Trennung nach 18 Jahren kann ich noch was tun?

    • (1) 02.03.18 - 17:54

      Ich weiß gar nicht wo ich hier anfangen soll, mein Schmerz ist so groß. Wir leben 18 Jahre nun schon zusammen haben zwei wundervolle Kinder und sind vor einem halben Jahr in ein Mietshaus gezogen. Doch nun ist es passiert meine Partnerin will sich trennen. Der Grund dafür hat sie mir schon in den letzten Monaten immer wieder mal gesagt sie fühlt sich einsam, ich habe mit ihr sehr wenig über Problem oder der gleichen geredet alles lieber in mich rein gefressen wenn was ist, auch das kuscheln auf dem Sofa hat nachgelassen. Ich selber habe es unbewusst, nie mit Absicht, nicht für voll genommen. Jetzt wo es in den Brunnen gefallen ist begreife ich erst wie sehr ich Sie liebe, wie auch ich ihre Nähe und das kuscheln vermisse. Ja wir waren in letzter Zeit nur noch Eltern hatten wenig Zeit für uns und diese wenige Zeit habe ich nicht genutzt. Ich bin Selbstständig schon seit über 23Jahre dies hat sie auch von Anfang an akzeptiert. doch in letzter Zeit läuft das Geschäft nicht mehr so gut und anstatt mit Ihr darüber zu reden habe ich mit Freunden gesprochen. Ich wollte einfach nicht Sie mit meinen Problemen belasten und es hauptsächlich mit mir ausmachen. Es war mein größter Fehler den ich getan habe!
      Meine Trauer ist so groß sie zu verlieren, erst jetzt merke ich die große Liebe zu Ihr. Doch sie sieht leider keine Chance mehr für uns es ging schon so lange und sie hat mir schon so oft gesagt was sie fühlt und was ihr fehlt.
      Ich habe mich auch in physiologische Hilfe jetzt begeben, für mich selber und ich wollte es für unserer Beziehung doch sie hat eine Mauer mir gegen über aufgebaut die ich nicht einreisen kann. Noch wohne ich mit Ihr in dem Haus, schlafe bei meiner Tochter im Zimmer und sie schläft mit bei Ihrer Mutter, sie hat es schon mitbekommen was los ist. Sie nimmt mich öfters in den Arm und drück mich und sagt mir immer wieder das sie mich lieb hat. Der einzige der es noch nicht weiß ist unser Kleiner 8 Jahre es wird ihm das Herz brechen wenn ich sagen muss ich ziehe aus.
      Es ist einfach so furchtbar warum warum habe ich es nicht früher gemerkt. Ich will sie nicht verlieren.

      • (2) 02.03.18 - 18:56

        Hallo!

        Aber du hast es doch früher gemerkt, oder?

        Deine Frau hat Dich immer wieder angesprochen, dass sie sich einsam und ausgeschlossen fühlt. Du kannst wirklich nicht behaupten, dass Du es nicht "gemerkt" hast, wenn sie doch ganz klar mit Dir darüber gesprochen hat.

        Du warst nur nicht bereit, etwas zu ändern. Und das war eine Entscheidung, die Du nach JEDEM dieser Gespräche wieder getroffen hast.

        Was hätte deine Frau denn mehr tun können, als wiederholt eure Probleme ansprechen? In dieser ganzen Zeit hat sie sich emotional immer weiter von Dir entfernt, eben weil Du Dich so sehr eingeigelt hast. Und jetzt ist es wirklich zu spät.

        Meine Eltern haben auf ganz ähnliche Art ihre Ehe gegen die Wand gefahren - Problemgespräche gab es immer wieder, aber keine Reaktion, keine ernsthafte Arbeit an den Problemen, bis einfach von den Gefühlen nicht mehr viel übrig war.

        Und mein Vater saß da als das heulende Elend, der immer noch nicht recht verstanden hat, warum meine Mutter schließlich gegangen ist, wo er vorher alle Gespräche ignoriert hat.

