Angst um meine kleine

    • (1) 13.03.18 - 13:46
      Exnervt

      Hallo,

      Heute ist es wieder eskaliert zwischen meinem ex und mir.
      Ich dulde immer noch sehr viel bezüglich meinem ex.
      Er ist der Vater von meiner kleinen (8monate) und weil er denkt zwischen uns renkt sich irgendwann alles wieder ein, war er immer ganz friedlich. Er kann herkommen wann er mag um die kleine zu sehen.

      Vorhin rief er mich an um mich zu fragen wo mein scheiss Problem ist und ich ihm sagen soll dass er sich verpissen soll. Ich sagte auch dass das nicht meine Art ist so mit jemanden zu reden. Er sagte ich solle ihm jetzt klar sagen da, dass ich keine Lust mehr auf ihn habe.

      Ganz ehrlich, dass habe ich ihm zu genüge gesagt. Ich hatte ein Problem mit seinem täglichen gekiffe und weil er nicht wollte das ich über sein Leben bestimme und mir sagte dass er niemals damit aufhört, habe ich auch keine Lust mehr auf diese Beziehung gehabt.

      Alles habe ich von Anfang an alleine gemacht und mache es auch noch immer, weil ich mich nicht auf ihn verlassen konnte/kann.

      Ich habe all das mit ihm nur noch geduldet, weil ich keinen Stress wollte. Er ist nämlich super aggressiv und wird sehr schnell ausfallend.
      Wenn ich ihm sagte dass ich keinen Sinn mehr sehe und wir das wegen der kleinen aber vernünftig machen müssen, ist er ausgerastet, wollte die kleine mitnehmen, aber das habe ich nie zugelassen, weil er jeden Tag kifft und ich das nicht verantworten kann. Dann war ich nur eine doofe schl.... oder ein dummes Stück sche.... usw. er hat mir sogar, als ich die kleine auf dem Arm hatte, schon einen Schlag angetäuscht und Dinge gesagt dass er mir so gerne in die fresse hauen würde und ich Glück habe die kleine auf dem Arm zu haben. Ich könnte nur noch heulen wenn ich das hier Niederschreibe.

      Jetzt ist es wieder so weit dass er die kleine haben will und mir das Leben zur Hölle macht wenn ich ihm die kleine nicht mitgebe.

      Ich habe bis jetzt noch das alleinige Sorgerecht, habe aber Angst das er irgendwann versucht das geteilte zu beantragen.
      Den Umgang einklagt und ich ihm die kleine irgendwann tatsächlich mitgeben muss.
      Ich kann und will das nicht. Zumindest nicht, dass er sie alleine hat.
      Nur für sie habe ich das hier geduldet, damit er sie sehen kann ohne Stress Zu haben und Angst dass er sie wegnimmt.
      Was für Chancen habe ich dass er das Sorgerecht nicht einklagen kann? Ich habe solche Angst um mein Baby!!!

      • Ist polizeilich bekannt, dass er kifft? also zb auffällig beim autofahren oder so erwischt worden?
        in dem fall stehen die chancen eher schlecht, dass er umgang oder sorgerecht bekommt.
        ich habe im freundeskreis einen vater, der sich nie was hat zu schulden kommen lassen, der schon seit jahren versucht das geteilte sorgerecht zu bekommen. die mutter, eine total irre (messi, kaufsucht, nie zu hause bei dem kind 9), tut alles um das zu verhindern und das tatsächlich mit erfolg.
        ich denke du solltest dir keine sorgen machen, ich vermute der vater hat auch nicht wirklich die kohle, solche langjährigen prozesse zu führen,(ab 5000€, je nachdem wie viele gerichtstermine, jugendamt termine etc. anfallen)

        • (3) 13.03.18 - 14:05

          Hallo,

          Danke für deine hoffnungsvollen Worte.
          Ja, er hat tatsächlich schon mal was gehabt wegen dem kiffen, er musste eine MPU machen, aber das ist bestimmt schon 12 Jahre her.
          Seine droh sms behalte ich auch immer. Und 2 Aufnahmen wo er mir gegenüber handgreiflich wird gibt es auch.
          Ich hoffe so sehr das er keine Chancen hat.

