Was hattet ihr als Plan B, jenseits von Familie

    • (1) 19.03.18 - 21:46
      Dilution

      Ich hatte immer zwei Lebensentwürfe im Kopf, beide hatten ihre Vor und Nachteile und beide hätten bzw.haben für mich funktioniert.
      Zuerst einmal war mir wichtig, einen Beruf zu erlernen, der mir wirklich liegt und mit dem ich finanziell so aufgestellt bin, dass sich Wünsche und Ziele überhaupt verwirklichen lassen.
      Das war also LebensGrundlage.
      Danach hatte ich vor ohne große Verpflichtungen und Verantwortungen zu leben und einfach zu machen was mir gefällt, zu reisen, beruflich was zu erreichen und einfach offen zu sein für Neues, als zweite Option konnte ich mir auch vorstellen, ein Kind zu bekommen.
      Ein fester Partner kam nie in meiner Vorstellung vor.
      Letztlich habe ich ein Kind bekommen und habe dadurch natürlich Verantwortung übernehmen müssen und bin auch lange ortsgebunden gewesen durch Schulzeit und soziale Kontakte.
      Ich wäre aber auch mit Plan B glücklich geworden,also ohne Kind und ungebunden.
      Welche Alternativen hattet ihr so im Kopf und welche habt ihr umgesetzt?
      Wäre die andere Möglichkeit genauso gut gewesen?

      • (2) 19.03.18 - 22:00

        Ich hatte nie einen masterplan fürs Leben. Das einzige, was ich immer wollte war Geschichten schreiben. Alles andere hat sich im Laufe der Zeit ergeben. Ich hatte als Teenager völlig unrealistische Ziele. Ich wollte Regisseurin oder Schriftstellerin werden. Mehr wusste und wollte ich nicht. Als ich merkte, dass sich das nicht realisieren ließ, war die nächste Überlegung, in welchem Beruf ich arbeiten könnte, der meinte Interessen am nächsten käme. Mit 22 hab ich meine Ausbildung gemacht und nach dem Abschluss war da nächste Ziel, Berufserfahrung zu sammeln. Ich lernte meinen jetzt mann kennen, nach 2 Jahren kam der Kinder Wunsch auf. Nach der Hochzeit wurde ich im Jahr darauf geplant schwanger. Und mit mdnn und Kind bin ich jetzt gensu da, wo ich sein möchte. Ich habe erst im Laufe meines Lebens gewusst, was ich eigentlich will. Nämlich ein Haus, eine Familie und genug Zeit für alles. Einen großen Plan hatte ich vorher nie. Ich war immer sehr blauäugig und naiv in der Hinsicht. Und Ziele und Pläne ändern sich im Laufe des Lebens. Was einem mit 19 noch enorm wichtig erschien ist mir jetzt mit 34 völlig egal.

        (3) 19.03.18 - 23:06

        Ich hatte auch nie einen Plan, so etwas finde ich, ehrlich gesagt, fast gruselig.
        Es gibt so viele Eventualitäten.
        Zwischen 20 und 30 war ich mir allerdings sicher, keine Kinder haben zu wollen.
        Mit Anfang 30 kam dann allerdings langsam der Kinderwunsch.
        Gar nicht mal so ausgeprägt, wenn ich kein Kind bekommen hätte, hätte ich damit durchaus leben können.
        Mein Mann, den ich auch erst spät kennengelernt habe, wollte aber unbdingt....
        Mit meiner Tochter bin ich glücklich und zufrieden, obwohl jetzt alleinerziehend.
        Man kann das alles nicht planen, wer weiß, was noch passiert...

        (4) 19.03.18 - 23:13

        Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was diese „Was wäre wenn...“-Sache bringen soll?

        Woher willst du wissen, dass dir dein PlanB wirklich so gut gefallen hätte? Du hast dieses andere Leben ja nicht gelebt, wie kannst du daher wissen, ob und in wie fern eine andere Option hätte besser sein können?

