Probleme zwischen Mann und Sohn

    • (1) 07.03.18 - 13:22
      eisblume34

      Hallo

      ich versuche es kurz zu machen. Mein Großer (16 Jahre) und mein Mann (nicht sein Papa aber wir sind schon 10 Jahre verheiratet) geraten immer wieder heftig aneinander. Mein Mann war immer schon ein Papa für ihn, wir sind auch schon 13 Jahre zusammen und er behandelt ihn wie unsere gemeinsamen Kinder. Trotzdem ist er manchmal streng zu ihm, da er pubertätsbedingt ziemlich Mist baut in letzter Zeit. Nun ist es eskaliert und mein Sohn hat ihn geschlagen. Also es gab wirklich eine unschöne körperliche Auseinandersetzung wo beide Blessuren davongetragen haben und ich dazwischengehen musste damit es nicht noch schlimmer endet. Ich stehe nun zwischen den Stühlen. Mein Mann erwartet dass ich auf seiner Seite stehe und Konsequenzen für meinen Sohn folgen lasse. Doch ich habe auch Verständnis für meinen Sohn. Er ist mein Ältester und wir haben viel miteinander erlebt, ich habe ihn sehr früh bekommen da war ich selbst erst 18 und ich habe immer versucht ihn so gut es ging zu erziehen. Mein Mann würde ihn am liebsten zu seinem leiblichen Vater abschieben, was für mich nicht in Frage kommt da der Kontakt immer nur sporadisch war. Ich weiß nicht was ich tun soll. Mein Mann erwartet eine Positionierung. Wie würdet ihr da vorgehen? Danke fürs Lesen.

      • (2) 07.03.18 - 13:27

        "und er behandelt ihn wie unsere gemeinsamen Kinder"

        tut er anscheinend doch nicht- oder würde er sein leibliches Kind jetzt einfach ins Heim abschieben? Frage ihn das doch mal...

        • (3) 07.03.18 - 13:31

          Doch ich kann wirklich sagen er behandelt alle gleich. Als mein Sohn noch kleiner war, waren sie ein super team und es gab nie Probleme. Erst seit ca. 2 Jahren haben sie immer wieder Probleme miteinander. Bei seinen leiblichen Kindern (die noch ziemlich klein sind) kann er natürlich nicht sagen sie sollen woanders hin. Aber mein Sohn sagt selbst immmer er findet es bei uns zum kotzen und er will zu seinem Vater. Also das war nicht nur die Idee von meinem Mann. Der würde dem aber zustimmen. Ich aber nicht, da mein Sohn und sein Vater überhaupt kein Verhältnis zueinander haben. Doch er denkt immer dort wäre alles besser.

          • <<<Bei seinen leiblichen Kindern (die noch ziemlich klein sind) kann er natürlich nicht sagen sie sollen woanders hin.>>>

            Man kann sich das mit der Erziehung bzw. mit Schwierigkeiten in der Erziehung aber auch leicht machen. Einfach Abschieben. Prima. Bin ja mal gespannt, wie es mit seinen/euren leiblichen Kindern dann wird. Dein Mann sollte sich zusammenreißen. Er kennt ihn 13 Jahre lang, warum jetzt aufgeben. Sowas braucht dein Sohn jetzt bestimmt nicht. Geht mal lieber seinem Verhalten auf dem Grund.

            Alles Gute.

      Wessen Position würdest Du denn eher verstehen/unterstützen, wenn nicht das "mein armer Junge, und wir haben so viel zusammen durch" wäre?

      • (6) 07.03.18 - 13:33

        Ich stehe da schon seit Jahren zwischen den Stühlen. Und verstehe einmal die eine, einmal die andere Seite. Ich finde es natürlich unter aller Kanone, dass mein Sohn meinen Mann körperlich angegriffen hat. Das hat mich schon sehr geschockt. Aber andererseits ist er nunmal in der Pubertät und da brennen die Sicherungen leichter durch. Zu seinem Vater weg schicken kommt aber für mich nicht in Frage. Auch wenn ich den Unmut von meinem Mann total verstehen kann. Ich möchte mich auch nicht schlagen lassen.

        • Dein Mann versucht, alle Kinder gleich zu behandeln. Mir stellt sich grad die Frage, ob Du das auch tust, oder ob Du bei dem ätesten versuchst, das "der Arme hat kaum Kontakt zum Vater" zu kompensieren. Wirst Du bei den gemeinsamen Kindern auch zwischen den Stühlen sitzen, wenn die pubertätsbedingt Mist bauen?