      Ungeachtet dessen, ob er das Sorgerecht beantragt oder nicht, steht ihm ein Umgangsrecht zu.

    • Hallo,

      gab es jemals Anzeichen, daß er nicht mit seiner Tochter umgehen kann? Natürlich kann er das gemeinsame Sorgerecht einklagen. Das ist sein gutes Recht, genau wie das Kind das Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen hat. Du musst zwischen Paar- und Beziehungsebene trennen. Selbst wenn er ein schlechter Partner war, heißt es nicht, daß er ein schlechter Vater sein muss. Aber dafür braucht er die Chance mit seinem Kind eine Bindung aufzubauen. Und die Chancen für Dich stehen schlecht, wenn Du den Umgang verweigerst. Besteht eine Gefahr für das Kind, kann der Umgang unter Aufsicht stattfinden.

      LG
      Mistel

      • (6) 13.03.18 - 18:42

        Hallo,

        Habe die Antwort irgendwie überlesen.

        Also in meinem Text steht ja dass ich ihm den Kontakt schon mal nicht verwehrt habe, aber es Gründe gibt warum er die kleine in keinem Fall alleine sehen kann. Und diese Gründe sind, wie ich finde, gravierend.

        Also für mich ist die Sache schon längst abgehakt bezüglich der paarebene. Und ich trenne das auch alles sehr gut.
        Er kann wie gehabt kommen wann er mag, aber das will er hält nicht mehr wenn ich uns keine Chance als paar mehr gebe.
        Und da er auch schon mal deswegen ausgerastet ist im Beisein der kleinen ist die Situation nun mal so dass ich ihm niemals die kleine ohne begleitung mitgeben würde und wegen seinem kiffen kann ich das wohl kaum verantworten.

        • (7) 13.03.18 - 21:07

          Im Moment bist du bin einer für dich günstigen Position, weil er nicht aktiv wird. Wenn er aber den Umgang einklagt, dann gibt es drei Faktoren:

          - gibt es aktenkundige Vorkommnisse, die die mögliche Kindeswohlgefährdung stützen
          - wer von euch beiden kann vor Gericht Glaubwürdigkeit vermitteln
          - wie notwendig sieht das Gericht eine Begleitung des Umgangs, vorerst oder generell

          Die Möglichkeit, die Modalitäten des Umgangs zu bestimmen hast du nur, solange der KV keinen Umgang einklagt und sich an deine Spielregeln hält. Wenn er aber vor Gericht geht und das Gericht sich dir nicht anschließt, enden deine Möglichkeiten zu bestimmen, ob und unter welchen Voraussetzungen er Umgang erhält.

          Wichtig ist, dass du Dinge belegen kannst, die dem Kind schaden würden. Nicht dir. Denn so einfach, wie es der Jugendamtmitarbeiter sagt, dass schon Fehlverhalten dir gegenüber kindeswohlschädlich ist, ist es in der Regel nicht. Und du musst die Dinge belegen können und nicht nur behaupten. Irgendwelche Streitigkeiten auf der Paarebene reichen da ebenso wenig wie ein Vergehen von vor x Jahren, dass vielleicht schon aus dem Register gelöscht ist oder auch nicht in den Zusammenhang passt.

          Ich würde nicht alleine auf den Jugendamtmitarbeiter setzen. Nimm Kontakt zum Kinderschutzbund auf. Versuche mal herauszufinden, ob die die Möglichkeit haben, geschützte Räume für Umgang anzubieten. So dass du dich auch zurückziehen kannst.
          Denn wenn du den KV einerseits als gefährlich beschreibst, dann aber Umgang in deiner Wohnung gewährst, dann widerspricht das deiner Aussage, dass er fürs Kind gefährlich ist. Und Umgang für ihn, wenn du daneben sitzt, ist auch nicht förderlich. Weder dafür, dass er erkennt, dass eure Paarebene vorbei ist, noch für den Umgang zwischen Vater und Kind.

          LG

    Das Umgangsrecht wird problematisch. Das hat er auch ohne Sorgerecht.

    Wenn eine Kindswohlgefährdung vorliegt, kann er nur begleiteten oder keinen Umgang haben. Ich würde das Fachleute mit einbeziehen.


