Wie sollen wir uns entscheiden?

Hallo, mag mir jemand beim brainstorming helfen? Mein Freund und ich wohnen 200 km auseinander und führen zur Zeit noch eine Fernbeziehung. Er mag nicht wirklich zu mir ziehen weil er einen guten Job hat seit 10 Jahren und den nicht aufgeben will. Ich mag aber auch nicht weg ziehen weil ich hier meine Familie habe und Angst habe mich woanders einsam zu fühlen. Wir haben ein Baby und zur Zeit bin ich noch zu Hause. Er meint ich kann mir doch schonmal in der Elternzeit dort bei ihm einen Job suchen. Doch es fällt mir so schwer daran zu denken weg zu ziehen. Meine Freunde und Familie sind mir schon sehr wichtig. Er findet mich egoistisch. Weil er meint sein guter Job wäre viel wichtiger als meine Freunde u. Familie. Weil ich auch viel von seinem guten Geld profitiere und er alles bezahlt und so. Was denkt ihr? Stelle ich mich echt an?Soll ich echt zu ihm ziehen?

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Überlegt man sich sowas nicht, bevor man ein Kind in die Welt setzt?

Ihm ist sein Job wichtiger als euer Kind und du, dir ist deine Familie wichtiger als er, eine Patt-Situation.
Unlösbar, so lange sich keiner von euch "bewegt".

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Die Frage ist doch, wer muss sich bewegen? Er oder ich? Bei ihm geht es "nur" um den Job. Bei mir um alles, das ganze soziale Umfeld. Ich finde nicht, dass ein Job und Geld allein wichtiger sind als das Umfeld.

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Ihr seid jetzt aber Eltern und ein Kind muss finanziert werden. Er ist derjenige, der euer Geld im Moment verdient. Er hat eintn Job und das ist extrem wichtig. Würde er denn bei dir auch seinen Job mschrn können? Könnte er bei dir einen gleichwertigen Job in seiner Branche bei gleicher Bezahlung finden?

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Oh schwer,
wie wirst du beruflich wieder einsteigen? Bist du bisher zufrieden gewesen?
Mit Kinder lernte ich sehr schnell neue Menschen kennen. Die Beziehungen bestehen auch heute noch.
Wohnt dein Freund in der Stadt?

ICH würde zu ihm ziehen. Aber so bin ich. Ich bin schon öfters weggegangen und habe neu angefangen.

LG

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Ich bin nie weg gezogen und wohne schon immer hier. Und das macht mir schon Angst so weit weg von allen zu sein und niemanden zu kennen. Freundschaften sind mir schon wichtig und meine Familie. Ich würde gerne in Teilzeit zu meinem Arbeitgeber zurück kehren. Dort fühle ich mich sehr wohl und es passt eigentlich alles. Ich finde schon, dass das viel ausmacht.

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Nein, ich würde im Leben nicht umziehen. Aus folgenden Gründen
- du schaffst das bisher auch alleine, warum daran was ändern
- du hast deine Familie und Freunde am Start, die dich unterstützen, dir helfen, für dich da sind
- du hast deinen Job dort, den du ein Teilzeit ausüben kannst, unschätzbar! Finde du mal einen neuen, guten Job in Teilzeit mit Kind. Viel Spaß beim Suchen.
- wenn du jetzt dorthin ziehst, kannst du nichr mehr zurück, jedenfalls nicht mit Kind. Da wird dein Typ Einspruch einlegen, also hängst du in der fremden Stadt fest.

Ich bin alleinerziehende Mutter und ich kann dir sagen, was man als Frau und Mutter braucht: Familie, Freunde und einen guten Job. DAS hilft einem wirklich weiter. Das ist kaum austauschbar. Männer schon eher.