      (5) 02.03.18 - 19:02

      Vor allem nicht in Panik verfallen. Fair sein und fair bleiben, versuche die Kommunikation mit Ihr aufrecht zu erhalten. Weinen, trauern und wütend auf Dich selbst sein, das alles darfst Du zulassen. Hat wohl die letzten Jahre nicht raus dürfen....

      Physiologisch hab ich vermutlich falsch gelesen und es soll psychologische Hilfe heißen.
      Wichtig wäre, daß Du mal für einen Moment, Dich mit ihren Augen sehen könntest und wie sich das für sie anfühlt.

      Wenn Du an Dir selbst "arbeitest" und Dich von innen heraus veränderst, ist auch wieder die Chance da, daß Ihr Euch wieder annähert. Evtl. kannst Du eine Paartherapie anstossen, notfalls auch allein da hin gehen. Jede Form von therapeutischer Hilfe würde ich da in Anspruch nehmen, es gibt immer etwas zu lernen oder mitzunehmen für die eigene Entwicklung.

      Ich hoffe die Situation macht Dich nicht härter, sondern weicher und feinfühliger. Vermutlich hat Deiner Partnerin gar nicht so viel gefehlt, nur daß Du für sie da bist, ihr offen zuhörst, sie für voll nimmst, sie an Deinem Leben teilhaben lässt, so wie man das zu Anfang einer Beziehung macht. Da tauchen beide in die jeweilige Welt des anderen ein.

      (6) 02.03.18 - 19:48

      >>>doch sie hat eine Mauer mir gegen über aufgebaut die ich nicht einreisen kann.<<<

      Jetzt schiebe nicht deiner Frau den Schwarzen Peter zu.

      Ich sehe es eher so: Sie hat die Verbindung zu dir verloren. Damit meine ich sowas wie ein "inneres Band", das einen mit dem Partner verbindet. Das Band wurde dünner und dünner, aber du hast nicht reagiert auf ihre Hilferufe. Wenn das Band bei deiner Frau jetzt zerissen ist, dann ist es vorbei.

      Also nicht sie hat aktiv eine Mauer (gegen dich) aufgebaut, sondern sie ist vermutlich fertig mit dir.

    • (7) 02.03.18 - 21:45

      Hallo,
      es tut mir immer schrecklich leid, wenn ich sowas lese. Der Klassiker, einer fühlt sich einsam, wird ewig nicht gesehen oder gehört und gibt dann irgendwann auf.
      Das ist ein Prozess, der sich offenbar über Jahre hingezogen hat und nun in der Trennung gipfelt.
      Das ist einfach nur unnötig und doch passiert es immer wieder.

      Was Du tun kannst ist nicht so einfach, denn Deine Frau hat sich so eine Entscheidung sicher nicht leicht gemacht und jetzt, wo sie es ausgesprochen hat, ist es sehr warscheinlich, daß es auch dabei bleibt.

      Du kannst nichts weiter tun, als ihr zu zeigen, daß Du bereit bist, Dich wieder zu dem Mann zu entwickeln, der Du offenbar mal warst. Mindestens aber, daß Du ihr zuhörst, das Du bestimmte Dinge umsetzen willst/wirst.

      Vielleicht ist es zu spät, das kann Dir aus der Ferne niemand sagen, aber wenn nicht, dann hast Du nur eine Chance, wenn Du Deine Frau wieder ernst nimmst, ihr zuhörst und ihr auf Augenhöhe begegnest.

      Warscheinlicher ist es aber, daß es kein zurück gibt. Umso wichtiger wäre aber ein vernünftiges Miteinander, für die Kinder und letztlich auch für Euch.

      Alles Gute!

      Du hast sie schon verloren. wenn sich eine Frau nach sovielen Jahren zur Trennung entschliesst, dann zieht sie das auch durch. Du hast alles falsch gemacht, aber das weisst Du nun selber. Sie hat Dir sicher oft genug signalisiert, dass was falsch läuft, aber Du hast es nicht gesehen oder sehen wollen. Sind überhaupt keine Vorwürfe, aber ich hab das in meiner Berufswelt der Bundeswehr zigfach erlebt. Eltern bleibt ihr aber weiter. Sei fair und anständig zu ihr, auch im Interesse der Kinder, dass sie ihren Vater behalten. Wenn ihr beide gut miteinander umgehen könnt, verkraften es auch die Kinder besser. Alles Gute. LG Moni

      Ich glaube nicht, dass jemand hier vorhersagen kann, wie sich deine Frau verhalten wird.

