Wie sollen wir uns entscheiden?

    • (1) 12.03.18 - 14:07
      dinkelstange

      Hallo, mag mir jemand beim brainstorming helfen? Mein Freund und ich wohnen 200 km auseinander und führen zur Zeit noch eine Fernbeziehung. Er mag nicht wirklich zu mir ziehen weil er einen guten Job hat seit 10 Jahren und den nicht aufgeben will. Ich mag aber auch nicht weg ziehen weil ich hier meine Familie habe und Angst habe mich woanders einsam zu fühlen. Wir haben ein Baby und zur Zeit bin ich noch zu Hause. Er meint ich kann mir doch schonmal in der Elternzeit dort bei ihm einen Job suchen. Doch es fällt mir so schwer daran zu denken weg zu ziehen. Meine Freunde und Familie sind mir schon sehr wichtig. Er findet mich egoistisch. Weil er meint sein guter Job wäre viel wichtiger als meine Freunde u. Familie. Weil ich auch viel von seinem guten Geld profitiere und er alles bezahlt und so. Was denkt ihr? Stelle ich mich echt an?Soll ich echt zu ihm ziehen?

      • Oh schwer,
        wie wirst du beruflich wieder einsteigen? Bist du bisher zufrieden gewesen?
        Mit Kinder lernte ich sehr schnell neue Menschen kennen. Die Beziehungen bestehen auch heute noch.
        Wohnt dein Freund in der Stadt?

        ICH würde zu ihm ziehen. Aber so bin ich. Ich bin schon öfters weggegangen und habe neu angefangen.

        LG

        • (3) 12.03.18 - 14:20

          Ich bin nie weg gezogen und wohne schon immer hier. Und das macht mir schon Angst so weit weg von allen zu sein und niemanden zu kennen. Freundschaften sind mir schon wichtig und meine Familie. Ich würde gerne in Teilzeit zu meinem Arbeitgeber zurück kehren. Dort fühle ich mich sehr wohl und es passt eigentlich alles. Ich finde schon, dass das viel ausmacht.

          • Nein, ich würde im Leben nicht umziehen. Aus folgenden Gründen
            - du schaffst das bisher auch alleine, warum daran was ändern
            - du hast deine Familie und Freunde am Start, die dich unterstützen, dir helfen, für dich da sind
            - du hast deinen Job dort, den du ein Teilzeit ausüben kannst, unschätzbar! Finde du mal einen neuen, guten Job in Teilzeit mit Kind. Viel Spaß beim Suchen.
            - wenn du jetzt dorthin ziehst, kannst du nichr mehr zurück, jedenfalls nicht mit Kind. Da wird dein Typ Einspruch einlegen, also hängst du in der fremden Stadt fest.

            Ich bin alleinerziehende Mutter und ich kann dir sagen, was man als Frau und Mutter braucht: Familie, Freunde und einen guten Job. DAS hilft einem wirklich weiter. Das ist kaum austauschbar. Männer schon eher.

      Welche Option bliebe denn noch? Ich gebe ihm schon recht, einen gesicherten Job kann msn nicht so einfach aufgeben, schon gar nicht, wenn man Familie hat. Würdest du denn in seiner ecke eine Stelle finden können? Welche Möglichkeiten hättet ihr, außer, dass du zu ihm ziehst? Weiter Fernbedienung? Auf Dauer? Treffen in der Mitte, 100km von seinem und deinem zu hause weg him ziehen? Käme er denn dann gut zur Arbeit? Viele Möglichkeiten habt ihr halt nicht. Und du kannst nicht von ihm verlangen, dass er seinen Job, mit dem er euer Leben im Moment finanziert, nur deshalb aufgibt, weil du nicht von deiner Familie weg willst.

      • (6) 12.03.18 - 14:17

        Ich könnte dort schon eine Stelle suchen und finden, aber ich will eigentlich nicht weg. Wie gesagt hänge ich sehr an meinem sozialen Umfeld und habe Angst dort zu vereinsamen. Hört man ja oft. Er wohnt in einer normalen Stadt, also keine Großstadt. In der Mitte wäre blöd, dann müssten wir beide pendeln. Es ist schon sehr verzwickt. Fernbeziehung ginge schon auch noch, aber wir sehen uns nur am Wochenende und das ist doch etwas wenig, vor allem wenn die Kleine dann größer wird und ihren Papa so selten sieht.

