Wünsche und Träume jenseits von Heirat, Haus, Kind...

    • (1) 07.03.18 - 21:46
      Unzufrieden

      Hallo,
      Ich frage mich gerade ob ich zuviel vom Leben erwarte oder ob ich doch einfach nicht den richtigen Partner für mich habe.
      Wir reden über unsere Vorstellungen eines gemeinsamen Lebens, aber außer dass er ein Eigenheim möchte, in Urlaub fahren will und auch Kinder nicht ausschließt, hat er keine Träume.
      Ich wollte nie ein Haus, empfinde das als Belastung, denn dann ist man doch sehr an den Ort gebunden, denn ein Eigenheim baut man ja um darin zu wohnen und nicht um dann doch umzuziehen.
      Heiraten gehört für ihn auch dazu und dann?
      Wir leben in einem Haus in xy, bekommen ein Kind und das wars?
      Ich muss dann jahrelang, wenn nicht den Rest meines Lebens an diesem Ort bleiben, und mit Kind auf den Spielplatz gehen und mit anderen Müttern Kaffee trinken?
      Daneben noch Teilzeit einen langweiligen Job machen aber bitte nicht zu ehrgeizig, denn die Familie geht ja vor.

      #schock, diese Vorstellung schnürt mir den Hals zu.
      Ich würde lieber die Welt sehen, mir auch gerne im Ausland Jobs suchen,mich ausprobieren und weiter entwickeln, nur weil ich keine 20 mehr bin, muss ich doch nicht sesshaft werden und mir einen Job suchen in dem ich dann fest stecke.
      Oder heiraten und Kinder bekommen.
      Ich hab den Eindruck, dass man diese unabhängige Phase gerne bei ganz jungen Leuten.sieht, aber sobald man die 30 überschritten hat, wird doch erwartet, dass man heiratet und Kinder bekommt und eben so lebt wie alle anderen.
      Und wenn man das nicht möchte, dann ist man direkt ein Spinner.
      Mein Partner versteht mich schon,.findet aber ein geregeltes Leben schon erstrebenswert, wenn auch langweilig.
      Ich finde es mehr als langweilig, ich komme mir vor wie auf einem Abstellgleis wenn ich mir mein Leben so vorstelle.
      Wie habt ihr das gelöst, wer von euch kennt Menschen, die nicht den klassischen Weg gegangen sind und wie geht es ihnen heute?
      Bzw was hat euch bewogen, so zu leben, wie ihr lebt?

      • Es muss für beide passen...
        Bei uns hat es mit Geburt unseres Kindes nicht mehr hingehauen.
        Als das Kind da war, wollte ich mehr „Familienleben“ als mein Ex.
        Meine Schwester wiederum hat einen Mann, der unterstützt wo er kann. Sie hat einen Job wo immer wieder Auslandsreisen bei sind. Vor dem ersten Kind war sie immer im Ausland, mit dem ersten Kind kleinere Aufenthalte und jetzt nach dem zweiten noch weniger. Ihr Mann hat aber eben einen „0815“-Job, was ihm die Unterstützung ermöglicht.
        Man muss als Eltern nicht das „klassische“ Leben führen ich verstehe also deine Gedanken nicht.

        Wer hindert dich, das Leben zu führen, das DU dir vorstellst? #kratz

        • Genau das habe ich mich gefragt.

          Heutzutage steht jedem offen nach seinen Vorstellungen zu leben und es ist nicht mehr ungewöhnlich, wenn Frauen eben nicht heiraten oder Kinder bekommen.

      Ich finde diese vorgegebene Lebensweise mit Heirat, 2 Kinder, Haus mit Garten auch ziemlich vorhersehbar, wenn nicht spießig.
      Leider bin ich auch durch Kind gebunden, aber warum solltest Du nicht den Weg gehen, der für Dich erstrebenswert ist?

      Für mich ist alles, was dich langweilt der Sinn meines Lebens. Ich finde Erfüllung darin. Und es ist genau mein Ding. Aber wenn du das nicht willst, mußte du doch nicht so leben. Was genau hindert dich darqn, das lebrn zu führen, dass dich glücklich machen würde? Mach dein Ding, du musst damit glücklich sein und niemand sonst. Du hast keine Kinder, du bist unabhängig und frei. Also tu das, was dir Spaß macht, was auch immer das ist. Am Ende seines Lebens sollte man zurück blicken können und sagen können "Ja, mein Leben war schön. Ich habe zwar Fehler gemacht aber aus ihnen gelernt und bin daran gewachsen. Aber ich habe so gelebt, wie ich es wollte." Also tu das, was dich glücklich macht.

