Streit mit Partner wegen Ansichten der Schwiegereltern

    • (1) 28.03.18 - 20:35
      Nicht gut

      Mein Problem ist, dass mein Mann sich von seinen Eltern in seiner Meinung sehr beeinflussen lässt und dann mit mir diskutiert und mir Vorwürfe macht.
      Es fing an als ich schwanger war, warum ich noch arbeite ( im Krankenhaus), warum ich Kaffee trinke, warum ich noch Sport treibe usw.
      Angeblich wäre das nicht gut fürs Kind. Diskussionen ohne Ende, auch mit meinem Mann.
      Dann ging es weiter, ich wollte nicht stillen, auch da
      Stress und auch weil ich einen Kaiserschnitt wollte.
      Ich hatte aber so Panik vor der Geburt.
      Es ging dann weiter weil ich nach 6 Monaten wieder etwas arbeiten wollte, auch da , das wäre nicht gut, Tagesmutter viel zu früh usw. Es ging um 20 Stunden.
      Und er lässt sich davon beeinflussen, glaubt seinen Eltern und behauptet ich wäre nicht die Mutter die er sich wünscht.
      Als die Kleine 5 Monate war, war ein Junggesellenabschied plus Hochzeit geplant, die Einladung hatte ich schon lange vor der Geburt, ich war Trauzeugin und beste Freundin der Braut. Mein Mann war natürlich zur Hochzeit auch eingeladen.
      AlSo war ich schon mal weg ,dies und das organisieren, besorgen, besprechen.
      Die Kleine blieb dann bei meinem Mann oder meinen Eltern....Schwiegereltern brauchte ich ja gar nicht erst fragen.
      Wir reden hier von ein paar Stunden nachmittags oder abends, meist schlief sie dann schon.
      Angeblich war das auch zu viel, ich verstand die Welt nicht mehr, denn er ging dreimal die Woche zum Sport.
      Dann kam der Abend wo der Junggesellinenabschied kam. Ich hatte es schon fast befürchtet, auf einmal sollte ich nicht gehen, wir hatten Riesen Stress.
      Er warf mir Egoismus vor und dass ich unser Kind allein lasse und vernachlässigen würde.
      Das hat mich sehr gekränkt, es ging um eine Feier für meine beste Freundin, dafür hatte ich wochenlang Vorbereitungen getroffen.
      Eskaliert ist es dann als 3 Wochen später die Hochzeit anstand. Wir waren beide eingeladen und es war geplant, dass wir eine Nacht dort schlafen, ging auch nicht anders da die Entfernung zu groß war .
      Unsere Tochter sollte dann bei meinen Eltern bleiben, von Freitags morgens bis Samstag Nachmittags.
      Da die Kleine schon öfter da geschlafen hatte, quasi ab wenigen Wochen, war das vollkommen in Ordnung
      Auf einmal stand Schwiegermutter vor der Tür. Ich wäre das Letzte, ein so kleines Kind allein zu lassen, ihr Sohn wäre ja nicht in der Lage mir zu zeigen wo mein Platz sei und überhaupt, was ich für eine Mutter wäre, wieder arbeiten, feiern , nicht stillen.
      Mein Mann stand da und sagte nichts. Als sie endlich weg war, meinte er, er würde das genau so sehen aber es hätte ja keinen Sinn mit mir zu sprechen, weil ich ja anscheinend gar kein Gefühl dafür hätte was meine Aufgaben sind.
      Aha. Ich sagte dann, dass ich finde, dass er sich zu stark bequatschen lässt und ich es so sehe, dass er seiner Mutter endlich mal sagt, wo die Grenze ist und nicht mir
      So, ausgegangen ist es dann so,dass ich gefahren bin, da es meine Freundin war, die geheiratet hat und er daheim geblieben ist. Aber mit der festen Ansicht, dass ich auch hätte zu Hause bleiben müssen.
      Für mich steht außer Frage, dass ich mir das nicht bieten lasse, aber ich merke, dass meine Gefühle für meinen Mann verschwinden.
      Er ist wie ausgewechselt seit wir Eltern sind.
      Hätte er, bevor wir an die Kinderplanung gingen, gesagt, dass er diese Vorstellung hat, dann wäre ich nicht schwanger geworden. Er hat immer ganz anders geredet, stillen, das wäre meine Sache, arbeiten auch mit Kind ok, ich könnte natürlich abends weg ...
      Und jetzt erkenne ich ihn nicht wieder und kann es mir nur so erklären, dass seine Eltern da der Auslöser sind, die ihn beeinflussen.
      Gibt es da noch eine Lösung oder ist die Situation schon zu verfahren?

