Dorfleben, Kleinstadt, Streit mit Mann, ich will weg

    • (1) 25.03.18 - 23:23
      Tabu la

      Wir leben in einer Kleinstadt, drumherum Dörfer.
      Seit mittlerweile 15 Jahren, ich bin auch auf dem Dorf groß geworden, hat mich als Kind nicht gestört aber ich war froh, als ich mit 19 auszog zum Studieren.
      In der Stadt hab ich mich sehr wohl gefühlt, die kulturellen Angebote, immer was los, alles erreichbar mit U Bahn und S Bahn, gute Kinderbetreuung,nicht nur bis 16.00, überall Geschäfte, Restaurants.
      Dann sind wir in diese kleine Stadt gezogen, ich fachte nicht dass ich mich irgendwann hier so gar nicht mehr wohlfühle.
      Es war ein schleichender Prozess, die ersten.zwei drei Jahre war ich glücklich und zufrieden, schönes Haus, Eald drumherum usw.
      Dann fing es an, Kita, Katastrophale Betreuungszeiten, die nächstgelegene Kita schloss schon um 14.30.
      Dann endlich eine gefunden, 6 km weiter mit längeren Öffnungszeiten, wobei hier auch 16.30 Schluss war.
      Die Fahrt zur Arbeit, vorher entspannt 30 min mit der Bahn, jetzt jeden Tag 70 km mit Auto, Stau, Stress, über 2 Stunden Zeit einfach sinnlos vergeudet.
      Da dachte ich schon, dass ich lieber wieder in die Stadt will.
      Arbeitsplätze gäb es da auch reichlich, nicht wie hier in der Pampa.
      Ich sitze hier seit 15 Jahren, das nächste Kino ist 8 km weg, abends ist hier nix wo man hingehen kann, kein Nachtleben gar nichts.
      Mein Mann versteht das auch, möchte aber nicht in.die Stadt ziehen weil er an unserem Haus hängt.
      Das tue ich gar nicht, mir ist das völlig egal.
      Für die Kinder wäre es auch toll.
      Viele mögliche Schulen, für Jugendliche einfach viel interessantere Möglichkeiten. Museen, Ausstellungen, Konzerte Theater, alles in der Nähe.
      Ich langweile mich hier, auch die Leute hier sind nicht mein Fall, die Themen die hier so besprochen werden sind so gar nicht meins.
      Bin irgendwie ein Großstädter, obwohl nicht so groß geworden.
      Kennt das jemand?
      Wer ist in die Stadt zurück und warum?

      (4) 26.03.18 - 08:36

      Ich komme aus dem Dorf, war in der Großstadt und bin dann mit meinem Mann in eine Stadt gezogen mit viel viel Angebot, wrnn auch keine Großstadt. Nun leben wir in Eigenheim auf dem Dorf und ich nenne es Kaff 🤣 mir fehlt auch die Stadt und meone Gefühle sind gemischt. Unser Haus ist toll und das ginge in der Stadt finanziell nicht...kleines Dilemma 😔 mein Arbeitsweg sind 80 km hin und zurück. Ist mir auch zu viel...

    • Hallo, ich wohne in einer mittelgroßen Stadt. 250.000 Einwohner. Hier gibt es alles was du vermisst.
      Ich arbeite 80 km weiter weg in einer kleinen Stadt seit 5 Jahren. Mir macht die Fahrt mit dem Zug nix aus. Ich bin in einer Stunde da. Meine Kollegen fragen mich immer warum ich nicht da hin ziehe?? Da ist einfach nix. Ok, Kino und Theater schon, aber es ist da alles langweilig.
      Ich kann dich voll verstehen. Auch deine Kinder müssen dann früher ausziehen, weil es eben kein Uni da gibt.
      Könntet ihr eventuell das Haus verkaufen und in eine größere Stadt ziehen und am Rande ein Haus kaufen? Dann hätte dein Mann seine ruhige Umgebung wegen Stadtrand und du deine Großstadt.
      LG

      Hallo,

      ich bin mit 20 aus dem Dorf in eine mittelgroße Stadt zum studieren. Habe dann den Rest meiner Ausbildung in der für mich schönsten Großstadt Deutschlands verbracht.
      Den ersten Job bekam ich auch in einer mittelgroßen Stadt und bin dann noch ein paar mal umgezogen, aber nie unter 250.000 Einwohner.
      Ich bin kein Dorfmensch. Eine Kindheit im Dorf ohne Anschluss hat gereicht.

      Ich kann dich voll und ganz verstehen, dass man auf einem Dorf etc „eingeht“, wenn man nicht hinter diesem Leben steht.