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Welche Option bliebe denn noch? Ich gebe ihm schon recht, einen gesicherten Job kann msn nicht so einfach aufgeben, schon gar nicht, wenn man Familie hat. Würdest du denn in seiner ecke eine Stelle finden können? Welche Möglichkeiten hättet ihr, außer, dass du zu ihm ziehst? Weiter Fernbedienung? Auf Dauer? Treffen in der Mitte, 100km von seinem und deinem zu hause weg him ziehen? Käme er denn dann gut zur Arbeit? Viele Möglichkeiten habt ihr halt nicht. Und du kannst nicht von ihm verlangen, dass er seinen Job, mit dem er euer Leben im Moment finanziert, nur deshalb aufgibt, weil du nicht von deiner Familie weg willst.

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Ich könnte dort schon eine Stelle suchen und finden, aber ich will eigentlich nicht weg. Wie gesagt hänge ich sehr an meinem sozialen Umfeld und habe Angst dort zu vereinsamen. Hört man ja oft. Er wohnt in einer normalen Stadt, also keine Großstadt. In der Mitte wäre blöd, dann müssten wir beide pendeln. Es ist schon sehr verzwickt. Fernbeziehung ginge schon auch noch, aber wir sehen uns nur am Wochenende und das ist doch etwas wenig, vor allem wenn die Kleine dann größer wird und ihren Papa so selten sieht.

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Tja, da alle anderen Optionen ausschneiden bleibt nur noch Trennung. Sorry, aber du wirst in den sauren Apfel beißen müssen. Entweder ziehst du zu ihm oder ihr trennt euch. Alle anderen Möglichkeiten scheiden ja aus.

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Hallo, 200 km sind nicht die Welt.
Ich würde an deiner Stelle umziehen. Wenn du dort einen Job finden kannst, ist doch alles toll.
Ich bin vor 7 Jahren zu meinem Ex hier nach D gezogen. 1100 km von meiner Familie und Freunden. Ich würde unheplant ss und die Beziehung hielt nicht. Ich blieb hier, da gemeinsames SR. Ja, es war nicht einfach. Aber meine Freunde in meiner Heimat hab ich immer noch, telefonieren regelmäßig, treffen uns auch etwa 4x im Jahr. Die besuchen mich auch. Meine Eltern besuchen mich auch, ich besuche sie.
Wenn ich es bei 1100 km 4-5 x im Jahr schaffe, schaffst du es bei 200 km bestimmt einmal im Monat die zu sehen. Mal kommen die, mal ihr.
Sei offen für Neues. Es geht bestimmt nicht von heute auf morgen, dass du da auch Freunde findest. Aber sicherlich in 2-3 Jahren. Bekannte schon viel früher. Das dauert nur 1-2 Monate. Nur du musst dazu auch so stehen, dass es klappt. Ziehst du dich zurück, und sagst immer wieder meine Familie fehlt mir, wird es nix. Und in 2 Jahren wirfst du das deinem Freund vor: siehst du, hab ich gesagt, ich vereinsame hier. Obwohl nur deine Einstellung dran schuld ist!

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Wow 1100 km, das ist unvorstellbar. Ich bin niemand der leicht fremde Menschen kennen lernt oder Anschluss findet. Es würde mir schon sehr sehr schwer fallen. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen. Aber vielleicht muss ich wirklich anfangen mich mit dem Gedanken zu beschäftigen :-(

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Also, wenn Du noch NIE woanders hingezogen bist, dann wird es höchste Zeit, dass du das mal machst. Oder willst Du ein Leben lang im selben Kaff festkleben?
Mit Kindern lernt man – wenn man sich auch nur ein klitzekleines Bisschen bemüht – sehr schnell Leute kennen. Und ganz ehrlich, zu meinen Schwiegereltern würde ich auch nie ziehen, und meine Schwiegereltern sind sehr nett. Alternative: Ihr zieht beide irgenwo in die Mitte, wo es gute Verbindungen in beide Richtungen gibt. Oder vielleicht etwas näher zu seiner Arbeit, falls er die nächsten Jahre der Haupternährer ist.

