        Ich wünsche Dir viel Erfolg und Deinem Mann viel Einsicht, aber so wie es hier klingt sehe ich da nur mäßige Erfolgsaussichten.

        Ich gebe Dir den guten Rat, Dir ein Netzwerk aufzubauen. Egal, ob Du arbeitest und mit Deinem Mann zusammen bleibst oder ob Du schlussendlich keine andere Wahl hast, als Dich zu trennen.
        Wenn Dein Mann beruflich so eingespannt und offenbar auch öfter im Ausland unterwegs ist (und dann noch DIESE Einstellung hat), kannst Du seine Unterstützung z.B. bei Schließtagen, krankem Kind, Terminen usw vermutlich vergessen.

        Ich weiß da absolut wovon ich rede. Mein Mann ist nur einen Tag pro Woche in der Firma im Büro, ansonsten gondelt er auch in der Weltgeschichte rum. In der Schule steht er nicht mal mehr auf der Liste mit den Notfallnummern, da er oft min. 200-300km entfernt ist und gar nicht kommen kann, wenn z.B. mal wieder eins der Kinder spontan Magen-Darm, Fieber oder sonst was bekommen hat.
        Und wir haben keine Großeltern vor Ort, keine weiter Familie, niemanden. Ich bin eine "One-woman-Show!"
        Das ist teilweise eine sehr belastende Situation - und ich habe einen tollen und lieben Mann, der niemals solche Sprüche raushauen würde und dem sehr bewusst ist, in was für einer Situation ich bin, was er im Rückschluss davon hat und mir das auch häufig sehr wertschätzend zeigt!

        Ich hoffe, Du hast Eltern/Schwiegereltern/Geschwister/Freunde..., die Dich unterstützen. Ansonten versuche, Dir ein Netzwerk aufzubauen.

        Schon mal an eine liebe Tagesmutter anstelle der Krippe gedacht? Nur so als Idee...

        Und dann sieh zu, dass Du glücklich wirst mit Deinem Leben. Du hast nur das eine! Ich wünsche Dir, dass es Dir gelingt Deinen Mann noch ins Boot zu holen.
        Vielleicht fällt der Groschen ja noch, wenn er sieht, wie positiv sich Dinge entwickeln können. Wenn er Dich aber nur sabotiert, klein hält und auch noch versucht zu dominieren - dann löse Dich.
        Viel Kraft dafür!

        Alles Liebe für Dich und Deine Familie

        Du solltest ihn knallhart daran erinnern das es genau so sein kind ist und wenn er nicht will das sie solange fremd betreut wird, ER etwas ändern muss.

        Andererseits ist es oft seehr schwierig wenn beide vollzeit arbeiten gehen und ein so kleines Kind haben. Das bedeutet unweigerlich sehr lange Betreuungszeit. Man sollte Abwegen was wichtiger ist.
        Ist es für deinen Mann überhaupt möglich seine Arbeit runter zu schrauben?

        Man sollte definitiv an einem Strang ziehen. Könnte aussehen..,Ab Kita Eintritt suchst du dir sind vollzeitstelle....bedeutet ganztags Betreuung. Es ist seine Aufgabe sich für SEIN kind einzubringen sodass er sie vielleicht einmal die Woche als mittagskind abholen kann etc