      Aus eigener Erfahrung kann ich dir berichten, dass ich ganz ähnlich reagiert habe wie deine Frau, als mein Mann jahrelang nie bereit gewesen ist, auf mich einzugehen. Ich habe ich getrennt - und er war am Boden zerstört. Er hat aber "meinen Willen respektiert" und mich deshalb nicht gedrängt. Nur freundschaftlichen Kontakt hat er abgelehnt. Dadurch haben wir uns tatsächlich ganz aus den Augen verloren und ich habe mir ein neues Leben aufgebaut mit einem neuen Partner.

      Hätte mein Mann den Kontakt gehalten und mir immer wieder gezeigt, dass er mich noch liebt, dann hätte ich ihm noch eine Chance gegeben.

      Mein Rat lautet deshalb: gib ihr zwar Zeit und Raum, zeige und sage ihr dennoch immer wieder, dass du darauf gelernt hast und sie immer noch liebst und um die Chance bittest, ihr beweisen zu können, dass du deine lieblose Art ändern kannst. Sag ihr, dass du selber nicht weißt, wie du in diesen Alltagsmodus hinein gerutscht bist.

      • Das was du hier geschrieben hast gibt mir unwahrscheinlich Mut. Ich liebe sie und möchte an mir arbeiten, deshalb mach ich auch auf alle Fälle die Therapie, sie soll mir helfen wieder zu mir zu finden und auch ihr gegenüber möchte ich mehr reden aber ihr auch den nötigen Raum geben den sie braucht.

        >>>Sag ihr, dass du selber nicht weißt, wie du in diesen Alltagsmodus hinein gerutscht bist.<<<

        Hältst du das für den richtigen Weg, eine eventuelle Wiederannäherung mit einer Lüge zu beginnen?

        • (12) 03.03.18 - 21:07

          Das habe ich ihr gesagt das ich nicht sagen kann warum dies passiert ist. Ich weiß es selber nicht. Mein Therapeut sagt schon beim ersten Treffen das ich in einen sehr großen Sprudel gekommen bin wo ich selber nicht mehr heraus komme und das ich das sehr spät erst bemerkt habe, halt erst wo es ernst wurde.

          • (13) 03.03.18 - 21:40

            Warum auch immer, momentan ist es nicht nur ernst geworden, sondern bereits zappenduster.

            Wenn Du das wieder erhellen möchtest, gehe weiter zur Therapie, zeige Deiner Frau, daß Du an Dir arbeitest, daß Du sie zurück willst, daß Du verstanden hast.
            Sage ihr, daß Du kämpfen wirst, aber bedränge sie nicht. Gib ihr den Raum, den sie braucht. Dann und nur dann, hast Du - sofern ihre Entscheidung noch nicht felsenfest ist - noch eine Chance.

            Wichtig ist auch, Dich nicht klein zu machen. Du musst immer noch Du selbst bleiben, denn Authentizität ist auch wichtig.

            Ich wünsche Euch als Familie jedenfalls viel Glück - so oder so!

        Wieso denn Lüge?

        • Er weiß doch ganz genau, warum seine Frau jetzt die Schnauze voll hat.
          Lies dir nochmal seinen ersten Beitrag durch.

          Er hat ihr nicht zugehört, er hat sie nicht ernstgenommen, er hat immer so weiter gemacht... und das nicht über nur einen Zeitraum von einigen Monaten.

          Wahrscheinlich hat er sich auch gedacht "Die wird sich schon wieder beruhigen.".

          Und jetzt stellt er sich hin und tut so, als ob er nicht wüsste, wie das passieren konnte und soll das auch noch so seiner Partnerin kommunizieren? "Huch, weiß gar nicht was da passiert ist."

