Was soll ich nur tun?

    • (1) 24.03.18 - 18:39
      soverzweifelt88

      Ich versuche meinen Beitrag so kurz wie möglich zuhalten.
      Mein Mann ist Drogenabhängig er raucht diese "legalen" Kräuter aus dem Internet und das wieder fast stündlich. Er ist schon lange abhängig ich habe etliche Entzüge mit ihm durchgestanden aber ohne Erfolg. Seit Weihnachten ist es wieder ganz extrem gegen eine stationäre Therapie wehrt er sich. Er belügt mich stellt mich hin als wäre ich paranoid. Seit Wochen flehe ich ihn an das er seinen Koffer packen soll und ausziehen soll. Wir haben 4 Kinder ich habe weder Freunde noch Familie wo ich hin kann mit dehn Kindern. Was soll ich den nur machen und wo soll ich hin? Ich finde keine Wohnung suche schon solange. Für mich ist es hier unerträglich geworden. Ich hasse ihn wie er da steht mit seiner selbstgerechten Art und noch der Meinung ist ich solle nicht aus allem ein Drama machen. Wenn ich ihn bitte nachts auf der Couch zu schlafen da ich oben schlafen muss wegen der Kinder legt er sich nachts einfach neben mich ich will das alles nicht mehr

      • 🙄

        Oh Mann. Stephen Hawking merkte neulich an, dass es den Menschen an Empathie mangele... wie wahr, wie wahr.

        Die erste Antwort mag auf manche Schlagworte und zwischen den Zeilen vermutete Levensverhältnisse passen und sich deswegen plausibel anhören, aber sie ist im Endeffekt nicht die Bytes ihrer Größe wert.

        Drogen, vermutlich prekäre Verhälntnisse bedeuten nicht (!) automatisch, dass es sich hier um Menschen ohne Gefühle handelt und "härtere" Gangarten als erste Schritte zur Lösung die "natürlichen"/sinnvollsten sind.

        Achtung bissig und zum Teil ironisch: Natürlich würde die Antwortende den Vater ihrer Kinder bei Drogenkonsum gleich bei der Polizei melden ..
        - in dem Wissen, dass dem Menschen nur Konsequenzen meist monetärer Art drohen (betrifft das Familieneinkommen) und keine Hilfe um eine mögliche Sucht in den Griff zu bekommen
        - in dem Wissen einer möglichen Hausdurchsuchung (nett für die Kinder wenn die Polizei ins Haus kommt, Räuber und Gendarm!)
        - in dem Bewusstsein der Gefahr, dass die Arbeitsstelle so eventuell bedroht wird und "darüber gesprochen" wird (schön, jeder stellt seinen vermutlich ehemals geliebten Menschen derart an den Pranger)

        ... und von anderen Gewissenskonflikten und Gefühlswelten ganz zu schweigen! Die beiden sollen ja im Falle einer Trennung auch noch gemeinsam Eltern bleiben.

        Versucht doch erst Tipps auf der Menschlichen Ebene zu geben, anstatt gleich einen Behördenapparat in Gang zu setzen. Dass dieser irgendwann vonnöten und sinnvoll ist, mag ich gar nicht bestreiten, nur erhofft man sich wahrscheinlich auch andere Tipps und Hinweise.

        Aber ein dickes Lob an viele der Antwortenden: Nennung von konkreten Anlaufstellen!

        Nur werden die meist erst angesteuert, wenn alle anderen Lösungswege fehl geschlagen sind und wirklich Verzweiflung herrscht.

        Schaut Euren Partner an und sagt aufrichtig, ob ihr in so einem Fall (Liebe nahezu erloschen, Sucht, ...) wirklich selbst Eure Tipps befolgen würdet.. ich denke, dass die meisten ebenso ratlos/Hilflos wie die TE dastehen würden und trotz Wissens über Anlaufstellen, versuchen würden, es selbst zu "lösen".

        Ich würde ihm die Konsequenzen seines Handels aufzeigen (also mit ihm Tacheles reden): Trennung, Auswirkung auf die Kinder sowie das Seelenleben aller in so einem Apltraum gefangen zu sein, mit Einbezug offizieller Stellen "drohen" .. wenn er dann immer noch nicht reagiert und sein Tun/Auftreten nicht rigoros ändert, dann würde ich einen Cut machen und alle notwendigen Schritte einleiten um dieses Zusammenleben räumlich und gefühlsmäßig beenden. Dann auch mit allen Mitteln, aber erst würde ich versuchen, mit dem Vater meiner Kinder und den schließlich mal zum Lebenspartner erkorenen Menschen, zusammen und friedlich auf einen Nenner zu kommen.

        Viel Kraft und finde für Euch den besten Weg.

        • Du wirfst ihr mangelnde Empathie vor, dabei verfügst Du anscheinend nichtmal über ein Grundleseverständnis. ;-)

          Die TE ist bereits an dem Punkt, an dem nur noch die Trennung bleibt. Da bringt ihr Dein Tipp gar nichts mehr. Aber er weigert sich, die Wohnung zu verlassen und statt dessen legt er sich lieber bekifft neben sie. Da bleiben nur noch härtere Mittel, um ihn loszuwerden. Im Sinne des Kindeswohls muss die Mutter auch handeln.

