Wie wichtig ist euch Gleichberechtigung ,insbesondere wenn Kinder da sind

    • (1) 26.03.18 - 22:08
      Nopas

      Ich stelle fest, dass viele Partnerschaften durch ein Kind in eine Schieflage geraten und die Zufriedenheit in.der Paarbeziehung darunter leidet.
      Frauen übernehmen oftmals freiwillig die Kinderbetreuung, sind aber trotzdem unzufrieden,da sie sich vom Erwerbsleben ausgeschlossen fühlen.
      Manche machen es gezwungenermaßen, da der Mann nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen und berufliche Einschränkungen hin zu nehmen.
      Andererseits beschweren sich Männer auch oft darüber, dass sie die finanzielle Verantwortung allein tragen und die Frau ja bestenfalls etwas dazu verdient.
      Die gegenseitige Achtung und das Verständnis gehen verloren.
      Schon das zweite Paar aus dem Freundeskreis trennt sich deswegen innerhalb von.drei Monaten.
      Einmal ist die Frau gegangen,weil der Mann nicht bereit war ,Kompromisse einzugehen, damit sie wieder Vollzeit arbeiten konnte.
      Er hat abgelehnt, dass das Kind in die Krippe geht, er wollte aber auch selbst keine Elternzeit nehmen, wollte keine Putzfrau und selbst die Arbeitszeiten anpassen wollte er auch nicht..
      Jetzt ist sie mit Kind ausgezogen, das Kind geht ganztags in die Betreuung, sie arbeitet jetzt Vollzeit und ihr Mann wundert sich, dass sie es auch ohne ihn schafft.
      Im anderen Fall ist der Mann kurz nach Weihnachten gegangen, weil sie sich auseinander gelebt haben.
      Er hat 50 Stunden gearbeitet, sie war zu Hause,die hatten sich nichts mehr zu sagen.
      Auch mein.Bruder brachte am.Wochenende zur Sprache, dass es kriselt, seine Frau will nicht arbeiten, lehnt Kindergarten ab, der Sohn ist 3, abgemacht war,dass sie nach 1 Jahr wieder arbeitet.
      Sie brauchen das Geld, müssen ein Haus abbezahlen.
      Ich muss sagen, ich finde das schlimm und frage mich woran das liegt.
      Wie empfindet ihr das?

      • In allen von dir aufgezählten Modellen scheiterte es an der kompromissbereitschaft. Eine Partnerschaft, eine Ehe lebt von Kompromissen. Jedes Modell ist ok, solange sich alle Beteiligten damit wohl fühlen. Wer in einer Beziehung nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen, scheitert zwangsweise. Solange beide miteinander reden, beide kompromissbereit sind, beide wissen, dass es nur dann langfristig funktionieren kann und wird, wenn jeder eintn Schritt auf den anderen zumachen, ist alles in Ordnung. In allen Beispielen von dir ist mindestens einer von beiden sich nicht klar darüber gewesen, was Beziehung (vor allem mit kind) grundsätzlich bedeutet. Nämlich Kompromisse eingehen und eine Zeit lang zurück zu stecken. Nur und ausschließlich dann funktioniert es.

        • >>>Eine Partnerschaft, eine Ehe lebt von Kompromissen.<<<

          Da möchte ich dir widersprechen. Das hört sich schrecklich an.
          Meine Ehe hat von anderen Dingen gelebt.

          • Also, das zusamnen lebrn von zwei Individuen funktioniert doch nicht ohne Kompromisse. Es fängt beim zusamnen ziehen an (welche Möbel kommen mit, wer darf welche Deko aufhängen) uns geht weiter zu wer übernimmt welche Tätigkeiten im Haushalt, geht über zu wer arbeitet wann wieviel wenn ein Kind kommt usw. Das zusammen leben mit einander funktioniert doch gar nicht ohne Kompromisse.

            • Das fällt bei mir unter "Absprachen".

              Unter "Kompromiss" verstehe ich eine Art von Konfliktlösung, wo jeder mal nachgibt oder man sich entgegenkommt.
              Man hat doch nicht ständig Konflikte zu lösen.