      Allerdings frage ich mich, warum ihr euch nicht vor dem Hauskauf überlegt habt, wo und wie ihr wohnen wollt. Letztendlich wusstest du doch, wie ein Leben in Dorf / Kleinstadt ist. Du wusstest doch auch, dass du 70 km Strecke zur Arbeit hast. Irgendetwas scheint passiert zu sein, dass es vorher passte und jetzt nicht. Oder bist du deinem Mann zu liebe dort hingezogen?
      Wie alt sind eure Kinder und wie gefestigt sind sie in ihrem Umfeld?

      Nun ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, ihr müsst entscheiden was geht oder nicht, ob ein Verkauf des Hauses möglich ist, ob es in der Stadt überhaupt machbar ist ein Haus zu kaufen, oder ob eine Mietwohnung her muss.

      Sollte es ein „nächstes“ mal geben, dann würde ich VOR dem Kauf / Umzug alle Betreuungszeiten abchecken, den Weg zur Arbeit probeweise zur Hauptverkehrszeit zurücklegen, nach den Freizeiteinrichtungen gucken, die mir wichtig sind. Erst dann fällt die Entscheidung.
      Alles andere ist blauäugig!

      VG

      • (7) 26.03.18 - 15:47

        Ich hab mir die Arbeit erst gesucht, als wir schon hier wohnten.
        Der Arbeitsplatz den ich vorher hatte, wäre noch weiter weg gewesen.
        Ich dachte einfach nicht,dass mich das dauerhaft so stören würde hier.
        Hab die Vorteile gesehen und erst auch durchaus genossen, Wald drum herum, viel Natur...
        Auch dachte ich, dass die Kinder so behütet aufwachsen können.
        Allerdings sagt meine 16jährige auch schon, dass sie nach dem Abi ausziehen wird, also in zweieinhalb
        Jahren.
        Die nächste Kleine Uni ist 150 km weg, sie möchte aber etwas studieren, was 250 km mindestens entfernt ist, wenn sie denn da genommen wird.
        Ich sehe das auch durchaus als sinnvoll an, dass sie mal hier raus kommt und nicht noch jahrelang hier versauert.
        Wenn man.jung ist, hat man doch in einer Stadt mit anderen Studenten in einer WG viel mehr Möglichkeiten.
        Mittlerweile ist auch unser 2. Kind in der Schule, so dass wir keine Betreuung mehr brauchen.
        Aber ich glaube,fast überall in Deutschland ist es noch so dass die Kitas um 16.00 schließen, ich war da wohl verwöhnt.
        Das bekomme ich jedenfalls aus dem Freundeskreis mit, die in ganz anderen Ecken leben.
        Ich kann dem Leben hier auf Dauer nicht so viel abgewinnen, wie ich damals dachte, hab mich da falsch eingeschätzt.
        Mein Mann überlegt jetzt, ob wir das Haus zunächst vermieten können, weil mit einem Verkauf tut er sich schwer.

        • Guten Morgen,

          das Vermieten ist doch ein guter Ansatz, vor allem siehst du, dass dein Mann deine Sorgen ernst nimmt.

          Für kleine Kinder ist so ein Doerleben sehr idyllisch, aber an deiner Tochter siehst du, dass sich das Ganze irgendwann dreht.

          Setztceuch zusammen und guckt, wie es weiter laufen kann.

          Ich bin ja noch immer der Meinung, dass man für ein Leben im Dorf geboren sein muss.
          Eine Freundin von mir liebst das Dorfleben. Hat während des Studiums zuhause gewohnt, in der folgenden Ausbildungszeit in der Stadt Nähe einer Großstadt, aber such da ist die 2 Jahre lang jedes Wochenende nach Hause gefahren. Das gibt es auch, wäre aber nichts für mich.

          Alles Gute für euch.

          VG

    Ich kann dich schon verstehen, aber ich kann dir auch sagen: es geht noch schlimmer - aus deinen Augen gesehen. Wir haben das nächste Kino 20 km weiter, Krankenhaus ebenfalls. Apotheke, Arzt u einkaufen auch mind. 6 km. Wir brauchen für alles außer dem Weg zum Kiga das zweite Auto. Arbeit ist 20 bzw 35 km weiter. Auch ich sitze jeden Tag mind. 1 Stunde im Auto wenn ich arbeite. Öffentliche Verkehrsmittel gibts es praktisch nicht. Nur überfüllte Schulbusse früh hin u nachmittag zurück.
    Aber: ich liebe es, so zu wohnen. Es ist billig und ruhig. Die halbe Stunde Fahrt wenn ich was unternehmen möchte nehme ich gern in Kauf...

    Jeder mag es anders. So auch dein Mann. Ihr müsst reden und versuchen einen Konsenz zu finden. Unglücklich dahin zu leben ist Unsinn.