    • Hi, das klingt für mich so, als hättest du selbst noch gar nicht angefangen, deine Träume zu leben! Jetzt hast du einen Partner, der noch dazu nicht dasselbe erwartet... klingt nicht so, als hättet ihr eine erfüllte gemeinsame Zukunft vor euch. Du solltest anfangen, deine Ideen konkret in die Tat umzusetzen, denn vor allem die Familienplanung ist für Frau nun mal zeitlich begrenzt und es gibt keine beschissenere Situation, als plötzlich ohne Kinder und ohne irgendeinen erfüllten Traum und mit dem Gefühl dazustehen, man hat alles verpasst und nicht rechtzeitig gehandelt.

      Klingt jetzt natürlich alles überspitzt, aber ich hab solche Frauen kennengelernt und sie sind extrem frustriert! Wenn Du ins Ausland willst: Schau jetzt nach Möglichkeiten! Wenn Du reisen willst: Fang an zu planen oder kauf Dir spontan ein Ticket! Und so weiter...

      Das Leben ist viel zu kostbar, um alles vor sich herzuschieben ;)

      Die wünsche deines Mannes sind gut, deine sind es auch! Hör auf mit den Bewertungen und kümmere dich nicht um die vermeintlichen, oder tatsächlichen Bewertungen von außen. Findet heraus, ob eure wünsche kompatibel sind, wenn nicht ist es besser sich zu trennen! Gehe deine wünsche aktiv an, sonst sind sie nur unerfüllte Träume! Was hält dich auf?

      Dann ist dein Partner der falsche Mann für dich.

      Vielleicht solltest du ein paar Jahre ein Vagabundenleben führen. Und irgendwann wirst du sehen, was für dich am besten ist.

      So wie du jetzt lebst, wirst du jedenfalls nicht glücklich.

      Freunde von mir sind seit 20 Jahren verheiratet, 3 Kinder. Und haben sich dann dazu entschlossen, mehrere Jahre mit dem Wohnmobil durch die USA zu reisen. Die Mutter ist Lehrerin und unterrichtet die Kinder im Wohnmobil. Der Vater nimmt alle möglichen Aushilfsjobs an. Drei Monate im Jahr sind sie zurück, da arbeitet der Vater 16h am Tag in seinem alten Job. So haben sie genug Geld für ihren neuen Lebensstil.

      Aaaber: beide Partner wollten das so. Ein so "extremes" Aussteigerleben funktioniert nicht, wenn einer mit 40 lieber ein Eigenheim und eine geregelte Arbeit möchte.

      Wenn dein Partner bei diesen grundlegenden Dingen eine andere Meinung hat, dann ist er einfach nicht der richtige. Denn, egal wer von euch nachgibt: einer wird immer unglücklich sein. Das führt über die Jahre dann zu Verbitterung.

      Kompromisse, über die ihr reden könntet:

      - Haus mieten anstatt kaufen gibt mehr Unabhängigkeit aber trotzdem mehr Platz als eine Wohnung

      - mit einem Kind musst du doch nicht unbedingt Teilzeit arbeiten: dein Mann könnte den Großteil der Elternzeit nehmen, ihr engagiert Babysitter, Au Pair, (Leih)Oma.

      - ihr könntet ein paar Jahre zusammen im Ausland wohnen. Wenn das Kind noch nicht in die Schule geht, ist das relativ problemlos möglich. Vorausgesetzt, dein Job oder der deines Mannes bietet diese Option.

      Wenn ihr bei diesen Punkten auf keinen gemeinsamen grünen Zweig kommt, dann sehe ich da keine Zukunft für euch.

      Hallo!

      Ihr habt beide sehr unterschiedliche Wünsche und Träume. Ich denke auf die Dauer wird es nicht klappen bei euch. Wenn für dich ein Haus, Kind, Heirat, etc. Stress auslöst ist es nicht das richtige für dich. Dann musst du aber deinen Partner ziehen lassen damit er mit jemand anderem sein Leben leben kann und du genauso.

