Heimliche Brieffreundschaft - wirklich nur Freundschaft?

    • (1) 06.03.18 - 19:51
      was soll das

      Hallo zusammen,

      was würdet Ihr davon halten, wenn ein Mann, der vergeben ist, folgendes tut:

      - Er schreibt sich seit Monaten jeden Tag stundenlang mit einer attraktiven Arbeitskollegin private Nachrichten (die Frau ist auch vergeben)
      - Nachdem seine Partnerin Einwände hatte gegen das ständige Schreiben auch von Zuhause aus, schreibt er der Kollegin nur noch heimlich weiter (Partnerin denkt, der Kontakt ist vorbei bzw. nur einseitig von ihr aus, wenn sie doch mal was mitbekommt)
      - Es ist seinerseits nach eigenen Angaben alles rein freundschaftlich, weil sie sich gut verstehen und viel gemeinsam haben an Interessen, Hobbies etc.! Er hat viel Spaß mit dieser Frau, sie necken sich ständig gegenseitig. trösten sich, teilen jeden Alltagskram miteinander, und sei er noch so banal, flirtet aber nicht/kaum bzw. wenn es flirtig wird, zieht er die Notbremse und wechselt das Thema.
      - Wenn er Probleme hat, bespricht er sie mit dieser Frau, nicht mit seiner Partnerin, da er sich von der nicht so verstanden fühlt.

      Was würdet Ihr von so einem Mann halten bzw, was würdet Ihr denken, warum er das tut? Hat er Eurer Meinung nach Absichten, Hintergedanken, oder ist das wirklich auf rein freundschaftlicher Basis so normal/möglich? Ein Typ fürs Fremdgehen ist er nicht, dem steht er moralisch sehr negativ gegenüber. Wie passt das aber mit den Heimlichkeiten zusammen?

      Wäre interessiert an Euren Meinungen und Einschätzungen zu so einem Kontakt. Ach so, der Kontakt ist rein schriftlicher Natur, da beide in verschiedenen Niederlassungen sitzen und sich selten / nur bei Firmenfeiern sehen 1-2x im Jahr. Sie haben aber beruflich telefonisch regelmäßig zu tun, wodurch auch dieser Kontakt entstand.

      Vielen Dank für Eure Meinungen.

      • Es gibt emotionalen und körperlichen Betrug (wenn man es in Richtung Fremdgehen interpretiert). Das ist emotionaler Betrug und der Mann hat ja ganz offenbar kein Interesse an einem "Mehr".

        Wenn ich die Kollegin wäre, würde ich mir da keinerlei Hoffnungen machen und auch irgendwelche plumpen Flirtversuche unterlassen, da er sie ja bereits deutlich genug abgeblockt hat. Wenn ich seine Frau wäre, könnte er sich auf was gefasst machen, würde ich ihn erwischen. Nicht wegen der Schreiberei, sondern wegen der Lügen.

        • (3) 06.03.18 - 20:07

          Danke für deine Meinung, ich denke, das trifft es sehr genau, so sehe ich das auch. Fraglich ist, was sowas für Auswirkungen langfristig auf die Beziehung hat. Besteht nicht die Gefahr, gerade wenn die Beziehung nicht (mehr) so harmonisch und glücklich ist, dass es die Partner zusätzlich entzweit, weil die Energie und Zeit, die man eigentlich in das Funktionieren der Beziehung stecken sollte, mit einer anderen Person verbringt, und sich da holt, was man eigentlich beim eigenen Partner suchen und finden sollte? Und was ist, wenn es in der Beziehung Streit gibt - besteht dann nicht die Gefahr, dass er sich zu der anderen Frau in solchen Krisenzeiten dann zusätzlich hingezogen fühlt und die Beziehung mehr in Frage stellt als er das ohne diesen Kontakt täte? Wie groß schätzt du die Gefahr ein, dass das weitere Pflegen dieses Kontakts aus Freundschaft irgendwann doch Liebe werden lässt?

          • Liebe wird das sicherlich nicht, aber starke Verliebtheitsgefühle können sich einstellen. Ich frage mich auch, wieso der Mann so vehement bestreitet, Probleme mit seiner Frau besprechen zu können?

            Falls Du eine(r) der Betroffenen Eheleute bist: Mach den Vorschlag zur Ehetherapie/Paarberatung. Kommunikation kann man durchaus (wieder) lernen.

      Du bist dieser Mann. Und ich würde, wärst du mein Mann, dir die Hölle heiß machen. Du hintergehen deine Frau emotional. Probleme bespricht msn zuallererst mit der Partnerin, denn diese sollte in einer intakten Beziehung die Person sein, der man absolut 100%ig vertraut und ihr ALLES erzählen kann. Wer das nicht kann, bei dem ist die Partnerschaft nicht stabil. Nichts langfristiges. Man verheimlicht sowas auch nicht vor seinem Partner sondern erzählt ihm vom Kontakt unD der Penner dürfte jederzeit die Nachrichten sehen. Weil man ja nichts zu verbergen hat. Ich habe einen besten freund, der übrigens auch mein ex und meine erste große Liebe war. Wir erzählen uns alles. Aber alles, was ich mit ihm bespreche, erzähle ich auch meinem Mann. Es gibt nichts, was ich heimlich tief. Mein Mann weiß das alles und vertraut mir. Ich tue das, weil ich nichts zu verheimlichen habe und alles, aß ich meinem besten freund anvertrauen auch natürlich meinem mdnn anvertrauen kann und es eben auch tue. Heimlich leiten sind der Todesstoß für jede Beziehung. Wer nichts zu verbergen hat, kann es sich leisten offen und ehrlich zu sein.