        Oder bist du doch nicht so glücklich über dein jetziges aktuelles Leben, dass du darüber nachdenkst?

        Ich habe mir immer nur gewünscht mit spätestens 25 zu heiraten und mit 28 mein erstes Kind zu bekommen. Ersteres hat geklappt, zweites nicht ganz, aber ich hatte keinen PlanB für mein Leben.

        Alles Gute 🤗

      • (5) 20.03.18 - 01:05

        Leben ist das, was passiert, während man andere Pläne macht.

        Man kann planen, soviel man will, letztendlich muss man sich auch ein bisschen treiben lassen und gucken, dass man immer das beste aus seinem Leben macht.

        Uns traf das Schicksal das erste Mal, als unser Leben geradezu perfekt war - beruflich erfolgreich, glücklich verheiratet, 1. Kind....dann zum ersten Geburtstag unseres Sohnes, erfuhren wir, dass er eine ganz seltene und schwerwiegende Erkrankung hat, bisher unbehandelbar, immer tödlich.

        Es war kein leichter Weg, aber wir haben es zurück in ein wieder relativ normales Leben geschafft. Es schien alles wieder gut - ich wieder schwanger, mit einem diesmal gesunden Kind, unser Haus war fertig und die Schlüsselübergabe stand bevor, meinem Sohn ging es den Umständen entsprechend gut, aufgrund eines neuen Medikaments machte er sogar wieder Fortschritte und wir hatten unter der Hand bereits die Zusage, dass er an einer neuen Heilmethode, die nächstes Jahr startet, teilnehmen kann. Und dann verstarb mein Sohn. Ganz plötzlich und selbst für seine Erkrankung vollkommen unerwartet und untypisch.

        Das war sicherlich weder Plan A noch B noch C...aber einfach etwas, was passiert und was einfach nicht in unserer Macht stand.

        Und trotzdem würde ich nicht sagen, dass ich ohne Kinder genauso glücklich oder glücklicher gewesen wäre. Es wäre mir sicherlich einiges an Leid und Schmerz erspart geblieben, aber ich habe auch sehr viel von meinem Kind gelernt und jeder Tag mit ihm, war all das wert.

        (6) 20.03.18 - 07:33

        Mein Plan war immer, mit 25 das erste Kind zu bekommen, mit 30 das zweite. Hatte nur nicht dran gedacht, dass ich dazu auch den richtigen Partner brauche 😂

        Als der sich mit Anfang, Mitte, Ende 20 nicht blicken ließ, hakte ich den Kinderwunsch ab und konzentrierte mich auf meine Arbeit. Bin nach dem Studium ins Ausland, habe promoviert und gearbeitet.

        Und lernte dann tatsächlich meinen jetzigen Mann kennen. Und mit ihm wurde der Kinderwunsch wieder aktuell. Jetzt bin ich 38 und Nummer 3 ist unterwegs.

        Ich plane nix mehr im Leben 😂

      • (7) 20.03.18 - 07:58

        Man kann ja nur vermuten, wie Plan B gewesen wäre, und vielleicht hier und da mal ein bisschen träumen.

        An sich hatte ich keine Pläne. Ich habe mein erstes Kind sehr früh bekommen und das zweite für heutige Verhältnisse auch noch früh. Also hatte ich gar keine Option B.

        Als meine erste Ehe scheiterte, wollte ich mit den Kindern nach Spanien auswandern. Pläne waren geschmiedet, Sprache gelernt - und dann kam der nächste Mann. Bodenständig und solide, ans Auswandern mit ihm war nicht zu denken.

        Und da bin i heit no hier... ;-)

        In diesem Sinne: Immer, wenn der Mensch Pläne schmiedet, fällt das Schicksal lachend vom Stuhl.

        Lea

        (8) 20.03.18 - 08:14

        Plan A war: Ausbildung, zwischen 20 und 25 heiraten, bis spätestens 30 2 Kinder bekommen, und n Häuschen.