    Bitte hole dir Rat im Jugendamt.

    • (9) 13.03.18 - 14:54

      Hallo,

      Das habe ich just gemacht.

      Ich glaube solch große Sorgen muss ich mir nicht machen.

      Wenn er lieber kifft dann kann ich es auch nicht verantworten ihn meine kleine mitzugeben.
      Er würde wohl vorerst nur in Begleitung die kleine sehen dürfen.

      Der Herr von Jugendamt meinte dass wir den Umgang auch gerne bei einem Gespräch zu dritt klären können und der Herr würde ihm dann auch noch mal sagen dass er, wenn er täglich kifft, die kleine nur in Begleitung sehen kann.

      Außerdem kann er das Sorgerecht einklagen, aber vor Gericht müsste er dann sogar beweisen dass er keine Drogen mehr konsumiert.

      Die kundeswohlgefärdung ist im übrigen auch gegeben wenn er mir gegenüber der kleinen handgreiflich wird.

      Der Herr vom JA könnte mich auf jeden Fall erst mal beruhigen.

      • (10) 13.03.18 - 16:02

        Der Weg über das Jugendamt ist gut, da sie so etwas häufiger mitmachen. Eure Tochter ist auch noch verdammt jung.

        Ich würde dem Vorschlag des Sachbearbeiters folgen. Ich finde es sinnvoll, frühzeitig mit diesem zusammenzuarbeiten.

        Es wird sich zeigen wie ernsthaft der Vater die Vorschläge umsetzen kann und möchte.

        Ich wünsche dir viel Erfolg!

        (11) 14.03.18 - 14:48

        "Der Herr von Jugendamt meinte dass wir den Umgang auch gerne bei einem Gespräch zu dritt klären können und der Herr würde ihm dann auch noch mal sagen dass er, wenn er täglich kifft, die kleine nur in Begleitung sehen kann."

        Und was hält Dich davon ab, dem Vorschlag zu folgen? Dann wäre beim Jugendamt aktenkundig, dass der Kindsvater kifft und dass das Jugendamt da bereits ein Auge drauf hat. Das würde bei einem Gerichtsverfahren über das gemeinsame Sorgerecht auch zur Sprache kommen.

        • (12) 14.03.18 - 15:19

          Mich hält gar nichts davon ab.
          Ich habe bereits alles in die Wege geleitet.
          Wie schon geschrieben, ich habe niemals verwehrt dass er die kleine sehen kann. Er konnte sie sehen wann er wollte, nur eben in meinem Beisein, in meiner Wohnung.
          Leider ist er wieder ausgerastet, weil er wieder wissen wollte ob wir noch mal eine Chance haben und das habe ich wieder mal verneint.
          Es ist alles nicht so einfach. Ich wollte es alles ohne Stress klären, auch wenn ich dadurch Stress habe, ich wollte meine kleine schützen.
          Da wo er herkommt läuft es ein wenig anders. Die Kinder kommen zum Vater und das hat er mir auch schon öfter gesagt, er wird sie mir wegnehmen oder Dinge wie, dass die kleine bald keine mama mehr hat. Deswegen habe ich sie auch nie zu ihm gebraucht und fühle mich bei mir zuhause am sichersten. Meine nachbarn wissen Bescheid und wir haben vereinbart, dass sie die Polizei rufen wenn ich schreie.
          Ich weiß selber dass ich hätte schon früher handeln sollen, aber ich hatte immer Angst um meine kleine.
          Es ist alles ziemlich schwierig und wenn man so etwas noch nicht erlebt hat, kann man dieses Gefühl wahrscheinlich nicht so gut nachvollziehen.
          Als sie geboren wurde, kamen mir so viele Dinge komisch vor, bzw.haben mich verängstigt.
          Das wahre Gesicht habe ich erst nach 10 Jahren kennengelernt.
          Also ich habe mit Hilfe geholt, weil ich es alleine nicht mehr schaffen kann.
          Lg

Kannst du mir erklären, wie man mit einem Mann, den man vor 17 Monaten noch geliebt hat, plötzlich so einen Kampf haben kann? Ich versteh das alles einfach nicht.

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