27

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Co-Parenting
Wäre das was für Dich? Deinen Bekannten würde ich nicht dazu heran ziehen ausser er will effektiv am Leben des Kindes teilhaben und es mitfinanzieren. Ansonsten fände ich die Idee mit der Samenbank ganz interessant. Würde mich aber wegen der rechtlichen Seite beraten lassen.
Als Alleinerziehende musst Du schon damit rechnen das Du nicht mehr 40 Stunden arbeiten kannst...

33

Co-Parenting finde ich als Idee ganz klasse und für das Kind sicherlich eine Bereicherung, wenn zwei Bezugspersonen da sind statt einer.
Ich stelle es mir nur schwierig vor, hier vor Ort jemanden zu finden, der dafür bereit ist. Ich lebe ländlich, nicht komplett in der Pampa, aber halt in einer Kleinstadt.

Warum würdest du den Bekannten außen vor lassen, was sind da deine Bedenken?

Vollzeit sind bei mir 35 Stunden. Stunden zu reduzieren, war zumindest für meine alleinerziehende Kollegin kein Problem. Sie arbeitet 30, seitdem ihre Jüngste ein Jahr alt ist. Ich müsste mir ausrechnen, wieviel ich arbeiten muss, um uns beide zu finanzieren, und damit abgleichen, was für das Kind vertretbar ist. Wie gesagt, auf UHV hätte mein Kind ja keinen Anspruch. In sofern muss ich gucken, was da machbar und realistisch ist.

28

Eine gute Bekannte von uns hat sich selbst mit dem Sperma ihres besten Freundes befruchtet. Dank ihrer medizinischen Ausbildung und ihres Zugangs zu geeigneten Utensilien dürfte sie im Prinzip zum Selbstkostenpreis das gemacht haben, was in dänischen Kliniken sonst gemacht wird.

Die beiden haben damals vorgängig Vereinbarung getroffen, dass das Kind bei ihr aufwächst und er quasi der Onkel ist, der immer mal vorbeikommt. Es hat sich herausgestellt, dass es dann doch etwas anderes ist, wenn das Kind dann da ist, meine persönliche Vermutung ist auch, dass von seiner Seite die unausgesprochene Hoffnung bestand, irgendwann mehr als der beste Freund zu sein. Das persönliche Verhältnis zwischen den Beiden ist vollkommen zerstört, sie verkehren nur noch über Behörden, immerhin ist auf beiden Seiten genügend Geld da, damit ist wenigstens diese Seite abgedeckt.

Der Sohn kommt demnächst in die erste Klasse, er ist ein aufgeweckter, gesunder Junge. Ich bin halt zwiegespalten. Auf der einen Seite ist der besagte Junge, dem es gut geht und der altersgerecht entwickelt ist, auf der anderen Seite vor allem auf der Seite des biologischen Vaters ein an die Wand gefahrener Lebensentwurf. Beste Freundin verloren, sieht seinen Sohn nie etc. Ich selber würde es einem anderen Mann eher nicht anraten, vor allem dann nicht, wenn er insgeheim noch irgendwelche Hoffnungen hat, der Frau dadurch näher zu kommen.

34

Ohje, das klingt ja wirklich nicht schön.
Bei der Vorgeschichte kann ich verstehen, wenn du anderen Männern davon abrätst.

Spontan und aus dem Bauch raus würde ich ausschließen, dass mein Freund da Hintergedanken hat. Wir kennen uns lange genug, um zu wissen, dass zwischen uns nichts funkt. Aber ich sollte vielleicht noch mal ein ehrliches Gespräch mit ihm über das Thema führen, um sicherzugehen, dass er weiß, was das bedeuten würde. Wenn er dann einen Rückzieher macht, wäre ich ihm nicht böse.

Den Vorteil sehe ich, wie deine Bekannte, darin, dass das Kind wüsste, wer sein Vater ist.