    Ich lese raus, dass ihr Kinder habt. Wie get es ihnen? Sie werden dort wo ihr lebt Freunde haben oder? Auch sie würde och mit einbeziehen, wenn sie alt genug sind die Tragweite eines evtl Umzugs zu verstehen...

    Wir haben beides: Land- und Stadtleben, da zwei Wohnsitze.

    Ich mag beides. Meine Tochter die Stadt, mein Mann das Land, mein Sohn den PC (und da ist es egal wo das Teil steht)

    Stadt hat den Vorteil der kurzen Wege (wenn es nicht gerade ne super Großstadt wie Berlin oder München ist) und der kulturellen Angebote. Hier kenne ich aber garkeinen Nachbarn.

    Allerdings gibt es kaum etwas drolligeres als wenn Herr Fasan vor unserer Terrassentür mit seinen Hennen turtelt oder Fräulein Reh unsere Obstbäume annagt, wir Abends vor dem Feuerkorb auf der Terrasse über die Felder sinnieren und man, wenn man vom Hof fährt erstmal 1000m Schrittempo dröseln muß, weil der Übernachbar mit dem Hund neben einem herläuft und was zu erzählen hat.

    Hi du! Also ganz ehrlich wenn du nicht zufrieden bist dann macht es dauerhaft auch keinen Sinn, das ist Fakt!
    Wenn aber dein Mann nicht gehen will ist die Frage was ist PLAN B? Was gäbe es noch für Möglichkeiten. Kannst du vielleicht noch ein paar Jahre warten oder wäre dein Mann bereit dir auch ein wenig entgegen zu kommen. ???
    Liebe Grüße Ela

    (12) 26.03.18 - 15:13

    Hi,
    ich wundere mich gerade, da ich viele Städter kenne die schimpfen, das sie keine Kinderbetreuung finden, weil das Angebot minimal ist oder sie quer durch die Stadt müssen und das zu eine hohen Preis
    Die schulen sind voll, teils gar nicht modernisiert, Drogen, etc. auf den Schulhöfen normal. Von dem Ausländeranteil der nicht unbedingt positiv zu werten ist, gar nicht zu sprechen.

    Dazu kleine Wohnungen zu hohen Mieten, Kulturangebot kann man nur nutzen, wenn man wirklich Zeit hat oder einen Babysitter.

    Warum fahrt ihr denn nicht am Wochenende am Abend in die Stadt um Kultour zu nutzen? Kino 8 km entfenrt ist ja nun kein Weg, oder?
    Wir wohnen auchauf dem Dorf, fahren aber gerne und oft in die Weltstadt mit Herz. Aber ehlrivh, auch wenn ich sehr viel mehr Kultour hötte, habe ich gar nicht die Zeit dafür.
    Und ich wage es zu bezweifeln, wenn man Kinder hat, das die Stadtbewohner viel mehr machen als die Landbewohner, es muss trotzdem einiges geplant und organisiert werden.

    lg
    lisa

    • (13) 26.03.18 - 15:32

      "Von dem Ausländeranteil der nicht unbedingt positiv zu werten ist, gar nicht zu sprechen."

      Was sagt man dazu. Vergessen hier anonym zu schreiben oder findest du deine Hassbotschaft hier salonfähig?

      • (14) 26.03.18 - 15:39

        warum ist das eine Hassbotschaft.
        Es ist halt mal so, das in vielen Städten Probleme in der Schule herrscht, da die Lehrer oftmals nicht genug Zeit haben, alle Kindern gerecht zu werden und wenn dann noch der Ausländeranteil hoch ist, die die Sprache nicht beherrschen, ist es nochmals schwieriger.
        Wenn du meinst, das dort Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, bitte, das ist Deine Meinung aber die Realität in vielen (nicht allen) Schulen schaut nun einmal anders aus und da muss man noch nicht einmal im Brennpunktviertel wohnen.

        Bei uns ist die Kreisstadt in der Nähe und schon dort gibt es Probleme, von denen nicht alle Eltern glücklich drüber sind.


        Warum ist das bitte Hetze?

        • (15) 26.03.18 - 15:54

          Hier an der Schule gibt es auch viele Flüchtlinge und Drogen..Drogen gibt es an jeder Schule.
          Unsere Stadt hatte zeitweise über 2000 Flüchtlinge in.einer Notunterkunft untergebracht, z.Zt sind es,wesentlich weniger.
          Kriminelle gibt es hier auch und zwar auch genug deutsche Staatsbürger.
          An der Schule meiner Großen fallen fast immer deutsche Schüler auf durch Drogenhandel, Waffenbesitz, Körperverletzung oder sexuelle Übergriffe.

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