          Mit Suchtkranken scheinst Du nicht allzu viel Erfahrung zu haben, ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie Du darauf kommst, dass man das noch friedlich und mit Gesprächen lösen könnte.

          Hallo!

          Sie hat mit ihm sehr viel durch. Viele Entzüge. Was meinst du wie oft da sicherlich geredet wurde. Ich kann sie verstehen. Irgendwann hat man keine Kraft mehr. Süchtige Menschen müssen sich auch helfen lassen wollen. Da hilft es nicht einfach mal vernünftig zu reden. Die müssen meistens vor Tatsachen gestellt werden.

          Sie muss sich und ihre Kinder schützen. Es bringt nichts so weiter zu leben und daran kaputt zu gehen.

          • Das stimmt.

            Aber in solchen Phasen (entzüge) ging es vielleicht noch darum, die Beziehung vielleicht noch zu retten und beide zogen in irgendeiner Weise noch gemeinsam an einem Strang.

            Nun scheinen beide sehr entfremded zu sein - er nimmt sie nicht mehr ernst, da keine richtigen Konsequenzen gefolgt sind. Nur die Atmosphäre daheim scheint die Hölle zu sein.

            Ich würde ihm nun die allerletzte Pistole setzen und bei weiterem nicht-einsetzen von Kooperation in welcher Hinsicht auch immer (Auszug seinerseits, dafür Sorge tragen, dass menschliches und respektvolles Miteinander usw....) dann meine wihlüberlegten Schritte einleiten.

            Es ist halt nur schwierig in solchen Fällen tatsächlich Hilfe von außen als erste Instanz anzunehmen und anzusehen. Da sie meistens weiterreichende Folgen hat. Und beide sind ja trotz allem noch gefühlvolle Wesen.

            Ps: tue meine Meinung nur kund, wenn ich tatsächlich mitreden kann und lesen bzw. verstehen kann ich. Die genaue Situation zu Hause und Vorgeschichte kennt nur die TE selbst.

    Du musst zum Anwalt, die Trennung erklären und dann irgendwann die Scheidung einreichen.

    Der Anwalt muss schauen, ob diese Drogen einen Grund darstellen, dass das Zusammenleben eine unzumutbare Härte für dich und vor allem die Kinder darstellt und beim Gericht beantragen kann, dir die Ehewohnung zuweisen zu lassen.

    Du musst tätig werden. Er nimmt dich nicht ernst. Kannst du die Wohnung denn halten?

    LG

    • Die Wohnung gehört seiner Familie die auch mit auf dem Grundstück wohnen somit muss ich hier raus früher oder später. Ich bin verzweifelt ich habe mich so abhängig von ihm gemacht und jetzt sehe ich da keinen Ausweg mehr. Ich habe keinen Job kein Auto und ich finde keine Wohnung. Ich könnte jetzt nichtmal wegfahren.Er ist nun erstmal gegangen meinte aber er kommt heute Nacht wieder

      • Bitte geh schnellstmöglich zu einer Beratungsstelle der Caritas, pro familia oder was es bei euch gibt. Eine kostenlose Rechtsberatung gibts beim Amtsgericht. Entweder selber bei der Geschäftsstelle anrufen oder die Beratungsstelle hilft Dir auch dabei. Niemand muss in so einer Situation bleiben, es gibt Hilfen. Aber wie es im einzelnen abläuft, kann Dir die Beratungsstelle sagen. Deine Kinder und Du haben ein anderes Leben verdient und das schaffst Du auch! Liebe Grüße von Moni

In diesem Fall würde ich mich an das Jugendamt wenden. Die werden wahrscheinlich sowieso irgendwann involviert Wegen dr Drogen und dem Sorgerecht.
Es ist von Vorteil wenn du dich von selbst dorthin wendest, deine Situation beschreibst und bei den nächsten Schritten ( Wohnung, Trennung,) Unterstützung bekommst.

Manchmal muss man seinen ganzen Mut zusammen nehmen alle kraftreserven abrufen und einen großen Schritt machen.

Das wäre mein Weg wenn ich in deiner Situation wäre.

Ich weiß nicht ob ich dir helfen konnte aber ich wünsch dir und deinen Kindern alles liebe und dass du einen Weg für euch findest.

(14) 24.03.18 - 21:40

Liebes das ist echt traurig !

Ich kenne zugut so eine Situation!! Eine Freundin von mir hat das gleiche durchgemacht !
Sie ist mit ihren 3 kleinen Kinder nach mehremalen Drohungen von dem Ehemann, in eine Einrichtung geflüchtet!! Es gibt echt viele Hilfen! Es gibt eine Hotline wo sie dir ganz genau sagen was zu tun ist :08000 116 016
Ich wünsche dir alle alles gute von Herzen ♥️

Hallo. Das ist übel. Du hast sehr viel mit ihm durchgemacht und ihm auch beigestanden. Kann verstehen dass du jetzt nicht mehr kannst. Ich würde zu einer Beratungsstelle gehen. Die Situation schildern. Schau das du raus kommst und deine Kinder. Ich denke wenn ihr das schon jahrelang so durchzieht wird er sich nicht ändern. Da kannst nur du dich und deine Kinder schützen.

Alles Gute.

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