        Plan B war Auswandern.

        Plan C (falls bis 25 noch Single oder in einer Beziehung ohne den passenden Partner) von irgendwem schwängern lassen und als Alleinerziehende weiter leben (ja, Kinderwunsch war bei mir schon immer sehr hoch 😂)

        Plan A hat aber zum Glück geklappt. Hab ne solide Ausbildung wo ich immer Arbeit finde (altebpflegefachkraft), hab meinen Mann mit 25 geheiratet und hab mit 28 mein 2. Kind bekommen. 3. Kind ist ab 2019 in Planung. Haus ist auch erfüllt da ich das als Erbe von meinen Eltern bekomme im Gegenzug dafür dass ich sie verpflegen und sie nicht ins Heim geb. Also dass sie im Haus sterben können. Dieses Jahr oder nächstes ziehen wir dann mit rein. Ist n Haus mit 3 Wohnungen. 2 bekommen wir und die unterste wohnen sie. Also Plan a hat super funktioniert 😁

        • (9) 20.03.18 - 08:35

          Abweichungen gibt es immer im Leben. Ich weiß nie wie lang die Ehe hält oder was mit den Kindern ist. Mir tut es aber gut notfallpläne zu haben. Mein Mann fragte mich mal was ich gemacht hätte wenn wir nicht so ein Glück hätten mit den Kindern. 2 gesunde Kinder hintereinander ohne Probleme und Krankheiten zu bekommen ist sehr viel Glück. Ich würde zum kinderwunschklinik gehen oder n Kind adoptieren. Für mich kam und kommt n Leben ohne Kinder nicht in Frage.

          Und falls die Ehe in Brüche geht dann geht das Leben weiter. Das Leben geht immer weiter und man macht das beste draus. Das gehört dazu.

          Mir persönlich tut es gut zu wissen was ich für Optionen hab um meine Ziele zu erreichen. Und mein lebensziel war eine eigene Familie. Ich wollte nicht allein Leben. Im ewigen trott des Arbeitens wo sich im Leben nie was tut. Wo es einfach nicht weiter geht um dann irgendwann vollkommen allein im Altenheim zu sitzen und dort zu sterben.

          Mag sein dass andere das toll finden aber davor hab ich am meisten Angst. Ich wollte immer die elternfreuden empfinden und irgendwann Oma werden. Deswegen 2 Kinder unter 30. Denn je älter man Eltern wird desto unwahrscheinlicher wird man Oma. Zudem wollte ich nicht eine der alten Muttis werden sondern noch jung Kinder kriegen wo man selber noch etwas kindisch ist.

      (10) 20.03.18 - 09:38

      Ich hatte gar keinen Lebensplan und keine "Lebenziele", sondern habe einfach gelebt. Das hat bislang ganz gut funktioniert...

      Die Berufspläne, die ich hatte, durchkreuzte meine Mutter, dann ließ ich es mit den Plänen und lebte eben ein Leben, wie ich es mit meinen Grundwerten vereinbaren konnte. Kein Plan wäre so irre gewesen, wie das Leben dann wurde, nagut, langweilig war es nicht.
      Aber es hätte schlimmer kommen können #freu LG Moni

      (12) 20.03.18 - 10:58

      Ich hatte gar keinen Plan.. bzw. kamen und gingen die Pläne.
      Kinder waren eigentlich gar nicht zwingend vorgesehen. Wäre mein erstes Kind nicht "passiert", keine Ahnung, ob ich heute welche hätte.

      Bin aber zur Zeit recht froh, dass alles so gekommen ist. Möchte nach heutigem Wissensstand ein Leben ohne Kinder nicht missen.
      Aber wenn ich keine hätte, wüsste ich nicht, was ich verpasse, also wär das bestimmt auch völlig in Ordnung.

      Und selbstverständlich gibt es auch jetzt mit Kindern noch viele Pläne, die sich auf Verwirklichung freuen.