        Oh Gott, ich krieg schon beim Lesen Beklemmung. Alle 2 Tage stundenlange Streitereien, die sich immer um das Gleiche drehen. Ihr müsst da etwas dran ändern, dreht euch im Kreis. Mediation/Familienberatung. Da muss er aber mit dran arbeiten, allein kommst du nicht weit.
        Generell: Du brauchst seine Zustimmung nicht, um arbeiten gehen zu können. Diese Zeiten sind zum Glück schon lange vorbei. Ich würde an deiner Stelle gar nicht um Erlaubnis bitten, sondern machen. Allerdings wäre bei mir Schicht im Schacht gewesen, hätte ein Mann mal so einen Satz zu mir gesagt wie deiner: "Kein Cent in der Tasche, aber Ansprüche haben." Er hält dich klein, verbietet dir, ein eigenes Einkommen zu haben, und kommt dir dann so? Da wäre mit einem Schlag alles weg an Liebe, denn das ist so unglaublich dreist und respektlos von ihm. Sein Rollenbild passt nicht mit deinem zusammen. Ich weiß nicht, ob es da überhaupt einen Mittelweg gibt, denn jeder von euch scheint in seiner Vorstellung vom Leben nicht abrücken zu wollen. Du willst, völlig verständlich nach jahrelangem Studium, dich endlich verwirklichen, er bremst aus und will dich als Mutter und Hausfrau neben sich sehen. Und ganz echt: Du schaust ganz blöd in die Röhre, wenn die Ehe irgendwann in die Brüche geht und du mit NICHTS dastehst, weil du ohne Berufserfahrung nach jahrelangem Hausfrauenleben keinen Job finden wirst, der auch nur ansatzweise deinen Fähigkeiten entspricht. Und Angespartes hast du nicht, musst ihn bei jeder Ausgabe fragen. So soll dein Leben sicher nicht laufen, nehm ich an.
        In einer ausgeglichenen Beziehung müssen beide Partner glücklich sein. Er verlangt von dir, deine Prioritäten des Kindes wegen zurückzustecken, macht aber selbst Karriere, arbeitet am Wochenende, aber du sollst Gewehr bei Fuß stehen? Lass das nicht mit dir machen, du wirst kreuzunglücklich.
        Ich selbst habe mein Studium mit meiner ersten Tochter im Bauch beendet und war danach so unterfordert (auch wenn mein Kind total gewünscht und geliebt war). Als sie 1,5 Jahre alt war, hab ich mich selbstständig gemacht (arbeite von zuhause aus) und noch endlich meinen Führerschein nachgeholt, um nicht vollständig zu verblöden und mal was anderes zumachen als Windeln zu wechseln und zur Krabbelgruppe zu gehen und darüber zu philosophieren, ob Pastinake oder Kürbis als erster Brei besser bekömmlich sei. Brauchte auch geistige Forderung. Zum Glück auch, denn unsere Beziehung ging in die Brüche nach dem 2. Kind und ich hätte finanziell abhängig blöd dagestanden.
        Also: Entweder ihr zieht zusammen an einem Strang und kommt (mit Hilfe von außen am besten) auf einen Nenner, mit dem BEIDE leben können, oder du musst aus der Nummer aussteigen und dich verwirklichen. Das geht auch allein erziehend ganz gut. Bei mir sogar besser, ich glaube, mein Ex hätte mich in dem Weg, den ich seither allein gehe, in unserer Beziehung nicht unterstützt. Und ich habe mit den Kindern den Alltag, den ich in der Beziehung immer gewünscht habe, aber der auch durch meinen jetzigen Ex ausgebremst wurde (seien es Ausflüge, Wohnungseinrichtung, Traum vom eigenen Garten erfüllt, kein Gemecker mehr über das Essen seinerseits, einfach mal Mädelsabend auf der Couch ohne Nörgeleien über die Filmauswahl etc.).
        Lass dir dein Leben nicht kaputtmachen. Solche Streitereien gehören nicht in eine Beziehung. Jetzt ist eure Tochter noch klein (und kriegt die schlechte Stimmung schon mit). Aber die Kindheit versaut ihr ihr (und damit ihr restliches Leben, wenn sie sich das abschaut, Ängste entwickelt etc.) durch negative Grundstimmung zuhause. Sie soll sich sicher fühlen. Das tut sie nicht, wenn ihr untereinander euch nicht sicher seid.
        Von Herzen alles Gute und sorry für den langen Text.
        palo

        Einige haben es ja schon gesagt: das Problem scheint nicht bei deinem Kind bzw der Mutterschaft zu liegen, sondern bei deinem feinen Mann.

        Lass dir das nicht bieten, es ist dein Leben! Wenn er nicht will, dass das Kind betreut wird, dann muss er zu Hause bleiben.

        Ganz ehrlich, für mich klingt das, als ob in eurer Beziehung einige Dinge arg schief laufen. Ob du mit so einem Mann weiter zusammen bleiben willst, kannst nur du wissen. Mir wäre das nichts, Vorschriften gehoeren fuer mich nicht zu einer Beziehung auf Augenhöhe.

        Dein Mann verhält sich wie ein Arsch (sorry), der dich in ein Abhängigkeitsverhältnis und ein klassisches Rollenbild drängt, Dir einredet, dass es zum Schaden deines Kindes ist eigene Wünsche und Träume zu haben und überhaupt kräftig dafür sorgt, dass du ja nicht, dass Nest verlässt.

        Ganz ehrlich. Explodier und sag ihm klipp und klar, dass seine Einstellung sowas von vorgestern ist und er sich das bei dir abschminken muss. Sofort. Du wirst dich jetzt als erstes um einen Kita-Platz bemühen. Du wirst dir einen machbaren und vereinbaren Job suchen und Du wirst wieder arbeiten gehen. Und er - Mr. Karriere - wird dich gefälligst wie ein moderner, gleichberechtigter, klar denkender Mann unterstützen oder Du suchst dir einen anderen Kerl, der das tut.

        Ich würde mir niemals, niemals für keinen Grund der Welt von meinem Mann verbieten lassen zu arbeiten. Über die Dauer und die Bedingungen kann man reden, aber ich verdiene eigenes Geld. Basta.

        Soweit kommt es noch. Es sind Millionen Menschen stundenweise in eine Kita gegangen, die heute vernünftige fleißige und gute Menschen geworden sind und wenn man sich um eine gute Betreuung bemüht und vernünftige Zeiten wählt und sich gemeinsam stärkt und daran beteiligt, dann ist das keinesfalls zum Schaden des Kindes. Nichts spricht dagegen sich jetzt umzuschauen. Und den Wiedereinstieg langsam zu planen.