      • (2) 28.03.18 - 20:44

        Na ja geplanter Kaiserschnitt und von Anfang an nicht stillen wollen finden sehr viele Leute blöd. Im KH arbeiten als Schwangere dürften viele auch fahrlässig finden. Da würde ich mich nicht wundern, wenn ich kontra kriege. Zurecht finde ich.

        • (3) 28.03.18 - 21:00

          Im KKH kann man selbstverständlich arbeiten, wenn das MuSchG beachtet wird. Was für ein Unsinn hier verzapft wird!

          Es liegt ja in der Veratnwortung des Arbeitgebers und nicht bei der Schwangeren.

          (4) 28.03.18 - 21:02

          Aber muss man sic deswegen zu Hause einsperren lassen oder plötzlich jede Arbeit, jedes Ausgehen diskutieren müssen? Finde ich nicht.

          Auch kann man im KH arbeiten - es kommt ja darauf an, WAS man macht.

          • eben. Man kann im KKH sehr wohl auch schwanger arbeiten, es kommt drauf an.

            • (6) 28.03.18 - 21:53

              Ich bin Ärztin und konnte bis auf einige Tätigkeiten ganz normal weiter arbeiten, machen die meisten Ärztinnen so.
              Bei den Krankenschwestern ist es schon mal schwierig, die müssen schon öfter ins BV wenn man keinen Arbeitsplatz ohne Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen zur Verfügung stellen kann und das ist nun mal oft der Fall weil die Schwestern eben nah am Patienten arbeiten müssen.

              • Das stimmt ja so auch nicht. Nah am Patienten arbeiten - da bleibt noch eine ganze Menge an Arbeiten übrig, die auch Schwestern und Pflegehelferinnen und Patientenservicekräfte machen können. Dazu gibts extra Positivlisten.

                Vitalzeichen ermitteln - Dokumentationen - Zu- und Abgänge abwickeln - Verlegungen - Essen bringen ...

                • (8) 28.03.18 - 22:36

                  Ja, das wird ja auch gemacht, aber wenn diese Stellen ausreichend besetzt sind, bleibt immer noch die Arbeit am.Patienten übrig, die nun mal die Hauptsache dieses Jobs ausmacht.
                  Gerade die Schwestern auf der Inneren oder der Gyn müssen halt dann schon mal ins BV wenn nirgends eine passende Beschäftigung gefunden werden kann.
                  Und die Krankenhausleitung hat auch oft einfach keine Lust auf Risikobewertung und Risikomanagement in diesem Bereich. Zu viel Arbeit, damit die Frau dann nur noch eingeschränkt eingesetzt werden kann und schlimmstenfalls die Abläufe behindert werden und die Kollegen genervt sind von.der Rosinenpickerei.
                  Dann darf sie nicht mehr Schicht arbeiten, also nicht mehr nach 22.00, und nicht länger als 8 Stunden usw.
                  Es wird gemacht wenn es geht, aber nicht immer.

        (9) 28.03.18 - 21:08

        Was viele Leute finden ist aber nicht der Punkt. Die Mutter eines Kindes entscheidet alleine, wie das Kind zur Welt kommt, ob sie stillt und ob sie im Krankenhaus arbeiten kann. Dürfte sie das nämlich nicht, dann würde sie ein Beschäftigungsverbot erhalten.

        Sie bekommt also völlig unnötig Kontra. Seine Meinung sagen darf man natürlich, aber was der Mann und die Schwiegereltern da veranstalten, ist unnütz und übergriffig.

        • (10) 28.03.18 - 22:09

          Eine Arbeitnehmerin hat bezüglich der Gefährdungen am Arbeitsplatz sehr wenig mitzureden und fast gar nichts zu entscheiden.

          Völlig falsche Aussage von dir.

          • (11) 28.03.18 - 22:35

            Nein, die Aussage ist nicht falsch. Man kann die Arbeit in einem Krankenhaus nicht generell als gefährlich einstufen.

            Wenn dann kann der Arbeitgeber das verbieten. Aber nicht die Schwiegermutter. Diese braucht also nicht die Mutter deswegen anzugehen.

            (12) 28.03.18 - 22:51

            Dein missionarischer Eifer in Sachen BV hat langsam pathologische Züge. Es NERVT!

      (14) 28.03.18 - 22:54

      Alsooo
      !

      bäh Mütterblaming

      nicht stillen: doof
      KS: doof


      kannst Dich einkategorisieren!

      Liebe startet nicht mit der Geburtsart und Ernährung.

      Liebe zeigt man durch alles Andere.

      Ich habe gestillt, ich habe normal geboren.

      Aber ich erhebe mich nicht!

    #augen

(17) 28.03.18 - 21:01

Bei bestimmten Punkten (Kaiserschnitt, Stillen, Arbeit im KH, früh Tagesmutter, etc.) muss man sich darauf einstellen, dass man massiv Kontra bekommt. Viele Menschen finden das nicht gut und deine Schwiegermutter sieht vielleicht das Wohl ihres Enkelkindes gefährdet.