          • (16) 06.03.18 - 10:27

            Hallo du hast ja voll kommen recht das du mir in den Hintern Trittst und es gibt auch keine ausreden dafür. Aber ich habe es einfach leider zu spät bemerkt. ich weiß nicht ob es daran liegt oder lag das ich schon seit längerem Depressionen habe und auch schon deswegen seit längerem Antidepressiva nehme und ich einfach alles um mich abgeschaltet habe. Ich habe mich um meine Kinder gekümmert und auch sind wir oft zu unseren Freunden immer gemeinsam aber habe halt nicht gemerkt wie es innerlich in Ihr aussieht leider. Ich bin auch schon seit über 20 Jahren Selbständig allein Arbeiter auch dies führte dazu das ich an Depressionen leide und es wurde höchste Zeit das ich mir jetzt Hilfe geholt habe. Sie sagte es ja auch selbst das vielleicht durch meine Tabletten ich so kühl geworden bin. Wie schon gesagt es ist keine Ausrede.

Mir ging es mal genauso:
https://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4324928-tagebuch-eines-rettungsversuches?page=1

Heute bin ich mit derselben Frau wieder glücklich zusammen, inlusive Kind, Haus und Hund. Mach dir nicht zuviel Hoffnungen...wenn es überhaupt eine Chance bei euch gibt dann wird das ein verdammt harter Weg. Ich wünsch dir viel Glück und Kraft...

  • Nun ist es leider doch passiert ich bin gestern Abend erst mal raus aus unserem Haus. Gestern sagte sie mir das sie keine Chance sieht, sie denkt wenn es wieder eine gewisse Zeit klappt das ich dann aber wieder in den alten Trott hinein rutsche. Dem ist nicht so das habe ich Ihr auch gesagt ich arbeite so sehr an mir. Am Sonntag Nachmittag ist sie weggefahren um den Kopf frei zu bekommen, gestern fragte ich sie wo sie war ob sie bei dem neuen Mann war, sie sagte ja. Es hat mir so sehr das Herz gebrochen. Vor allem das dies schon seit 4 Wochen geht und sie sich neu verliebt hat, was sie nie von sich selber gedacht hätte. Wir sind noch am Valentinstag schön essen gegangen 4 Gänge und Rosen und Kerzenschein und haben geredet und ich sagte Ihr das meine Familie und vor allem Sie mir sehr wichtig sind, aber da hatte sie ja schon Kontakt mit dem Mann, was ich nicht wusste. Das tat nochmal weh. Wir sind erst vor einem halben Jahr in dieses Mietshaus gezogen es sollte unser neues Glück werden und nun. Es ist so furchtbar es tut so weh. Ich stelle mir immer wieder diese Frage WARUM hab ich nicht früher reagiert, auch wenn jemand anderes was behauptet, ich weiß es nicht!! Ich schlaf nun schon zwei Tage woanders und hole früh nur unseren Sohn ab zur Schule da sie schon früher auf Arbeit muss. Ob dies richtig ist woanders zu schlafen weiß ich nicht, schon die zwei Abende ohne meine Kinder und vor allem ohne sie ist die Hölle. Bin nur am heulen und grübeln, aber ich möchte sie so gern wieder bei mir haben sie in den Arm nehmen können. 18 Jahre sind eine lange Zeit, ich möchte sie einfach nicht verlieren. Schon bei diesem Tippen laufen mir schon wieder die Tränen.

    • (19) 08.03.18 - 17:25

      Das tut mir sehr leid für Dich.
      Leider ist das aber nicht so ganz überraschend.

      Du hast sie aus Ihrer Sicht nicht mehr beachten, sie für selbstverständlich gehalten, nicht mehr geredet, oder sie wertgeschätzt. Das brauchte sie aber und das holt und bekommt sie nun von jemand anderem.

      Ich kann Dir nur raten, bleib trotzdem bei Deinem Weg, denn den gehst Du ja nicht für sie, sondern für Dich. Die räumliche Trennung ist momentan bestimmt die beste Lösung. Gewinn erstmal Abstand, um etwas klarer zu sehen und dann erarbeitet für Eure Kinder das bestmögliche Miteinander.

      Alles Gute

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