Geldsorgen und Familienfeste

    • (1) 24.03.18 - 07:07
      Pleitegeier

      Guten Morgen. Ich bin ziemlich in Sorge. Wir haben bis vor einiger Zeit finanziell sehr unbekümmert gelebt, dann wurde uns die Wohnung gekündigt (Eigenbedarf), Auto ging kaputt ... Der Wohnungsmarkt hier ist inexistent, der Auszugstermin rückte näher, die Panik stieg und wir haben überteuert gekauft. Damit war unser ganzes erspartes Geld auf einen Schlag weg.

      Finanziell leben wir seitdem äußerst angespannt, wir arbeiten beide so viel es geht. Aber immer, wenn wir eine kleine Rücklage haben, kommt eine große Ausgabe, die sie auffrisst. Nur zur Erklärung, warum wir in so einer Lage sind.

      Das Geld für April und Mai ist auch schon komplett verplant (TÜV und Reperatur, 2x Klassenfahrt). Nun sind wir im April auf zwei Kommunionen (einmal Nichte, einmal Patenkind) und im Mai auf eine Hochzeit (mit Anfahrt, Hotel) eingeladen. Würden wir angemessen schenken, würde das mit mindestens 500€ zu Buche schlagen - die haben wir nicht. Was tun?

      • Guten Morgen.
        Ohje, Ja so schnell kann das gehen.
        Also es gibt ja so viele schöne Hochzeitsgeschenke, personalisierte Sachen. Ich finde es muss nicht immer Geld sein. #schwitz
        Ich habe mal sektgläser mit Namen und Datum graviert verschenkt.
        Und müsst ihr zwanghaft dort übernachten? Das kostet natürlich. #gruebel
        Wenn es gar nicht anders geht würde ich (krankheitsbedingt #sorry) absagen.
        Manchmal läuft das Leben halt nicht nach Plan. Aber das wird auch wieder.
        Klassenfen würde ich jedenfalls nicht streichen.

        LG Bianca

        (3) 24.03.18 - 07:40

        Ich würde auf die Familienfeiern verzichten. Mal ganz davon abgesehen bedeutet Kommunion nicht, dass der heilige Goldregen auf einen niederkommt.

        LG und alles Gute

        • ??? Wie bitte?

          So wichtige Feiern schwänzen?
          Man kann vorab sagen, dass man gerne kommt, teilnimmt aber es geschenkemäßig nicht zu groß ausfällt da man in absolutem Engpass lebt.

          Aber nicht kommen ist pure Frechheit!

      • (6) 24.03.18 - 09:06

        Als Patentante finde ich das mies, nicht hinzugehen. Da finde ich, nur der persönliche Todesfall entschuldigt das.

        Bei meiner Nichte muss ich auch hin - und mein Mann und v.a. meine Kinder. Da reicht es auch nicht, eine Delegation zu schicken. Ist ja auch meine Verwandtschaft. Wobei das das kleinste Problem ist, mit meinen Geschwistern kann ich das regeln.

        Ich hatte vergessen zu schreiben, dass wir auf der Hochzeitsfeier musikalisch eingeplant sind und sich das Hochzeitspaar schon jahrelang darauf freut, weil sie "ihr Lied" von uns gesungen haben wollen. Das kann niemand anders machen und wenn wir nicht kämen, wäre eben auch eines der persönlichen Highlights weg.

        • (7) 24.03.18 - 11:01

          Wenn so eine Erwartungshaltung besteht?

          Was bedeutet Kommunion? Besonders viele und teure Geschenke abgreifen? Disneyland? Da piept es wohl.

          Warum kein Schmuckstück aus der Familie? Habe ich damals bekommen und wird zur Kommunion an meine Tochter weiter gegeben.

          Lg

          Dann ist doch das Lied aber eigentlich schon irgendwie das Geschenk, oder?

          Einen Sänger dafür zu engagieren kostet schnell mal 350€.

          ich finde Euch toll!

          Wünsche eine klasse Hochzeit!