Allerdings finde ich dennoch ihre Aussage, man solle dir mal "deinen Platz zeigen", sehr bedenklich. Du bist eine erwachsene und selbstständige Frau, die ihre eigenen Entscheidungen treffen kann und darf und sich im modernen Deutschland Gott sei Dank nicht mehr "ihren Platz zeigen" lassen muss.

Deinem Mann spreche ich nun mal einfach die Fähigkeit zu, seine Entscheidungen treffen zu können. Auch wenn ihm die Gespräche mit seinen Eltern sicherlich Denkanstöße geben, so trifft doch auch er seine Entscheidungen selbst. Ich sehe also nicht das Problem (nur) bei der SM, sondern vor allem bei deinem Mann. Denn anscheinend hätte er dich nun auch lieber zu Hause (am Herd) als auf einer Feier oder auf der Arbeit.

Trotz der verhärteten Fronten würde ich das (ruhige!) Gespräch mit deinem Mann suchen. Frage ihn, warum er zum Sport gehen kann, du aber nicht abends mal weg kannst. Frage ihn, warum er seine Meinung über das Stillen, Arbeiten und was weiß ich, geändert hat. Kennst du denn überhaupt seine Ansichten und warum er gewisse Dinge vielleicht anders sieht?

Wenn man ein Kind bekommt, kann man anfangs viele Aussagen treffen - man kann dann aber doch ganz anders empfinden, wenn das Kind da ist. Vielleicht ist das bei deinem Mann passiert und er wünscht sich einige Dinge anders. Ihr müsst miteinander reden, einen gemeinsamen Weg finden und dann gegenüber der SM geschlossen auftreten. Denn sie hat dir in keinem Fall "deinen Platz" zuzuweisen.

(18) 28.03.18 - 21:02

Irgendwann habt ihr geheiratet, konntet ihr nicht vorher über bestimmte Vorstellungen und Einstellungen sprechen? Warum erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist?

Ihr müßt die Probleme ohne Einmischung der Eltern ausdiskutieren und Kompromisse finden lernen.

Ich hätte übrigens viele Einsichten deiner Schwiegereltern geteilt. So abweging sind die Gedanken nicht. Dafür hätte ich aber auch erwartet, dass der Mann auch mal aufs Kind aufpaßt und seine Hobbys eine Zeitlang zurückstellt.

  • (19) 28.03.18 - 21:31

    Ich weiß,dass ich bezüglich des Kaiserschnitts und des Nicht Stillens nicht gerade Mainstream bin.
    Auch das frühe Arbeiten der Mutter ist hier ungewöhnlich.
    Ich finde allerdings,dass meine Schwiegereltern sich da mit ihrer Meinung hätten zurück halten müssen und wenn, dann macht der Ton die Musik.
    Es war ja kein Nachfragen, oder eine geäußerte Sorge,auch hat mich nie jemand gefragt, welche Gründe ich für diese Entscheidungen habe, es wurde nur geschimpft und ich schlecht gemacht.
    Ich behaupte mal, dass man.über alles sprechen kann, muss aber sagen dass ich mir raus nehme über Dinge die meinen Körper betreffen, letzen Endes selbst zu entscheiden und dazu gehört nun mal die Art der Geburt und auch ob ich stille.
    Und darüber braucht man jetzt im Nachhinein auch nicht ständig zu diskutieren und mir Vorwürfe zu machen.
    Ich stehe dazu und lass mir halt kein schlechtes Gewissen einreden, und dadurch provoziere ich ihn, sagt er.
    Mein Mann hat vor der Kinder Planung gesagt,dass er diese Dinge mir überlässt, also stillen und auch die Art der Entbindung, weil es eben mein Körper ist und er meinte, was bringt es wenn du stillst und tust es nur mir zu liebe?
    Das funktioniert nicht. Auch der geplante Kaiserschnitt war abgesprochen und er war einverstanden.
    Ich hätte aber auch da keine Kompromisse gemacht,weil das nicht funktioniert hätte, das Kind normal zu bekommen wenn ich das nicht wirklich möchte.
    Das nur zur Erklärung, diese Dinge sind ja passe und ich ärgere mich, dass er immer wieder davon anfängt.
    Als ich dann aber schwanger war und die Schwiegereltern anfingen, diese Dinge zu kritisieren, da änderte er seine Meinung.
    Ich weiß gar nicht warum er diese Themen überhaupt angesprochen hatte.
    Jetzt geht es ja auch eher darum.wie ich meine Mutterrolle ausfülle, dass ich mir in seinen Augen zu viel Freiheiten nehme und mein Kind zu viel aus den Hände sprich zu meinen Eltern gebe. Er versteht nicht, dass ich darin.wirklich kein.Problem sehe, der Kleinen geht es gut, meine Eltern haben sie gerne auch über Nacht da und vor allem, ich hab sie ja quasi ab Geburt dran gewöhnt, also mit ein paar Wochen angefangen, sie bei meinen Eltern zu lassen.
    Vielleicht ist er auch eifersüchtig, weil seine Eltern die Kleine nie haben.
    Aber wundert ihn das, immerhin predigen sie ja ständig, dass das Kind zur Mutter gehört und nirgends schlafen sollte außer im Bett der Eltern.
    Das ist der nächste Punkt, unser Kind schläft im Kinderzimmer, eins der wenigen Dinge, wo mein Mann meiner Meinung ist,dass das so ok ist, auch da regen sich die Schwiegereltern auf.
    Es ist die Art wie sie es sagen, es kommt nicht rüber, dass es ihnen ums Kind geht sondern eher, dass sie mir was wollen.
    Außerdem finde ich auch, dass ich Dinge wie Stillen, Betreuung und Berufstätigkeit nicht mit meiner Schwiegermutter diskutieren muss, das geht sie einfach nichts an.
    Meine Eltern sind da ganz anders, die trauen mir voll und sagen, du machst das schon richtig.
    Vor allem funktioniert es ja auch gut, die Kleine ist gerne dort und weint nicht oder fremdelt.
    Wenn ich wüsste sie weint ständig, schläft dort schlecht usw, dann würde ich meine Entscheidung überdenken, aber warum etwas aus Prinzip ändern wenn es gut.läuft?