              • Dann nennen es eben absprechen. Aber ohne die funktioniert keine Beziehung langfristig. Und in den Beispielen der te gab es eben keine Absprachen. Und genau daran scheiterten alle Beziehungen.

                • (7) 26.03.18 - 23:23

                  Doch, es gab Absprachen, die aber dann in der Realität mit Kind nicht mehr funktioniert haben, zumindest für einen.

                  • Nun ja, Absprachen müssen ja imner wieder neu abgesprochen werden, sobald sich die Situation ändert. Das nennt sich dann Kompromissbereitschaft. Und das ein Kind ALLE ansprachen durcheinander bringt, sollte jedeman klar sein, der ein Kind plant.

      (9) 26.03.18 - 22:32
      meine Meinung

      So langsam ist das Thema wirklich ausgelutscht.

      Hallo,
      wahrscheinlich treffen stets Menschen mit einem anderen Plan vom Leben blind aufeinander.
      Interessant seit Jahren hier zu lesen, Frauchen mault über Schwiegermutter, mault später über den dann gern Göttergatten genannten Partner, verurteilt arbeitende Mütter, betont in fast jedem geschriebenen Text, das hohe Gehalt des Partners, hat 100000 Euro Eigenkapital zur Finanzierung des NIEMALS Reihenhauses, lobt die tollen Leistungen der Kinder und fragt dann, wie sie dieses Leben wieder weg bekommt.
      Männer merken wahrscheinlich im laufe der Zeit das die Gattin mit kochen, Elternbeirat und Urbia beschäftigt ist.
      Sie will dann nicht mehr und kann nicht weg weil die Einkünfte fehlen. Er geht dann manchmal und Sie tobt.
      Der Rest halt dazwischen. Es geht ja auch oft gut. Meist bei Paaren mit ähnlichem Plan vom Leben.

      • (11) 26.03.18 - 23:12

        Mein Bruder beklagt sich auch über den eingeschränkten Horizont seiner Frau, dessen Radius erst so klein geworden ist, seit sie Mutter ist.
        Er sagte, hätte er gewusst, zu was seine Frau durch das Muttersein wird, er hätte ihr niemals ein Kind gemacht, sie hat sich um 180 Grad gedreht.
        Ein zweites Kind hat er jetzt endgültig ausgeschlossen und sagt,dass ihm die Lust darauf komplett vergangen ist mach der Metamorphose seiner Frau.
        Nur noch Kind hier, Kind da, Pekip, Stillen, Beikost, Gamilienbett was er nicht will, keine gemeinsamen Themen, keine Paarzeit weil das Kind ja nicht mal abends zur Oma darf weil sie so gluckt.
        Ich denke, die Beziehung ist gescheitert, von Liebe spüre ich da nichts mehr, von Wertschätzung sowieso nicht.

        • (12) 27.03.18 - 07:18

          "Er sagte, hätte er gewusst, zu was seine Frau durch das Muttersein wird, er hätte ihr niemals ein Kind gemacht, sie hat sich um 180 Grad gedreht."

          Da haben wir es doch schon. Dein Bruder hat nicht mit seiner Frau ein Kind geplant und bekommen, er hat "ihr ein Kind gemacht" und ich wette, das formuliert er nicht so, weil er sich von Beginn an gleichwertig um das Kind kümmert. Und jetzt wundert er sich, dass sie mit dem "ihr gemachten Kind" so tut, als stünde sie alleine da. Vielleicht, weil das auch den Tatsachen entspricht?

          Du hörst seine Version, hör Dir vielleicht mal ihre an. Eventuell klingt die Geschichte und die Probleme in der Ehe dann nochmal anders.

          • (13) 27.03.18 - 21:59

            Er hatte 8 Monate Elternzeit und hat auch seine Arbeitszeit angepasst und ist jeden Tag um 15.00 zu Hause.
            Er würde gerne weniger arbeiten, aber seine Frau weigert sich ja, ihren finanziellen Beitrag zu leisten, und wieder zu arbeiten.
            Er wäre auch gerne noch länger zu Hause geblieben, aber sie hat das nicht mit getragen.
            Ich erlebe ihn als durchaus engagiert, habe eher den Eindruck, dass seine Frau ihn nicht lässt, immer alles besser weiß.
            Wenn er das Kind auf dem Arm hat, nimmt sie es weg obwohl es ganz zufrieden war, ich denke sie hält sich für unentbehrlich, weiß alles besser.
            Das ist auch nicht mein Problem, mein Bruder will diese Beziehung nicht fort setzen, das ist eine Sache zwischen ihm.und ihr.
            Er möchte, dass sein Sohn bei ihm lebt, und warum auch nicht?
            Ich denke, das ist für sie nicht akzeptabel.