      LG Claudi

      (13) 20.03.18 - 11:00

      Das war irgendwie Blödsinn.. natürlich sollte es heißen "ich möchte das Leben mit Kindern nicht mehr missen"

    (16) 20.03.18 - 12:47
    Eskommtimmeranders

    Hallo,

    ersten kommt es immer anders, zweitens als man denkt...

    Mein Plan mit 16 war niemals nie Kinder...dazu einen meiner Traumjobs (Hotelfachfrau, Journalistin oder Lehrerin) auszuüben und durch die Welt zu reisen...London und Nee York standen ganz oben auf der Liste...

    Was ist draus geworden?

    Mit 33 dreifache Mutter (14,13,11) wovon gross und klein bei mir leben und die Mittlere beim Vater...
    Getrennt vom Vater der Kinder ohne Ausbildung und Job dafür mit einem Abi welches ich mit 28 nachgeholt habe und mit Aussicht auf eine Ausbildung im kaufmännischen...

    Reiseträume sind immer noch vorhanden und London mehrfach schon besucht in 49 Tagen geht es wieder dahin....😁
    Nee York steht weiterhin auf der Liste...

    Nach der Trennung vom Vater meiner Kinder, habe ich mir geschworen...nie wieder einen älteren...Was soll ich sagen, nach einer kurzen Beziehung mit einem jüngeren, welche nicht auf Augenhöhe war, wieder glücklich mit einem älteren Mann zusammen...
    Achja...heiraten war nie ein Thema für mich und nun...bei diesem Mann kann ich es mir vorstellen...

    Ansonsten habe ich in der Vergangenheit gelernt,plane am besten gar nichts...

    Beispiele? Bin da mal ohne Kinder ausgezogen...wollte mein Leben aufbauen...naja...als es dann mal im kleinen lief...kam kind Nummer eins und ein halbes jahr später kind ne zwei zurück zu mir...
    Dadurch drehte sich das Leben jedes mal um 180 Grad...

    Was soll ich sagen? Träume habe ich immer noch....vertagt jedoch auf "wenn die Kinder aus dem Haus sind"
    Aber mal im Ernst hätte das Schicksal mir diese nicht geschenkt...wäre mein Leben vllt nach Plan verlaufen aber auf jeden Fall sehr viel einsamer und leerer...

    Es kommt, wie es kommt und genau das ist das gute daran

    Lg

    • (17) 20.03.18 - 19:36

      Nun, Kinder kommen ja nicht schicksalhaft über einen.
      Wenn man sicher keine möchte, kann man das ja gewissenhaft und fast 100%ig vermeiden.
      Ich gehe davon aus, dass das Kind ja dann auch gewollt war und daher nicht überraschend kam, sondern zumindest in Kauf genommen wurde.
      Wenn ich den Plan habe, ins Ausland zu gehen oder zu studieren,dann kreuzt sicher keine Schwangerschaft meine Pläne, es sei denn der Plan ist mir doch nicht so wichtig, ich bin unschlüssig, wünsche mir insgeheim doch ein Kind, oder bin einfach generell nicht besonders konsequent was meine Ziele angeht und boykottiere mich dadurch selbst.
      Ein Kind passiert nicht einfach so.

(18) 20.03.18 - 12:48

Ich hatte keinen Plan B. Ich wollte immer Familie- bei uns hat es 5 Jahre gedauert bis wir endlich ein Kind bekommen haben, Plan B wäre Eizellenspende oder Adoption gewesen- aber Familie war und ist das wichtigste für mich.

(19) 20.03.18 - 12:54

Keinen! Das Leben schreibt seine Geschichte schon selber.

(20) 20.03.18 - 17:02

Wir hatten weder Plan b, noch Plan a.
Wir hatten halt irgendwann mal Kinderwunsch, und wenn wir kein Kind bekommen hätten, hätten wir schon weiter gesehen, was wir dann gemacht hätten.