          Wir haben vom Trauzeugen meines Mannes und seiner Freundin zur Hochzeit ganz viel mit Liebe gebastelte Deko geschenkt bekommen, Girlanden, Pompons, Spiele, gestanzte Herzchen, viele schöne Ideen, die viel Zeit und Mühe gekostet haben.

          Von den beiden haben wir nichts anderes geschenkt bekommen, und das war auch absolut in Ordnung so, sie sind sehr jung, gerade nach dem Studium angefangen zu arbeiten. Darüber wurde nicht gesprochen. Die beiden haben auch für uns je einen Tag frei nehmen müssen, auch das darf man ja auch nicht vergessen.

          Ihr könntet, wenn die Reise überhaupt machbar ist, einen lieben Brief als Geschenk zur Hochzeit übergeben. Ihr erklärt in diesem Brief, neben den Glückwünschen, dass es euch schwer gefallen ist, an dieser Hochzeit teilzunehmen und dass ihr gerne das Geschenk des Gesangs gemacht habt. Wenn danach die Freundschaft kaputt ist, na ja, dann war da auch nicht viel.

          Wenn die Reise finanziell überhaupt nicht machbar ist, dann müsst ihr wohl die Karten auf den Tisch legen. Dann sollten eure Freunde sich überlegen, was eure Anwesenheit wert ist.

          Das mit dem Schmuck für das Patenkind finde ich klasse. Soll das Mädel sagen was es will, das ist eine schöne Idee, ein Andenken. Die Kommunion ist kein Wünsch-Dir-Was sondern ein religiöses Fest. Von der Patin gefiele mir eine Kette mit Kreuz zum Beispiel.

    Guten Morgen,

    habt ihr mal überlegt mit den Leuten ehrlich zu reden? "Du es mir echt unangenehm das sagen zu müssen aber unsere finanzielle Situation sieht zZ so mies aus, dass wir es uns nicht leisten können zu eurem Fest zu kommen" Ganz ehrlich meine Freundin bekäme dann die Antwort dass sie uns bitte nichts schenken soll aber trotzdem kommen soll und ich mich sehr freue wenn sie kommen.

    Alles Liebe

    • (12) 24.03.18 - 08:53

      Guten Morgen,

      ja, wir haben alles überlegt.

      Bei der Hochzeit ist weniger das Geschenk ein Problem, sondern die Fahrtkosten (sind fast 400 Kilometer) und der Verdienstausfall. Mein Mann und ich sind sehr musikalisch und sie haben zwei Stücke fest in den kirchlichen Ablauf eingeplant und sehen das als eins der Höhepunkte der Trauung, weil es gute Freunde sind und sie viele gemeinsame Erinnerungen an die Musikstücke haben. Daher würde ich mir extremst mies vorkommen, ihnen zu sagen, dass das nicht geht. Freitagabend ist eine Probe zu der wir deshalb müssen, Trauung am Samstag = zwei Übernachtungen. Wir würden ein Zelt ausleihen und zelten. Dumm ist, dass mein Mann für zwei sehr gut bezahlte Auftritte (Freitag + Samstag) angefragt ist, die er dann nicht machen kann. Problem bei der Hochzeit (neben Geschenk) ist Fahrt + Verdienstausfall (+ Unterbringung - auch der Campingplatz kostet 60€, 30€ pro Nacht).

      Bei der einen Kommunion bin ich Patin. Sie sind sehr großzügige Schenker und auf dem Ohr leider (absichtlich?) völlig taub. Die beiden Großeltern und der andere Pate zahlen eine mehrtägige Reise nach Disneyland - da wäre mein Anteil bei 250€ gelegen. Ich habe ehrlich gesagt, dass mir das momentan zu teuer ist und das ich das als Patengeschenk auch nicht sinnvoll finde. Habe dann Vorschläge gemacht (z.B. ein Unikatschmuckstück - eine Freundin ist Goldschmiedin, die würde das so machen machen und für das Material was Altes von mir einschmelzen - das müsste das Patenkind ja nicht erfahren) - die stießen alle auf taube Ohren. Alles, was im Gegenzug vorgeschlagen wird, liegt bei 150€+. Habe dann nochmals gesagt, dass das leider nicht geht. Jetztt kommen immer Gegenvorschläge um die 100€ (ist bei uns in der Gegend das Minimumpatengeschenk).