        Und noch was, eine Mutter die abhängig und unglücklich mit dem Zuhause sein ist, kann keine fröhliche ausgegliche tolle Mutter für ihr Kind sein. Jeder Mensch ist selber verpflichtet, zu schauen was er für sich braucht um zufrieden zu sein und am Leben teilzunehmen. Natürlich muss man mit Kindern Kompromisse eingehen und hier und da zurück stecken, aber sich selbst aufgeben sicher nicht! Man ist keine Rabenmutter, weil man sich Vereinbarkeit wünscht und dafür kämpft.

        Ende der Durchsage

        Hallo traurige Mama,

        Ich habe mir nur deinen Anfangspost durchgelesen und ansonsten keine weiteren Antworten. Mir reichen deine Informationen allerdings schon.

        Ich finde bei dir und deinen Mann herrscht ein eklatantes Ungleichgewicht. Du hast viel Zeit und Arbeit in fein Studium investiert und möchtest nun auch gerne die Früchte dafür ernten und arbeiten - und nicht nur Mami sein. Das finde ich absolut verständlich! Ich befürworte es sehr, wenn Frauen ihre Unabhängigkeit bewahren. Für die Ehe gibt es keine Garantie, da mag er noch so empfindlich und eingeschnappt reagieren. Aber nach 10 Jahren ohne Berufserfahrung bleibt einem als Mutter wohl nur noch ein Job unter deiner Qualifikation. Zumindest ist das in meinem Bereich so, ich würde hier keinen Fuß mehr fassen.

        Was mir zudem noch sehr missfällt und gegen den Strich geht: Du sollst daheim bleiben und für ihn zurückstecken, ihm den Rücken freihalten und im Gegenzug dafür musst du dir dann auch noch dämliche Sprüche anhören und er tut sich - außer mal ein bisschen spielen - gar nicht miteinbringen? Wer macht eigentlich den Haushalt, auch du alleine??!

        Und wenn er dann wieder im Ausland rumtingelt ist es aber in Ordnung, dass ihr euch nicht sehen könnt?

        Irgendwie gewinne ich da den Eindruck, dass er dir sein Idealbild einer Familie auftzwängt und überstülpt und dich damit in vielerlei Hinsicht in eine ungünstige Situation bringt. Sein Glück geht über deines. Seine Selbstverwirklichung über deine. Seine Bedürfnisse zählen. Und wie verhält es sich mit deinen?

        Ich bin auch Mama eines kleinen Babys und bleibe 1,5 Jahre daheim. Ich habe allerdings schon Berufserfahrung und einen tollen Job, in den ich zurückkehren werde. Niemals würde ich mir das verbieten lassen. Ich werde danach auch nur bis zum 3. Lebensjahr in Teilzeit arbeiten und dann ist mein Mann mindestens 2 Jahre an der Reihe zurückzustecken. Ich möchte beruflich nämlich noch vorankommen und ja, auch monetäre Aspekte wie der Rentenanspruch fließen da mit ein.

        Du hast Träume, die du noch verwirklichen willst. Du bist nicht nur Mutter. Und ein Leben als Hausfrau wird dich höchstwahrscheinlich nicht glücklich machen. Und tut mir Leid, aber wenn du beruflich erst in 6 Jahren durchstarten möchtest, dann ist das in den meisten Branchen schon zu spät. Schon gar ohne jegliche Erfahrung.

        Ihr müsst euch ganz dringend in Ruhe zusammensetzen und dieses Thema klären. Holt euch professionelle Hilfe von Außen. Dein Mann macht einen sehr sturen und uneinsichtigen Eindruck.

        Ach ja, warum geht er denn nicht in Teilzeit arbeiten? Passt wohl nicht zu den Vorstellungen eines zufriedenen Lebens, die er sich für sich selber gemacht hat.

        Ich hoffe für dich, dass ihr eine Lösung findet, mit der auch DU gut leben kannst.

        Was du schreibst, passt jetzt erst einmal nicht zu regretting motherhood. Regretting Motherhood wäre auf das Kind bezogen. Du beziehst dich aber vor allem auf deinen Mann. Also es klingt als könntest du dir vorstellen, glücklich zu sein, wenn dein Mann eine egalitärere Familienkonstellation pflegen würde. Also wirklich widerlich von ihm, finde ich ja, dass er dir einerseits deine Möglichkeit zu arbeiten, absprechen möchte und gleichzeitig aber sagt, du hättest ja keinen Cent in der Tasche. Das ist wirklich beschissen. Verfolge deine berufliche Karriere ohne seinen Segen, sonst wirst du es bereuen. Sag ihm, dass er ja gerne in Teilzeit arbeiten kann, wenn er verhindern möchte, dass eure Tochter Vollzeit betreut werden muss. Du wirst es bereuen, wenn du deine Karriere nach seinen Vorstellungen gestaltest.

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