(21) 20.03.18 - 18:24

Bei mir war ebenfalls sicher dass ich Kinder im Leben will. Ich mochte es bei den Partnern zuvor überhaupt nicht wenn sie alles auf sich zu kommen ließen und bei der Frage ob Heirat und Kinder sie dann das Stottern anfingen oder mich mit "irgendwann" abspeißten.

Deswegen hielten die Beziehungen kaum n halbes Jahr das längste und einzigste über einem halben Jahr war mein letzter Exfreund. Ich wusste halt was ich wollte. Mein jetziger Mann hab ich mit 21 kennen gelernt und er war genauso verrückt wie ich und wusste was er wollte. Ebenfalls ne Familie und Kinder 😁

Ich persönlich kann mit "ich lebe mal mein Leben und warte ab was passiert" nicht Leben. Und das nicht mal mit einem Partner der so eine Philosophie auslebt. Arbeit ist für mich persönlich 2. Rangig. Familie war und ist mir eben wichtiger. Auch dass ich eine eigene Familie habe.

Notfalls hätte ich n Kind adoptiert.

Plan B ohne Kinder gäbe es für mich nicht. Und wenn es mir im Leben gar nicht vergönnt gewesen wäre n Kind im Leben haben zu dürfen dann hätte ich zwar weiter gelebt aber nie glücklich. Mit 100%iger wahrscheinlichkeit würde ich depressiv werden und zur Therapie gehen.

Aber da ist ja jeder sehr unterschiedlich. 😉

(22) 20.03.18 - 21:31

Ich hatte mit 16 schon genaue Vorstellungen, ich wollte immer mit 30 4 Kinder.
Ich sehnte mich nach Liebe, daher war mein oberstes Augenmerk Partnersuche. Ich wollte unbedingt endlich ein Baby. Ich fand dann auch großen Spaß an Sex. Eigentlich wollte ich gar nichts anderes machen.
Mit 18 heiratete ich. Wahrscheinlich nicht den Richtigen, da hätte ich mich selbst erstmal besser kennen müssen. Aber egal, wir wurden gemeinsam richtig erwachsen.
4 Kinder mit 30 hat geklappt.
Wenn ich keine Kinder hätte kriegen können hätten wir versucht zu adoptieren waren damals so unsere Überlegungen.

Hallo,

interessantes Thema.

Ich glaube, richtig planen kann man es nicht aber man sollte seine Träume nie komplett begraben sondern sich immer wieder mal überlegen, ob und wie man am Ball bleiben kann. Auch auf Umwegen kann man doch so manches Ziel erreichen.

Mir war mein Beruf immer wichtig, es soll fundiert sein und es soll der Bereich sein, der mich interessiert.
Kinder waren in meinen 20ern eigentlich kein wesentliches Thema.
Ich wollte welche haben, aber in dieser Zeit war das berufliche Weiterkommen und im Beruf "sattelfest" werden wichtiger.

Natürlich dachte ich auch an ein "Was wäre wenn...ohne Kinder".
Das typische eben. Reisen, herumkommen, machen was ich will, wo ich will, mit wem ich will.

Und dann kamen meine beiden Kids mit Ü-30, Mann, Haus, das Familienprogramm.

Und: meine beiden Kids sind das Beste, was mir passiere konnte, auch wenn es manchmal schon an die Substanz geht oder man nicht mehr so flexibel ist und viele Situationen im Alltag ausjonglieren muss. Zudem habe ich auch ein zweites Standbein, welches überraschend gut läuft.

In den letzten Jahren habe ich schon oft Gedanken gehabt, was mir gefallen würde/hätte aber was nun mit Familie eher schlecht umsetzbar ist.

Ich könnte mir vorstellen, in Hamburg zu leben. Hübsche schnuckelige Altbauwohnung.
Im Moment leben wir aber im südlichen Deutschland und das wird auch noch wohl so bleiben.
Aber wer weiß, was passiert wenn die Kids älter sind. Vielleicht hat mein Mann dann auch Bock auf Hamburg (komplett abgeneigt ist er nicht) und dann kann man immer noch überlegen, ob man das große Haus hier weiter braucht oder es verkauft und in den Norden zieht.
Wie würde Kaya Yanar sagen: Guckst Du.