        • Tja, da alle anderen Optionen ausschneiden bleibt nur noch Trennung. Sorry, aber du wirst in den sauren Apfel beißen müssen. Entweder ziehst du zu ihm oder ihr trennt euch. Alle anderen Möglichkeiten scheiden ja aus.

          • (8) 12.03.18 - 14:22

            Natürlich wollen wir uns nicht trennen!!!! Das steht doch nicht zur Debatte. Wir machen jetzt eine Pro und Contraliste wer zu wem ziehen sollte. Bei ihm steht eigentlich nur der Job! Sonst nix! Bei mir ist die Liste ellenlang! Deswegen finde ich er sollte zu mir ziehen.

            • "Nur" der Job bedeutet eben aber auch Lebensunterhalt. Wie sieht es denn bei ihm aus, knnte er in Deiner Stadt einen ebenso guten Job finden?

              • (10) 12.03.18 - 14:28

                Er könnte hier auch einen Job finden, allerdings natürlich nicht mit dem Gehalt und den er dort hat, nachdem er schon 10 Jahre da arbeitet. Er würde wohl die hier üblichen Gehälter von mittleren Firmen verdienen, nicht wie jetzt wo er bei einem größeren Konzern arbeitet. Das wären ca. 500 EUR bis 1000 EUR weniger im Monat.

                • Und 500 oder 1000 Euro weniger machen eintn GEWALTIGEN Unterschied. Ich finde nach wie vor, dass er vollkommen recht hat. Er hat einen guten Job und finanziert euer Leben und euer Kind. Demnach hst er gar keine Wahl. Das er zu dir zieht scheidet vollkommen aus. Du zu ihm oder Trennung. Auch, wenn dir das nicht gefällt, eine andere Lösung wird es nicht geben.

                  • Ich finde es schade, wie wenig hier die „Familie und Freunde“ zählen und wie viel auf das Geld geschaut wird.

                    Bei der TE wäre die Familie um die Ecke, d.h. evtl. auch eine gewisse Kinderbetreuung.
                    Die TE hätte dann einen Teilzeitjob und ihr Partner könnte sich hier etwas suchen.

                    Finanzielle Einschränkung würde es evtl. gar nicht geben, denn die Fahrtkosten am Wochenende, die sie jetzt aufgrund der Fernbeziehung haben, würden wegfallen.

                    Ich persönlich würde IMMER Zeit und Familie den Vorzug vor Geld geben.
                    Es ist ja nicht so, dass sie dann am „Hungertuch“ nagen würden.
                    Ich finde, dass man heute das soziale Netzwerk viel zu wenig schätzt.
                    Aus diesem Grund sind so viele Menschen unzufrieden und einsam.

                    • Dabei liegt der Fokus aber auf IHRER Familie. Seine Familie wohnt 300 km von seinem jetzigen Wohnort entfernt, vermutlich lägen nach einem Umzug in den Wohnort der Frau also 500 km zwischen ihm und seiner Familie. Auch seine Eltern haben vermutlich den Wunsch, am Aufwachsen des Enkels teilzuhaben. Das wäre deutlich einfacher, wenn ein Großelternpaar 200, das andere 300 km weit weg wohnt.

                      • Hier geht es doch darum, dass es hier zwei Menschen gibt, die unterschiedliche Prioritäten im Leben haben.

                        Er, der wegen seinem Job gerne bereits seit 10 Jahren von seiner Familie wegwohnt etc.
                        Sie, die sehr verwurzelt ist, schnell Heimweh hat, sehr auf Familie und Freunde bezogen ist.

                        Ich kann mir nicht vorstellen, dass beide zu einer gemeinsamen Lösung kommen, da ihre Bedürfnisse ganz unterschiedlich sind, aber das steht auf einem anderen Blatt.

                        D.h. sie sollte zu ihm ziehen (ihre Arguemente sind hier sowieso nicht relevant), damit ER seinen Job behalten kann und damit SEINE Eltern mehr Zeit mit dem Enkel verbringen können. Wo bleiben ihre Bedürfnisse? Ah ja, die sind hier ja eigentlich total egal, denn schließlich ist alles andere wichtiger...