(10) 06.03.18 - 20:23

Hallo,

lass mich raten, du bist die attraktive Arbeitskollegin?

Wo fängt Fremdgehen oder Betrug an und wo hört es auf?
Er betrügt seine Ehefrau vielleicht nicht im körperlichen Sinne, aber er lügt sie, was das Schreiben angeht, bewusst an und das wäre für mich schon Betrug!

Ihm scheint die „Beziehung“ zu seiner Arbeitskollegin wichtiger zu sein, wie die Ehe mit seiner Frau, denn diese setzt er mit der Heimlichtuerei ganz bewusst aufs Spiel.

Wäre ich die Ehefrau und käme dahinter, dann wäre ich sehr verletzt, könnte ihm nicht mehr vertrauen und es könnte dogar das Ende der Ehe bedeuten.

Wäre ich die Arbeitskollegin würde ich mir keinerlei Hoffnungen machen, bzw. würde ich so einen Lügner, der seiner Ehefrau in den Rücken fällt indem er heimlich mit der anderen Frau weiterschreibt, gar nicht als Partner haben wollen!

(11) 06.03.18 - 20:29

Zur Aufklärung, um Mutmaßungen vorzubeugen:

Ich bin weder die Arbeitskollegin noch der Mann noch die Partnerin von ihm, ich bin eine gute Freundin der Arbeitskollegin, die sich (und mich) jeden Tag aufs Neue selbst fragt, was das alles eigentlich seinerseits soll und wo es hinführt, nur dass ich mir selbst keinen Reim drauf machen kann, da ich sowas nicht kenne. Sie ist verwirrt wegen der Heimlichkeiten einerseits (ihr Partner weiß es und hat damit kein Problem, sie führen allerdings auch eine lockere Fernbeziehung und sehen sich nur an den Wochenenden) und der Tatsache, dass er aufkeimende Flirts andererseits aber immer gleich wieder ausbremst (wobei die Flirtanfänge meist von ihm und nicht von ihr ausgehen). Sie ist verwirrt, sucht ständig Rat bei mir aber ich bin langsam auch ratlos, was ich ihr dazu sagen/deuten soll. es beschäftigt sie sehr und bewegt sie auch emotional immer mehr, und mich als gute Freundin und einzig Vertraute in dem Thema dadurch auch. Möchte ihr einfach gern helfen und den richtigen Rat geben: 1. Reine Freundschaft, 2. Hoffnung auf mehr erlaubt oder 3. lieber abbrechen bevor es weh tut, da es nur in Enttäuschung und Schmerz enden kann?

  • (12) 06.03.18 - 20:44

    „2. Hoffnung auf mehr erlaubt oder 3. lieber abbrechen bevor es weh tut, da es nur in Enttäuschung und Schmerz enden kann?“

    Verstehe ich jetzt nicht, will deine Freundin was von ihm?

    • (13) 06.03.18 - 21:32

      Sie hat Verliebtheitsgefühle und wir reden daher viel drüber, ich krieg Screenshots von Gesprächen, sie bittet um meine Deutung, will hören, ob sie die Emotionen unterdrücken soll oder Grund zur Hoffnung auf mehr besteht irgendwann, ich kann es aber nicht einschätzen, da er sich auch sehr widersprüchlich verhält, wohl je nach Tagesform. Mal flirtet er, mal blockt er es ab, mal ist er charmant, dann wieder fast fies/frech. Ich glaube der weiß selbst nicht was er will oder hat viell. Gefühle und will sie nicht zulassen.

      • Wenn ich die Freundin der Kollegin wäre, wäre mein rat: Kontakt zu dem Typ komplett abbrechen. Egal, was sie empfindet. Der Typ ist kein geweint. Er verleugnet sie vor seiner Freundin, das gleiche wird er früher oder später mit ihr machen, sobald er jemand anderen kennen lernt, die er toller findet. Der Typ ist ein feines Arsch, der nie gelernt hat, zu dem zu stehen, was er sagt. Er ist feige und hst keinen Arsch in der Hose. Er würde die gleiche Nummer bei ihr abziehen, wenn sie ihn irgendwann langweilen würde.

        • (15) 06.03.18 - 22:37

          Dass er ein Feigling ist und keinen Arsch in der Hose hat, nicht zu dem steht, was er sagt, ist eine sehr gute Zusammenfassung dessen, was ich auch denke über ihn.

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