        (14) 27.03.18 - 09:46

        Hallo!

        Dein Bruder spricht ja toll über seine Frau. Macht er den welche Vorschläge oder hat er Ideen dass mehr Paarzeit entsteht? Ihr ein Kind gemacht? Er hält sich wohl für Gott oder was.
        Ja ein Kind kann eine Partnerschaft durcheinander bringen bis jeder seien Platz findet. Ein Kind bereichert auch ungemein und bindet Paare noch mehr aneinander. Ich denke der ist eifersüchtig auf sein Kind. Mein Mann und ich haben unser Familienbett so genossen. Es war eine so intensive und nicht mehr wiederkehrende Zeit als einem die Kinder noch so gebraucht haben.

        Wichtig finde ich statt zu jammern das dein Mann das Thema mit seiner Frau bespricht und sie gemeinsam Lösungen finden.
        Paarzeit ist enorm wichtig und das vergessen leider sehr viele.

        Gabi

(15) 26.03.18 - 22:48

Mir ist es sehr wichtig und ich dachte auch, dass es mein Mann so ajehr. Schließlich habe ich lange studiert, war im Ausland, viel unterwegs und habe immer irgendwie gearbeitet. Dass er insgeheim sich wünschte, dass ich mit der Familiengründung Vollzeit Hausfrau werde hätte ich mir von ihm nie erträumen können. Jetzt sind wir beide ständig am streiten und unzufrieden: Weil er uns keine Putzfrau zugestehen will (Privatsphäre), ich nicht Vollzeit arbeiten soll bis sie 3 ist (dann hätten wir die Kleine besser abgetrieben, wenn ich voll arbeiten möchte, meinte er) und Stunden reduzieren mit vollem (!) Lohnausgleich will er auch nicht, da er eh über 40 Stunden wöchentlich arbeiten muss, geht nicht anders. Mich macht das so unzufrieden, weil ich ab Oktober entweder keinen Job habe und laufende Kosten sowie bald die Bafög Rückzahlung von 4000€ und momentan monatlich 100€ für den 11.000€ Studienkredit. Mit Teilzeitjob bleiben mir monatlich 300€ zum Leben übrig (muss immerhin keine Miete zahlen). Aber wenn ich sein Auto übernehme, um die Kleine in die Kita zu fahren, soll ich es monatlich ablösen, er schenkt es mir ja nicht einfach so. Wenn ich mir Mühe gebe spare ich mit TZ Job im Jahr 1000 Euro, da bleibt kein großer finanzieller Spielraum. Er verdient 3700€ netto, bekommt das Kindergeld und zahlt zwar alles sprich Wohnung, Essen, Urlaub, kann aber monatlich noch 1500€ zuseite legen. Davon will er sich 2019 einen Sportwagen kaufen. Selbst dazu habe ich nichts gesagt, ist ja sein Geld. Aber wenn ich meine Excel Kalkulation und kosten sehe, dann macht es mich schon traurig, dass 1,5 Stunden taglich mehr in der Kita ein Hindernis für ihn sind zumal er kein Stück auf mich zugehen möchte. Ach, dass ich überhaupt Teilzeit arbeiten darf ist sein Kompromiss. Ich stehe wirklich kurz vor dem burnout, putze täglich die Wohnung für 2-4 Stunden, Kummer mich um die Kleine und stehe nachts immer mehrmals auf, er macht das nicht. Und wenn ich morgens nicht mit ihm aufstehe, weil ich gerade erst 2 h geschlafen habe, dann bin ich faul. Und jetzt ist er sauer und möchte seinen Job kündigen, damit ich mal seh was er großes leistet. Nur weil ich arbeiten möchte.

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