          • (8) 07.03.18 - 13:42

            Das weiß ich nicht, es ist nun mal mein erstes Kind das in der Pubertät steckt und gerade im Ausnahmezustand läuft. Ich habe ihm gesagt dass es inakzeptabel ist dass er hier körperlich auf jemanden los geht. Also es ist nicht so dass ich da nicht klar mache wie ich darüber denke. Er hat jetzt auch erstmal seinen Computer und die PS4 abgeben dürfen für die Aktion. Doch ich finde es falsch ihn weg zu schicken. Würdest du dein Kind etwa abgeben wenn er Mist baut? Das geht doch bei leiblichen Eltern auch nicht. Da muss man auch andere Wege finden.

            • Nö, würde ich nicht. Aber offenbar will Dein Mann das ja auch gar nicht, sondern reagiert auf die (vermutlich ja leere) Drohung Deines Sohnes, zum leiblichen Vater zu wollen mit "Mach doch!" Eben in dem Bewusstsein, dass der Junge es dort ganz schnell scheiße fände, wenn der leibliche Vater denn überhaupt mitspielt.

              Oder anders gesagt: Ich glaube, Dein Sohn weiß ganz genau, dass er Dir mit "ich will zu meinem Vater" Angst und ein schlechtes Gewissen macht und Dich verletzt. Und das nutzt er, um seine Eltern, nämlich Dich und Deinen Mann, gegeneinander auszuspielen.

              (11) 07.03.18 - 20:36

              Pubertät hin oder her, Grundregeln sind ohne wenn und aber einzuhalten.
              Dein Sohn macht das nicht und schlägt dann auch noch Deinen Mann, ich käme mir als Dein Mann als hintergangen vor wenn Du nun auch noch Deine Hand beschützend über Deinen Sohn legst. Ja, es ist Dein Kind und Du nimmst das Kind in Schutz mit Deinem Nichthandeln aber das ist genau der falsche Weg.
              Lass Deinen Sohn zu seinem Vater gehen, er hält das ja für richtig und wünscht es. Es muss ja auch schon lange vieles nicht richtig bei Euch laufen wenn es zu derartig aggressivem Verhalten und zu solchen Machtkämpfen ausartet. Das macht ja auch vor dem Rest der Familie keinen Halt.
              Wer schon in diesem jungen Alter derartiges Missverhalten zeigt wird wohl Therapien benötigen oder Antiaggressionstraining um irgendwann wieder normal zu sein zu seinen Familienmitgliedern.
              Pubertät ist niemals ein Freifahrtschein für familiäre Aggressionen. niemals.

        Das er in der Pubertät ist, gibt ihm nicht das Recht handgreiflich zu werden. Das ist auch keine Entschuldigung. Ich habe selbst 2 pubertäre Söhne und bei denen knallts oben auch mal durch, aber sie haben sich uns oder anderen gegenüber noch nie respektlos verhalten. Hier knallen mal Türen, es wird rum gemault, öfters mal die Augen verdreht und die Kids denken sich sicher auch öfters ihren Teil. Ich habe mich mit meinem Sohn auch schon mal angeschrien. Aber bei beiden Parteien noch in gewählter und nicht beleidigenden Wortwahl. Das Gespräch verlief bei beiden nur lauter als normal 😜. Würde einer meiner Kinder meinen Mann angreifen, auch wenn es im Affekt ist, würde ich ganz klar Stellung beziehen. Und zwar würde ich auf der Seite meines Mannes stehen. Das wäre auch bei verbalen Entgleisungen der Fall. Pubertät hin oder her. Sobald persönliche Grenzen überschritten werden, ist hier Schluss mit lustig. Nur wird es schwierig sein, einen 16jährigen noch zu erziehen. Ich glaube, das hast du schon verpasst. Auf jeden Fall würde ich dem Sohn klar machen, auf welcher Seite du stehst. Sonst spielt er euch immer mehr gegeneinander aus und nimmt deinen Mann gar nicht mehr ernst.

Welche Problematik ist denn der Prügelei voraus gegangen, also über was wurde überhaupt gezankt?

  • (14) 07.03.18 - 14:19

    Es wurde darüber gestritten (wie so oft in letzter Zeit) dass mein Sohn erst um 4 Uhr morgens heim kam und angetrunken war. Wir haben eine Vereinbarung dass er am Wochenende um Mitternacht zu Hause sein soll und er hält sich da einfach nicht dran. Mein Mann wollte mit ihm darüber sprechen aber mein Sohn hatte irgendwann keine Lust auf reden und wollte raus. Als er an meinem Mann vorbei ging hat mein Mann ihn zurück gehalten und da hat er ihn geschlagen.

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