                        • Mehrfach wurden die verbliebenen Optionen genannt (in die Mitte ziehen, sie auf Probe zu ihm, es so lassen, trennen). Aber all das will sie te einfach nicht. Also wird es einfach keine Lösung geben, wenn sie nicht auch bereit ist Kompromisse einzugehen. Und genau das will sie ja nicht. Sie sagt, er soll zu ihr ziehen. Etwas anderes kommt für sie nicht in Frage. Aber das wird nichts. Wie soll es eine Lösung geben, wenn sie sich gehen jede Lösung außer er zu ihr komplett sperrt?

                          • Ich finde auch, dass hier BEIDE Kompromisse schließen müssen.

                            Mir ging es eher darum, dass hier alle gesagt haben "seine Argumente sind wichtiger, stellt du dich mal zurück und zieh zu ihm!“

                            Ihre Bedürfnisse/Prioritäten wurden als unwichtig erachtet und ihre Argumente als „zu lächerlich“.
                            Es ist egal, warum sie dableiben will. Sie will. Und er will auch da bleiben, wo er ist.

                            Deswegen wäre meine Lösung auch: Entweder ganz woanders hinziehen oder es bei einer Fernbeziehung belassen.

                        Über seine "weichen" Argumente schreibt die TE nichts. Vielleicht, weil ihr Partner sich bei der Entscheidung nicht auf Emotionen stützen will, sondern auf zählbare Fakten, und er deshalb die Faktoren "Freunde" und "Entfernung zur Familie" nicht auf die Liste geschrieben hat. Vielleicht aber auch, weil die TE IHRE Freunde und Familie als wichtiger erachtet, als seine. Im Threadverlauf schrieb sie ja, dass er seine Freundschaften, die also am Arbeitsort durchaus zu bestehen scheinen, ja schließlich auch von ihrem Wohnort aus pflegen könne. Die Antwort auf die Frage, warum sie dann ihre Freundschaften nicht von seinem Wohnort aus pflegen kann, blieb sie aber schuldig.

                        Genausowenig wissen wir, ob er seit 10 Jahren seine Familie vermisst und die 300 km das höchste der Gefühle sind, die er von seiner Familie wegwohnen will. Dass die TE auf diese Faktoren ihres Partners nicht eingeht, muss nicht bedeuten, dass sie nicht existieren, und dass sie für den Partner nicht auch einen Stellenwert haben.

                        Zudem wissen wir nicht, in welchem Verhältnis die vermuteten 1000 Euro Gehaltseinbußen zum Einkommen des Partners stehen. Vielleicht ist es eben nicht so, dass die Summe den Unterschied zwischen einer und zwei Flugreisen im Jahr ausmacht. Und spätestens bei der Rente rächt sich ein Gehaltsrückschritt in dieser Höhe gewaltig.


                        Würde hier eine Frau schreiben, dass die von ihrem Partner gedrängt wird, ihren guten Job aufzugeben mit der unbestimmten Aussicht, in seinem Heimatort einen schlechter bezahlten Job zu finden und zudem mietfrei im Haus der Schwiegereltern zu wohnen, es würden ihr alle abraten. Und zwar aus gutem Grund.

                        • „…, dass die von ihrem Partner gedrängt wird“
                          Wer drängt hier? Drängt die TE ihren Partner zu ihm zu kommen? Wo hast du das gelesen?

                          Ich fasse mal zusammen: Er hat seine Argumente. Sie hat ihre Argumente. Er will nicht weg. Sie will nicht weg. Er legt seine Prioritäten auf seinen Job. Sie legt ihre Prioritäten auf das soziale Umfeld.
                          So, und nun? Jetzt bewerten hier fröhlich alle Urbianer, was wichtig und was weniger wichtig zu sein hat.

                          Ende vom Lied: Job ist viiieeel wichtiger, ihre Befindlichkeiten total unwichtig und sie soll sich nicht so anstellen.
                          Ich frage mich, wer wir hier eigentlich sind, die für andere entscheiden, was für sie wichtig zu sein hat und was nicht?

                          Die TE dann anzuzgehen und sie als „kleines, nicht erwachsenes Gör, das nicht von Muttis Rockzipfel wegkommt“ zu beschimpfen, finde ich unter aller Kanone.

                          Fakt ist: Beide haben ihre Argumente und diese sind ihnen wichtig. Jetzt gilt es gemeinsam eine Lösung zu finden. Und es ist meiner Meinung nach wichtig, dass BEIDE Kompromisse eingehen. Nicht nur einer, der „nicht so wichtig ist“.