Alles Gute, Ks

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Da sich keiner von Euch bewegen möchte bzw. kann, würde ich es so lassen.
Wieviel Mütter gibt es, deren Männer innerhalb der Woche nicht zu Hause sind. Das ist dann genauso eine Wochenendbeziehung wie Ihr sie führt.
Mit Kind ist das natürlich ungewöhnlich, aber warum nicht? Niemand schreibt vor, ob die Eltern zusammen leben oder nicht!!

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Wir reden hier von lächerlichen 200km.

Ich sehe das ganz eindeutig: du zu ihm. Ein Job ist wichtiger und je nach Unternehmensgröße verzichtet man auch nicht auf 10 - jährige Betriebszugehörigkeit.

Schon gar nicht aus den von dir genannten Gründen. Sorry.
Man kann neue Leute kennen lernen, mal den Horizont erweitern und ich finde es verdammt wichtig mal mehr als das Heimatdorf gesehen zu haben.

Richtig gute Freund sind auch nicht weg, nur weil man weg zieht.

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Was ist Dir wichtiger, Dein Mann oder Familie und Freunde vor Ort?

Umziehen wäre angebracht.
Neuen Job suchen während der EZ klingt nach einem guten Plan.

Heute gibt es nicht nur Telefon und Post, nein es gibt auch Skype, Email, usw. und 200km in DE auf befestigten Straßen sind wirklich keine Entfernung.

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Hallo,

die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Wir hier können Dir nur lediglich sagen, was wir an Deiner Stelle tun würden, aber letztlich stecken wir alle nicht in Deinen Schuhen.

Mich hat dein Post an eine Freundin von mir erinnert. Sie hat auch eine Fernbeziehung. Allerdings sind es bei ihr weit mehr als 200km, nämlich fast die dreifache Entfernung. Und es ist kein Kind im Spiel. Bei ihr ist es genauso, sie möchte nicht aus ihrer gewohnten Umgebung weg, wo Kindergarten-Freunde und Familie wohnen. Er will nicht von seinem gut bezahlten Job weg. Beide sind nicht glücklich mit der Situation.

Ich persönlich würde zu ihm ziehen in der Situation, in der ihr seid. Allerdings bin ich es gewohnt, dass meine Familie weit weg ist und ich bin es auch gewohnt, neu anzufangen und habe keine Angst davor und ich habe auch keine Angst vor dem Alleinsein.

Allerdings bin ich nicht Du und Du hast diese Angst ja offensichtlich. Aus Deinen Zeilen lese ich, dass Du nicht zu ihm ziehen möchtest und deshalb solltest Du es wahrscheinlich lieber sein lassen, weil Du sonst totunglücklich wirst. Und weil es, wenn Du nicht wirklich zu ihm möchtest und das nicht wirklich von ganzem Herzen möchtest, immer ein Streitpunkt in Eurer Beziehung sein wird.

Du solltest Deinen Frieden mit der Situation schließen und nach vorne sehen. Familie und Freunde sind für das Kind auch sehr viel wert. Ein Vater muss (meiner Meinung nach) nicht permanent da sein. Hauptsache er zeigt dem Kind, dass es ihm wichtig ist und das geht auch ohne ständige Anwesenheit.

Ob Dir das jetzt hilft, weiß ich nicht ;-)

Liebe Grüße und alles Gute

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Ganz toller, empathischer und objektiver Beitrag #pro

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Ich kann dich absolut verstehen. Du hast dort dein soziales Umfeld, wohnst dank Ausbau mietfrei und hast einen (vermutlich sicheren) Job - und er findet dich egoistisch und stellt sein Wohl über deines? "Mein Job ist wichtiger als deine Familie" - ekelhafte Einstellung seinerseits. Klingt für mich, als würde er primär seinen Willen durchdrücken wollen, auch, wenn sein Verdienst ein Argument darstellt - aber so, wie sich das liest, bleibt es auch bei diesem einen Argument.

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Danke. Ja er will schon seinen Willen durchdrücken und denkt sein Job ist das allerwichtigste. Meine Argumente zählen für ihn leider nicht.

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Zählen denn seine Argumente für dich? Nein, oder?

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