    • Du klingst selbstbewusst und stark. Hast lange studiert, einen tollen Job.
      Was macht Dein Mann beruflich?
      Ist er weniger "erfolgreich" (in den Augen seiner Eltern)?
      Kann da Neid der Partnerfamilie mit hinein spielen? Es klingt, als wollte man Dich Klein halten und auf eine 1950er Mutterrolle reduzieren...

      Selbst, Du allein hast zu entscheiden ob KS oder normal, Stillen oder Säuglingsmilch.

      Da hat der Partner 0,00 mitzureden. Es ist Dein Körper.

      Die Schwiegereltern haben dazu gar nix zu sagen. Keiner hat über Deinen Körper zu entscheiden.

      Bin ich froh, dass mir nicht reingeredet wurde nach Abstillen usw.

      Aber ok, ich hab Glück, übergriffige Leute kenne ich nicht. Wäre auch suboptimal für die.

      Solange ein Kind wächst, gedeiht, geliebt wird und keinen Schaden erleidet hat sich niemand ungebeten einzumischen.

      • (22) 28.03.18 - 23:27

        Mein Gefühl sagt mir das auch,aber mein Umfeld ist da komplett anderer Meinung und das erfordert gute Nerven da nicht an sich selbst zu zweifeln.

(23) 28.03.18 - 21:05

Ich behalte mir vor, in allen mich betreffenden Entscheidungen das letzte Wort zu haben, insbesondere wenn es meinen Körper oder meine Psyche betrifft. Da interessiert mich die Meinung meines Partners und ich denke darüber nach. Ob mein weiteres Umfeld meinen Weg gut findet oder nicht tangiert mich äußerst peripher.

Was das Kind betrifft: dein Mann ist als gleichberechtigter Elternteil in der Lage die Dinge zu kompensieren oder dort ergänzend tätig zu werden, wo er es für notwendig erachtet. Er kann es selbst betreuen, wenn ihm die Betreuung durch die Großeltern nicht passt.

Und den Schwiegereltern würde ich ein für alle mal verbieten sich in Angelegenheiten einzumischen, die sie einen feuchten Dreck angehen.

Ich würde mich da nicht beirren lassen.

LG

  • (24) 28.03.18 - 21:18

    Sehr gut geschrieben.
    Genau so sehe ich es auch!

    (25) 28.03.18 - 21:41

    Oh, da,sagst du was.Ich sehe das genau so, mein Körper, meine Entscheidung, aber..das dieser Klarheit zu sagen, wäre hier der super Gau, dann wäre hier Land unter.
    Eine Frau mit diesen Ansichten ist nicht gesund.
    So viel Selbstbewusstsein einer Frau ist hier nicht gern gesehen.
    Mein Mann hat letztens auch geäußert, dass er findet, dass Frauen nicht abtreiben dürfen, wenn der Mann das Kind möchte.#schock
    Ich hab dann nicht gesagt, gut dass ich das weiß...
    Als ich dann sagte, und was, wenn er es nicht möchte und sie schon, darf er sie dann auch zwingen abzutreiben, Antwort: prinzipiell schon
    Der Mann müsste das mit entscheiden dürfen.

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