      Bei der zweiten Kommunion haben wir schon Termine vorgeschoben und gehen nur in die Kirche und nur einer bleibt zum Essen - da reicht dann ein "billigeres" Geschenk. Die ist safe.

      • Hallo,

        sorry, ihr seid ganz schön drauf aus, irgendwelche Erwartungen zu erfüllen.

        Warum kannst du nicht alleine mit deinem Mann entscheiden, was das Patenkind bekommt? Das mit dem Schmuckstück finde ich übrigens eine super Idee, gerade wenn du was von dir dafür hergibst. Das würde ich nicht verheimlichen sondern gerade den Bezug herstellen.

        Das mit der Zwickmühle wegen der Hochzeit kenne ich. Wir mussten dieses Jahr auch 3 Anfragen absagen, weil wir zum 50. unseres besten Freundes eingeladen sind. Aber - er ist es uns wert. Ohne Gejammer.

        Zelten würde ich nicht, dann lieber Fewo, günstige Pension oder Freunde fragen. Wenn man Zelten nicht gewohnt ist und dann noch mit Hochzeitsoutfit - nee..

        • (14) 24.03.18 - 09:32

          Das mit der Ferienwohnung haben wir probiert - die Hochzeit ist an einem langen Wochenende, d.h. die vermieten natürlich nicht nur für zwei Nächte, sondern gleich für vier. Das mit dem Zelt muss einfach gehen, wir haben auch schon gezeltet. Die Hochzeit können wir nicht mehr absagen. Die ist von langer Hand geplant und es ist schon Jahre im Gespräch, dass wir die Musik mit machen - da kam der Immobilienkauf dazwischen.

          Ich hatte ja eigentlich entschieden, was das Patenkind bekommt - meine Freundin (die Goldschmiedin) wollte sich gerne mit dem Kind unterhalten und das Kind sollte praktisch seine Designwünsche mitteilen, die sie dann umsetzt (das macht sie ab und zu und das ist normalerweise immer der Zünder). Leider sagte das Kind "nö, Ketten sind VOLL doof. Ohrringe darf ich nicht". Damit war die Idee vom Tisch, ich will nun auch nichts schenken, was so gar nicht ankommt. Klar, entscheidet auch die Patentante, aber ich will nichts verschenken, wo ich von vorne herein weiß, dass es überhaupt nicht ankommt.

      Hallo, also ich finde das eine bodenlose Frechheit von den Eltern des Kommunionkindes, einen bestimmten Betrag zu fordern. Meine Tochter hat dieses Jahr Konfirmation und ich finde dieses übertriebene Schenken grauenvoll. Für viele Kinder stehen die Geldgeschenke und nicht der eigentliche Sinn des Festes im Vordergrund. Meine Tochter freut sich auch, dass sie wahrscheinlich Geldgeschenke bekommt. Aber für sie wären 50,-- Euro pro Familie schon viel Geld. Sie und auch wir erwarten gar nichts. Letztens hat mich mein Schwager gefragt, wie viel er schenken soll. Er lebt alleine, hat wirklich viel Geld. Ihm würden wahrscheinlich 1000,-- Euro nicht mal weh tun und trotzdem habe ich gesagt, er soll bitte den Rahmen nicht sprengen, 100,-- sind mehr als ausreichend. Mir würde auch nie in den Sinn kommen, die anderen Eingeladenen etwas wegen den Geschenken vorzuschreiben.

      Ich finde das mit dem Schmuckstück eine wunderbare Idee. Ich würde es so machen. Ich hätte gar nicht nachgefragt, was ich schenken soll.
      LG Leah

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