                          "Was denkt ihr? Stelle ich mich echt an?Soll ich echt zu ihm ziehen? "

                          Das ist die Ausgangsfragestellung der TE. Darauf haben verschiedene User ihr geantwortet. Und zwar viele auf "Was denkt Ihr?"

                          Vollkommen nachvollziehbar.

                          Es ist für mich ein Unterschied, ob ich schreibe

                          „Meiner Meinung nach ist ein Job viel mehr wert als xy. Ich würde schon mitziehen.“

                          Oder schreibe

                          „Wie egoistisch bist du denn eigentlich? Er verdient die Kohle und du willst nur nicht von Mutti weg. Werd erwachsen.“

                          Eigene Meinung und unterschwellige Beleidigungen sind für mich Unterschiede.

                          Sie mag ihn nicht direkt drängen. Das kann ich hier auch nirgends lesen, aber sie hat ein Kind, was auch der Vater bestimmt gerne öfter sehen möchte.
                          Das ist ein unschlagbares Druckmittel, auch wenn sie es nicht als solches einsetzt.

                          Wenn sie sich nun komplett sperrt, lässt sie ihm ja fast keine Wahl und ich sehe hier auch nicht, daß sie bereit wäre einen Kompromiss einzugehen.

                          Mal ehrlich, das sind doch alles Spekulationen.

                          Vielleicht ist ihm das auch kackegal und ihm macht das nichts aus, wenn sie nicht zu ihm zieht.
                          Who knows?

                          Ist er denn bereit Kompromisse einzugehen? Davon hat man hier ja auch nichts gelesen.

                          Welchen Kompromiss könnte er denn eingehen, wenn sie einzig die Möglichkeit in berreacht zieht, dass er zu ihr zu ziehen hat? Gegen den Kompromiss, sich in der Mitte zu treffen, hat sie ja auch was. Sie schmettert doch sämtliche anderen Lösungsansätze ab. Wie soll er da einen Kompromiss eingehen können, wenn sie nicht auch dazu bereit ist?

                          Wenn sich die TE gegen alles wehrt, dann gibt es ja keinen Kompromiss.
                          Denn ein Kompromiss setzt voraus, dass BEIDE „zurückstecken“ bzw. aufeinander zugehen.

                          Aber hier wurde ja bisher nur davon gesprochen, dass gefälligst die TE ihre Zelte abbrechen soll, denn schließlich sind ihre Befindlichkeiten sowas von egal und die Arbeit von ihrem Partner selbstverständlich viel wichtiger. Sie solle sich nicht so anstellen.
                          So, das ist für mich kein Kompromiss. Denn hier bewegt sich nur die TE und ihr Partner nicht.

                          Bei einem Kompromiss sollten sich jedoch beide bewegen. Am besten aufeinander zu.
                          Wenn sich die TE dagegen stellt, dann kann es keine Lösung geben. Ganz klar.
                          Aber die TE hat ja bereits geschrieben, dass sie einige Versuche starten wird (z. B. auf Probe bei ihm wohnen etc.). D.h. sie will sich zu ihm hinbewegen. Für den Partner ändert sich erstmal nichts. Angenehm für ihn ;-)

                          Sie hat gefragt, Ihre Meinung steht aber bereits fest und da sie keine Kompromisse eingeht - und das auch sehr deutlich macht - muss er das tun, wenn er sein Kind täglich sehen will. Das ist doch keine Spekulation.

                          Nein, vom Partner liest man hier nichts, außer das sein soziales Umfeld nicht zählt, oder eben zumindest weniger wert ist als Ihres. Hier geht es mir garnicht um Job ODER soziales Umfeld, aber bei ihm wird einiges als unwichtig erachtet, was die TE aber für sich einfordert. Das ist aus meiner Sicht unfair.

                          Die TE hat sich als sehr einseitig, kompromisslos und heimatverbunden präsentiert und ihn als jemand der sich "weigert" nur wegen dem Job. Das Ganze dürfte aber etwas differenzierter sein. Deshalb ja auch meine Frage, was besprochen war (in einem anderen Beitrag). Diese Frage kommt auch von anderen, aber dazu schweigt sich die TE aktuell noch aus, denn leider hat sie bisher nur auf Zustimmung geantwortet, oder aber sehr unwirsch und genervt.

                          In diesem Forum sind viele Threads spekulativ, da wir immer nur eine Seite hören und die, wie in diesem Fall auch oft portionsweise. Ich kann beide Seiten verstehen, aber nur zu Ihrem Verhalten kann ich was sagen.

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