Und ich schaue sehr gerne Fotostrecken von diesen Vintage-/Bohohochzeiten an. Da ich auch gerne fotografiere, wäre das inzwischen auch so ein "Traumberuf", der mir gefallen würde. Erfahrung in puncto Design, Grafik, Fotografie etc habe ich mehr als genug.
Nur ist das als Mutter von zwei Kindern im Moment einfach null machbar.
Ich kann schlecht an den Wochenenden auf tollen Hochzeiten anwesend sein (morgens früh hin, nachts wieder heim und je nach Örtlichkeit ggf mit langen Fahrzeiten oder gar Hotelübernachtung verbunden) und alles andere bleibt an meinem Mann hängen, der zudem auch an manchen Wochenenden beruflich unterwegs ist. Das ist im Moment nichts Halbes und nichts Ganzes, ich hätte auch deswegen keine volle Konzentration, also lasse ich es erst mal ruhen.
Aber man kann es trotzdem im Hinterkopf behalten.

Ich habe mich sogar kürzlich mit einer ambitionierten Fotografin darüber unterhalten.
Sie war früher ebenfalls Grafikdesignerin und dann kamen ihre drei Kids.
Aber sie hat ihr Wunschthema Fotografie nie aus den Augen verloren, sondern eben auch erst mal auf Eis gelegt.
Dafür immer wieder mal Kurse und Workshops belegt, ihre Techniken verfeinert, hat bei Fotostammtischen teilgenommen und beruflich weiter als Grafikerin gearbeitet.
Dann irgendwann auf Instagram & Co ihre persönlichen Werke gezeigt.
Auch mal bei Feiern von Freunden oder Bekannten, auf denen sie sowieso eingeladen war, Fotos gemacht.
Und sich nach und nach ein Portofolio erstellt.
Als die beiden älteren Kinder aus dem Haus waren und der jüngste Sohn 16, bekam sie durch ihr persönliches Engagement und durch Empfehlungen etc immer wieder Anfragen, ob sie auf Hochzeiten fotografieren kann.
Und nun sind alle drei Kids aus dem Haus und sie lebt ihren Traum, mit Ende 40.
In Teilzeit arbeitet sie noch immer als Grafikerin und ansonsten ist sie an den meisten Wochenenden auf Hochzeiten als Fotografin gebucht.
Und hat nun auch die nötige Ruhe und Muße dafür.

LG

(24) 22.03.18 - 11:13

Ich wollte nach dem Abiur studieren und danach erst einmal Karriere in der Wissenschaft machen. An Familie habe ich da noch nicht gedacht. Dann lernte ich meinen damaligen Freund und jetzigen Mann kennen und zog mit ihm in seine Heimatstadt. Dort habe ich weiterstudiert, doch ziemlich unerwartet extreme Ernährungsprobleme/Unverträglichkeiten entwickelt. Ich musste das Studium unterbrechen, da ich mich nicht mehr konzentrieren konnte und nur noch Schmerzen hatte. Leider muss man das Studium ja bezahlen... Naja, das ging 1,5 Jahre, bis ich dann mehr oder weniger ungeplant schwanger wurde. Nach der Geburt ging es langsamer wieder gesundheitlich bergauf. Wir wollten aber immer zwei Kinder mit geringem Altersabstand haben, deswegen pausiere ich immer noch mit dem Studium.
Wenn es gut läuft, studiere ich ab 01.04. wieder, aber erst mal im „Home-Office“ und fahre einmal zur Prüfung hin. Der Jüngste ist ja erst 7 Monate alt.

Naja, mit Karriere und Expeditionen wird es wohl nichts mehr werden, aber nach der Erfahrung mit dem Ernährungsproblem will ich auch gar nicht mehr nur im Hamsterrad aktiv sein :D

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