      Gabi

      (12) 08.03.18 - 08:34

      Ich möcht für eine Hilfsorganisation in Krisengebieten tätig werden, das hab ich vor Jahren schon mal gemacht und als ich meinen Partner kennen lernte, ihm zuliebe gelassen.
      Mit macht es nichts aus, viele Monate im Jahr weg zu sein, klar, es ist psychische und körperlich belastend, man sieht viel Leid und begibt sich auch mal in gefährliche Situationen, aber mir gibt das was.
      Hier leben alle wie in einer Blase, da wird über ein neues Auto diskutiert oder ob die Zimmer groß genug sind für die Kinder.
      Das macht mich irre und sind für mich keine Probleme, mit denen ich mich ernsthaft auseinander setzen kann und möchte.
      In anderen Ländern sterben Kinder, an Hunger, an Krankheiten und hier sind die größten Probleme ob man den Kindern genug bieten kann und ob es besser ist sein Kind mit 1 oder 3 in den Kindergarten zu tun und ob Frauen die nicht stillen wollen schlechtere Mütter sind.
      Ich hoffe es ist klar was ich meine.
      Ich denke, ich werde Deutschland dauerhaft den Rücken kehren und lieber da meine Fähigkeiten einsetzen wo diese wirklich gebraucht werden und ich das Gefühl habe, was Sinnvolles zu tun.
      Ich kann gut mit einem Rucksack mit ein paar Habseligkeiten auskommen, brauche kein Haus mit 120 qm, mir reicht ein kleines Zimmer oder auch ein Zelt.
      Auto brauch ich sowieso nicht, der Hype ums Auto gerade in Deutschland ist nicht normal.
      Mir gefällt die ganze Mentalität hier nicht, viel ist auf materiellen Wohlstand ausgerichtet, ich brauche das alles nicht, es ist für mich eine Belastung etwas zu besitzen wie ein Haus, oder Auto und dafür dann Unsummen an Geld auszugeben.
      Ich spreche mit meinem Partner und dann sehen wir weiter

      • Ich finde es wirklich toll, dass du dort helfen möchtest. Aber in so einem Leben haben eben wirklich auch Kinder und ie Verantwortung Ihnen in erster Linie gegenüber keinen Platz. Denn du riskierst dein leben in jeder Sekunde für wildfremde. Als Mutter hätteb die eintn Kinder und das eigene lebrn nicht zu riskieren oberste Priorität. Wenn du dieses leben führen willst, tu es. Du hilfst anderen und das ist wundervoll. Nur ist so ein Leben wirklich nicht vereinbar mit eigener Familie. Denn hat man mann und kind(er), hsbrn diese eben die oberste Priorität im leben. Du bist und wirst mit so einem Leben nicht glücklich. Ich finde es allerdings auch ein wenig vermessen von dir, dass du unsere Probleme hier als unwichtigen kleinscheiß abtust. Ja, auf der Welt gibt es größere Probleme aber jeder lebt eben das Leben, dass für ihn richtig und wichtig ist und jedes Problem hat seine Daseinsberechtigung. Nur weil du unsere Probleme nicht nachvollziehen kannst, sind sie nicht unwichtiger als Probleme von Menschen in der 3. Welt. Sie sind anders, ja. Aber eben für die Menschen, die dieses Leben leben genauso existenziell wie die eines Menschen in Afrika oder sonst wo.

        • "Aber in so einem Leben haben eben wirklich auch Kinder und ie Verantwortung Ihnen in erster Linie gegenüber keinen Platz"

          Wobei das echt nicht so sein muss.

          Ich habe 2 Freundinnen aus der Grundschulzeit und beide arbeiten für Hilfsorganisationen weltweit (ein Mal für die FAO und ein Mal für Architekten ohne Grenze). Beide haben Kinder.

          Klar, sie sind sicher nicht mit Rucksack und Zelt unterwegs, aber ihr Leben ist weit weg von Hauseigentum und Teilzeistelle.

          Wo ein Wille, ist auch ein Weg.

          Ich kann es mir so nicht vorstellen und bin auch über mein "traditionelles" Leben sehr glücklich, aber sie sind es auch. Die Kinder haben wertvolle Erfahrungen gemacht, wachsen mehrsprachig auf, kennen viele Länder,...

          VG,
          Natalia

          • Klar kann es funktionieren. Allerdings nur, wenn msn eben seine Familie und deren und seine eigene Sicherheit als oberste Priorität sieht. In einem kriegsgebiet wo es täglich zu Bomben angriffen kommt bei Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten und seine Kinder ebenfalls dorthin mit zu nehmen und sie ebenfalls täglich der Gefahr auszusetzen, erschossen zu werden oder von einer Bombe getroffen zu werden geht nicht. Wenn niemand mit dran hängt, außer man selbst, geht man eher ein Risiko ein. Aber mit Kindern nicht. Allein um seine Kinder zu schützen. Wenn die te eben gern in Krisengebieten und unter Einsatz des eigenen Lebens helfen will, ist das großartig. Allerdings dürfte man Menschen, die man liebt niemals aus diesem Grund dieses Risiko eingehen lassen, nur weil man das für sich selbst so wählt.

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